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Mi, 24 Jul 2019
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
Karte


Snowflake

Klimawandel in der Zeit des Neandertalers

Wechselnde Klimaverhältnisse, Trockenheit und Dürre könnten wesentlich für das Aussterben des Neandertalers verantwortlich gewesen sein.

Schwankungen des eiszeitlichen Klimas hatten maßgeblichen Einfluss auf den Populationsrückgang der Neandertaler. Darauf deuten die Daten aus der ersten detailgenauen Rekonstruktion der Klimageschichte Mitteleuropas, die einem internationalen Forscherteam anhand von isotopischen Variationen im Kohlenstoff und Sauerstoff von Kalkstalagmiten aus zwei rumänischen Höhlen gelang.

Ausschnitt aus dem Gemälde »Snowbound« von Charles R. Knight aus dem Jahr 1911, Öl auf Leinwand
© Unbekannt
Ausschnitt aus dem Gemälde »Snowbound« von Charles R. Knight aus dem Jahr 1911, Öl auf Leinwand
Klimadaten, die ein Team internationaler Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unter Kölner Beteiligung analysiert hat, können Aufschluss über das Aussterben des Neandertalers geben. Anhand isotopischer Variationen im Kohlenstoff und Sauerstoff von Kalkstalagmiten aus zwei rumänischen Höhlen können die Forscher und Forscherinnen die Klimageschichte Mitteleuropas erstmalig detailliert rekonstruieren. Die Daten deuten darauf hin, dass die Schwankungen des eiszeitlichen Klimas maßgeblichen Einfluss auf den Populationsrückgang der Neandertaler hatten. Erschienen ist die Studie in den »Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America« (PNAS).

Das Klima zu Beginn der letzten Eiszeit war wechselhaft und geprägt von zahlreichen Kälteperioden. Während dieser Perioden, die einige Jahrhunderte bis zu tausend Jahren andauerten, fielen die Temperaturen um bis zu zehn Grad Celsius ab. Sie gingen mit erhöhter Trockenheit und zunehmender Ausbreitung einer Steppenlandschaft einher. Dies könnte dem Neandertaler zum Verhängnis geworden sein. Der Übergang vom Neandertaler zum modernen Menschen in Europa vollzog sich dann vor etwa 45.000 bis 40.0000 Jahren, beginnend entlang der Donau. Darauf deuten archäologische Funde hin, die zeitliche Lücken zwischen abgelagerten Artefakten der Neandertaler und denen der modernen Menschen in dieser Phase aufweisen.

Kommentar:


Map

Alltagsleben in "Neufrankreich" um 1650 - Eine Karte als Geschichtsquelle Kanadas

1655 entstand die detaillierte Zeichnung. Auf ihr zu sehen: Geografische Verhältnisse und das Alltagsleben indigener Völker

Gesamtansicht der Karte
© Österreichische Nationalbibliothek
Gesamtansicht der Karte "Novae Franciae Accurata Delineatio 1657".
Von der Karte "Novae Franciae Accurata Delineatio" gibt es weltweit nur zwei komplette Exemplare. Sie ist eine wichtige Quelle für die Geschichte Kanadas. Besonders eindrucksvoll sind die in die Karte eingefügten Bilder zum Alltagsleben der Indigenen sowie die Darstellung der Marter der Jesuiten Jean de Brébeuf und Gabriel Lalement 1649.

Dargestellt auf der um 1655 entstandenen Karte sind die Region der großen Seen im heutigen Grenzbereich zwischen Kanada und den USA (Oberer See/Lacus Superior, Michigansee/Lacus Ozolarum, Huronsee/Mare Dulce) bis zur Mündung des Sankt-Lorenz-Stromes sowie die amerikanische Ostküste von Neufundland bis zur Chesapeake Bay. Das Gebiet des Huronsees ist so detailliert wie auf keiner anderen zeitgenössischen Karte wiedergegeben. Hier spiegelt sich die Kenntnis des Autors wider, gewonnen aus eigener Anschauung vor Ort.

Entdeckt durch den Seefahrer Jacques Cartier wurde das Gebiet 1534 als Nouvelle France für den französischen König Franz I. in Besitz genommen und von Frankreich als Kolonie beansprucht. Die systematische Erkundung und Kolonisierung erfolgte erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts durch Samuel de Champlain, der Québec, Trois-Rivières und Montreal gründete.

Mit Vertretern der indigenen Völker der Montagnais und Algonkin vereinbarte Champlain eine Allianz. Als Gegenleistung wurde von ihnen Unterstützung im Kampf gegen die weiter südlich lebenden Irokesen gefordert. Das Problem, das alle Europäer in Kanada hatten, war, dass mit welcher indianischen Nation sie sich auch immer verbündeten, sie damit auch deren Feinde und die Verteidigung ihrer Alliierten übernehmen mussten. Im Gebiet südlich des Sankt-Lorenz-Stromes lebten die mit den Holländern verbündeten Irokesen und Mohawks, während nördlich des Flusses das Gebiet der mit Frankreich alliierten Montagnais, Algonkin und Huronen lag.

Frankreich hatte neben dem Kabeljaufang vor den Küsten vor allem am Pelzhandel großes Interesse. Parallel zur Besiedelung und wirtschaftlichen Erschließung wurde die Missionierung in Angriff genommen. Ab 1625 begannen die Jesuiten tätig zu werden: ihre ersten Schritte waren immer der Spracherwerb und die Teilnahme am täglichen Leben der Indigenen. Die Jesuiten waren sehr gut ausgebildet und besaßen umfangreiche Kenntnisse in Naturwissenschaften, Mathematik und Astronomie, sie konnten Positionen bestimmen und Karten zeichnen.

Cow

Waren grasende Herdentiere der Auslöser für Domestikation von Getreidepflanzen?

Große Säugetiere wie Bisons schufen durch die Verbreitung von Samen dichte, leicht abzuerntende Pflanzenbestände, welche Menschen zur Kultivierung anregten

Einige Eigenschaften heute bekannter Getreidearten wie Quinoa, Amarant, Hirse, Hanf und Buchweizen weisen darauf hin, dass sie sich ursprünglich entwickelt haben, um von großen grasenden Säugetieren verbreitet zu werden. Im Pleistozän prägten riesige Herden dieser Tiere die Ökologie eines Großteils der Erde und führten zu evolutionären Veränderungen bei Pflanzen. Studien zur Ökologie und zum Wachstumsverhalten bestimmter prähistorischer Verwandter von Kulturpflanzen zeigen, dass Großtierherden für die Verbreitung ihrer Samen notwendig waren, bevor der Mensch in das Geschehen eingriff. Das Verständnis dieses Prozesses ermöglicht der Wissenschaft Einblicke in die frühe Domestikation dieser Pflanzen.

grasendes Yak in der Llasaregion in Tibet
© Robert Spengler
Dieses grasende Yak in der Llasaregion in Tibet übt eine signifikante evolutionäre Kraft auf die Pflanzengemeinschaften in seiner Umgebung aus. So gehen Forschende in einer neuen Studie davon aus, dass die Weidehaltung von Yaks die Domestikation von Buchweizen im südlichen Himalaya beschleunigt haben könnte.
Die Domestikation von kleinsamigen einjährigen Pflanzen führte zu einem evolutionären Wechsel von der Verbreitung über die Aufnahme und Ausscheidung von Tieren zur Verbreitung durch den Menschen. Das zeigt eine neue Studie von Robert Spengler, dem Leiter der paleoethnobotanischen Labore am Jenaer Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte, und Natalie Mueller, Assistant Professor für Anthropologie an der Washington University in St. Louis. Anhand von Weideflächenökologien und Mustern von Herden von Pflanzenfressern zeigen Spengler und Müller, dass sich die Vorfahren kleinsamiger Pflanzen so entwickelt haben, um von großen Wiederkäuern verbreitet zu werden. Obwohl die wilden Varianten dieser Arten heute auf kleinen, isolierten Flächen wachsen, zeigt das Forschungsteam, dass die starke Beweidung dieser Pflanzen durch Herdentiere zu dicht bewachsenen Flächen in der Nähe von Flüssen und anderen von den Tieren bevorzugten Orten führt. Diese dicht bewachsenen Flächen könnten - genauso wie heutige Felder - leicht abzuernten gewesen sein. Das könnte erklären, wie und warum die Menschen sich auf diese Pflanzen fokussierten und eine Antwort auf das seit langem bestehende Rätsel der Domestikation von Pflanzen liefern.

Kommentar:


Dig

Einblicke in das Leben eines Christen im römischen Ägypten

Brief aus dem Jahr 230 gibt Einblicke in das Leben der Frühchristen im römischen Ägypten

Papyrus mit christlicher Grußformel
© Universität Basel
Die letzte Zeile dieses Papyrus aus der Zeit um 230 nach Christus enthält eine christliche Grußformel. Dies macht diesen Text zum ältesten christlichen Brief weltweit.
Die ersten Christen im römischen Reich werden üblicherweise als weltabgewandte und von Verfolgung bedrohte Sonderlinge dargestellt. Im Kontrast dazu steht der Inhalt des Basler Papyrusbrief P.Bas. 2.43. Er gibt Hinweise, dass Christen schon im frühen dritten Jahrhundert abseits der Städte im ägyptischen Hinterland zu finden waren, wo sie politische Leitungsfunktionen einnahmen und sich auch ansonsten in ihrem alltäglichen Leben nicht von ihrer heidnischen Umwelt unterschieden.

Einzigartige Rarität: Forscher haben den bisher ältesten bekannten Brief eines Christen aufgespürt - er stammt aus der Zeit um 230 nach Christus, wie Datierungen belegen. Der auf Papyrus geschriebene Brief enthält Schilderungen von Alltagsereignissen und Familienangelegenheiten, die spannende Einblicke in das Leben der frühen Christen im römischen Ägypten bieten. Schreiber und Adressat des Briefs sind zwei Brüder, die aus einem christlichen Elternhaus stammten.

Die frühen Christen lebten in einer Welt des Umbruchs. Denn im römischen Reich und seinen Provinzen waren sie als Minderheit mit völlig neuen Ansichten und religiösen Praktiken zunächst exotische Außenseiter. Später wurden sie sogar systematisch verfolgt, unter anderem vom römischen Kaiser Nero. Doch über das Alltagsleben der frühen römischen Christen ist bislang nur wenig bekannt - vor allem nicht von den Christen, die damals abseits der großen Städte lebten.

Kommentar:


Sherlock

Mittelalterliches "Manhattan": Eine historische Skyline in Bologna

bologna medieval towers
Während des 12. und 13. Jahrhunderts wurde aus noch nicht ganz erfindlichen Gründen eine unglaubliche Anzahl an Türmen in ganz Bologna errichtet, die eine städtische Skyline ausmachten, die beinahe an das heutige Manhattan erinnert. Heute verbleiben nur noch 22 von ihnen.

Eine der möglichen Erklärungen für diesen vertikalen Konstruktionswahnsinn mag darin liegen, dass reiche Familien diese Türme als ein Symbol für Reichtum und Status genutzt haben könnten, ebenso wie für Verteidigungszwecke zum Schutz ihrer Ländereien. Einige der kleineren Strukuren wurden als Behausungen errichtet.

Kommentar: Wiki bietet noch weitere Details über diese ungewöhnlichen Gebäude:
Die letzten Abrisse fanden während des 20. Jahrhunderts statt, entsprechend einem ambitionierten, jedoch im Nachhinein misslichen Restrukturierungsplan für die Stadt. Der Artenisi-Turm sowie der Riccadonna-Turm an der Mercato di mezzo wurden 1917 abgerissen.

Konstruktion

Die Konstruktion der Türme war ziemlich mühselig, den Einsatz von Fronarbeitern nicht mit einberechnet. Um einen typischen Turm in der Höhe von 60 Metern zu bauen, bedurfte es etwa zwischen drei und zehn Jahren an Arbeit.

Jeder Turm hatte einen quadratischen Querschnitt mit Grundmauern zwischen fünf und zehn Metern stark, verstärkt von Pfählen, die in den Boden gehämmert und mit Kies und Kalk bedeckt wurden. Die Basis der Türme wurde aus großen Blöcken von Selenit-Stein gefertigt. Die verbleibenden Mauern wurden sukzessive dünner und leichter, je mehr die Struktur in die Höhe stieg und sie wurden in einer sogenannten "a sacco" - Maurerarbeit realisiert: mit einer dicken Innenmauer und einer dünneren Außenmauer, wobei der Spalt mit Steinen und Mörtel aufgefüllt wurde.

Normalerweise wurden einige Löcher in der äußeren Mauer belassen sowie größere Hohlräume im Selenit, um Baugerüste zu unterstützen und dadurch spätere Abdeckungen und Konstruktionen, im Allgemeinen auf der Grundlage von Holz, zu gewährleisten.
Es gibt Berichte von ähnlichen Gebäuden sogar aus der Römerzeit, wie es angesprochen wurde bei der SOTT Radioshow Behind the Headlines: Julis Caesar - Evil Dictator or Messiah for Humanity?:
Jason: Also wuchs Caesar in dieser Situation auf und die andere Sache ist, dass man verstehen muss, wie die Menschen in Rom lebten. Diese Leute befanden sich in einer erbärmlichen Armut wie in der Dritten Welt, oder schlimmer. Sie lebten in diesen Dingern namens Insulae, wobei es sich im Grunde um Mietshäuser handelte, die 10 Stockwerke hoch aufgesteckt waren. Da sie ziemlich schäbig konstruiert waren, stürzten sie oftmals zusammen. Cicero, der sehr berühmt war, war an einem Punkt Besitzer von einigen dieser Häusern und zwei von ihm stürzten zusammen und er war eigentlich froh darüber. Er war sehr froh darüber, weil er dadurch neu bauen und einen höheren Preis verlangen konnte.

Laura: Ohne ein Wort für die Tausenden an Menschen, die getötet wurden.

Jason: Ja, er sagt nichts dazu. Also, all diese Menschen leben in fürchterlicher Armut, in Mietskasernen, ausgesprochen arm und die großen "Täter" in der Regierung kommen rein, von verschiedenen Parteien - und jedes Mal wenn einer von ihnen reinkommt und die Führung übernimmt, hängt er Schwarze Listen aus und jeder wird getötet. Das ist es, wo er [Caesar - AdÜ] aufwuchs.
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Camera

Millionen Jahre alt: Forscher entdecken großes Höhlensystem im Bergischen Land

Weit verzweigte unterirdische Gänge, die Millionen Jahre alt sind: Forscher haben in Deutschland eine riesige Höhle entdeckt.
höhlensystem bergisches land
© Arbeitskreis Kluterthöhle/dpa
Höhlenforscher haben im Bergischen Land eine mehrere Millionen Jahre alte, riesige Höhle entdeckt. Laut der Gemeinde und des Arbeitskreises Kluterthöhle (AKKH) handelt es sich um ein weit verzweigtes System.

"Das ist riesengroß. Wir sind zweieinhalb Stunden durchgegangen und haben kein Ende gefunden", sagte der AKKH-Chef Stefan Voigt, der die Höhle als erster Forscher betreten hatte. Bei Erkundungstouren hätten die Forscher Gänge von etwa einem Kilometer abgelaufen, so Voigt.

dpa

Magnify

Mammutschädel mit Schatz bei Moskau entdeckt

Auf einer Grabungsstätte im Moskauer Gebiet haben Archäologen ein Haus des Urmenschen sowie einen Mammutschädel mit einem Schatz darin gefunden, wie das regionale Kulturministerium mitteilte.
mammut
© Sputnik / Alexey Kudenko
Der Leiter der archäologischen Expedition des Archäologie-Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften, Sergej Lew, sagte dabei, dass es sich bei dem Schatz um Siliziumerzeugnisse und Werkstücke für Waffen handle.

Darüber hinaus fanden die Forscher die Reste eines Haues des Urmenschen sowie Knochen, Zähne und Stoßzähne eines Mammuts. Außerdem wurde ein Herd mit überfeuerten Tierknochen ausgegraben, und auf der ganzen Fläche der Ausgrabungen wurden demnach Flecken von Kohlen und roter Farbe entdeckt, die das Niveau der Oberfläche, wo die Urmenschen wohnten, markieren.

Bulb

Einschlag vor 12.000 Jahren? Neuer Riesenkrater in Grönland entdeckt

Wissenschaftler haben in der Fachzeitschrift "Science Advances" eine Studie über eine Formation unter Grönlands Eisdecke veröffentlicht, von denen die Forscher jetzt ausgehen, dass es sich um einen großen Einschlagskrater handelt.

Grönland Krater, greenland crater

Bildanalysen des Einschlagskraters aus der Studie
Entdeckt wurde der Krater erstmals im Juli 2015. Nach drei Jahren Untersuchung mittels Satellitenfotos, Niederschlagsanalysen und anderen Methoden kommen die Wissenschaftler jetzt zu dem Schluss, dass es sich tatsächlich um einen Einschlagskrater handelt, der möglicherweise vor 12.000 Jahren entstanden ist. Der Krater weist einen Durchmesser von 31 Kilometern und eine Tiefe von 320 Metern auf.

Damit gehört der Krater:
zu den 25 größten bekannten Kratern, die auf der Erde jemals entdeckt wurden. Der Einschlag eines so großen Meteoriten könnte laut den Wissenschaftlern das Klima nicht nur auf der nördlichen Erdhalbkugel, sondern dem gesamten Planeten beeinflusst haben.

~ Sputnik
Interessanterweise scheint dieser Krater also ungefähr zur selben Zeit entstanden zu sein, als ein großer Komet sich wahrscheinlich in der Erdatmosphäre in mehrere große Bruchstücke aufspalten hat und die Erdoberfläche an mindestens 5 Stellen traf. Ein Umstand, der wahrscheinlich unter anderem Überflutungen in unglaublichen Maßstäben auslöste.

Dies geschah demnach also in der Jüngere Dryaszeit, in der die Erde abrupt wieder zurück in die Tiefe der Eiszeit katapultiert wurde, ein riesiges Massensterben stattfand und sich die geografische Lage der Erdpole verändert zu haben scheint. Womöglich wurde durch diese enormen Erdveränderungen auch eine hoch entwickelte globale menschliche Zivilisation ausgelöscht.

Bulb

Wissenschaftler finden älteste Tierdarstellung der Welt auf Borneo, stellen aber wichtige Fragen nicht

Auf der Insel Borneo im Malaiischen Archipel in Südostasien haben Wissenschaftler Malereien, die in einer Höhle bereits in den 1990er Jahren teilweise entdeckt wurden, auf ein Alter von mindestens 40.000 Jahren datiert. Da bei diesen Bildern Tiere dargestellt sind, handelt es sich dabei um das älteste figurative Gemälde eines wirklich existierenden Objektes, das man bisher entdeckt hat.

Es gibt zwar deutlich ältere Malereien, die z. B. in Afrika entdeckt und auf ein Alter von rund 73.000 Jahre datiert worden sind, jedoch wurden bei diesen Darstellungen angeblich nur "abstrakte Muster" verwendet, die dem Anschein nach keinen Bezug zu realen Objekte zu haben scheinen.
Höhle auf Borneo.
© Luc-Henri Fage, Nature 2018
Die älteste figurative Darstellung in der Höhle auf Borneo.
Im Gegensatz zu diesen noch älteren Mustern ist auf der Höhlenmalerei in Borneo ein Tier zu sehen, von dem die Wissenschaftler aber noch nicht genau wissen, welche Spezies es darstellt:
Wie die Forscher um Dr. Maxime Aubert von der australischen Griffith University aktuell im Fachjournal Nature berichten, sind sie sich nicht sicher ganz, welches Tier hier genau dargestellt wurde - vermuten jedoch, dass es sich um einen Banteng, einem Wildrind handelt, das heute noch in der Region lebt. Die Darstellung in der Höhle ist 1,5 Meter breit.


~ Grenzwissenschaft Aktuell

Black Magic

Massengrab mit über tausend Skeletten bei Mainz entdeckt

In Mainz wurde überraschenderweise bei Bauarbeiten ein Massengrab mit über 1000 Skeletten entdeckt. Ursprünglich wollte dort ein Schützenverein eine neue Schießanlage bauen lassen, bis Bauarbeiter auf das Massengrab stießen und den Bau stoppen mussten. Archäologen untersuchen nun den Fund.

massengrab, totenschädel
© DPA
Archäologen bei der Arbeit (Symbolbild)
Bei Bauarbeiten in Mainz sind Arbeiter auf ein Massengrab aus dem 19. Jahrhundert gestoßen. Es handele sich vermutlich um über tausend Skelette, sagte Jens Dolata, Archäologe bei der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, am Dienstag. Die Entdeckung, über die zuerst der SWR berichtet hatte, wurde im Stadtteil Hartenberg-Münchfeld gemacht.

- Spiegel Online
Es wird vermutet, dass die Toten Opfer einer Typhusseuche sind, die nach der Völkerschlacht in Leipzig aufgetreten ist.
Bei der Völkerschlacht von Leipzig im Jahr 1813 standen sich Soldaten aus Russland, Preußen, Österreich und Schweden auf der einen Seite und die Truppen Napoleon Bonapartes gegenüber. Nach der Niederlage Napoleons flüchteten überlebende Soldaten auch nach Mainz und schleppten dort Typhus ein. Tausende Menschen starben, überwiegend Franzosen, aber auch Mainzer.

- Spiegel Online
Auf Grund der Totenruhe muss der Schützenverein eventuell nach einer anderen Lösung suchen, da nicht alle Skelette umgebettet werden können.