Willkommen bei SOTT.net
So, 28 Aug 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
Karte


Sherlock

Gottgleicher Herrscher als Auftraggeber der Himmelsscheibe von Nebra "identifiziert"

»Gottgleicher« bronzezeitlicher Herrscher aus dem heutigen Sachsen-Anhalt gilt als wahrscheinlicher Kandidat.

© Dbachmann/Wikipedia
Himmelsscheibe von Nebra
Dieskau - Ein bronzezeitlicher Fürst, der in einem als »Bornhöck« bezeichneten Grab nahe in Sachsen-Anhalt bestattet wurde, ist nach Ansicht von Experten mit hoher Wahrscheinlichkeit der Auftraggeber der Himmelsscheibe von Nebra. „Das ergaben neueste Forschungen", sagte Landesarchäologe Harald Meller am Mittwoch an der Grabungsstelle, fügte aber hinzu: „Weitere Untersuchungen laufen noch." Die Goldapplikationen auf der bronzenen Himmelsscheibe von Nebra gelten als älteste konkrete Sternenabbildung der Welt, zu sehen sollen nach Meinung von Archäologen außer Sonne und Mond unter anderem die Plejaden sein. Die Scheibe wurde vor 3.600 Jahren zusammen mit anderen bronzenen Gegenständen auf dem Mittelberg bei Nebra vergraben. Zuvor war die etwa 32 Zentimeter große, annähernd kreisrunde Scheibe an die 300 Jahre in Benutzung gewesen.

»Gottgleicher Herrscher«

Der Fürst und mögliche Auftraggeber der Scheibe hatte seinerseits ein wahres Monument hinterlassen: „Mit einem Durchmesser von rund 70 Metern und einer Höhe von 15 Metern war die als 'Bornhöck' bekannte Begräbnisstätte das größte Hügelgrab Mitteleuropas", sagt Meller. Im Zuge des Braunkohleabbaus wurde das Fürstengrab allerdings im 19. Jahrhundert fast vollständig abgetragen. Dennoch haben die Archäologen seit 2014 in drei Grabungskampagnen tausende Knochen- und Keramikfunde gemacht. Zudem wurde nachgewiesen, dass der Grabhügel in der Bronzezeit weiß gekalkt und bunt bemalt war.

Hourglass

Die Ruinenstadt Nan Madol: Zeuge einer vergangenen Hochkultur und ingenieurstechnische Meisterleistung auf einem Korallenriff

© Fernando Calvo
Die megalithische Stadt Nan Madol liegt am östlichen Ufer der Insel Pohnpei in Mikronesien und war wahrscheinlich Ritual -und Kultstätte für die herrschenden Oberhäupter der Saudeleur-Dynastie. Zwar ist dieses architektonische Wunderwerk noch nicht vollständig erforscht aber die über 1.000 Jahre alten Ruinen sind ein Beweis für uralte Ingenieurleistungen.

Ausgrabungen auf dem Gelände deuten an, dass die Besiedelung von Nan Madol möglicherweise gegen 200 v. Chr. erfolgt sein könnte und die Datierung mittels der Radiokarbonmethode ergab, dass der Bau der wichtigsten megalithischen Bauten um 1200 n. Chr. begonnen haben muss. Die gesamte monumentale Stadt besteht aus 92 kleinen künstlichen Inseln auf einem Korallenriff, die durch Kanäle begrenzt werden. Auf diesem Korallenriff wurden verschiedene Gebäude und Komplexe vor allem aus Basaltsäulen errichtet, einem vulkanischen Gestein, die sich durch Kontraktion bei der Abkühlung der Lava bilden, wobei die Längsachsen der Säulen senkrecht zu den Grenzflächen der Lavaströme stehen. Das Durchschnittsgewicht der Steine beträgt 5 Tonnen, wobei vereinzelte Steine aber bis zu 25 Tonnen wiegen und es wird geschätzt, dass das Gesamtgewicht aller Basaltsäulen, die die Konstruktion der Stadt bilden, bis zu 750.000 Tonnen beträgt. Der Name Nan Madol bedeutet »Zwischenräume« und bezieht sich auf diese Kanäle, die kreuz und quer durch die Ruinen führen. Doch der ursprünglicher Name lautete »Soun Nan-leng« (Riff des Himmels).

Es gibt zwar einige mögliche Steinbrüche rund um die Insel aber die genaue Herkunft der für den Bau von Nan Madol verwendeten Steine wurde noch nicht lokalisiert. Es wird angenommen, dass sie möglicherweise mit Flößen aus dem Norden und Nordwesten der Hauptinsel importiert wurden. Nan Madol wurde zunächst als Festungsanlage eingestuft aber aufgrund ihrer sehr offenen Architektur dürfte sie zur Verteidigung höchst ungeeignet sein. Auf Pohnpei und der Nachbarinsel Kosrae befinden sich weitere ähnliche Anlagen, die jedoch in Größe und Kunstfertigkeit der Ausführung nicht an Nan Madol heranreichen.

Dig

Älteste Nähnadel der Welt in Denissowa-Höhle gefunden - Denisova Menschen weiterentwickelt als bisher vermutet

Paläontologen haben während ihrer Ausgrabungen in der sibirischen Denissowa-Höhle eine 50.000 Jahre alte Nähnadel entdeckt, die aus Knochen angefertigt wurde und als die älteste der Welt gezählt werden darf.
© Vesti
Die Nadel wird als Beleg dafür angesehen, dass die lange verschwundenen Denisova-Menschen - benannt nach der Höhle - weiter entwickelt waren als man bisher geglaubt hat.
Nadel wurde von den Denisova-Menschen angefertigt

Die Höhle mit einer Bodenfläche von etwa 270 m² befindet sich etwa 670 Meter über dem Meeresspiegel und etwa 28 Meter oberhalb des rechten Ufers des Anui, eines linken Nebenflusses des Ob. Sie ist eine wahre paläontologische Fundgrube im sibirischen Altai-Gebirge.

Nun haben die Forscher während ihrer Ausgrabungen dort eine sieben Zentimeter lange Nähnadel gefunden, die nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vom Homo sapiens hergestellt und benutzt wurde, sondern von dem sogenannten Denisova-Menschen (auch Homo altaiensis genannt).

Document

Patent belegt: Nikola Tesla könnte der erste Entwickler von Drohnen gewesen sein

Ein über 100 Jahre altes Patent des weltberühmten Erfinders, Physikers und Elektroingenieurs Nikola Tesla (1856 - 1943) ist jetzt in den USA aufgetaucht, dass ihn möglicherweise zum allerersten Entwickler von Drohnen auszeichnen könnte, denn darin werden tatsächlich unbemannte, ferngesteuerte Objekte beschrieben.

Aus dem Patent vom 8. November 1898 geht hervor, dass man seine Maschinen für viele unterschiedliche Einsatzbereiche wie den Transport von Briefen, Verpflegung oder jedes andere beliebige Material nutzen könnte. Aber auch zur Erkundung von in für den Menschen nur schwer bzw. gar nicht zugänglichen Gebieten oder um mit schwer erreichbaren Regionen Kontakt zu halten, wäre es ein geeignetes Instrument. Für die Forschung wäre es ebenfalls eine große Hilfe, da es beispielsweise die Lebewesen in den Tiefen der Meere erforschen und gegebenenfalls einfangen könnte.

Archaeology

"Super-Stonehenge" Strukturen waren wahrscheinlich Holzpfosten in riesigen Gruben

Einst lag die größte Jungsteinzeitsiedlung Nordeuropas zu Füßen der Steinkreise im Norden von Stonehenge. Am Ende ist Superhenge aber womöglich teilweise absichtlich eingeebnet worden.

© Wikimedia
Die im 4. Jahrtausend v. Chr. wohl größte Siedlung Nordeuropas - die Durrington Walls mit dem gewaltigen Superhenge - soll einst viel weiträumiger angelegte Megalithreihen und Wallanlagen als der etwas südlich gelegene berühmte Komplex von Stonehenge geboten haben. Ein exakter Überblick über die Bedeutung der Monumente fehlt den Archäologen, die seit geraumer Zeit vor Ort buddeln, aber noch immer. Nun fördern Grabungsberichte neue Theorien über ein offenbar einschneidendes Ereignis in der Geschichte der Jungsteinzeitsiedlung: Offenbar wurde der riesige Komplex in den letzten Bauphasen nie fertig gestellt und schließlich sogar gezielt und sorgfältig verschüttet, so dass die Ausgräber heute über eine radikale, umwälzende Episode in der Jungsteinzeit spekulieren können.

Ausgangspunkt der Überlegungen ist die gerade abgeschlossene Grabung an Stellen, wo auf Grund von Bodenradaruntersuchungen alte Steinsetzungen vermutet worden waren. Diese gruppierten sich, wie man gedacht hatte, einst zu einer imposanten Reihe von 200 bis 300 Megalithen. Tatsächlich aber fanden sich an zwei der fraglichen Orte keine Spuren einstiger Megalithe: Das zuvor identifizierte radardichte Material entpuppte sich stattdessen als Kalksteinschutt, mit dem die rund eineinhalb Meter tief ausgehobenen Löcher noch in der Jungsteinzeit verfüllt worden waren. Spuren seitlicher Stabilisierungspfahlaushebungen deuten darauf hin, dass hier einst größere Holzpfähle aufgerichtet waren. Unter einem Loch fanden die Archäologen ein vielleicht rituell vergrabenes, in eine Schaufelform umgeschnitztes Schulterblatt eines Rinds.

Kommentar:


Book 2

Faksimiles des rätselhaften Voynich-Manuskripts werden von spanischem Verlag herausgebracht

Ein spanischer Verlag erhielt die Genehmigung der Yale University, das mysteriöse Dokument zu replizieren

© apa/afp/cesar manso
Qualitätskontrolle im Verlagshaus Siloé. Hier werden Faksimiles des berühmt-berüchtigten Voynich-Manuskripts angefertigt.
Burgos - Wertvoller Geheimcode, uraltes Rätsel, unschätzbares Wissen - oder doch nur ein Witz? Das mysteriöse Voynich-Manuskript zieht Wissenschafter und Glücksritter schon seit seiner Entdeckung im Jahr 1912 in den Bann. Das Manuskript, bestehend aus 102 Blättern voller Abbildungen unbekannter Pflanzen, rätselhafter mechanischer Vorrichtungen und astronomischer Diagramme nebst merkwürdiger Frauenfiguren, konnte bis heute nicht entschlüsselt werden.

Der umfangreiche Text ist in einer nicht bekannten Schrift und Sprache verfasst. Während Materialuntersuchungen darauf hinweisen, dass das Dokument authentisch ist und in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstanden sein muss, ist sein Inhalt nach wie vor vollkommen unbekannt. Es ist noch nicht einmal klar, ob es überhaupt über einen sinnvollen Inhalt verfügt.

Laut einem beiliegenden Dokument hatte Kaiser Rudolf II. das Manuskript jedenfalls einst für 600 Dukaten erworben. Benannt ist das Schriftstück nach Wilfrid Michael Voynich, der es 1912 im italienischen Frascati entdeckte. Heute befindet es sich im Besitz der Beinecke Bibliothek der Yale-Universität.

Kommentar:


Newspaper

Deodoro: Brasiliens Folterkeller unter dem Olympia-Park

Gestern endeten die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro. Es feiern die fünf Medaillen-Sieger USA, Grossbritannien, China, Russland und Deutschland, es zelebriert das Internationale Olympische Komitee (IOC). Doch in Brasilien wurden die Spiele gemischt aufgenommen und zum Feiern war den Wenigsten zumute. An der gedrückten Olympia-Stimmung der Brasilianer hatten auch die von westlichen Medien totgeschwiegenen Leichen unter dem Olympia-Park ihren Anteil.
Die Tageszeitung Folha de São Paulo schätzte bereits Ende Juli, dass sich die Einnahmen des IOC auf fünf bis sechs Milliarden Euro belaufen. Die Gewinne stammten hauptsächlich aus dem Verkauf von Eintrittskarten und medialen Übertragungsrechten. Insgesamt dürften die Gewinne etliche Millionen über den Einnahmen liegen, welche die FIFA im Jahr 2014 mit der Fußball-WM machte.

Von der beachtlichen Geldsumme profitiert das Austragungsland kaum. Noch schlimmer: Obwohl das Land mit den Spielen rund zehn Milliarden Euro an Unkosten einfährt, musste Brasilien dem IOC die Mehrheit der landesüblichen Steuern erlassen. Allein eine Milliarde machte der Steuerverlust für den Olympischen Park Deodoro aus.

2 + 2 = 4

Der Ishango-Knochen - Primzahlen auf dem Kerbholz

Archäologen finden ein paar Kerben auf einem 22.000 Jahre alten Knochen und deuten sie als erste Rechenkünste. Die große Frage lautet nun: Wann begann das mathematische Denken?

© Unbekannt
Ishango-Knochen
Die große Zahl der Kerben auf dem kleinen Knochen fällt sofort auf, 168 Vertiefungen sind es insgesamt. In drei Spalten sind sie geordnet und darin jeweils in kleinen Gruppen zusammengefasst. In der ersten Spalte finden sich hintereinander 3 und 6, 4 und 8, 5 und 10, jeweils eine Zahl und das Doppelte davon. Am Ende der Spalte folgen noch 5 und 7, zwei Primzahlen. Noch überraschender ist die zweite Spalte: Hier finden sich 11, 13, 17, 19 Kerben. Es sind sämtliche Primzahlen zwischen 10 und 20, in der Summe ergeben sie die Zahl 60. Auch die Kerben der dritten Spalte mit den Werten 11, 21, 19, 9 ergeben zusammen 60.

Nur zehn Zentimeter ist dieser unscheinbare, bräunlich schimmernde Knochen mit der kleinen Kristallspitze lang. Archäologen fanden ihn in den 1950er-Jahren nahe dem Edward-See unweit des Äquators an der Grenze zu Uganda, dort, wo auch der Nil einen seiner Ursprünge hat. Nach einem Fischerdorf benannt, ist der Ishango-Knochen das älteste bekannte Zeugnis einer mathematischen Kultur. Ein Hinweis darauf, dass Menschen vor 22.000 Jahren bereits elementare Arithmetik beherrscht haben könnten.

Kommentar:


Horse

Nach der Eiszeit überlebten Wildpferde Temperaturanstieg, Klimawandel und den Menschen

Das Schicksal des Wildpferdes hing während und nach der Eiszeit am Klima und an den Menschen. Dabei war es widerstandsfähiger, als bisher in der Fachwelt angenommen und überlebte den Temperaturanstieg und Klimawandel.

© Centre National de la Prehistoire - Jean Clottes
Das fanden jüngst die Zoologen und Paläoökologen Dr. Robert Sommer, Privatdozent am Institut für Natur- und Ressourcenschutz - Abteilung Landschaftsökologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), und Dr. Ulrich Schmölcke, Bereichsleiter Archäozoologie und Geschichte der Fauna bei der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, heraus. In der kommenden Ausgabe des Fachblatts Journal of Quaternary Science (Heft 8, Band 26) erscheinen ihre Forschungsergebnisse, die bereits im Internet in der online early Version zu finden sind.

Kommentar:


Cloud Precipitation

Archäologen finden Beweise für legendäre große Flut in China vor 4000 Jahren

Die "Große Flut" gilt als Gründungsmythos des ersten chinesischen Herrschergeschlechts. Nun rekonstruiert eine Studie dort tatsächlich eine Überschwemmung gigantischen Ausmaßes; Forscher liefern erstmals Beweise für eine gigantische Flut vor 4000 Jahren.

© AFP
Mythos oder Tatsache? Frühe chinesische Schriften berichten von einer "Großen Flut", die letztlich zur Gründung der ersten Dynastie und zur Entstehung der Zivilisation in China führte. Lange Zeit hielten Experten dies für eine Legende, um den Herrschaftsanspruch des damaligen Kaiserhauses zu legitimieren. Nun rekonstruiert ein internationales Forscherteam im Fachblatt "Science" eine beispiellose Flutwelle am Gelben Fluss, die vor rund 4000 Jahren das Flusstal Tausende Kilometer weit überströmte.

Offenbar wurde die Naturkatastrophe etwa ein Jahrtausend lang mündlich überliefert, bevor sie vor etwa 3000 Jahren schriftlich festgehalten wurde. Dem Text zufolge bändigte der Held Yu die Fluten durch Kanäle und Abwassergräben und stieg so zum Kaiser auf. Yu begründete die Xia-Dynastie, deren Beginn Historiker bislang auf etwa 2200 vor Christus datierten. Trotz ausgiebiger Suche fanden Forscher lange keine Belege für eine tatsächliche Flut.

© pd
Der chinesische Kaiser Yu, Begründer der Xia-Dynastie.
Geröll türmte sich 200 Meter hoch

Nun entdeckte das Team um den Archäologen Quinglong Wa von der Universität Peking am Gelben Fluss in der Provinz Qinghai Rückstände eines Damms, der offenbar nach einem Erdbeben bei einem Erdrutsch entstanden war. Demnach türmten sich das Geröll nach dem Erdrutsch in der Jishi-Schlucht über eine Länge von einem Kilometer etwa 200 Meter hoch auf. Der Damm unterbrach den Wasserfluss den Berechnungen der Forscher zufolge etwa sechs bis neun Monate lang.

Kommentar: