Nachdem wir nun die Hauptrolle, die die Information spielt, näher beschrieben haben, und wie sie mit Materie und Energy interagiert und die Organisation antreibt, wollen wir nun versuchen besser zu verstehen, wie Informationsprozesse Zeit und Raum überschreiten können und wie es durch die zwei Doppelspalt-Experimente veranschaulicht wurde.902
© Sott.net/Myriam Kieffer
Die Retrokognition beschreibt das Wissen über ein Ereignis in der Vergangenheit, das man eigentlich nicht durch normale Mittel wissen kann. Es widerspricht der allgemein akzeptierten Trennung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Hier ist ein Beispiel der Retrokognition:
In einer Reihe von Experimenten, die vom Direktor des Parapsychologischen Instituts der Staatlichen Universität Utrecht, W. H. C. Tenhaeff, und Marius Valkhoff, Dekan der Fakultät für Kunst an der Universität Witwatersrand in Johannesburg, Südafrika, in den 1960er Jahren durchgeführt wurden, stellte sich heraus, dass der große niederländische Hellseher, Gerard Croiset, selbst die kleinsten Knochenfragmente psychometriieren und ihre Vergangenheit genau beschreiben konnte.
Anders ausgedrückt konnte Croiset durch die bloße Betrachtung von winzigen Kochenproben den Knochentyp (Tibia, Humerus etc.) und die Spezies, von dem dieser Knochen stammt, bestimmen.

Retrokognition wurde seit dem 15. Jahrhundert angewendet903 und führte bekanntermaßen zur Entdeckung der Glastonbury Abtei, als Kapitän John Bartlett eine Skizze von der Abtei durch automatisches Schreiben anfertigte904. Stephan A. Schwartz, ehemaliger Redaktionsmitarbeiter von National Geographic und Mitglied der MIT Secretary of Defense Diskussionsgruppe für Innovation, Technologie und Gesellschaft, widmete diesem Thema ein ganzes Buch905.

Vielleicht noch faszinierender als die Art des Zugriffs auf die Vergangenheit ist der Umstand, dass auch zukünftige Ereignisse im Voraus gesehen werden können. Dass nennt man Präkognition, bei der die übliche Trennung zwischen Gegenwart und Zukunft nicht zu existieren scheint. In den 1930er Jahren zeigte der zuvor erwähnte Joseph Rhine und seine Frau Louisa Rhine, dass freiwillige Probanden erraten konnten, welche Karten von einem Kartenstapel zufällig gezogen wurden, mit einer Erfolgsrate, die deutlich höher war als der Zufall, nämlich mit einer Million zu eins.906

Seit den 1930er Jahren wurde die Präkognition in hunderten Studien nachgewiesen. Tatsächlich gibt es so viel Beweismaterial, dass eine Metaanalyse907 mit 309 Experimenten in der Präkognition durchgeführt wurde, die zwischen 1935 und 1987 stattgefunden hat. Die kumulative Wahrscheinlichkeit, dass das Gesamtergebnis dieser Metaanaylse dem Zufall entsprang, betrug 1 zu 1024 (eins zu einer Quadrillionen), während bereits eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 20 als statistisch signifikant betrachtet wird.

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Abbildung 234: Die Glastonbury Abtei wurde im Jahre 1909 von F. Bligh Bond ausgegraben, nachdem Kapitän John Bartlett eine Skizze von der Abtei durch automatisches Schreiben angefertigt hatte.
Das sogenannte präkognitive "Remote-Viewing" (Fernwahrnehmung), bei dem sowohl der Raum als auch die lineare Zeit (Gegenwart/Zukunft) überschritten werden, geschieht ebenfalls:
In ihren Remote-Viewing Experimenten im Stanford Research Institut, fanden Puthoff and Targ heraus, dass Testpersonen auch in der Lage waren, Orte zu beschreiben, die die Experimentatoren in der Zukunft besuchen würden, [und dass] sogar schon vor [dem Zeitpunkt] an dem diese Orte festgelegt wurden, zusätzlich zu dem Umstand [dass diese Testpersonen] dazu in der Lage waren, entfernte Orte mental zu beschreiben, die die Experimentatoren [gerade] in der Gegenwart besuchten. In einem Beispiel wurde beispielsweise eine ungewöhnlich talentierte Testperson namens Hella Hammid, die von Beruf Fotografin ist, darum gebeten, den Ort zu beschreiben, den Puthoff eine halbe Stunde später besuchen würde. Sie konzentrierte sich und sagte, dass sie sehen konnte, wie er in ein 'schwarzes eisernes Dreieck' eintrat. Das Dreieck war 'größer als ein Mensch' und obwohl sie nicht genau wusste, was es war, konnte sie ein rhythmisch quietschendes Geräusch hören, das 'ungefähr einmal pro Sekunde' auftrat.

Zehn Minuten bevor Hammid dies beschrieb, hatte sich Puthoff [schon] auf den halbstündigen Weg in den Menlo Park und den Palo Alto Gebieten gemacht. Am Ende der halben Stunde und einige Zeit nachdem Hammid ihre Wahrnehmung des schwarzen eisernen Dreiecks aufgezeichnet hatte, nahm Puthoff zehn versiegelte Umschläge in die Hand, in denen zehn verschiedenen Zielorte waren. Mit Hilfe eines Zufallszahlengenerators wählte [er dann] zufällig einen [dieser Umschläge]. Darin war die Adresse eines kleinen Parks, [der] etwa sechs Meilen vom Laboratorium [entfernt war]. Er fuhr zum Park und als er dort ankam, fand er eine Kinderschaukel - das schwarze eiserne Dreieck - und ging [darauf zu]. Als er sich auf die Schaukel setzte, quietschte sie rhythmisch während er hin und er schwang.908
Noch eindrucksvoller ist die Retro-Psychokinese, bei der der Einflussnehmer nicht nur ein 'zufälliges' Ereignis modifiziert, sondern darüber hinaus das Ereignis auch in der Vergangenheit stattgefunden hat und aufgezeichnet wurde:

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Abbildung 235: Die Beständigkeit der Erinnerung (Ausschnitt). Öl auf Leinwand von Salvador Dali, 1931. Dieses Gemälde wurde von den Entdeckungen der Quantenphysik und der nichtlinearen Natur der Zeit inspiriert.
Ein Zufallsgenerator wird aktiviert, um eine Folge von N Binärzahlen zu erzeugen. Diese Zahlen werden automatisch auf einem Magnetband, Papierstanzband oder einem anderem zuverlässigen Aufzeichnungsmedium aufgezeichnet. Während der Erzeugung [der Zahlen] und der Aufzeichnung schaut niemand auf die Daten, bis zu einem späteren Zeitpunkt die aufgenommene Folge von 'Kopf' oder 'Zahl' einem Probanden in einer PK-Testsituation vorgespielt wird. Während der langsamen Wiedergabe lässt jeder Kopf oder jede Zahl, die aufgezeichnet wurde, eine rote oder grüne Lampe aufleuchten, während der Proband versucht, mental eine häufigeres Aufleuchten der roten Lampe zu erzwingen.

In dieser Situation würde man eigentlich davon ausgehen, dass der Proband diese Aufgabe nicht bewerkstelligen kann, da die Entscheidung, wie viele Köpfe oder Zahlen erscheinen werden, schon vor der Testsituation festgelegt wurde.909
Hierbei sollten wir betonen, dass diese Maschinen (Zufallsgeneratoren) darauf programmiert wurden, einfach nur die zuvor aufgezeichnete Reihenfolge von roten und grünen Lichtern wieder abzuspielen. Trotzdem sind PK-Probanden irgendwie in der Lage dazu das Endresultat zu beeinflussen - das in der Vergangenheit aufgezeichnet wurde - indem sie durch 'Willenskraft' versuchen, dieses Ergebnis zu verändern während es in der Gegenwart wiedergegeben wird. Die Trefferquote dieser Tests auf vorab aufgezeichnete Ziele ist signifikant, was darauf hindeutet, dass die Außersinnliche Wahrnehmung (ASW) nicht-kausal ist und dass ein zufälliger Prozess in der Vergangenheit vielleicht durch PK-Bemühungen in der Gegenwart beeinflusst wird.

Seit den 1970er Jahren sind zahlreiche Retro-Psychokinese Experimente durchgeführt worden. Braud leitete eine Metaanalyse910, die zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Ergebnisse durch Zufall entstanden sind, bei 0.000 032% lag.

Um die Nicht-Lokalität zu erklären (Phänomene, die das Raum-/Zeit-Kontinuum transzendieren), entwickelte der französische Physiker Bernard d'Espagnat das Konzept der 'Quantenfeldtheorie'. Für d'Espagnat ist unsere Realität eine Emanation (Ausstrahlung) eines tieferen und unerreichbaren Feldes. Da einzelne subatomare Teilchen einzigartige 'Lokalisationen' an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit sind, argumentiert d'Espagnat, dass es nicht mehr länger korrekt ist, Objekte als Objekte zu verstehen; vielmehr sollten sie als die Eigenschaften eines Feldes verstanden werden:
D'Espagnats umstrittenem Buch zufolge911 ist die einzig mögliche Antwort [auf diese Frage], dass der Quantenzustandsvektor die Eigenschaften einer tieferliegenden Realität ausdrückt. Da wir seine Manifestationen kennen - wir wissen wie er ist, wenn wir ihn messen - und uns die Quantenphysik verbietet darüber zu sprechen was er 'wirklich ist' wenn er nicht gemessen wird, spricht d'Espagnat hierbei von einer 'verschleierten Realität.'912 Seine [Theorie] ist eine Art von Realismus-auf-einer-Distanz: Wir können nicht sagen, dass die Realität 'nur dies oder jenes ist,' da unsere Beobachtungen und was wir beobachten miteinander verflochten sind; und trotzdem können wir sagen, dass die Welt-so-wie-sie-beobachtet-wird eine Manifestation des Realen ist; die Realität nimmt wirklich diese oder jene Form in unseren Beobachtungen an. Leider kann für die traditionellen Theorien der Materie diese 'verschleierte Realität' weder geistig noch materiell sein, insofern als es der Geist-Materie-Unterscheidung gänzlich voraus geht.913
Ein Feld ist ein Raum, an dem jeder Punkt in Zeit und Raum den gleichen Wert aufweist. Folglich ist ein Feld nicht-lokal: Eigenschaften werden für alle Punkte, die Teil des Feldes sind, sofort und zum gleichen Zeitpunkt festgelegt und verändert. In diesem Sinne widersprechen Felder Einsteins Postulat, nach dem Lichtgeschwindigkeit die maximal mögliche Geschwindigkeit ist. Wenn eine Veränderung in einem Feld alle Punkte innerhalb dieses Feldes gleichzeitig beeinflusst, muss eine Art von Prozess auf superluminaler (schneller als Licht) Ebene stattfinden.

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Abbildung 236: Die Magnitude (Helligkeit) und die Richtung (Farbton) eines elektrischen Feldes, generiert durch zwei entgegengesetzt geladene Teilchen.
In den letzten Jahrzehnten haben eine Reihe von Wissenschaftlern aus verschiedenen Forschungsgebieten unabhängig voneinander eine unbekannte 'Dimension' in Bezug auf Materie, Energie und Information identifiziert. Diese verborgene Dimension' weist die Eigenschaften eines Feldes auf, einer tieferen Realität, die Zeit und Raum überschreitet und mit Information durchdrungen ist.

Das morphogenetische Feld des britischen Biologen Rupert Sheldrake914 postuliert, dass die Information im Verhältnis zur Entwicklung der einzelnen Zellen steht. Das morphogenetische Feld von Sheldrake915 enthält alle Informationen in Bezug auf das kollektive Wissen, das eine bestimmte Spezies bzw. ein bestimmtes Element ausmacht. Michael Talbots holographisches Feld916 besitzt eine grandiose Fähigkeit zur Informationsspeicherung. Harold Puthoffs Nullpunktfeld917 enthält Informationszustände, die mit der Materie und dem Bewusstsein interagieren. Und zuletzt enthält das Quantenfeld von d'Espagnat918 die Quantenwellenfunktion, die alle messbaren Informationen über ein Teilchen in sich trägt.

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Abbildung 237: Die Interaktion zwischen dem ‘kosmischen Informationsfeld’, dem ‘individuellen Bewusstsein’ und der ‘manifestierten Welt’.
Die in diesem Kapitel - und den beiden zuvor behandelten Kapiteln - gesammelten Daten deuten stark auf die Existent einer tieferen, verschleierten Realität hin, die man als 'kosmisches Informationsfeld' bezeichnen könnte und die folgenden Charakteristiken aufweist:
  • Immanent (durchdringt den ganzen Raum)
  • Verbunden mit allen nicht-lebenden und lebenden Formen, einschließlich dem Menschen
  • besteht aus Information
  • transzendiert die Zeit (augenblickliche Effekte + es verbindet die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft)
  • transzendiert den Raum - repräsentiert eine tiefere Ebene der Realität, aus der unsere Realität hervortritt.
Beachten Sie, dass das kosmische Informationsfeld nicht nur in der oben beschriebenen nicht-lokalen Geist-Materie Interaktion involviert zu sein scheint (Psychokinese, Remote Viewing, ASW, etc), sondern auch in unseren ureigenen Erinnerungen und Denkprozessen.

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Abbildung 238: Das Schema zeigt einige der vielfältigen Einschnitte, die Lashley an den Gehirnen von Ratten durchgeführt hat.
Für lange Zeit wurde davon ausgegangen, dass Erinnerungen (d.h. gespeicherte Informationen), in 'Gedächtniszellen' im Gehirn gespeichert werden. Diese Perspektive veränderte sich jedoch im Jahr 1929, als der Neuropsychologe Karl Lashley919 ein Experiment durchführte, das die vermutete Lage von Gedächtniszellen im Gehirn bestätigen sollte. Lashley gestaltete sein Ratten Gedächtnis-Test wie folgt: Er baute für seine Ratten einen Sprungplatz, von dem aus die Ratten es lernten durch Miniaturtüren zu springen, hinter denen Essens-Belohnungen platziert waren. Wenn die Ratten der richtigen Routine folgten und durch die richtige Tür gingen, bekamen sie Futter (positive Verstärkung). Wenn die Ratten der falschen Routine folgten, fielen sie ins Wasser (negative Verstärkung).

Sobald die Ratten die Routine erlernt hatten, versuchte Lashley diese Erinnerung systematisch chirurgisch zu entfernen. Lashley's Ziel war es, bestimmte Gehirnregionen der Ratten zu deaktivieren um somit herauszufinden, welcher Teil des Hirns die spezifische Erinnerung enthielt. Um diese Aufgabe durchführen zu können, benutze er den Lockenstab seiner Frau (!) als chirurgisches Instrument und verbrannte einfach den Teil des Gehirns, den er entfernen wollte.920

Egal wie viel Hirngewebe Lashley diesen armen Ratten entfernte, erinnerten sie sich dennoch immer noch, durch welche Türen sie gehen und welche sie vermeiden sollten. Entschlossen den Ort der Gedächtniszellen dennoch zu finden, verbrannte Lashley immer größere Gehirnbereiche. Am Schluss hatte er alle Gehirnregionen verbrannt, doch die Ratten erinnerten sich trotz großer motorischer Beeinträchtigung immer noch an den Weg zur richtigen Tür.

Beachten Sie jedoch, dass diese Entdeckungen nicht nur auf Ratten zutreffen. Offenbar brauchen Menschen ebenfalls kein Gehirn um denken und sich erinnern zu können. Es gibt dokumentierte Fälle von der Hydrocephalus Krankheit, bei der die Menschen praktisch kein Gehirn mehr besitzen aber trotzdem noch normal funktionieren:
An dieser Universität gibt es einen jungen Studenten mit einem IQ von 126, der einen erstklassigen Mathematik-Abschluss mit Auszeichnung geschafft hat und sozial völlig normal ist. Jedoch hat der Student praktisch kein Gehirn [...] Als wir sein Gehirn scannten, sahen wir, dass zwischen den Ventrikeln und der kortikalen Oberfläche nur eine dünne, einen Millimeter dicke Mantelschicht vorhanden war, anstatt der [üblichen] 4,5-Zentimeter dicken Schicht. Sein Schädel ist hauptsächlich mit Zerebrospinalflüssigkeit gefüllt.921
© Lorber
Abbildung 239: Ein horizontaler Scan durch das Gehirn eines normalen Menschen weist begrenzte Schlitze in den Ventrikeln auf (links) und große Hohlräume bei einem Patienten, der unter der Hydrocephalus Krankheit leidet (rechts).
Nach diesen Entdeckungen fingen mehrere Wissenschaftler an dafür zu argumentieren, dass das Gehirn nur ein Abruf- und Auslesemechanismus des ultimativen Speichermediums ist922, also jenem Feld, dem wir den Namen 'kosmisches Informationsfeld' gegeben haben.

Dieser Umstand würde erklären, warum eine kleine Assoziation oftmals eine Kaskade von Sichtungen, Geräuschen und Gerüchen auslösen kann. Es würde auch erklären, warum insbesondere das Abrufen des Langzeitgedächtnisses augenblicklich vonstatten geht und keinen Scan- Mechanismus erfordert um sich durch Jahrzehnte des Gedächtnisses durchzuforsten.923

Somit könnte das Gehirn nicht wie eine Festplatte eine Informationsspeichervorrichtung sein, sondern eine Schnittstelle, die das was ein Individuum lernt, erlebt und wahrnimmt, mit einer 'delokalisierten' Datenbank verbindet, also mit einem Teil des kosmischen Informationsfeldes. Daher beeinträchtigt das Entfernen von diesem oder jenem Teil des Gehirns nicht die Erinnerung, da sie nicht per se 'innerhalb' von Gehirnzellen gespeichert wird. Folglich könnte das Gehirn eher wie eine Emitter-/Empfänger-Vorrichtung oder Antenne agieren. Selbst wenn man eine Antenne einschränkt (z. B. durch Entfernung des Großteils des Gehirns) kann sie immer noch Informationen aussenden und empfangen (Denk- und Speicherprozesse).

Lazlos Entdeckungen führten zu Theorien924, in denen vorgeschlagen wurdev dass Erinnerungen - gespeicherte Informationen - nicht lokal in einigen spezialisierten Gehirnzellen auftreten, sondern dass Gehirnwellen durch Interferenz925-Prozesse, mit externen Wellen interagieren, die mit dem kosmischen Informationsfeld zusammenhängen:
Unsere Gehirne konstruieren die objektive Realität auf mathematische Weise durch die Interpretation von Frequenzen, die letztendlich Projektionen von einer anderen Dimension sind, einer tieferen Ordnung der Existenz, die jenseits von Raum und Zeit ist.926
© Miami Dade Corrections
Abbildung 240: Nach einem Autounfall wurde Carlos Sosa mehr als die Hälfte seines Gehirns entfernt. Seine intellektuelle Kapazität blieb jedoch intakt.
Wie zuvor erwähnt, produziert das Gehirn Photonen.927 Es ist ebenfalls ein elektrisch sehr aktives Organ, in dem Neuronen und Axonen konstant durch elektrische Signale, die aus verschiedenen elektromagnetischen Wellen bestehen, miteinander kommunizieren. (Siehe Abbildung 241.)

Sind Photonen (die nachgewiesenen Grundträger von Information928) und/oder elektromagnetische Wellen (der Kern des drahtlosen Informationsaustausches929) jene Medien, durch die unser Geist mit dem kosmischen Informationsfeld interagiert?

Licht (Photonenbewegung) und Elektrizität (Elektronenbewegung) sind eng miteinander verbunden. Wenn Licht auf ein Stück Metall scheint, emittiert es Elektronen. Das nennt man den 'photoelektrischen Effekt'930. Im Gegenzug dazu emittiert ein Metallstück Photonen wenn Elektronen dadurch fließen (das geschieht zum Beispiel in einer Glühbirne). Darüber hinaus ist Elektrizität, die Quelle der elektromagnetischen Wellen, eng mit Ordnung verbunden, dem Markenzeichen der Information. Materie ist eine Mischung aus Elektronen und Protonen; wenn jedoch ein elektrisches Feld eingesetzt wird, tritt eine Ladungstrennung auf: positive Ladungen gruppieren sich auf der einen Seite, während negative geladene Teilchen sich auf der anderen Seite gruppieren; d.h., Ordnung nimmt zu.

Das trifft ebenfalls auf die molekulare Ebene zu, wenn sich Wassermoleküle entlang eines elektrischen Feldes ausrichten (Abbildung 242).

© Sott.net
Abbildung 241: Beta, Alpha, Theta und Delta sind vier der üblichen Frequenzbereiche, die durch die elektrische Aktivität des Gehirns abgedeckt werden.
Bei der Abwesenheit eines elektrischen Feldes (linkes Bild) sind die Wassermoleküle willkürlich ausgerichtet. Wenn die Moleküle einem elektrischen Feld ausgesetzt werden (rechtes Bild), richten sich die Moleküle zu dem Feld aus, so dass das positive Ende des molekularen Dipols zum Negativ zeigt und umgekehrt. Das elektrische Feld erhöht den Grad der Ordnung/Organisation zwischen den Wassermolekülen.
© Sott.net, adaptiert von Averill andEldredge
Abbildung 242: Der Einfluss eines elektrischen Feldes auf die Ausrichtung von Wassermolekülen
Wie wir inzwischen wissen931, ist Plasma Materie, die durch elektrischen Stress ionisiert wurde (Ladungstrennung) und ein sehr hohes Organisationsniveau aufweist932:
Durch die Aktion des Quantenpotentials sind Elektronen [im Plasma] nicht [sporadisch] verstreut, [sondern] das gesamte System wird einer koordinierten Bewegung unterzogen, [die] eher einem Ballett-Tanz ähnelt als einer Menge von unorganisierten Menschen.933
Könnte es sein, dass die Ordnung, die bei elektrischen Phänomenen auftritt (Ladungstrennung, Plasma), eine greifbare Manifestation eines subtileren Phänomens im Teilchen-Maßstab ist, welches auf der Ebene des kosmischen Informationsfeldes stattfindet?

Jedenfalls können wir an diesem Punkt in angemessener Weise hypothesieren - und sogar annehmen - dass ein kosmisches Informationsfeld existiert, das Zeit und Raum überschreitet. Wir haben auch gesehen, dass Menschen auf individueller Basis einen Einfluss auf Materie und auf Makroereignisse haben können. Die nächsten logischen Fragen sind: Was geschieht auf der kollektiven Ebene? Was passiert, wenn mehrere Beobachter/Beeinflusser beteiligt sind?

Fußnoten:

902Siehe Kapitel 36: 'Der Aufstieg und Untergang des Materialismus'
903'What is psychic archeology', Ancient Digger, 27. Juli 2011 Siehe: www.ancientdigger.com/2011/07/what-is-psychicarchaeology.html
904 Goodman, J., Psychic Archaeology: Time Machine to the Past, 1977, Berkley Publishing
905Schwartz, S., The Secret Vault of Time: Psychic Archaeology and the Quest for Man's Beginnings, Grosset & Dunlap, 1978
906'Who was J.B. Rhine?', Parapsychological Association. Siehe: www.archived.parapsych.org/members/jb_rhine.html
907Honorton, C., & Ferrari, D., 'Meta-analysis of forced-choice precognition experiments 1935 - 1987', Journal of Parapsychology, 1989, vol 53, 281 - 308
908Talbot M., The Holographic Universe, S.262
909Schmidt H., 'PK effect on pre-recorded targets', J Am Soc Psychical Research, 1976, 70(3):267-291
910Die Metaanalyse umfasste 233 experimentelle Retro-PK Sitzungen, die zwischen 1979 und 1998 durchgeführt wurden. Siehe: Braud W.,'Wellness implications of retroactive influence: exploring an outrageous hypothesis', Alternative Therapies in Health and Medicine. 2000; 6(1): S. 37-48
911D'Espagnat, B., In Search of Reality (1983)
912D'Espagnat, B., (1995) Veiled Reality: An Analysis of Present-Day Quantum Mechanical Concepts. Reading, MA, Addison-Wesley
913Davies & Gregersen, op. cit., S. 56
914Sheldrake, R., Morphic Resonance: The Nature of Formative Causation, S. 65-78
915Sheldrake, R., op. cit., S. 163-188
916In der holographischen Bildgebung ist es durch die Änderung des Einfallwinkels von zwei Lasern, die beide auf ein Stück photographischen Film auftreffen, möglich, viele verschiedene Bilder auf derselben Oberfläche aufzunehmen. Jedes der auf diese Weise aufgenommenen Bilder kann dann einfach durch die Beleuchtung des Films mit einem Laserstrahl, der den selben Einfallwinkel besitzt wie die ursprünglichen zwei Laserstrahlen, wieder abgerufen werden. Forscher haben berechnet, dass man mit dieser Methode auf einer Filmfläche von der Größe eines Quadrates mit einem Zoll die gleiche Menge an Informationen, wie sie in 50 Bibeln enthalten ist, speichern kann! Siehe: Collier J. et al., Optical Holography, New York, Academic Press, 1971
917 'Materie ist ein selektiver Frequenzfilter (Resonator), der vom Nullpunktfeld orchestriert wird und Informationszustände im Nullpunktfeld erzeugt [. . .] Der Träger des Urbewußtseins ist das Nullpunktfeld. Unser individuelles Bewusstsein ist das Ergebnis eines Filterprozesses, der die Realisierung von Informationszuständen im Nullpunktfeld bewirkt. Solche Informationszustände haben sowohl externe als auch interne Aspekte. Die äußeren Aspekte sind physikalisch und manifestieren sich als dynamische Kohärenzmuster (NCC), während die inneren Aspekte phänomenal sind, das heißt, ein bewusster Moment ist ein Nullpunkt-Informationszustand, der von innen aus erfahren wird.' Siehe: Keppler J., 'A View Behind the Scenes of Matter Provides Valuable Clues for the Development of a Theory of Consciousness', Talk at the TSC 2012 Conference, Tucson, April 2012
918Lee, C., 'The insanely weird quantum wave function might be 'real' after all', Ars Technica, 22. November 2011
919Beach, F. A., Biography of Karl Spencer Lashley 1890-1958, National Academy of Science
920McTaggart, L., The Field, S.78
921Lewin, Roger, 'Is your brain really necessary?', Science, Dec 12, 1980, Vol.210, p.1232(3)
922Lazlo, E., The Interconnected Universe: Conceptual Foundations of Transdisciplinary Unified Theory, World Scientific Pub Co Inc, 1. November 1995, S.100
923McTaggart, L., op. cit., S.95
924Pribram, K., Brain and Perception, S.27
925Welleninterferenzmuster können viel mehr Informationen enthalten als die 2.8×1020 Informationsbrocken, die in einem menschlichen Gehirn enthalten sind. Die gesamte US-Kongressbibliothek, die fast alle Bücher enthält, die jemals in englischer Sprache erschienen sind, könnte in einer Zuckerwürfel großen Einheit gespeichert werden, wenn Welleninterferenzmuster für die Datenspeicherung verwendet werden könnten. Siehe: McTaggart, L.,op. cit., S. 86
926Talbot, M., op. cit., S. 54
927 Siehe Kobayashis Forschungsergebnisse in Kapitel 37: 'Die Rolle des 'Beobachters"
928A photon is a fundamental carrier of information because it possesses numerous information carrying degreesof freedom including frequency, phase, arrival time, polarization, orbital angular momentum, linear momentum,entanglement, etc. See: Kumar P., 'information in a photon', DARPA, Defense Science Office. www.darpa.mil/Our_-Work/DSO/Programs/Information_in_a_Photon
928Ein Photon ist ein fundamentaler Informationsträger da es zahlreiche informationstragende Freiheitsgrade besitzt einschließlich der Frequenz, Phase, Ankunftszeit, Polarisation, Bahndrehimpuls, Linearimpuls, Verschränkung usw. Siehe: Kumar P., 'information in a photon', DARPA, Defense Science Office. www.darpa.mil/Our_-Work/DSO/Programs/Information_in_a_Photon
929AM radio, FM radio, cellular phones, GPS systems, satellite broadcastings, walkie-talkies, etc. are all wireless communicationsystems based on electromagnetic waves carrying information. See: Toupin, L. P., 'Riding the electromagnetic wave', Houghton Mifflin Science www.eduplace.com/science/hmsc/6/f/cricket/cktcontent_6f18.shtml
929AM-Radios, UKW-Radios, Mobiltelefone, GPS-Systeme, der Satellitenrundfunk, Walkie-Talkies usw., sind alle drahtlose Kommunikationssysteme, die auf elektromagnetischen Wellen basieren, die Informationen tragen. Siehe: Toupin, L. P., 'Riding the electromagnetic wave', Houghton Mifflin Science www.eduplace.com/science/hmsc/6/f/cricket/cktcontent_6f18.shtml
930Siehe: Elert, G., 'Photoelectric effect', The Physics Hypertextbook physics.info/photoelectric/
931Siehe Kapitel 3: 'Was ist Plasma?'.
932Laut dem Quantenphysiker David Bohm: 'Wie eine amoeboide Kreatur regenerierte sich das Plasma ständig selbst und schloss alle Verunreinigungen in einer Wand ein, auf die selbe Art, wie ein biologischer Organismus eine fremde Substanz mit einer Zyste umhüllt.' Bohm war von diesen organischen Qualitäten so beeindruckt, dass er später sagte, er habe oft den Eindruck gehabt, dass das Elektronen-Meer 'lebendig' ist.
933Talbot, M., op. cit., S.41