Willkommen bei SOTT.net
Di, 30 Mai 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Extreme Temperaturen


Snowflake Cold

Kälte setzte den Bienen zu

Schnee, Frost und viel Regen - der April ist bekannt für unbeständiges Wetter. Doch nicht nur die Kälte macht den Bienen das Leben schwer. Generell wird das Nahrungsangebot für Wildbienen immer knapper.
Hannover. Die niedrigen Temperaturen machen den Bienen zu schaffen. Weil viele Blüten wegen der Kälte geschlossen bleiben oder durch Frost absterben, haben die Insekten Schwierigkeiten, Nahrung zu finden. Vor allem Wildbienen, die auf eine Pflanzenart spezialisiert sind, haben dann Probleme bei der Futtersuche.

"Es ist zu kalt für Bienen, aber das kommt immer mal wieder im April vor", sagt Jürgen Frühling vom Landesverband Hannoverscher Imker. Hobbyimker müssten dann notfalls zufüttern, was aber derzeit noch nicht nötig sei.

"So kalte Temperaturen über so lange Zeit, das ist nicht gewöhnlich", sagte Jürgen Frühling vom Imkerverband. Bei Regen und kalten Winden schaffen es viele Bienen vom Wasser holen nicht wieder rechtzeitig in den Stock zurück. "Das ist Stress für die Bienen, denn sie müssen ihr Brutnest wärmen und brauchen dafür mehr Energie."

Kommentar:



Snowflake

Nicht normal: Immer noch Schnee fast Mitte Mai in Moskau

So etwas sieht man nicht jeden Tag, selbst in Russland nicht: Es ist bereits fast Mitte Mai und auf den Moskauer Straßen liegt Schnee. Viele sonnenhungrige Einwohner beklagen sich über die Kälte: Man wollte ja endlich Shorts und T-Shirts anziehen. Stattdessen muss man wieder die Winterkleidung aus dem Schrank holen.
© Sputnik/ Vladimir Fedorenko
Eigentlich ist im Mai der Frühling schon längst da. Doch dem Moskauer Wetter scheint das in diesem Jahr egal zu sein: Seit Tagen schneit es in der russischen Hauptstadt große Flocken. Selbst in einigen Großstädten in Sibirien ist es aktuell wärmer. In den sozialen Netzwerken veröffentlichen zahlreiche Moskauer Bilder von den schneebedeckten Straßen.


„Wo bleibt denn der Sommer?“, fragen sich Viele im Netz anklagend.


Snowflake Cold

Klimawandel? Kältester April seit 16 Jahren

Der April hat in diesem Jahr zwei Gesichter gezeigt: Einem sehr warmen Start folgte nach Monatsmitte ein fast schon spätwinterlich kalter Witterungsabschnitt mit Schnee und Spätfrösten. Diese hatten regional dramatische Folgen.

© dpa
Spätfröste machten der Natur in der zweiten Monatshälfte schwer zu schaffen.
Mit einer Monatsmitteltemperatur von 7,5 Grad war der April der kälteste seit 16 Jahren. Vor allem die zweite Monatshälfte zeigte sich teilweise fast spätwinterlich mit Schneefällen bis ins Flachland und Nachtfrösten. In der Nacht zum 20. zeigte das Thermometer fast landesweit Werte unter dem Gefrierpunkt an. Obstbauern und Winzer erlitten durch die späten Minusgrade teilweise Totalverluste. Die erste Monatshälfte verlief dagegen sehr mild mit einigen fast frühsommerlichen Tagen. Am wärmsten war es dabei am 10. am Oberrhein mit 26,1 Grad.

© WetterOnline
Mit einer Mitteltemperatur von 7,5 Grad war der April nur unwesentlich wärmer als der März.
Trotz des oft wechselhaften Wetters mit vielen Schauern war der April im Landesmittel mit rund 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter relativ trocken. Dabei waren die regionalen Unterschiede groß: Während im Süden teilweise über 200 Liter zusammenkamen, gab es in Teilen von Rheinland-Pfalz und im Saarland im ganzen Monat kaum einen Tropfen Regen. Die dort seit Monaten andauernde Dürre ging also unvermindert weiter. Besonders markant waren auch die heftigen Schneefälle an den Alpen gegen Monatsende.

Snowflake

Klimaerwärmung? Wintereinbruch mit Schneebruch in Südfrankreich

Im Südosten Frankreichs hat sich der Winter mit aller Macht zurückgemeldet. Aufgrund des schweren, nassen Schnees stürzten Bäume um, mancherorts krachten Äste auf parkende Autos. Betroffen waren die französischen Alpen und auch höhere Lagen in der Provence, wo örtlich bis zu 30 Zentimeter Schnee zusammenkamen.

© Wetter Online
Das WetterRadar-Bild von heute Morgen zeigt die kräftigen Niederschläge von der Provence bis zu den italienischen Alpen. Besonders im Stau der Gebirgsketten fiel viel Schnee, teils wurde es sogar bis ganz herunter weiß.

Kommentar:




Snowflake Cold

Winterliches Aprilende in Südtirol - Bis zu einem Meter Schnee

Der April geht an diesem Wochenende zu Ende und machte seinem Ruf als besonders launischer Monat heuer wieder alle Ehre: Zuerst warm und trocken, dann frostig und regnerisch. Am Wochenende erwachten mehrere Dörfer in Weiß.

© Unbekannt
Lange nicht mehr so gesehen: Platt- und Langkofel kleiden sich Ende April ganz in Weiß.
Nach niederschlagsreichen Tagen gab es am Samstag gar einige Gebiete in Südtirol, die sich im schönsten Winterkleid präsentierten: Besonders im Passeier- und Wipptal hatte es in den vergangenen Tagen stark geregnet und geschneit - und so starteten viele Orte winterlich ins Wochenende.


Am Schneemessfeld in Ladurns (1960 Meter) stieg die Schneehöhe mit dem vergangenen Schneefallereignis von rund einem halben Meter auf 1,1 Meter an. Ähnlich die Werte am Schneemessfeld in Prettau auf 2006 Metern Meereshöhe.

Die Messstation in Platt in Passeier verzeichnete mit 143 Litern pro Quadratmeter den meisten Niederschlag im Land. Von den Niederschlägen der vergangenen Tage am wenigsten betroffen war der Vinschgau.
© D
Samstagmorgen in Ridnaun: "Solche Bilder Ende April sind ungewohnt, aber nicht ungewöhnlich und halten kann sich der Schnee in dieser Jahreszeit auch nicht lange", meint Meteorologe Dieter Peterlin.

Kommentar: Klimaerwärmung? Dieses winterliche Wetter zu so später Zeit ist nicht nur auf Südtirol beschränkt:


Ice Cube

Durch Frost wurde bis zu 80% der Apfelblüte zerstört - Einige Betriebe sind in ihrer Existenz bedroht

Bis zu 80 Prozent der Apfel-Blüte sind erfroren: Der Frost der vergangenen Nächte ist für einige Bauern rund um Werder (Havel) existenzbedrohend.
© dpa
Der Frost der vergangenen Aprilnächte hat in den Obstbauplantagen rund um Werder an der Havel enorme Schäden angerichtet. Nach Angaben des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg wurde die Apfelernte „bis zu 80 Prozent zerstört“. Bei den Süßkirschen sei die Hälfte den Temperaturen von bis zu sieben Grad unter Null zum Opfer gefallen. Da der März sehr kalt und trocken war, habe der Boden keine Wärme speichern können, heißt es. Deshalb seien die Schäden deutlich größer als in anderen Jahren. Hilfsmittel wie die Beregnung der Blüten helfen nur bei Temperaturen bis etwa 3 Grad minus.

Einige Betriebe seien nun in ihrer Existenz bedroht. Ertragsausfälle lassen sich nicht versichern. Nach der letzten Frostperiode 2011 hatte das Land Brandenburg geschädigten Bauern finanziell geholfen. Wird das Obst nun im Sommer knapp? Nein, dank der guten Ernte 2016 sind die Lager noch gut gefüllt.

PNN

Kommentar:


Igloo

Erderwärmung auch in der Schweiz: Rekordschnee im April - Höchststand seit Wetteraufzeichnungen

Stromausfälle, Verkehrsstörungen und unzählige Blechschäden: Der späte Schnee hat in der Nacht auf Freitag für Chaos auf den Strassen gesorgt. In St. Gallen fielen mehr als 30 Zentimeter Neuschnee - ein Rekord für die zweite Frühlingshälfte.
© Kapo SG
Die Unfallursache ist vielerorts auf das Nichteinhalten der Geschwindigkeiten an die Strassenverhältnisse zurückzuführen. Mehrere Autos waren mit Sommerpneus ausgerüstet, teilt die Kantonspolizei St. Gallen mit.
Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr hatten in der Nacht auf Freitag und am Freitagmorgen vor allem in der Zentral- und Ostschweiz alle Hände voll tun.

Viel Schnee im Entlebuch

In St. Gallen lag bis Freitag Morgen 25 Zentimeter Schnee, wie Meteorologe Alexander Giordano von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte. So spät so viel Schnee habe es seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie gegeben. Bis Freitagmittag fielen nochmals rund zehn Zentimeter.

Am meisten schneite es laut MeteoSchweiz in den Gebieten Entlebuch über die Zentralschweiz bis ins Appenzellerland und St. Gallen. Sogar auf knapp 450 Meter hätten die Messstationen stellenweise noch zehn Zentimeter Schnee gemessen, sagte Giordano.

Kommentar: Ebenso in der Tschechei:
  • Erderwärmung! Verkehrschaos und Stromausfall nach schwerem Schneefall in Tschechien



Ice Cube

Plötzlicher Kälteeinbruch auch in der Ukraine

In der Stadt Dnipro seien die städtischen Schulen im Zusammenhang mit dem plötzlichen Kälteeinbruch und Schnee geschlossen worden. Starke Windböen reisen die Stromdrähte ab und die Bäume um und der Schnee behindere den Verkehr, schreibt auf Facebook der Bürgermeister von Dnipro, Boris Filatow.
„Ich habe angeordnet, inklusive bis Freitag die Schulen zu schließen ... Ja, es ist eine Naturkatastrophe. Ja, in der Stadt sind 2 600 Bäume umgerissen. Ja, die Überschwemmungen sind möglich. In Dnipro ist ein Rekordwasserstand“, schreibt Filatow.

Er fügte hinzu, die Beheizung sei im Moment aus technischen Gründen unmöglich.

Snowflake

Dauerregen und Schnee an Ostern folgen sommerlichen Temperaturen

Noch vor einigen Tagen herrschten in Bayern sommerliche Temperaturen. Am Osterwochenende kehrte der Winter zurück. Und die Aussichten sind alles andere als gut.

© Bernd März
Im Erzgebirge liegen am Morgen bis zu 15 Zentimeter Schnee
Schnee und Dauerregen haben das Osterfest im Freistaat buchstäblich ins Wasser fallen lassen. Vor allem im Allgäu, aber auch in Oberfranken und der Oberpfalz sorgten Schneefälle am langen Osterwochenende eher für weihnachtliche Gefühle. In den Hochlagen der bayerischen Alpen stieg nach ergiebigen Schneefällen die Lawinengefahr mächtig an. Und in den kommenden Tagen geht es trüb und sehr frisch weiter: Schneefälle bis in die Niederungen sind möglich, nachts soll es bei Tiefstwerten von verbreitet bis minus Grad kalt werden. Winter mitten im Frühling!

Schon am Ostersonntag hatte Dauerregen die Ostereier-Suche im Freien fast überall im Freistaat nahezu unmöglich gemacht. Am Montag kamen dann vor allem am Alpenrand sowie in der Oberpfalz und in Oberfranken Schneefälle bis ins Flachland dazu. So waren etwa Straßen in Bamberg schneebedeckt. In Balderschwang im Allgäu fielen 25 Zentimeter Neuschnee. Ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in München übte sich angesichts des wenig erfreulichen Osterwetters in Galgenhumor: „Man könnte ja fast frohe Weihnachten wünschen.“

Kommentar: Einige weitere Impressionen unseres Osterwetters:
© Patrick Vollmert
In Kirchhundem ist der Tisch gedeckt - mit Schnee.
© Pascal via twitter
In Bergneustadt kann man den Schlitten herausholen.
© Unbekannt
Auch im Taunus hat der Winterdienst alle Hände voll zu tun.
© Monique via twitter
Geschlossene Schneedecke in Meinerzhagen.
© Oliver Ka via facebook
An Weihnachten hätte man sich wohl drüber gefreut.
© foto-webcam.eu
Am Grünten bei Rettenberg im Allgäu liegt die Schneefallgrenze wie mit einem Lineal gezogen bei rund 1000 Meter Höhe.



Snowflake Cold

"Frühling" in Norwegen: Nachttemperaturen bis minus 30 Grad

Die Nacht war in Skandinavien bitterkalt: Im Norden von Norwegen und in Teilen Lapplands wurden minus 28 bis minus 30 Grad gemessen. Temperaturen, die auch im Norden von Europa Ende März nicht mehr üblich sind. Ursache ist vom Nordpol eingeflossene Polarluft und eine anschließende klare, windstille Nacht, in der sich die Luft über der noch vorhandenen Schneedecke rasch abkühlen konnte. In Deutschland war die Nacht dagegen dank Wolken, etwas Wind und warmer Mittelmeerluft um 10 Grad mild.
© Wetter Online

Kommentar: Norwegen ist nicht die einzige Gegend in der für die Jahreszeit eher ungewöhnliche Temperaturen gibt: