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Do, 23 Sep 2021
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
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USA

Der Vietnamkrieg: CIA-Terrorismus als amerikanische Außenpolitik

Nachdem die USA in Afghanistan - angeblich gegen die Taliban, obwohl niemand mehr wirklich weiß, wer sie sind - in das 16. Jahr ihres "längsten Krieges" gerollt sind und anscheinend ernsthaft über eine weitere groß angelegte Intervention auf der koreanischen Halbinsel nachdenken, lohnt es sich, uns daran zu erinnern, was das letzte Mal passiert ist, als die US-Streitkräfte in Ostasien zusammenströmten.

Vietnam War

Archaeology

Extreme Dürre bringt spanisches "Stonehenge" zum Vorschein

2019 tauchte infolge großer Trockenheit nach ca. 50 Jahren erstmalig ein megalitisches Bauwerk wieder auf, das durch einen Stausee geflutet war, den der spanische Machthaber Francisco Franco 1963 zu Zwecken der Energiegewinnung hatte graben lassen. Nun ist in der Region, in der wegen Extremhitze seit Donnerstag die Alarmstufe "Rot" herrscht, der Dolmen von Guadalperal gänzlich zum Vorschein gekommen.

Dolmen von Guadalperal
© Facebook/1080 Wildlife Productions
Der Dolmen von Guadalperal
Dies bietet die Gelegenheit, ihn nun noch ausgiebiger zu erforschen:
"Wir hatten vollen Zugang und unsere Kollegen vom Spanischen Institut für Kulturerbe begannen mit der Untersuchung, der Dokumentation und den Wiederherstellungsarbeiten", erklärte der Leiter des archäologischen Dienstes des spanischen Instituts für Kulturerbe, Juan José Gordon.

~ RT Deutsch

Boat

Handel im römischen Reich globalisierter und moderner als bislang angenommen

Wie gelangten Waren in Windeseile von einem Ende des römischen Imperiums zum anderen? Um das zu erforschen, werden Archäologen nun selbst zu Bootsbauern und Seefahrern.

Mit dem nachgebauten Handelsschiff
© Universität Trier
Mit dem nachgebauten Handelsschiff "Bissula" erproben Forscher auf der Mosel, wie schnell die Römer einst Güter transportierten
Aelius Aristides war beeindruckt. "(Nach Rom) wird herbeigeschafft, aus jedem Land und jedem Meer, was immer die Jahreszeiten wachsen lassen und alle Länder, Flüsse und Seen sowie die Künste der Griechen und Barbaren hervorbringen", sagte der griechische Redner im Jahr 155 nach Christus über die Hauptstadt des Römischen Reiches. "So zahllos sind die Lastschiffe, die hier eintreffen und alle Waren aus allen Ländern von jedem Frühjahr bis zu jeder Wende im Spätherbst befördern, dass die Stadt wie ein gemeinsamer Handelsplatz der ganzen Welt erscheint." Was man in Rom nicht sehen könne, schließt Aelius Aristides seine Ausführungen, das würde auf der Welt auch nicht existieren. Getreide aus Ägypten, Olivenöl aus der Baetica im Süden der Iberischen Halbinsel, exotische Waren wie irische Jagdhunde, kein Wunsch blieb auf den Marktplätzen Roms unerfüllt. "Globalisierung ist wahrhaftig kein neues Phänomen", sagt der Althistoriker Christoph Schäfer von der Universität Trier. "Die Römer lebten bereits in einer globalisierten Welt."

Das römische Imperium war ein gigantischer Wirtschaftsraum. Praktisch überall wurde die gleiche Verkehrssprache gesprochen, es galt eine einheitliche Währung sowie dasselbe Rechtssystem. Die Waren in diesem riesigen Handelsnetzwerk wurden, wie Aelius Aristides in seiner Rede betonte, vornehmlich auf Schiffen vom einen Ende des Römischen Reiches zum anderen transportiert. Doch damit ergibt sich für die Rekonstruktion der antiken Warenströme ein Problem. Denn während der Transport über Land reichlich archäologische Zeugnisse in Form von Straßen, Meilensteinen oder Rasthäusern hinterlässt, schlagen nach einem Schiff die Wellen wieder zusammen und das Meer sieht aus, als wäre nichts gewesen. Zwar geben vereinzelte Schiffswracks und antike Berichte Hinweise auf die Seerouten, doch deren Verlauf ist bei Weitem nicht so lückenlos dokumentiert wie die Landwege.

Kommentar:

Soldkürzungen und verschimmeltes Zwieback-Brot: Einsparungen beim Militär führten im antiken Rom fast zur Katastrophe
Forscher erkennen Zusammenhang zwischen Klimawandel und politischen Umbrüchen wie dem Aufstieg und Fall von Imperien
Waren die Justinianische Pest und die Völkerwanderung Folge einer »Kleinen Eiszeit«?
Das antike Rom - Hauptstadt der Seuchen
Waren Vulkanausbrüche Ursache für das Ende der Antike?
Waren Vulkanausbrüche die Ursache der Sonnenverdüsterung des gesamten Jahres 536 und die Justinianische Pest?


Dig

Neu enteckter historischer Siedlungskern wirft neues Licht auf die Münchner Stadtgeschichte

Archäologen haben einen neuen historischen Siedlungskern in München entdeckt. Archäologische Siedlungsreste, die bei Bauarbeiten zutage kamen, belegen einen bislang unbekannten mittelalterlichen Siedlungskern in der Münchner Altstadt. Bisher wurde als Datum der Stadtgründung das Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung 1158 angenommen.

Keramik aus acht Jahrhunderten (11.-19. Jh.) , München
© BLfD - Archäologie Online
Keramik aus acht Jahrhunderten (11.-19. Jh.) wurde bei den Ausgrabungen in der Münchner Hochbrückenstraße gefunden.
Auch die seit Jahren intensiv betriebene Stadtkernarchäologie lieferte nur wenige Spuren älterer Bauten. Die nun gefundenen Reste von Holzbauten, Ofenanlagen und Keramik aber lassen sich nach ersten Auswertungen bereits in das 11. bzw. frühe 12. Jahrhundert datieren. Die neuen archäologischen Funde bezeugen die intensive Nutzung des Fundplatzes schon vor der Mitte des 12. Jahrhunderts. Sie gehören zu den ältesten mittelalterlichen Objekten, die in der Münchner Altstadt gefunden wurden.

»Die Auswertung der Funde wirft ein völlig neues Licht auf die Münchner Stadtgeschichte«, so Generalkonservator Prof. Dipl.-Ing. Mathias Pfeil, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. »Niemand hat bisher vermutet, dass sich auf einem Gebiet außerhalb der später gebauten Stadtmauern bereits so früh öffentliches Leben abspielte.«

Caesar

Antiker römischer Prunkwagen nahe Pompeji ausgegraben

Für Archäologen ist Pompeji ein einzigartiger Ort. Erst vor kurzem hatten sie dort einen antiken Straßenimbiss freigelegt, nun machten sie einen weiteren außergewöhnlichen Fund: Einen "fast intakten" Prunkwagen.
wagen ausgrabung
© AP
Der antike Wagen ist reich dekoriert und erstaunlich gut erhalten.
In unmittelbarer Nähe der 79 n. Chr. bei einem Vulkanausbruch verschütteten Stadt Pompeji haben Archäologen einen Fund gemacht, der nach ihren Angaben einzigartig ist. Es handele sich um "einen großen zeremoniellen Wagen mit vier Rädern, schönen Bronze- und Zinn-Dekorationen sowie versteinertem Holz und Resten von organischen Elementen". Er sei an der Seite mit Dekorationen verziert, die Männer und Frauen in erotischen Szenen zeigten. Und er sei "fast intakt".

Der Wagen sei wenige hundert Meter nördlich der berühmten Ausgrabungsstätte in Süditalien gefunden worden - in Civita Giuliana. Während der Antike befand sich an dem Fundort ein Stall. 2018 hatten Archäologen dort bereits die Überreste von drei Pferden gefunden.

Folder

Niedersachsen: Waldarbeiter entdecken mögliches RAF-Depot aus den 80ern

Ein wohl vor Jahrzehnten in einem Wald vergrabenes und nun entdecktes Kunststoff-Fass könnte historisch bedeutsames Material enthalten. Es könnte sich um eine Hinterlassenschaft der RAF handeln.

Polizeieinsatz
© AP Photo / Jens Meyer
In einem Wald bei Seevetal in Niedersachsen sind in einem Erddepot möglicherweise Hinterlassenschaften der linksterroristischen RAF gefunden worden. In einem vergrabenen Kunststoff-Fass befanden sich unter anderem Schriftstücke aus den achtziger Jahren und Behältnisse mit noch unbekannten Flüssigkeiten, wie das Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA) am Samstag mitteilte. Waffen wurden nicht gefunden.

Nach erster Bewertung des Schriftmaterials sei ein Bezug zur RAF nicht auszuschließen, hieß es. "Die Inhalte lassen darauf schließen, dass das Erddepot bereits vor Jahrzehnten angelegt worden sein muss."

Bulb

Indonesien: Ältestes Höhlenbild der Welt entdeckt - mindestens 45.500 Jahre alt

In Indonesien ist das bisher älteste Höhlenbild der Welt entdeckt worden. Der Calcit auf der Oberfläche der Höhlenwand wird auf ein Alter von 45.500 Jahren datiert, während das Bild selbst noch älter sein könnte. Das Höhlenbild zeigt ein Warzenschwein und zwei Handnegative und ist somit das früheste Zeugnis menschlichen Daseins in Indonesien.
Höhlenmalerei Indonesien älteste
© AFP MAXIME AUBERT / GRIFFITH UNIVERSITY
Das älteste bekannte Höhlenbild der Welt: ein Sulawesi-Warzenschwein und zwei farbumrandete Handnegative
Archäologen haben auf der indonesischen Insel Sulawesi das älteste bekannte Höhlenbild der Welt entdeckt. Das lebensgroße Bild eines Wildschweins ist mindestens 45.500 Jahre alt. Das berichten die Forscher in einem am 13. Januar erschienen Artikel in der Fachzeitschrift Science Advances. Der Fund ist bislang der früheste Nachweis für menschliche Besiedlung in der Region.

~ de.rt.com
Das Höhlenbild wurde bereits im Jahr 2017 entdeckt.
Das Höhlenbild wurde 2017 bei einer Geländebegehung durch Basran Burhan, einem Doktoranden der Archäologie von der australischen Griffith University, gefunden. Die Darstellung befindet sich in der Leang-Tedongnge-Höhle in einem abgelegenen Tal, etwa eine Stunde Fußmarsch von der nächsten Straße entfernt. Die Höhle selbst ist nur in der Trockenzeit begehbar, da sie ansonsten teilweise überflutet ist. Nach Angaben einer benachbarten Gemeinschaft der Volksgruppe der Bugis, sei das Höhlenbild bis dahin noch nie von "Westlern" gesehen worden.

~ de.rt.com
Bei dem Tier soll es sich um ein Sulawesi-Warzenschwein handeln, das in Lebensgröße abgebildet wurde, während noch zwei weitere Umrisse von Warzenschweinen erhalten geblieben sind.

Bulb

Klimaveränderungen: Neue Theorie zu steinzeitlichen Venusfigurinen

Die sogenannten "Venusfigurinen" gehören mit einem Alter von ca. 30.000 Jahren zu den ältesten Skulptur-Darstellungen von Menschen. Dazu gehört auch die "Venus von Willendorf". In der Wissenschaft wird über den Sinn ud Zweck dieser Figuren immer noch heiß diskutiert. Jetzt haben Forscher eine neue Theorie präsentiert, die die Figuren in den Kontext klimatischer Veränderungen setzt.
Venusfigur Venus Willendorf
© Bjørn Christian Tørrissen (via WikimediaCommons) / CC BY-SA 4.0
Die “Venus von Willendorf“ in verschiedenen Ansichten
Bis heute rätseln Wissenschaftler über Sinn und Aussage der wohlproportionierten, teils vermutlich schwangeren Frauendarstellungen. Eine neue Theorie setzt das Ideal der Venusfigurinen erstmals in einen konkreten Kontext zu klimatischen Veränderungen.

Im Fachjournal "Obesity" (DOI: 10.1002/oby.23028) haben Mediziner und Anthropologen um Prof. Dr. Richard Johnson der University of Colorado nun ihre neue Theorie veröffentlicht, wonach der Schlüssel zum Verständnis der Statuen im damaligen Klimawandel und in der Ernährung der Menschen zu finden ist.

~ Grenzwissenschaft-Aktuell
Die Wissenschaftler stellen fest:

Bulb

Archäologen entdecken längsten Felszeichnungsfries der Urzeit im Amazonas

Nach Angaben von Grenzwissenschaft-Aktuell haben Archäologen im kolumbianischen Amazonasgebiet einen kilometerlangen Fries mit Felszeichnungen entdeckt, der in der Zeit zwischen 12.600 und 11.800 Jahren vor der Gegenwart gezeichnet worden sein soll.
Felsmalereie La Serranía La Lindosa
© rancisco Javier Aceituno Bocanegra / sdcelarbritishmuseum.org
Beispiel der Felsmalereien von La Serranía La Lindosa
Wie das Team um Prof. José Iriarte und Dr. Mark Robinson von der University of Exeter gemeinsam mit Kollegen um Gaspar Morcote-Ríos von der Universidad Nacional de Colombia aktuell im Fachjournal "Quaternary International" (DOI: 10.1016/j.quaint.2020.04.026) berichtet, gehören die Tausende von Abbildungen zu den ältesten Darstellungen von Menschen, die einst mit Vertretern der heute ausgestorbenen eiszeitlichen Megafauna interagierten. Zugleich handele es sich um die größte zusammenhängende Ansammlung von Felskunst in ganz Südamerika.

Entdeckt wurden die Felszeichnungen im Rahmen des ERC-Projekts LASTJOURNEY, das darum bemüht ist, herauszufinden, wann sich Menschen in Amazonien niedergelassen haben und welche Auswirkungen ihre Landwirtschaft und Jagd auf die biologische Vielfalt der Region hatten.

~ Grenzwissenschaft-Aktuell
Die Zeichnungen sind umfangreich:

Bulb

DNA-Studie offenbart grundlegend falsche Vorstellungen über Wikinger

Eine neue DNA-Studie dänischer und britischer Genetiker eröffnet Erkentnisse, die nicht mit den gängigen Klischees über das Aussehen und die Herkunft der Nordländer übereinstimmt. Laut Grenzwissenschaft-Aktuell handelt es sich dabei um die bislang umfangsreichste Genomanalyse von Wikingerskeletten.
Wikinger
© Gemeinfrei
Symbolbild: Obwohl Mythen – wie die hier gezeigten gehörnten und geflügelten Helme – längst widerlegt sind, prägen noch immer romantisierte Vorstellungen auch das moderne Bild von Wikingern.
Das heutige Bild der Wikinger ist meist geprägt von Vorstellungen brutaler Piraten und brandschatzender Krieger, die aus dem heutigen Skandinavien kommend, das restliche, beschiffbare Europa überfielen und Furcht und Schrecken verbreiteten.

Doch das Bild dieser Barabaren bröckelt zusehends, wie Grenzwissenschaft-Aktuell.de schon mehrfach berichtete (siehe weiterführende Links am Ende dieser Meldung...). Jetzt haben dänische und britsiche Genetiker die bislang umfangreichste Genomanalyse anhand bekannter Wikinger-Skelette aus ganz Europa und Grönland durchgeführt und ofenbaren damit weitere bisherige Irrtümer über die Krieger aus dem Norden.

~ Grenzwissenschaft-Aktuell
Die Wissenschaftler kamen unter anderem zu folgenden Erkentnissen, die im Fachjournal Nature veröffentlicht wurden:
- Bei Skeletten, die in berühmten Wikinger-Begräbnisstätten in Schottland (also außerhalb des eigentlich Wikinger-Stammlandes) gefunden wurden, handelt es sich in Wirklichkeit nicht um gebürtige Wikinger, sondern um Einheimische, die Wikinger-Identitäten, Lebensweise und Bräuche angenommen hatten und in der Folge auch als Wikinger bestattet wurden.

- Zahlreiche Wikinger hatten keine blonden, sondern braune Haare.

- Die Wikinger-Identität beschränkt sich nicht nur auf Menschen mit genetischen Wurzeln in Skandinavien - zeigt die Studie doch, dass Skandinavien schon vor der Zeit der Wikinger, genetisch stark auch von Menschen aus dem "Ausland", wie Asien und Südeuropa beeinflusst und geprägt worden war.

- Die frühen Wikinger-Plünderungen waren Aktivitäten, die lokal sehr begrenzt ausgeführt wurden und sich auch enge Familienmitglieder beschränkten.

~ Grenzwissenschaft-Aktuell
Laut den Wissenschaftlern verändern die neuen Erkentnisse unser bisheriges Bild von den Wikingern grundlegend.
Wie das Team um Dr. Daniel Lawson von der University of Bristol. Professor Eske Willerslev vom St John's College an der University of Cambridge und zugleich Direktor des The Lundbeck Foundation GeoGenetics Centre an der Universität Kopenhagen berichtet, verändere das Ergebnis der sechsjährigen Untersuchung unser bisheriges Bild von den Wikingern grundlegend: "Es gibt da das stark von Literatur und anderen Medien beeinflusste Bild von den Wikingern als untereinander stark über Blutsbande verbundenes und isoliertes Kriegervolk, das plündernd gegen europäische Könige kämpfte. Genetisch haben wir nun aber erstmals gezeigt, dass diese Vorstellung nicht die wirkliche Welt der Wikinger abbildet. Unsere Studie verändert unser Bild davon, was ein Wikinger wirklich war. Tatsächlich hatten auch wir uns einen derart bedeutenden Genfluss zwischen Skandinavien, Südeuropa und Asien in Zeiten vor und während der Zeit der Wikinger zunächst nicht wirklich erwartet."

~ Grenzwissenschaft-Aktuell
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf Grenzwissenschaft-Aktuell.