
Wie das brasilianische Medium "O Globo" berichtete, soll die junge Frau kurz nach dem Sturz noch am Leben gewesen sein. Eine Ersthelferin sagte bei "O Globo", der Weg zu der Verunglückten sei steinig und steil gewesen. "Ich sah, dass sie schwer atmete, und ich schaute auf ihre Pupillen, die leider beide erweitert waren. Ich sah einen Puls, er war sehr schwach, aber sie hatte noch einen Puls", erklärte die als Krankenschwester arbeitende Frau. Ihrer Aussage zufolge war die Verunglückte zunächst noch ansprechbar. Doch am Ende kam für die 21-Jährige jede Hilfe zu spät.
Offenbar wurde der jungen Frau auch ein unglücklicher Zufall zum Verhängnis. Ein Zeuge erklärte dem brasilianischen Nachrichtenportal "G1", er sei eigentlich an der Reihe gewesen, um zu springen. Doch er habe sich verspätet und sei daher nicht zum vereinbarten Zeitpunkt vor Ort gewesen - Maria F. sei daher zuerst drangekommen.
Tödlicher Sprung in Brasilien: Große Trauer
In sozialen Medien trauerten Angehörige um die Studentin. "Meine geliebte Tochter, allein heute wollte ich dich tausendmal umarmen. Dein Abschied schmerzt mich unendlich. Ich liebe dich für immer, meine Prinzessin", schrieb ihre Mutter laut "O Globo".
Die Hintergründe des Unglücks sind derzeit noch unklar. Rope Jumping ist ein Extremsport, bei dem sich Menschen gesichert mit einem Kletterseil in die Tiefe stürzen. Im Gegensatz zum bekannteren Bungee-Jumping ist das Seil kaum elastisch. Es wird üblicherweise versetzt von der Absprungstelle befestigt, sodass der Sturz durch eine Pendelbewegung abgefedert wird.
Die Stadtverwaltung von Limeira kündigte nach dem Unglück eine Klage gegen Bundesbehörden an, die für die Sicherung der Brücke zuständig sind. Mehrfach seien bereits Sicherheitsmaßnahmen angemahnt worden, geschehen sei nichts, hieß es in einer Mitteilung. "Leider hat die Untätigkeit der Bundesbehörden nun zu einer weiteren Tragödie in Limeira geführt", sagte Bürgermeister Murilo Félix.



Kommentar: Sie hatten nur eine Aufgabe...