
Der Feuerball entstand, als der Meteoroid über der Grenze des Bundesstaats Massachusetts und dem Südosten von New Hampshire in die Atmosphäre eintrat. Und die Detonation machte Eindruck weit über das Gebiet hinaus.
Robert Lunsford, Programmkoordinator der American Meteor Society, sagte der Nachrichtenagentur AP, dass Menschen, die Hunderte Kilometer vom Ort der Explosion entfernt wohnten, die Auswirkungen der Explosion gespürt hätten. Seine Organisation habe Dutzende Meldungen erhalten, die von Delaware bis Montreal in Kanada reichten. Menschen berichteten, dass sie entweder einen doppelten Knall gehört, das Beben des Bodens gespürt oder einen großen Feuerball gesehen hätten.
Dieser habe laut Lunsford wie eine Sternschnuppe am Tageshimmel ausgesehen und war ungewöhnlich groß. Bei der Detonation wurde eine Energie freigesetzt, die etwa 300 Tonnen TNT entsprechen würde, das berichtet die US-Raumfahrtbehörde Nasa. Der Meteoroid bewegte sich demnach mit mehr als 120.000 Kilometern pro Stunde, als er explodierte.
Dass Gesteinsbrocken den Erdboden erreicht hätten, hält Lunsford für unwahrscheinlich. »Die meisten Teile verglühen, bevor sie den Boden erreichen.« Zudem wären die Brocken in diesem Fall wohl im Meer gelandet.
Der Gesteinsbrocken an sich war übrigens nicht besonders gigantisch. Laut der American Meteor Society soll er einen Durchmesser von etwas weniger als einem Meter gehabt haben.
2013 war ein Feuerball über Tscheljabinsk in Russland explodiert. Die freigesetzte Sprengkraft entsprach nach Nasa-Angaben damals 440.000 Tonnen TNT. Mehr als 1600 Menschen wurden durch die Druckwelle verletzt.
naw/AP



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