Nachdem der VW-Konzern und Mercedes weitere massive Sparmaßnahmen ankündigten, gibt es die ersten Proteste von den Beschäftigten.
protest mercedes sindelfingen
© Bernd Weißbrod / dpaProtest in Sindelfingen
Volkswagen möchte weltweit bis zu 100.000 Stellen streichen und zudem stehen vier Werke in Deutschland zur Diskussion, die geschlossen werden sollen. Dazu zählen Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. Für jede Region wären das riesige Einschnitte, zehntausende Mitarbeiter droht die Erwerbslosigkeit und für die Städte und Kommunen fallen Einnahmen weg.

Bei Mercedes fallen die diesjährigen Sonderzahlungen weg und die Mitarbeiter sollen für das gleiche Geld mehr arbeiten gehen.

Die Gewerkschaft IG Metall rief deshalb zu Protesten auf:
Tausende Beschäftigte von Mercedes und Volkswagen haben in Bremen, Hamburg und Emden gegen die Sparpläne bei den Autobauern protestiert. ... Laut der Gewerkschaft IG Metall beteiligten sich rund 5000 Beschäftigte in Bremen. ...

Im Bremer Werk arbeiten rund 11.000 Menschen. Damit ist der Autobauer der größte private Arbeitgeber der Region. Weitere Aktionen waren in Sindelfingen, Stuttgart, Rastatt, Kuppenheim, Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Germersheim geplant. Am Hamburger Mercedes-Werk kamen nach Angaben der Gewerkschaft mehr als 300 Beschäftigte bei einer Kundgebung vor dem Werkstor zusammen. Im ostfriesischen Emden protestierten laut IG Metall mehr als 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des VW-Werks gegen die Sparpläne des niedersächsischen Autobauers.

~ Heise
Die Spitzenmanager werden leider nicht sparen und ihre Boni weiter einstreichen, noch werden sie etwas an ihren Gehältern ändern. Deswegen sind die Chancen sehr gering, dass es nicht zu Schließungen und Entlassungen kommen wird. Wie in vielen anderen Artikeln erwähnt, ist es zum einen das jahrelange Fehlmanagement der großen Hersteller gewesen, und sie boten dem grünen Ökowahn der Bundesregierungen keine Paroli. Die unzähligen Fehler der Bundesregierung in der Außen-, Energie- und Wirtschaftspolitik haben ihr Übriges getan. Und zudem ist jede weitere Krise in der Welt (z. B. Mittlerer Osten) ein zusätzlicher Faktor, der einen sehr wahrscheinlichen Niedergang der deutschen Industrie beschleunigt.