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So, 17 Dez 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Plagen


Bizarro Earth

Massives Eschensterben in Österreich: Jeder zweite Baum muss gefällt werden

Das Eschensterben ist mittlerweile nicht nur in den Donau-Auen, sondern in ganz Niederösterreich zum Problem geworden. Mit einer landesweiten Kampagne werden deshalb Bäume gesucht, die gegen den verantwortlichen Pilz resistent sind.

Wegen des Eschensterbens ist die Korneuburger Au bereits seit Wochen Sperrgebiet. Durch die erkrankten Bäume, die ohne Vorwarnung einfach umfallen können, herrscht nämlich Lebensgefahr für Wanderer oder Radfahrer - mehr dazu in Eschensterben: Lebensgefahr für Spaziergänger (noe.ORF.at; 17.2.2017). Mittlerweile weiß man, dass das Eschensterben kein Phänomen ist, das auf die Auen beschränkt ist.
© unbekannt

Kommentar: Das durch einen Pilz hervorgerufene Eschensterben begann bereits in den 1990er Jahren. Laut "Eschensterben" in Wikipedia sind ...
... in Dänemark bis Ende 2013 mindestens 95 % aller Eschen dem Eschensterben zum Opfer gefallen und für Deutschland rechnen Forscher damit, dass etwa ein Drittel des Eschenbestandes bis 2017 zugrunde gehen wird. Eine im März 2016 publizierte großangelegte wissenschaftliche Studie ... kam zu der Schlussfolgerung, dass es "hochwahrscheinlich" sei, dass die gesamten europäischen Eschenbestände in den kommenden Jahrzehnten [dieser Krankheit] zum Opfer fallen werden.
Ist nur der Pilz daran schuld? Oder reduzieren sich die Abwehrkräfte im Allgemeinen für viele Pflanzen und Lebewesen? Führt die Natur im Moment eine "natürliche Selektion" durch?


Flashlight

Hauptstadt von Jemen ruft Notstand wegen Cholera aus

Sanaa. Nach dem Ausbruch der Cholera haben die Behörden in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa den Notstand erklärt.
© Reuters
Das Gesundheitsministerium rief am Sonntag humanitäre Hilfsorganisationen auf, dem Land bei der Eindämmung der Epidemie zu helfen und eine "noch nie da gewesene Katastrophe" abzuwenden.

Das von rund zwei Jahren Bürgerkrieg gebeutelte Gesundheitssystem ist nach Informationen der staatlichen Nachrichtenagentur Saba nicht mehr in der Lage, die Infektionskrankheit in den Griff zu bekommen. Nur wenige medizinische Einrichtungen funktionieren noch im Jemen. Etwa zwei Drittel der Bevölkerung haben laut UNO-Angaben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.


Biohazard

Neuer Ebola-Fall im Kongo aufgetreten

Die gefürchtete Krankheit Ebola ist im Kongo erneut ausgebrochen. Bislang gibt es erst wenige Verdachtsfälle. Aber die Gesundheitsbehörden sind in Alarmbereitschaft. Eine Ebola-Infektion verläuft für ein Viertel aller Menschen tödlich.
© Gino Santa Maria/fotolia.com
Im Kongo gibt es einen neuen Ebola-Fall. In der nordöstlichen Provinz Bas-Uélé gebe es insgesamt neun Verdachtsfälle, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Freitag. Drei Menschen seien bereits an den Folgen eines hämorrhagischen Fiebers - also eines mit Blutungen einhergehendes Fiebers - gestorben. Bei einer getesteten Person sei das Ebola-Virus im Labor nachgewiesen worden, hieß es weiter. Die WHO kooperiere mit den örtlichen Behörden, um qualifiziertes Personal und Schutzausrüstung in das Gebiet zu bringen, erklärte WHO-Landesdirektor Allarangar Yokouidé.

Was ist Ebola?

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Der Erreger kann hämorrhagisches Fieber auslösen. Nach WHO-Angaben sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten. Im Kongo kommt es immer wieder zu kleineren Ebola-Epidemien. Bei der letzten Ebola-Epidemie im Kongo im Herbst 2014 erlagen der Krankheit der WHO zufolge 35 Menschen.

Kommentar:


Umbrella

Dutzende Menschen sterben durch Gelbfieber in Brasilien

Im vergangenen Jahr bereitete Zika den Brasilianern Sorge, nun ein Gelbfieber-Ausbruch. Mit Millionen Impfdosen versucht das Land, die Krankheit einzudämmen. Dutzende Menschen sind bereits gestorben.
© Desconocido
Rio de Janeiro - Ein Gelbfieber-Ausbruch mit bereits Dutzenden Toten beunruhigt die Menschen in Brasilien. Rund ein Jahr nach der landesweiten Zika-Epidemie ist erneut besonders der Bundesstaat Minas Gerais betroffen. Das dortige Gesundheitsministerium habe in den letzten Wochen 272 Gelbfieber-Verdachtsfälle registriert, bis zu 71 Todesfälle seien auf die Virusinfektion zurückzuführen, berichtete das Portal „Folha de S. Paulo“.

25 der Betroffenen sind demnach definitiv an der von der Moskitoart Aedes aegypti übertragenen Infektion gestorben, wie Laboruntersuchungen ergaben. Über zwei Millionen zusätzlich bereitgestellte Impfdosen sollen eine weitere Ausbreitung verhindern helfen.

Gelbfieber tritt in tropischen Gebieten auf beiden Seiten des Atlantiks auf. In Südamerika sind besonders Bolivien, Brasilien, Ecuador, Kolumbien und Peru betroffen. Weltweit gibt es nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich bis zu 200.000 Erkrankungs- und 60.000 Sterbefälle, die meisten davon in Afrika. Schon seit langem steht eine Impfung zur Verfügung, die für zahlreiche Länder empfohlen oder sogar bei der Einreise vorgeschrieben ist.


Chart Bar

Usutu-Virus: Großes Amselsterben in NRW

Ruhrgebiet. Das Amselsterben geht weiter. Knapp 1000 Meldungen über Funde toter Vögel hat der Naturschutzbund (Nabu) in NRW bereits zusammengetragen, gerade im Kreis Kleve und im Raum Wesel sterben Amseln offenbar in Massen. Der Grund: Das Usutu-Virus wütet. Ursprünglich stammt das Virus, das von Mücken übertragen wird, aus Südafrika. Vor fünf Jahren kam es nach Deutschland, damals starben Amseln vor allem in Baden-Württemberg, im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Aktuell entfallen rund zwei Drittel aller deutschen Fälle auf NRW, sagt Nabu-Sprecherin Birgit Königs. Experten hoffen, dass das kühle Wetter den Mücken als Überträgern den Garaus macht.
© n/a
Ist das Usutu-Virus eine Gefahr für den Menschen?

Infizieren kann sich jeder, das Virus wird schließlich durch Mückenstiche übertragen. „Das bedeutet aber nicht, dass Menschen auch daran erkranken“, betont Dr. Jonas Schmidt-Chanasit vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut, das sich auf die Erforschung des Virus spezialisiert hat. Wenn allerdings ein Mensch erkranke, bleibe es meist bei Fieber und Muskelschmerzen, ähnlich wie eine leichte Sommergrippe. Schwere Verläufe seien nur selten bei Vorerkrankungen, beispielsweise Krebs, bekannt. Die aktuelle Usutu-Welle habe zu einer engen Kooperation der Unikliniken gerade im Raum Köln und Düsseldorf geführt.

Besteht Gefahr, wenn mein Hund oder meine Katze mit einer verendeten Amsel in Berührung kommt?

Bisher gebe es keine Hinweise, dass Hunde oder Katzen geschädigt werden, sagt Schmidt-Chanasit. Leider seien keine Studien dazu vorhanden. Was alle Experten erstaunt: Die Fledermaus gehört zu den Tieren, die vom Usutu-Virus besonders oft befallen wird.

Kommentar: Besonders im Jahr 2012 kamen einige dieser Fälle vor:


Bug

Erster unabhängiger Fall von Krim-Kongo Grippe in Europa aufgetreten

In Spanien ist ein Mann an Krim-Kongo hämorrhagischen Fieber erkrankt und gestorben. Zuvor hatte er noch eine Krankenschwester angesteckt. Diese wird derzeit auf einer Isolierstation behandelt. Das Krim-Kongo hämorrhagischen Fieber kommt in Europa nicht so häufig vor, wenn, wird aus anderen Ländern mitgebracht. Diesmal scheint sich der Betroffene jedoch in Spanien selbst damit infiziert zu haben.
© Keystone
Die spanischen Gesundheitsbehörden befassen sich derzeit mit einem Fall, bei dem en 62 Jahre alter Mann an Krim-Kongo hämorrhagischen Fieber erkrankte und Ende August daran verstarb. Der Mann infizierte eine Krankenschwester, die in einem Krankenhaus in Madrid behandelt hatte. Im Gegensatz zu dem Mann ist die Frau aber stabil und wird in Quarantäne gehalten. Insgesamt sollen etwa 200 Menschen mit dem älteren Mann und der Krankenschwester in Kontakt gekommen ein.

Der WHO zufolge liegt die Sterberate bei dieser Infektion bei etwa 30 Prozent. Oft ist Krim-Kongo hämorrhagischen Fieber in Afrika, auf dem Balkan, in der Ukraine, im Mittleren Osten und Zentralafrika zu finden. Im Krankenhaus hatte der Mann angegeben, sich wahrscheinlich die Infektion bei einer Wanderung durch die Castilla-Leon Region durch einen Zeckenbiss zugezogen zu haben, so die spanischen Gesundheitsbehörden.

Health

Seit 75 Jahren erster Milzbrand-Ausbruch in Sibirien - Ein Junge und 2300 Rentiere gestorben

In Sibirien hat es erstmals seit 75 Jahren einen Milzbrand-Ausbruch gegeben. Ein zwölfjähriger Junge und 2300 Rentiere sind gestorben. Ursache könnte der Klimawandel sein.
© dpa
Beim ersten Ausbruch von Milzbrand (Anthrax) in Nordsibirien seit 75 Jahren ist ein zwölfjähriger Junge gestorben. Insgesamt seien etwa 70 vermutlich Infizierte in Kliniken gebracht worden, teilten die Behörden in Salechard am Nordpolarkreis am Montag mit. Zudem seien bereits mehr als 2300 Rentiere an dem Erreger gestorben.

Experten aus Moskau stellten in der rund 2000 Kilometer entfernten Region ein Feldlazarett auf und begannen, mehr als 40 000 Rentiere zu impfen.

Kommentar: Interessanter Weise sind in der Yamal-Region auch die riesigen Erdfälle entstanden, gibt es da einen Zusammenhang?


Cell Phone

Erster Lassa-Patient in Deutschland auf Quarantäne

Bei einem Toten hat sich ein Bestatter mit dem gefährlichen Lassa-Virus angesteckt. Jetzt wird er in Frankfurt streng isoliert behandelt. Auch seine Familie ist vorsichtshalber in der Klinik.
© dpa/Federico Gambarini
Dem Lassa-Patienten auf der Sonderisolierstation der Frankfurter Uniklinik geht es derzeit sehr schlecht. Die Spezialisten zeigten sich dennoch optimistisch, dass er geheilt wird.

Der Mann aus dem rheinland-pfälzischen Alzey ist Mitarbeiter eines Bestattungsinstituts. Er hatte Kontakt mit der Leiche eines Ende Februar in der Kölner Uniklinik gestorbenen Lassa-Patienten. Dessen Todesursache war damals noch nicht bekannt.

Es sei weltweit der erste Fall einer Ansteckung außerhalb Afrikas, sagte der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts, René Gottschalk. Der genaue Übertragungsweg sei noch nicht aufgeklärt. „Ein einfacher Hautkontakt reicht sicher nicht.“ Als mögliche Wege des Erregers in den Körper nannte er die Bindehaut der Augen oder den Mund.

Kommentar:


Clipboard

Grippewelle schnieft durch Deutschland

Die aktuell grassierende Grippe erwischt häufiger Menschen mittleren Alters - und Ostdeutschland ist relativ stark betroffen.
Die Grippewelle ist in Deutschland in vollem Gange. In der siebten Meldewoche, also vom 13. bis 19. Februar, wurden 3081 bestätigte Influenzafälle an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt. Damit ist die Fallzahl einer Woche erstmals seit Jahresbeginn über die 3000er-Marke gestiegen.

Seit Beginn der Saison Anfang Oktober wurden nach RKI-Angaben insgesamt 13.290 Grippefälle gemeldet. Die Meldedaten spiegeln jedoch nur einen Bruchteil der tatsächlichen Erkrankungen wider, weil nicht alle Patienten mit Grippesymptomen auf Influenza getestet werden.

Der Verlauf sei bisher typisch, erklärte eine Sprecherin. Auch die Größenordnung sei im Vergleich zu anderen Jahren im Rahmen. In dieser Saison sei allerdings der Osten Deutschlands vergleichsweise stark betroffen. Die aktuelle Grippewelle trifft nach ersten Erkenntnissen zudem Menschen mittlerer Altersgruppen häufiger und schwerer als in den Vorjahren.

Kommentar:


Syringe

Zika-Virus: WHO ruft Gesundheitsnotstand aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Montagabend in Genf wegen des Zika-Virus und seiner möglichen Verbindung zu Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen den globalen Gesundheitsnotstand erklärt. Dies meldet die Agentur Reuters.
© REUTERS/ Pilar Olivares
Das Virus verbreitet sich in weiten Teilen Lateinamerikas und der Karibik, aber auch in einigen europäischen Ländern und in den USA gibt es inzwischen Infektionen.

Letzte Woche ließ die WHO zu, dass die Zahl der Ansteckungsfälle in den Ländern Süd- und Nord-Amerikas bis zu drei, vier Millionen erreichen kann, eingerechnet 1,5 Millionen Fälle in Brasilien.

Die Ausrufung des Gesundheitsnotstandes soll Staaten auch außerhalb der Seuchengebiete auffordern, Maßnahmen einzuleiten, die eine Ausbreitung des Erregers oder seines Überträgers verhindern sollen, sowie der Untersuchung dieser Krankheit und der Erarbeitung von entsprechenden Medikamenten die höchste Priorität zu verleihen.