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Fr, 26 Aug 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Verborgene Geschichte
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Europas älteste Monumentalbauten in Niederösterreich - Neolithische Kreisgrabenanlagen als Steinzeit-Kalender?

Die rund 50 mittelneolithischen Kreisgrabenanlagen in Niederösterreich gehören zu Europas ältesten Monumentalbauten: Sie wurden zwischen 4.800 und 4.500 v. Chr. erbaut und genutzt - wofür, ist bis heute noch nicht eindeutig geklärt. Eine der diversen Hypothesen über ihre Rolle im Leben der "Steinzeit-NiederösterreicherInnen" konnten der Archäologe Wolfgang Neubauer und der Astronom Georg Zotti von der Universität Wien kürzlich bestätigen: Einige der Bauten dienten offenbar als Sonnen- bzw. Sternenkalender. In einem laufenden FWF-Projekt sollen nun alle bekannten Kreisgrabenanlagen im Hinblick auf diese "Kalenderfunktion" archäoastronomisch untersucht werden.

© Unbekannt
Die Kreisgrabenanlage Goseck gilt als einer der frühesten archäologischen Belege für systematische Himmelsbeobachtungen. Das mit 7000 Jahren älteste Sonnenobservatorium der Welt wird als Meilenstein in der Archäologie und Astronomie angesehen.
Zur Zeit der mittelneolithischen Kreisgrabenanlagen in Niederösterreich steckte Stonehenge noch in den Kinderschuhen: Die komplexen, von einem tiefen Graben umgebenen Monumentalbauten wurden rund 2.000 Jahre vor dem berühmten britischen Steinkreis errichtet. Allerdings aus einem vergänglicheren Material: Holz. Längst haben Witterung und jahrtausendelanger Ackerbau ihre Spuren in der Landschaft verwischt. Trotzdem kann man die rätselhaften Bauten heute wieder betreten - und zwar virtuell: Ein Team rund um Wolfgang Neubauer von der Interdisziplinären Forschungsplattform Archäologie (VIAS) hat die steinzeitlichen Kreisgrabenanlagen 1:1 am Computer "nachgebaut".

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Dig

Kupferzeitliche Kreisgrabenanlage in Südspanien entdeckt - War es eine Kultstätte?

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Sonderforschungsbereichs Ressourcen Kulturen an der Universität Tübingen haben in Südspanien eine Kreisgrabenanlage entdeckt, die aus der Zeit von 2.600 bis 2.200 v. Chr. aus der sogenannten Glockenbecherkultur stammt. Der Name dieser Periode in der späten Kupferzeit wird von der charakteristischen Form der damals hergestellten Gefäße hergeleitet. Die Stätte könnte rituellen Zwecken gedient haben. Ähnliche Kultstätten waren bislang nur aus Nordeuropa bekannt.

© SFB 1070 RessourcenKulturen, Javier Escudero Carrillo und Helmut Becker
Die neu entdeckte Kreisgrabenanlage La Loma del Real Tesoro II (nahe Carmona).
Ein Teilprojekt des Sonderforschungsbereichs untersucht in Feldstudien, wie die Bewohner Südspaniens in der Kupferzeit (ca. 3. Jahrtausend v. Chr.) mit Ressourcen ihres Lebensraums umgingen und welche Auswirkungen dies auf Gesellschaft, Handelsbeziehungen und Migrationsbewegungen in der Region hatte. Die Region um Valencina de la Concepción bei Sevilla ist als bedeutendes kupferzeitliches Siedlungszentrum bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. 1860 wurde dort mit dem Dolmen de la Pastora (Archäolog. Erstbeschreibung 1868, F.M. Tubino), einer langgezogenen Megalith-Grabanlage, bereits ein bedeutender kupferzeitlicher Fund gemacht.

Die nahe gelegene Siedlung von Valencina, mit 400 Hektar Ausdehnung die größte kupferzeitliche Siedlung Spaniens, war günstig für Ackerbau und Viehzucht in der fruchtbaren Küstenebene positioniert. Grabfunde aus früheren Untersuchungen zeigten, dass Handelsbeziehungen auch mit weiter entfernten Kulturen stattfanden: Unter den Grabbeigaben fanden sich exotische Luxusgüter wie Elefantenstoßzähne aus Afrika und Bernsteinperlen aus dem Norden. Exportschlager der Region waren vermutlich die Kupfererze aus dem Bergland unweit Valencina. Inwieweit die Siedlung mit dem Hinterland interagiert hat und wie genau die Handelsrouten und Migrationswege der damaligen Bewohner ausgesehen haben könnten, ist bisher noch wenig erforscht. Hier soll die Feldforschung des Tübinger Archäologenteams unter Leitung von Professor Martin Bartelheim neue Erkenntnisse bringen.

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Dig

Auf der Jagd nach dem Schatz, den es nie gab

Die Jagd nach Kriegsbeute auf den Philippinen hat versteckte Bedeutungen

In der Hoffnung auf Reichtum zerstören illegale Schatzsucher immer wieder bedeutende archäologische Fundstätten auf den Philippinen. Dabei hat der berühmte Schatz aus dem Zweiten Weltkrieg, den japanische Soldaten hinterlassen haben sollen, wahrscheinlich nie existiert. Stattdessen ist die gerne erzählte Geschichte die Fortsetzung einer wesentlich älteren volkstümlichen Überlieferung, erläutert Piers Kelly vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena in einer neuen Studie, die im Journal of Folklore Research veröffentlicht wurde.

© Ramir Borja / Wikimedia Commons
Die Philippinen-Insel Bohol ist bekannt für die Chocolate Hills und für einen Schatz, der nie gefunden wurde, obwohl schon seit langem Legenden darüber kursieren.
Viele Menschen vermuten, dass irgendwo auf den Philippinen enormen Mengen Gold vergraben wurden. Laut einer weit verbreiteten Schilderung haben japanische Soldaten die Philippinen als Versteck von Schätzen benutzt, die sie im Zweiten Weltkrieg in besetzten Gebieten erbeutet hatten. Am Kriegsende sollen sie die Schätze dann an mehreren geheimen Orten zurückgelassen haben.

Noch heute beschädigen illegale Schatzsucher in der Hoffnung auf Reichtum bedeutende archäologische Fundstätten auf den Philippinen. Verschwörungstheorien gibt es zuhauf. Dazu zählen auch Mutmaßungen darüber, dass hochrangige Politiker Schätze für sich beansprucht und entsprechende Entdeckungen deshalb geheim gehalten haben.

Doch den berüchtigte Schatz aus dem Zweiten Weltkrieg hat möglicherweise nie gegeben, sagt Piers Kelly, linguistischer Anthropologe am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena. In einem kürzlich im The Journal of Folklore Research veröffentlichen Beitrag argumentiert Kelly, dass die berühmte Geschichte einfach die Fortsetzung einer langen Folkloretradition ist, deren Ursprünge weit vor dem Krieg liegen.

Sun

Sonnensturm löste 1976 fast einen Atomkrieg aus: USA interpretierte technische Ausfälle als Angriff der Sowjets

Ausfall des US-Raketenwarnsystems wurde als Störattacke der Sowjets interpretiert
© NASA
Ein starker Sonnenausbruch hätte im Mai 1967 fast einen Atomkrieg provoziert.
Am 23. Mai 1967 wäre fast der Dritte Weltkrieg ausgebrochen, wie jetzt ein Bericht enthüllt. Denn als damals plötzlich alle drei Radaranlagen des US-Atomraketen-Frühwarnsystems ausfielen, hielten die US-Militärs dies für einen gezielten Störangriff der Sowjetunion. Mit Atomwaffen beladene Bomber wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Erst in letzter Minute kam heraus: Ein starker Sonnensturm, nicht die Sowjets, war den Störungen schuld.

Wie nah die Welt damals an einer Katastrophe vorbeischrammte, blieb Jahrzehnte verborgen. Erst jetzt haben ehemalige Angehörige des North American Aerospace Defense Command (NORAD) über die Vorgänge am 23. Mai 1967 berichtet. "Das war eine ernste Situation", beschreibt Delores Knipp von der University of Colorado die damalige Lage. Die Forscherin hat Daten über den Sonnensturm und die Reaktionen auf der Erde nun erstmals ausgewertet und zusammengefasst.

Easter Egg

3000 Jahres altes Garnknäuel in einer Bronzezeitsiedlung gefunden

Einen ungewöhnlichen Fund haben Archäologen in Großbritannien gemacht: Sie haben ein rund 3000 Jahre altes, gut erhaltenes Garnknäuel aus der Bronzezeit ausgegraben. An der Fundstelle Must Farm in der Nähe der englischen Stadt Peterborough stand einst ein Dorf aus Pfahlbauten über einem Fluss, das während eines Feuers zerstört wurde und in das sumpfige Flussbett stürzte.

© Must Farm Archaeology
Die Forscher nehmen an, dass die Bewohner der Siedlung möglicherweise alles stehen und liegen lassen mussten, als ihre Behausungen in Flammen aufging. Unklar ist, ob ein Unfall die Brandursache war oder ob die Siedler selbst oder Feinde das Feuer legten, die die Häuser zerstörten.

Auch Spule mit Faden gefunden

Es habe einiger Arbeit bedurft, das Garnknäuel von Sedimenten zu befreien, berichteten die Forscher. Sie fanden am Grabungsort zudem eine kleine Spule, auf der sich noch ein aufgewickelter Faden befand. Es sei unglaublich, dass dieses zerbrechliche Artefakt, das seit über 3000 Jahren im Sediment steckte, fast wie neu aussehe, schrieben die Wissenschaftler auf Facebook.

Kommentar: Diese Ausgrabung ist ein echter Glücksfall für die Archäologie. Hier haben auch empfindliche Materialien überlebt, die normalerweise längst verrottet wären. Sie können uns Einblicke in längst vergangene Zeiten liefern.


Bulb

Geburtsort von König Artus? Archäologen finden Artefakte am Tintagel Castle

Bei archäologischen Grabungen auf der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Burg Tintagel Castle, dem angeblichen Geburtsort des sagenumwobenen König Artus, haben britische Archäologen Ruinen freigelegt, die sie als Überreste eines „königlichen Palasts“ deuten. Ob und in welcher Form der Fund tatsächlich mit der Artus-Sage in Verbindung gebracht werden kann, ist derzeit noch Spekulation.

© gemeinfrei
Die heutigen Überreste von Tintagel Castle
Tintagel (Großbritannien) - Wie das Team um Jacky Nowakowski der Cornwall Archaeological Unit (CAU) berichtet, datieren die Forscher den Fund ins 6. Jahrhundert n.Chr. - und damit genau in jene Zeit, zu der der legendäre erste „König der Briten“ gelebt haben soll.

Geschützt durch etwa ein Meter dicke Mauern, habe der Palast wahrscheinlich die damaligen Herrscher des südwestlichen keltischen Königreichs von Dumnonia beherbergt.

Die Grundlage für die Schlussfolgerung, dass es sich um das Wohnhaus der einstigen königlichen Familie handelt, sind über 150 Fragmente und Artefakte aus Ton und Glasware, die teilweise exotischer Herkunft sind. So finden sich unter den Funden eine spätrömische Amphore, Bruchstücke aus feinstem Glas, Töpferware aus Phokaia und zahlreiche Bruchstücke zeitgenössischen feinsten Gedecks.

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Geheime Geschichte(n) antiker Toiletten

Wo Fortuna wachte und Methangas zündete: Wer eine Gesellschaft verstehen will, kommt an ihren Latrinen nicht vorbei. Auch die römischen Kloaken lieferten überraschende Einblicke.

© Wikipedia Commons
Antike öffentliche latrinae in Ostia Antica
Eng und übel riechend ging es wohl zu in dem hohen Kellerraum tief unter einem der prunkvollsten Paläste Roms. Eine Art Steinbank, in regelmäßigen Abständen durchbrochen von etwa tellergroßen Löchern, verlief entlang der Wand der feuchten Kammer. Auf ihr saßen vor etwa 2000 Jahren die Angehörigen der niedersten Schichten der römischen Gesellschaft, hier war ihr Platz für die Verrichtung ihres Geschäfts.

Heute ist der Raum für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. 2014 aber nutzten die Archäologinnen Ann Koloski-Ostrow und Gemma Jansen eine seltene Gelegenheit, die antike Gemeinschaftstoilette auf dem Palatin genauer zu erforschen. Unter anderem nahmen sie Maß an der Sitzhöhe (bequeme 43 Zentimeter), den Abständen zwischen den Löchern (eher intime 56 Zentimeter) und am Abstand zum darunterliegenden Abwasserkanal (beachtliche 380 Zentimeter an der tiefsten Stelle). Auch stellten sie Überlegungen darüber an, wo wohl das Wasser herkam, das den Kanal einst durchspülte (vielleicht von einer nahe gelegenen Therme). Graffiti außerhalb der Eingangstür legen nahe, dass es lange Schlangen gab, in denen die Wartenden Zeit hatten, ihre Botschaften an die Nachwelt einzuritzen. Die unterirdische Lage der Toilette, in Verbindung mit der schlichten rot-weißen Bemalung der Wände, legt nahe, dass hier keine hochgestellten Persönlichkeiten Platz nahmen. Auf der Bank saßen vermutlich vor allem Sklaven.

Als 1913 der italienische Archäologe Giacomo Boni diesen Raum erforschte, waren Toiletten noch ein Tabuthema. In seinem Ausgrabungsbericht scheint er die durchlochten Bänke mit einer weit aufsehenerregenderen Entdeckung zu verwechseln: Sie seien wohl ein Teil eines komplizierten Mechanismus, so spekulierte er, um Wasser in den Palast zu pumpen und diesen mit hydraulischer Energie zu versorgen. Bonis Prüderie hielt ihn davon ab, zu erkennen, was direkt vor seinen Augen lag, sagt Jansen: "Er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass es sich um eine Toilette handelte."

Ein Jahrhundert später sind Toiletten kein inakzeptables Forschungsobjekt mehr. Koloski-Ostrow von der Brandeis University in Waltham, Massachusetts, und Jansen, freischaffende Archäologin aus den Niederlanden, befinden sich damit in der Gesellschaft einer wachsenden Zahl von Archäologen, Epidemiologen und anderen Spezialisten, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Licht in die vergessenen Örtchen der Antike zu bringen. Ihr Interesse reicht von den Sumerern bis ins europäische Mittelalter, ein besonderer Fokus liegt jedoch auf der Römerzeit.

Das soll Ernährungsweisen, Krankheiten und die Gewohnheiten antiker Gesellschaften verstehen helfen, vor allem die der unteren Schichten. Denn diesen haben Archäologen der Vergangenheit oft nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Aus ihren neuen Forschungen konnten die Wissenschaftler beispielsweise schließen, dass die alten Römer ihre Toiletten stets mit einer gewissen Beklommenheit aufsuchten, teils aus Aberglauben, teils aber auf Grund der sehr realen Gefahren, die von Ratten und anderem Ungeziefer in den Kloaken ausgingen. Außerdem zeigen moderne Untersuchungen antiker Exkremente, dass die ausgefeilten Kanalisationsanlagen, für die Rom so berühmt ist, offenbar nicht viel zur Gesundheit seiner Bürger beitrugen.

"Von Toiletten können wir vieles lernen", sagt Hendrik Dey vom Hunter College in New York, "viel mehr als nur, wie und wo die Leute aufs Klo gegangen sind."

Kommentar:


Cloud Grey

1816 - das Jahr ohne Sommer und die Folgen

Nach einem Jahr ohne Sommer herrschte in den Jahren 1816 und 1817 Hunger und Armut in der Region. Die Menschen aßen Hunde, Katzen und Sägemehl-Brote. Schuld an dem Elend war ein Vulkan im fernen Indonesien.

© Stadtmuseum Neuburg a.d.Donau
„Die theure Zeit vom Jahr 1816 auf 1817“: Die Lithografie des Münchner Künstlers Carl Hohfelder illustriert die steigenden Nahrungsmittelpreise auf den bayerischen Marktplätzen nach dem Regensommer 1816.
Am Abend des 25. Mai fegt ein Gewittersturm über Heilbronn, es folgt ein dreitägiger Dauerregen und am 28. Mai tritt der Neckar über die Ufer und zwar so schnell, „dass gegen 4 Uhr fast die Hälfte unserer Stadt schon unter Wasser stand.“ Das Vieh muss, schon bis zum Hals im Wasser stehend, in höchster Not aus den Ställen gerettet werden. Dieser Mai 1817 macht alles noch schlimmer, noch teurer und die Armen noch hungriger. Es ist der Höhepunkt der Katastrophe, die bereits 1816 begonnen hatte.

Das Elend hatte unbemerkt bereits 1815 seinen Lauf genommen, als im April auf der fernen Insel Sumbawa (heute Indonesien) der Vulkan Tambora mit einer solchen Gewalt ausbricht, dass nicht nur Tausende Menschen unmittelbar ums Leben kommen.

Die durch den Vulkan in die Atmosphäre geschleuderten Staub- und Ascheteilchen kühlen das Weltklima über Jahre hinweg ab. So sehr, dass es 15 Monate später, am 2. und 30. Juli 1816, in der Schweiz bis in tiefe Niederungen schneit, in Nordamerika herrscht Anfang Juli und Ende August Nachtfrost und in Quebec fallen im Hochsommer 30 Zentimeter Schnee. Besonders dramatisch ist die Lage an der Alpennordseite, in der Schweiz, Baden und Württemberg.

Kommentar:
© www.tarol.com
Die Zeit zwischen 1810 und 1820 war das weltweit kälteste Jahrzehnt der letzten 500 Jahre - ein vulkanischer Winter. Dabei kühlte sich die untere Erdatmosphäre nach den Vulkanausbrüchen ab.

Asche und Schwefeldioxid (SO2), aus denen sich Aerosole aus Schwefelsäure bilden, werden bei einer größeren Eruption bis in die Stratosphäre geschleudert und verteilen sich dort wie ein Schleier über die gesamte Erde. Die Sonnenstrahlen werden dadurch teilweise absorbiert oder zurückgestreut. In der Stratosphäre verursacht dies eine Erwärmung. Am Boden kommt es im Mittel zu einer Abkühlung des Weltklimas, regional und abhängig von der Jahreszeit kommt es gleichzeitig aber auch zu Erwärmungen.

Artikel über Vulkanausbrüche denen extremes Wetter und Hungersnöten folgten:
© scied.ucar.edu
Anomalie der Sommertemperaturen 1816
Sehr wahrscheinlich ist ebenso die Verbindung zur Aktivität von Himmelskörper...:

Meteore, Asteroide und Kometen: Schäden, Unglücke, Verletzungen, Tod und Nahbegegnungen

...Die wir momentan wieder erleben:


Was bedeutet das für unsere Zeit?

Um zu verstehen was hier geschieht, lesen Sie unser kürzlich veröffentlichtes Buch Earth Changes and the Human-Cosmic Connection ("Erdveränderungen und die menschlich-kosmische Verbindung"). Eine deutsche Übersetzung des Buches finden Sie hier.


Info

Wahrscheinlich existierten Riesen im prähistorischen Amerika

Eine Einführung in die krypto-archäologische Spurensuche: Zum Einstieg in unsere systematische Beschau von Meldungen über ‚Giganten‘-Funde in Nordamerika haben wir eine kleine Zusammenstellung von Berichten ausgesucht, die wir im Internet bei „Hidden Proofs Of A Giant Race“ [1] von Steve Quale gefunden haben.

Wir haben sie deshalb an den Anfang unserer Material-Sammlung gestellt, weil sie jeder Hinsicht typisch ist. Sie dürfte jedenfalls allen Klischees gerecht werden, die man im Lager der „Phuddy Duddies“ [2] über derartige Fund-Meldungen hegt.

Da sind sie nämlich wieder, unsere schon erwähnten Informations-Schnipsel, diese zusammengeklaubten, merkwürdigen Behauptungen, ohne Angabe der Ursprungs-Quelle in den Raum geworfen - „Unsinn“ also, den doch kein intelligenter Mensch ernst nehmen kann, oder etwa nicht?

Außerdem stellen wir bei einem kurzen Blick auf die Quellenangaben unseres Informations-Gebers fest, dass das Material aus der alternativ-historischen Literatur in den USA zusammengestellt wurde, also aus Büchern von „Crackpots“ [3], deren Aussagen an Universitäten prinzipiell nicht zur Kenntnis genommen werden.

Footprints

2000 Jahre altes Klopapier entdeckt: Seidenstraße war auch Migranten-Route

Archäologen haben im chinesischen Dunhuang zwei Jahrtausende altes Toilettenpapier entdeckt, dass von dem tausende Kilometer weiten Weg der an schwerer Diarrhöe und Parasiten leidenden Migranten über die Seidenstraße zeugt, schreibt Journal of Archaeological Science.
© Flickr/Astronomy Humor
Als Klopapier habe man im alten China auf Stöcke gewickelte Lappen verwendet. Das Toilettenpapier sei auf einer Raststätte an der Seidenstraße auf der Xuanquanzhi-Stätte nahe der alten Oasenstadt Dunhuang gefunden worden, die zu Zeiten der Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) errichtet worden war.

„Solche Stöcke wurden in alten chinesischen Texten dieser Zeit als Hygienewerkzeuge zum Abwischen des Anus nach dem Toilettengang beschrieben“, erzählt der Cambridge-Anthropologe Piers Mitchell.