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Mi, 19 Sep 2018
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
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Bulb

Älteste und größte megalithische Monumentalanlage in Ostafrika entdeckt

Ein deutsch-amerikanisches Archäologenteam hat in der Nähe des kenianischen Turkana-Sees nach Angaben von Grenzwissenschaft Aktuell "eine megalithische Grabanlage monumentalen Ausmaßes entdeckt."
Lothagam
© Hildebrand et al. /PNAS, 2018
Die megalithische Monumentalanlage Lothagam North in Kenia.
Die Anlage soll ein Alter von 5000-4300 Jahren haben und ist somit:
das älteste Bauwerk sonst nomadisch lebender Hirten und widerspricht damit bisherigen Vorstellungen zu prähistorischen Monumentalbauten.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Die Wissenschaftler haben bereits eine Theorie für diesen "widersprüchlichen" Fund:
Wie das Team um Elisabeth Hildebrand von der Stony Brook University und Anneke Janzen vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte aktuell im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences berichten, entstand die Anlage zu einer Zeit, als ein Klimawandel die nomadischen Viehzüchter aus der Sahararegion Richtung Süden und Osten vertrieb, wo sie - wie schon zuvor in der Sahara, nun begannen, entsprechende - nun jedoch deutlich größere - Ritualmonumente zu errichten.

~ Grenzwissenschaft Aktuell
Die entdeckte Anlage umfasst ein Gebiet von 1.400 Quadratmetern:

Sherlock

Deutschland älteste römische Bibliothek in Köln entdeckt: Ca. 150 nach Chr.

In Köln wurde ende Juli nach Angaben der dort arbeitenden Archäologen die älteste römische Bibliothek Deutschlands entdeckt.
Schriftrollen
© Foto: iStock
(Symbolbild)
Das Gebäude wurde in der Kölner Innenstadt bei Bauarbeiten im letzten Jahr für ein neues evangelisches Gemeindezentrum gefunden.

Pyramid

Energetische Eigenschaften der Cheops Pyramide erstmals theoretisch bewiesen

Einem deutsch-russischen Forscherteam ist es zum ersten Mal gelungen, eine genaue wissenschaftliche Untersuchung der energetischen Eigenschaften der Cheopspyramide in Gizeh durchzuführen und die Studie in einem anerkannten Wissenschaftjournal zu veröffentlichen.
Cheops
© Nina Aldin Thune, Wikipedia
St. Petersburg (Russland) - Viel wurde bereits über die energetischen Eigenschaften der Pyramidenform geschrieben und spekuliert - das meiste davon jedoch von der etablierten Wissenschaft zumindest belächelt oder gar als Humbug abgetan. Jetzt aber legt ein Physiker-Team eine Studie im anerkannten "Journal of Applied Physics" vor, laut der die auch als Cheopspyramide bezeichneten Große Pyramide von Gizeh - zumindest theoretisch - elektromagnetische Energie in ihren inneren Kammern und unter ihrer Basis konzentrieren kann.

~ Grenzwissenschaften Aktuell
Das Team untersuchte "die Verteilung elektromagnetischer Wellen innerhalb der Pyramide anhand theoretischer Simulationen und Modellen des Bauwerks und seiner Eigenschaften":
Wie das Team um Mikhail Balezin und Andrey B. Evlyukhin von der russischen Monash University in St. Petersburg und dem deutschen Laser Zentrum Hannover aktuell im "Journal of Applied Physics" (DOI: 10.1063/1.5026556 ) berichtet, untersuchten sie die Verteilung elektromagnetischer Wellen innerhalb der Pyramide anhand theoretischer Simulationen und Modellend es Bauwerks und seiner Eigenschaften.

Wenn auch von uns nicht direkt als solche wahrgenommen, so sind unsere Umwelt und auch unsere Gebäude von elektromagnetischer Strahlung - etwa in Form von selbst für uns sichtbarem Licht bis hin zu WLAN-Signalen - fortwährend angefüllt und durchflutet. Und gerade vom WLAN-Signal ist hinreichend bekannt, dass es in einigen Regionen eines Gebäudes stärker, aber auch schwächer sein kann. In ihrer Studie untersuchten die deutsch-russischen Physiker nun, wie elektromagnetische Wellen im Innern der Pyramide mit dieser interagieren würden.

Cheops Energie
Cheops Energie
© Balezi et al. / Journal of Applied Physics, 2018
Simulation der Verteilung elektromagnetischer Felder in einem Simulationsmodell der Großen Pyramide von Gizeh. Das kleine Rechteck zeigt die Position der sog. Königskammer oberhalb der sog. Großen Galerie
~ Grenzwissenschaften Aktuell
Das theoretische Modell der Pyramide und ihres "elektromagnetischen Ansprechvermögens" wurde unter der Annahme konstruiert, dass "es innerhalb der Großen Pyramide keine weiteren noch unbekannten und mit unerwarteten Materialien angefüllten Hohlräume gibt".
Auf diese Weise konnten die Forscher dann errechnen, wie sich die Wellenenergie innerhalb der Pyramide verhält, etwa gestreut oder von dem Bauwerk absorbiert wird.

~ Grenzwissenschaften Aktuell

Bulb

Video: RT-Doku zeigt die wahre Rolle Russlands beim Sieg über Nazi-Deutschland

Seit Jahren unternehmen westliche Staaten (allen voran die USA) den elendiglichen Versuch, die jüngste Geschichte Nazi-Deutschlands sowie die amerikanische und russische Rolle bei der Zerschlagung des Dritten Reiches neu zu schreiben. Dabei wird der Zweck verfolgt, durch Lügen und Auslassungen die wirklichen Geschehnisse zu verschleiern. Aus diesem Grund hat sich RT nun dazu entschlossen, eine kleine Auffrischung der wahren Ereignisse dieser Zeit in einer Dokumentation zu veröffentlichen.
Auschwitz
© Sputnik Valery Melnikov
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz durch die 322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel Alexejewitsch Kurotschkin befreit.
In einer Zeit, wo westliche Machthaber auf Gedeih und Verderb versuchen, die Geschichte in so ziemlich jedem Bereich unserer Welt zu fälschen, wiedersetzt sich Russland schon seit fast zwei Jahrzehnten diesem gefährlichen Trend, bei dem die Lüge als Wahrheit präsentiert wird.


Im Fall der Beendigung der Nazi-Herrschaft über Europa ist und bleibt es die Tatsache, dass Russland die Hauptverantwortung für den Sieg trägt. Es waren vor allem russische Soldaten, die von allen Beteiligten am Zweiten Weltkrieg am meisten dafür mit ihrem Leben zahlen mussten.
Spulen wir jetzt jedoch zum zweiten Weltkrieg vor. Auch hier war es wieder Europa (Deutschland), das Russland angegriffen hat. 20 Millionen Russen starben bei dem Kampf gegen die Nazis. Allein in der Stadt Leningrad kamen 2 Millionen ums Leben. Russland kämpfte vier Jahre gegen die Nazis und vernichtete dabei 70% von Hitlers Armee. Allerdings kam Amerika erst sehr spät ins Spiel, als das Kriegsende bereits absehbar war (1944) und heimste dann all das Lob und die Anerkennung für "das Besiegen der Nazis" ein.

~ Sott.net

Dig

Einstmals dicht bewohnte Kulturlandschaften in Teilen des Amazonas-Regenwaldes

Der größte Regenwald der Erde ist weitaus weniger unberührt als angenommen: Sogar im Landesinneren betrieb bis zu eine Million Menschen Ackerbau, berichten britische Archäologen.

Kreisförmige Strukturen in der Nähe von Dörfern
© Exeter University
Hunderte Dörfer, deren prosperierende Einwohner sich vom Ackerbau ernährten und sich in unterschiedlichen Sprachen verständigten: Teile des Amazonas-Regenwaldes waren einst dicht bewohnte Kulturlandschaften. Das berichtet ein Archäologenteam der britischen Universität Exeter anhand von Ausgrabungen im Bundesstaat Staat Mato Grosso im Landesinneren von Brasilien.

Der Amazonas ist der wasserreichste Fluss der Erde, der tropische Regenwald der größte verbliebene Urwald der Welt. Archäologische Untersuchungen legen nahe, dass hier seit mindestens 11.200 Jahren Menschen leben. Lange hatten Wissenschafter jedoch angenommen, dass die Region nur spärlich besiedelt war, weil die nährstoffarmen Böden keinen Ackerbau zuließen. Später entdeckte man, dass sich vor allem in Wassernähe Gemeinschaften ansiedelten, die die Region bis zur Ankunft der Europäer intensiv nutzten. Nun berichten Forscher im Fachmagazin "Nature Communications", dass die Menschen sogar im Landesinneren sesshaft wurden. Ihnen zufolge lebten einst bis zu eine Million Menschen mitten im Regenwald.

"Die weit verbreitete Annahme, dass der Regenwald in weiten Teilen unberührt war und in erster Linie Nomaden beherbergte, ist ein Missverständnis. Besonders im Landesinneren lebten viel mehr Menschen als angenommen und die Spuren ihrer Aktivitäten finden wir heute noch", erläutert der Archäologe Jonas Gregario de Souza von der Universität Exeter in einer Aussendung zur Studie.

Comet 2

Der Große Leoniden-Meteoritenschauer von 1833

Leonid Meteor Storm, as seen over North America on the night of November 12-13, 1833.
© E. Weiß: "Bilderatlas der Sternenwelt"
Illustration des Leoniden-Meteorstroms, Nordamerika am 12./13. November 1833
1799, 1833, 1867 ... - ein Rätsel wird gelöst. "Kein Teil des Himmels war nicht mit ständig aufleuchtenden Meteoren erfüllt." So beschrieb Alexander von Humboldt seinen Eindruck vom Spektakel der Leoniden, das er 1799 auf einer Reise durch Venezuela in der Nacht vom 11. auf den 12. November beobachtete. Es schien so, als gäbe es mehr Sternschnuppen als Sterne am Himmel.

1833 kam es dann zu dem bisher intensivsten Spektakel durch die Leoniden. Die Zahl der Sternschnuppen war so groß, daß religiöse Menschen vom nahenden Weltuntergang überzeugt waren. Schätzungen zufolge gingen damals bis zu 10.000 Meteore nieder. Ein Augenzeuge beschrieb die Szenerie so: "Es sah aus, als ob es Feuer regnet."

Die Ursache des Phänomens war zum damaligen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Trotz der Vermutung des Astronomen Edmond Halley im 18. Jahrhundert, Meteore seien kosmischen Ursprungs, wurde zunächst rege spekuliert. Eine besonders stark vertretene Theorie besagte, es habe sich um elektrische Entladungen gehandelt. Andere wieder meinten, es könne sich um Gesteinsbrocken vom Mond handeln, die durch dortige Vulkane zur Erde geschleudert worden wären. Wieder andere nahmen an, es handele sich um Gesteinsbrocken, die die Erde umkreisten und schließlich von ihrer Anziehungskraft in die Atmosphäre gezogen würden.

Der überraschende Meteorschauer im Jahre 1833 versetzte viele Menschen in Nordamerika in Angst und Schrecken. Einige glaubten sogar, den nahenden Weltuntergang daraus abzulesen.

Erstes Licht ins Dunkel der Spekulationen brachte Denision Olmstedt, Astronom an der Yale Universität. Er wertete zahlreiche Beobachtungen des Leonidenschwarms von 1833 aus und kam zu folgendem Schluß: Die Meteore mußten von einem "nebelartige Körper" herrühren, der die Sonne umkreist. Zu dem Sternschnuppenschauer kam es immer dann, wenn die Erde diesen Partikelschwarm kreuzte.

People 2

Entwicklung des Menschen - Asien der vergessene Kontinent

Ausgrabungen aus China stellen die gängigen Theorien zur Evolution des Menschen und unserer engsten Verwandten wieder in Frage.

Rekonstruktion einer Peking-Frau nach einem späteren Schädelfund (rechts). Peking mensch / man
© dpa
Rekonstruktion einer Peking-Frau nach einem späteren Schädelfund (rechts).
Direkt am Stadtrand von Peking erhebt sich ein kleiner Berg aus Kalkstein über die Stadt - der Drachenknochenhügel. An dessen Nordseite führt ein Pfad hoch zu ein paar umzäunten Höhlen, die jährlich von 150 000 Besuchern im Schulkind- bis Rentenalter besucht werden. Hier hatten Forscher 1929 einen fast vollständig erhaltenen Schädel gefunden, dessen Alter auf zirka eine halbe Million Jahre bestimmt wurde. Der Schädel des so genannten Peking-Menschen gehörte zu den ältesten je entdeckten menschlichen Überresten; und viele überzeugte der Fund davon, dass die Entwicklung der Menschheit von Asien ausging.

Seitdem ist die zentrale Bedeutung des Peking-Menschen allerdings verblasst. Zwar ist der Fund inzwischen mit modernen Datierungsmethoden auf ein Alter von sogar 780 000 Jahren geschätzt worden, schließlich aber übertrumpften ihn Ausgrabungen noch wesentlich älterer Verwandte des Menschen aus Afrika. Damit war Afrikas Status als Wiege der Menschheit zementiert: Von nun an galt Afrika als der Kontinent, von dem aus sich der moderne Mensch und seine Vorfahren über die Erde ausbreiteten. Asien wurde dagegen auf so etwas wie eine evolutionäre Sackgasse zurückgestuft.

Doch die Geschichte des Peking-Menschen beschäftigte weiterhin ganze Generationen chinesischer Forscher, die alle seine Beziehung zum modernen Menschen entschlüsseln wollten. "Es ist eine Geschichte ohne Ende", sagt der Paläontologe Wu Xinzhi vom Institute of Vertebrate Paleontology and Paleoanthropology (IVPP) der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking. Die Forscher fragen sich, ob die Nachkommen des Peking-Menschen und die Artgenossen der Homo-erectus-Spezies tatsächlich ausstarben oder ob sie sich eher zu einer moderneren Spezies entwickelt haben und so zum Genpool des heutigen Chinas beigetragen haben.

Kommentar:
Frühmenschen: Denisova-Menschen: Neandertaler:


Question

Mysteriöses Massaker löschte Dorf vor 1500 Jahren aus - Wertgegenstände blieben liegen

Archäologen gruben Spuren eines brutalen Überfalls auf eine Wallburg auf der Insel Öland aus.

Sandby borg; Vor 1.500 Jahren lebten hier mindestens 200 Menschen, ehe sie von Unbekannten umgebracht wurden.
© sebastian jakobsson
Vor 1.500 Jahren lebten hier mindestens 200 Menschen, ehe sie von Unbekannten umgebracht wurden.
Vor etwa 1.500 Jahren sahen sich die Menschen eines Dorfes auf der schwedischen Insel Öland einer vermutlich großen Zahl von Angreifern gegenüber, denen sie offensichtlich nichts entgegenzusetzen hatten. Rund um das Jahr 450 unserer Zeitrechnung stürmten die Gewalttäter die prosperierende Siedlung, meuchelten ihre Einwohner und ließen ihre Leichen liegen, wo sie zu Boden fielen.

Sandby borg, Die bei dem Angriff Getöteten blieben an Ort und Stelle liegen.
© alfsdotter et al./antiquity
Die bei dem Angriff Getöteten blieben an Ort und Stelle liegen.
Belege für diesen mörderischen Überfall hat nun die Archäologin Helena Victor von der University of Cambridge gemeinsam mit schwedischen Kollegen bei Ausgrabungen in Sandby borg entdeckt. Obwohl die Wissenschafter erst sieben Prozent der Siedlung freigelegt haben, fanden sie bereits die Überreste von mindesten 26 Opfern.

Heute ist von dem Drama auf den ersten Blick nichts erkennbar: Ein flacher grasbewachsener Hügel, umgeben von einem 66 Mal 92 Meter großen Oval aus aufgeschütteten Felsen - eine Wallburg, die in der Nähe eines Naturhafens lag. Im Frühmittelalter jedoch befanden sich im Inneren der rund fünf Meter hohen Mauer 50 Gebäude, die von mindesten 200 Menschen bewohnt wurden.

Dig

Verheerender Ausbruch des Toba vor 74.000 Jahren - Moderne Menschen überlebten in Südafrika

Eine Gruppe von modernen Menschen trotzte dem verheerenden Toba-Ausbruch vor 74.000 Jahren.

toba lake lago volcano
© Wikipedia / Yorick
Der Tobasee im Norden der indonesischen Insel Sumatra
Vor rund 74.000 Jahren verdunkelte sich der Himmel, der Sommer fiel aus, es war kalt, die Pflanzen wurden dahingestreckt, die Tiere hatten kaum Nahrung. Die Folgen des Ausbruchs des Supervulkans Toba auf Indonesien waren eine enorme Herausforderung für Natur und Mensch. Einer Theorie zufolge wurde durch dieses Ereignis die Ausbreitung des Menschen stark eingeschränkt. Allen Widrigkeiten zum Trotz konnte sich eine Population von modernen Menschen in einem kleinen Gebiet in Südafrika dennoch gut behaupten, wie US-Forscher im Fachblatt "Nature" berichten. Die Entdeckung dieses "kleinen gallischen Dorfes" hat demnach Auswirkungen auf Klimamodelle und die Entwicklung des Menschen.

Heute hätte eine solche Eruption für die Menschen rund um den Erdball massive Folgen. Der Ascheregen würde zur Umweltkatastrophe, die in die Atmosphäre geschleuderten Aerosole könnten das Sonnlicht um bis zu 90 Prozent verdunkeln. Die damaligen Jäger und Sammler in Afrika hatten keine Ahnung über den Ursprung der Entwicklung. Abhängig davon, wo sie lebten, waren ihre Überlebenschancen gut oder schlecht. Küstenregionen zählten mit ihrem robusten Angebot an nahrhaften Meeresfrüchten zu den begünstigten Arealen. Die Eruption machte fast ausschließlich Pflanzen und Tieren des Landes zu schaffen.

Kommentar: Der Ausbruch eines Supervulkan würde das Leben auf der Erde, so wie wir es kennen, für immer ändern. Als der Tambora Anfang des 19. Jahrhunderts ausbrach gab es im darauffolgenden Jahr keinen Sommer und kaum eine Ernte. Eine Hungersnot folgte auf dem Fusse. Ähnliches geschah nach dem Ausbruch des Laki wenige Jahrzehnte zuvor. Zusätzliche Probleme bereiteten den damaligen Menschen die außergewöhnlich langen, kalten, schneereichen Winter nach diesen Vulkanausbrüchen. Bei diesen Ereignissen handelt es sich um außergewöhnliche Beispiele von extremen Ausbrüchen "normaler Vulkane". Kein Supervulkan war beteiligt. Jedoch waren die Auswirkungen solcher Ereignisse auf die Gesellschaft mit Hungersnöten, Kriegen und Seuchen extrem.


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Genforschung revolutioniert unsere Vorstellungen über die Frühgeschichte des Menschen

Genomanalysen revolutionieren die Forschung zur Frühgeschichte des Menschen, belasten aber auch die Beziehung zwischen Archäologen und Genetikern.

Megalithgrab »West Kennet Long Barrow«
© stockcam / Getty Images / iStock (Ausschnitt)
Megalithgrab »West Kennet Long Barrow«
30 Kilometer nördlich von Stonehenge liegt inmitten der Hügellandschaft im Südwesten Englands eine der größten Megalithanlagen der Jungsteinzeit, der »West Kennet Long Barrow«. Dieser von riesigen Steinplatten bedeckte Erdgrabhügel mit fünf Kammern wurde etwa 3600 v. Chr. von frühen Siedlungsgemeinschaften errichtet. Zunächst diente er wohl als Grab für rund drei Dutzend Männer, Frauen und Kinder. Aber selbst mehr als 1000 Jahre später brachten die Menschen noch Töpferwaren und Perlen hierher - Reliquien und Huldigungen an Vorfahren und Götter, so interpretieren Forscher.

Die Artefakte erlauben uns Einblicke in die Welt der damaligen Bewohner und zeigen ihre Verbindungen nach außen. Der Wandel der Töpfergefäßmoden, etwa das Auftreten der so genannten Glockenbecher, spiegelt Trends, die sich auch weit entfernt in Europa wiederfinden: Sie belegen das Eintreffen neuer Ideen und Menschen auf der britischen Insel. Laut vieler Archäologen sickern die neuen Materialien und Gegenstände so allmählich in eine grundsätzlich stabile Kultur mit jahrhundertealten Traditionen.

»Die Art und Weise, wie Menschen Dinge tun, bleibt letztlich gleich. Sie nutzen einfach nur andere Dinge - und eben auch andere Töpfe«, erläutert Neil Carlin vom University College Dublin, der die Übergangsperiode von der Jungsteinzeit ins Kupfer- und Bronzezeitalter Irlands und Großbritanniens erforscht.

Seit 2017 kursieren allerdings mehr und mehr Berichte, die das bisherige Bild von einer stabilen Kultur in Frage stellten. So werteten Forscher Genomdaten von 170 Menschen aus dem europäischen Raum der damaligen Zeit aus, darunter 100, bei denen auch Glockenbecher-Artefakte gefunden wurden. Die Wissenschaftler erkannten dabei, dass die Bevölkerungsgruppe, die das Hügelgrab gebaut und ihre Toten dort begraben hatte, bis 2000 v. Chr. bereits nahezu verschwunden war. Laut Studie wurden die genetischen Vorfahren der neolithischen Briten demnach fast vollständig verdrängt. Trotzdem schienen die Neuankömmlinge viele Traditionen der ehemals ansässigen Menschen fortgeführt zu haben. »Das passte irgendwie nicht zusammen«, erzählt Carlin - der Mühe damit hatte, seine Forschungsergebnisse mit den DNA-Daten in Einklang zu bringen.