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Sa, 26 Mai 2018
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Verborgene Geschichte
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Colosseum

Antikes "Tor zur Unterwelt" tötete Opfertiere, nicht aber Menschen

Rätselhafter Tod: Opfertiere, die im römischen Heiligtum von Hierapolis das "Tor zur Hölle" durchschritten, starben wie von Geisterhand - nicht aber die sie begleitenden Priester. Was hinter diesem mysteriösen Phänomen steckt, haben nun Forscher herausgefunden: In der Grotte des Tempels tritt bis heute vulkanisches Kohlendioxid aus dem Boden. Nachts und am frühen Morgen erreicht dieses Gas tödliche Konzentrationen - aber nur bis etwa in Kniehöhe.

Tor zur Unterwelt: Dieser Eingang führt in das
© Mach/ CC-by-sa 3.0
Tor zur Unterwelt: Dieser Eingang führt in das "Plutonium" des Apollo-Tempels von Hierapolis.
Das "Tor zur Hölle" im Heiligtum von Hierapolis in der heutigen Türkei war in der Antike berühmt. Denn jedes Opfertier, das durch diesen von Steinen ummauerten Eingang geführt wurde, starb durch dem "Atem der Unterwelt" - es sackte bereits im Vorhof zum "Plutonium", einer unterirdischen Grotte, in sich zusammen. Seltsamerweise jedoch schienen die Priester - allesamt Eunuchen - immun gegen den Todeshauch aus der Unterwelt. Für die Menschen der Antike grenzte dies an ein Wunder.

Vulkangas als Todeshauch

Heute weiß man, dass Höllentor und Grotte von Hierapolis über einer tektonischen Verwerfung liegen - wie damals bei vielen antiken Heiligtümern der Fall. Aus Spalten im Boden der Grotte tritt daher bis heute vulkanisches Kohlendioxid (CO2) aus - ein Gas, das bei zu hoher Konzentration in der Atemluft tödlich ist.

Doch reichte die CO2-Konzentration hinter dem "Höllentor" von Hierapolis aus, um die Opfertiere zu töten? Und warum starben die Priester nicht auch an dem potenziell tödlichen Gas? Das haben nun Hardy Pfanz von der Universität Duisburg-Essen und seine Kollegen untersucht. Für ihre Studie ermittelten sie die Gaskonzentrationen in der Tempelhöhle von Hierapolis und in ihrem Vorhof. Diese Messungen führten sie zu verschiedenen Tageszeiten und in verschiedenen Höhen über dem Boden durch.

Bulb

Excalibur - Artus Schwert existiert!? Schwert im Fels widerspricht Gesetzen der Physik

Schwert Gestein

Das Schwert San Galganos unter der Schutzkuppel.
Gibt es tatsächlich ein Schwert aus dem Mittelalter, das in einem Fels steckt und bei dem viele Menschen schon seit Jahrhunderten erfolglos versucht haben, es herauszuziehen? Ja. Das Schwert befindet sich in der Kapelle von Montesiepi in einem Felsen. Niemand weiß, wie das Schwert genau in den Fels gelangt ist und eine 2001 durchgeführte Untersuchungen mittels Bodenradars hat ergeben:
dass das Schwert tatsächlich vollständig im Fels steckt und keinerlei Zwischenräume zwischen ihm und dem Stein festzustellen sind.
Zudem ergaben die Untersuchungen des Metalls, dass:
das Schwert offenbar aus dem Jahre 1180 zu stammen scheint.

Könnte dieses Schwert zur Legende Arturs beigetragen haben?
In der Kapelle von Montesiepi steckt ein Schwert im Felsen, das möglicherweise zu der Entstehung der Legende um König Artus' Schwert »Excalibur« beigetragen haben könnte.

Excalibur ist der Name des Schwertes, das der Legende nach vom mythischen Zauberer Merlin in ein Felsgestein bzw. Amboss hineingestoßen wurde. Nur derjenige, der es auch wieder hinausziehen könne, sei es auch würdig, als Herrscher des Landes regieren zu dürfen, hieß es. Unzählige ruhmhafte Ritter und Adlige sollen es versucht haben, doch nur Artus, dem Sohn des englischen Großkönigs Uther Pendragon, gelang es, die Klinge aus ihrer Verankerung zu befreien, was ihn zum rechtmäßigen König machte.

Propaganda

Der Bombenterror von Dresden vor 73 Jahren - Kriegsverbrechen der Allierten im 2. Weltkrieg

Sieben Tage und acht Nächte lang stand die Stadt in Flammen. Ihre Menschen wurden verbrannt, erschlagen, vergiftet. Die berstenden Mauern begruben 135.000 Tote, 75.000 mehr als in Hiroshima.


Kommentar: Auffällig an der Geschichte der Bombardierung von Dresden ist, dass die Opferzahl in den letzten Jahrzehnten immer wieder nach unten geändert wurde. Die Spannweite der angegeben Opferzahlen reicht von etwa 20.000 bis zu 500.000, in Einzelfällen bis zu einer Million Menschen.

In diesem Artikel aus dem Jahre 1963 ist eine Opferzahl von 135.000 Toten angegeben. Laut dem Schulbuch Spiegel der Zeiten von 1978 fielen dem Angriff auf Dresden "mindestens 40.000, wahrscheinlich 90.000 Menschen zum Opfer". Im Jahr 2010 wurde die Opferzahl von 35.000 Toten auf maximal 25.000 Menschen” "korrigiert". Laut aktuellem Wikipedia Artikel "starben nach neuesten historischen Untersuchungen (entgegen der oft behaupteten sechsstelligen Opferzahlen) zwischen 22.700 und 25.000 Menschen." Dresden war durch den Feuersturm Temperaturen ausgesetzt, die dazu führten, dass von vielen wenig oder gar nichts mehr übrig blieb. Anscheinend wird dies jedoch immer weniger mit in die Rechnung einbezogen.

Aus welchen Gründen besteht die "Notwendigkeit", dass dies über Jahrzehnte hinweg immer wieder "korrigiert" werden muß? Bezeichnend ist auch, dass der Luftkrieg in den Nürnberger Prozessen nicht verhandelt wurde. Hatten die Alliierten diesbezüglich zu viel "Dreck am Stecken"?


Dresden Krieg 1945
© Deutsche Fotothek / Walter Hahn
Blick auf Ruinen
Es war, wie es Mose im 19. Kapitel seines Ersten Buches beschreibt: "Da ließ der Herr Schwefel und Feuer regnen. ... vom Himmel herab und kehrte die Städte um und die ganze Gegend und

... was auf dem Lande gewachsen war."

Das Sodom lag in Sachsen. Den Part des alttestamentlichen Jehova spielte die Royal Air Force (RAF). In der Nacht zum Aschermittwoch, am 14. Februar 1945, warf sie 2978 Tonnen Spreng- und Brandbomben auf Dresden.

Achtzehn Jahre nach dem Brand hat der britische Historiker und Journalist David Irving die "Anatomie dieser Tragödie" vorgelegt. Irving - Spezialität: der alliierte Bombenkrieg gegen Hitlers Großdeutschland - durchforschte britische Militärarchive, die Protokolle des Unterhauses, die Memoiren der englischen Luftwaffen-Gewaltigen und fuhr schließlich nach Dresden.

Das Ergebnis seiner Ermittlungen: Die Zerstörung Dresdens war ein sinnloser Terrorakt. Eine militärische Notwendigkeit für den Angriff bestand nicht: Dresden war weder ein Verkehrsknotenpunkt für Truppenverschiebungen noch ein Industriezentrum, in dem etwa kriegswichtige Waffen oder Geräte hergestellt wurden1).

Im Gegenteil: Die Deutschen waren von der Wertlosigkeit Dresdens als Bombenziel,der RAF so überzeugt, daß spie auf alle Vorkehrungsmaßnahmen verzichtet hatten.

Der ohnehin geringe Schutz der Stadt durch Flak entfiel zum Zeitpunkt des Angriffs völlig, da die Kanonen zur Panzerbekämpfung an die Ostfront transportiert worden waren.

Kommentar: Kommentar: Für weitere Information lesen Sie diesen Artikel:


Archaeology

Über 4.000 Jahre altes Grab einer ägyptischen Priesterin nahe Gizeh entdeckt

Archäologen schreiben Fund in der Nähe der Pyramiden von Gizeh der 5. Dynastie des Alten Reichs zu.

wall paintings inside the tomb of an Old Kingdom priestess
© APA/AFP/MOHAMED EL-SHAHED
Kairo - In der Nähe der Pyramiden von Gizeh haben ägyptische Archäologen ein reich verziertes Grab freigelegt. Es gehöre einer Priesterin mit Namen Hat Bet, sagte Antikenminister Khaled al-Enani. Die Archäologen schreiben es der 5. Dynastie des Alten Reichs zu, einer Ära, in der die Pharaonen Teile ihrer einstigen Allmacht zunehmend an Adelige und Beamte abtreten mussten. Es ist damit über 4.000 Jahre alt.

Die Forscher entdeckten das Grab bei Ausgrabungen in der Nekropole Sakkara westlich der Cheopspyramide. Es bestehe aus Lehmziegeln und zeige seltene Inschriften und Zeichnungen, sagte der Leiter des Obersten Antikenrates, Mustafa al-Wasiri, der das Ausgrabungsteam leitete.

Die Darstellungen zeigten Hat Bet unter anderem in verschiedenen Jagd- und Fischszenen, sowie sitzend an einem großen Gabentisch. "Die Priesterin wurde zu ihrer Zeit hochgeschätzt", sagte al-Enani.

People 2

Genome erzählen von prähistorischen Bevölkerungsbewegungen in Nordeuropa

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena, hat das Erbgut von 38 Nordeuropäern aus der Zeit von etwa 7.500 bis 500 vor Christus analysiert. Die Studie, die jetzt in Nature Communications erschien, zeigt, dass Skandinavien ursprünglich über eine südliche und eine nördliche Route besiedelt wurde und dass die Landwirtschaft in Nordeuropa wahrscheinlich durch einwandernde Bauern und Weidehirten rund 2000 Jahre später als in Mitteleuropa eingeführt wurde.

hunter gatherer, Jäger Sammler
© Unbekannt
Der Norden Europas könnte in einigen Aspekten der Menschheitsgeschichte als Spätzünder betrachtet werden: Die erste Besiedlung durch Jäger und Sammler erfolgte erst vor etwa 11.000 Jahren, nach dem Rückzug der letzten Eiszeit, und während die Landwirtschaft in Zentraleuropa bereits vor 7.000 Jahren weit verbreitet war, erreichte sie erst Jahrtausende später das südliche Skandinavien und das Baltikum.

Mehrere neuere Untersuchungen alter menschlicher Genome beschäftigten sich mit den prähistorischen Bevölkerungsbewegungen, die neue Technologien und Lebenshaltungsformen nach Europa brachten. Wie diese den Norden des Kontinents beeinflussten, ist jedoch noch wenig erforscht. Für die jetzt vorgelegte Studie untersuchte das Forschungsteam, zu dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Litauen, Lettland, Estland, Russland und Schweden gehörten, Genome von 38 prähistorischen Nordeuropäern, von mobilen Jägern und Sammlern aus dem Mesolithikum (mittlere Steinzeit, vor etwa 12.000 bis 7.000Jahren), den ersten jungsteinzeitlichen Bauern in Südschweden (vor etwa 6.000 bis 5.300 Jahren) bis zu den Bewohnern des Baltikums der späten Bronzezeit (vor etwa 3.300 bis 2.500 Jahren). Dabei konnte das Team überraschende Veränderungen in der genetischen Zusammensetzung der Bevölkerung des prähistorischen Nordeuropas aufdecken.

Frühere Analysen alter menschlicher Genome haben gezeigt, dass im Mesolithikum zwei genetisch unterschiedliche Gruppen von Jägern und Sammlern in Europa lebten: die sogenannten westlichen Jäger und Sammler, deren Skelette bei Ausgrabungen von der iberischen Halbinsel bis nach Ungarn geborgen wurden, und die aus Karelien im nordwestlichen Russland bekannten östlichen Jäger und Sammler. Überraschenderweise zeigten die Ergebnisse der aktuellen Studie, dass die mesolithischen Jäger und Sammler aus Litauen trotz der geografischen Nähe zu Russland ihren westlichen Nachbarn genetisch sehr ähnlich sind. Die Vorfahren ihrer zeitgenössischen skandinavischen Wildbeuter hingegen stammten von beiden Gruppen ab.

Kommentar:


Bulb

Riesige Maya-Metropole entdeckt: Entdeckung stellt bisheriges Wissen auf den Kopf

Im Dschungel Guatemalas wurde eine sensationelle Entdeckung gemacht.
Maya
© National Geographic
Wissenschaftler entdecken Maya-Metropole in Guatemalas Dschungel
Mit Hilfe eines Laser-Systems haben Forscher die Überreste riesiger Maya-Stätten im Norden Guatemalas entdeckt. Seit vielen Jahrhunderten waren die Ruinen unter dem dichten Pflanzenbewuchs versteckt.
Mit einem sogenannten "Lidar"-Lasersystem wurde die Region von einem Forschungsteam untersucht, um Bauwerke unter der Pflanzendecke zu orten.
"Lidar" verwendet Laser ähnlich wie ein Radarsystem. Die Laserstrahlen können durch kleinste Zwischenräume in der Vegetation dringen.
Wie das US-Magazin National Geographic berichtet, entdeckten die Forscher mit dieser Technik nun 60.000 neue Häuser, Paläste, Straßen und andere Bauwerke. Laut dem Archäologen Thomas Garrison vom Ithaca College im US-Bundesstaat New York kann man mit dem "Lidar" Laser auch kleine Strukturen erkennen. Weiter sagte Garrison:
"In einer Umgebung, wo man nicht einmal ein paar Meter weit sieht, ist es sehr schwierig, alles zusammenzusetzen"
Garrison stellte auch klar, dass diese neue Entdeckung die Maya-Forschungsdisziplin auf den Kopf stellt, da die "Lidar" Untersuchung jetzt offenbart hat, dass die Stätten weitaus dichter besiedelt, komplexer und vernetzter gewesen waren, als bisher gedacht.
Es wurden mehrere Gebiete von insgesamt 2.100 Quadratkilometern untersucht, auf dem sich mehrere wichtige Maya-Stätten wie Tikal befinden.

Bulb

Neue Entdeckung stellt frühe Menschheitsgeschichte wieder in Frage

Eine neue Entdeckung in Indien stellt die im Mainstream akzeptierte Menschheitsgeschichte ein weiteres Mal in Frage.
ChennaiSteinwerkzeuge
© Sharma Centre for Heritage Education
Einige der mehr als 700 Steinwerkzeuge aus Chennai.
7.000 in Indien während der letzten 20 Jahre gefundene Steinartefakte mit einem Alter von mindestens 250.000 Jahren stellen die frühe Menschheitsgeschichte ein weiteres Mal in Frage.
Weiter heißt es:
Zu den im indischen Chennai gefundenen eindeutig künstlich und absichtlich hergestellten Steinspitzen, wie sie jetzt im Fachjournal Nature (DOI: 10.1038/nature25444 ) beschrieben wurden, gehören auch einige hoch präzise und komplex ausgeführte Exemplare die offenbar gezielt zur Schäftung und Anspitzung genutzt wurden und die eine deutliche Entwicklung seit den ältesten bislang bekannten rund 400.000 Jahre alten Hand-Steinäxten aufzeigen.

Books

Nicht nur Chroniken beschreiben Mittelaltergeschichte - Der Teppich von Bayeux

Wie die Eroberung Englands durch die Normannen 1066 gelang, berichtet der berühmte Teppich von Bayeux. In diesem Sinn schaffte Napoleon I. ihn in den Louvre. Jetzt zieht das gute Stück erneut um.

Komet Halley Teppich Bayeux
© Wikipedia/Myrabella
Vorzeichen des nahenden Übels: Komet Halley auf dem Teppich von Bayeux
Bis zum Nachmittag hielt der angelsächsische Schildwald stand. König Harold II. Godwinson hatte seine Krieger auf einer leichten Anhöhe in dichten Reihen positioniert, die sich gegen die wiederholten Kavallerieattacken der Normannen behaupten konnten. Als gar das falsche Gerücht die Runde machte, ihr Führer Herzog Wilhelm von der Normandie sei gefallen, begann sich das Heer der Invasoren aufzulösen. Viele sächsische Krieger setzten ihnen nach und öffneten damit ihre Schlachtreihe. Die Lücken nutzten die Normannen zum entscheidenden Schlag. Am Abend war Harald tot. Wenige Wochen später wurde Wilhelm in Westminster zum neuen König von England gekrönt.

Das Treffen von Hastings am 14. Oktober 1066 gehört zu den großen Entscheidungsschlachten der Geschichte. Die angelsächsische Herrschaft über die britische Hauptinsel wurde von Eroberern abgelöst, die sich auf Dauer niederließen und die Grundlagen der englischen Gesellschaft legten. "Keiner sonst hat je die Insel eingenommen", sagt der Historiker Alain Dolbecq aus Falaise, dem Geburtsort Wilhelms in der Normandie: "Julius Caesar nicht, Karl der Große nicht, Napoleon nicht und Adolf Hitler nicht." Für die Engländer gibt es bis heute "die Zeit vor Hastings und die Zeit nach Hastings".

Die wichtigste Quelle zu den Ereignissen, die sich um Hastings zutrugen, ist 68,38 Meter lang und zwischen 48 und 53 Zentimeter hoch: der berühmte Wandteppich von Bayeux (Departement Calvados) in der Normandie. In 58 gestickten Szenen berichtet er detailliert die Geschichte der Schlacht. Anfang Dezember kehrt der Teppich nun für fünf Wochen aus dem Centre Guillaume le Conquerant in jene Kirche zurück, für die er gewebt wurde, die Kathedrale von Bayeux - allerdings nur als multimediales Spektakel.

Cloud Precipitation

Das Magdalenenhochwasser während der Kleinen Eiszeit - Apokalyptische Fluten im Juli 1342

In diesem Sommer war eine so große Überschwemmung der Gewässer durch den ganzen Erdkreis unserer Zone, die nicht durch Regengüsse entstand, sondern es schien, als ob das Wasser von überall her hervorsprudelte, sogar aus den Gipfeln der Berge.

Vita Clementis VI.
This image is a woodcut from a contemporary pamphlet (chap book) depicting the aftermath of the 1607 flood in the coastal lowlands of the Bristol Channel and Severn Estuary.
So ist es in der Lebensbeschreibung von Clemens VI. zu lesen. Einer jener Päpste, die in Avignon residierten. Dort fuhr man nach den Regenfällen ...
... zu Schiff und über die Mauern der Stadt Köln fuhr man mit Kähnen drüber. Die meisten Brücken und Türme stürzten ein, von den Wassermassen unterwühlt.

Vita Clementis VI.

Kommentar: Beim Magdalenenhochwasser fiel die Hälfte des Regens eines Jahres innerhalb von nur einer Woche. Dass so extrem viel Regen innerhalb einer kurzen Zeitspanne von wenigen Stunden oder Tagen fällt, kommt jetzt wieder häufig vor. Was bedeutet dies für unsere eigene Zukuft was können wir daraus lernen?

Für die Menschen im 14. Jahrhundert hatte die kleine Eiszeit und die damit einhergehenden Überflutungen verheerende Folgen.


Dig

Bisher ältestes Skythengrab in Südsibirien entdeckt

Intaktes Hügelgrab aus dem 9. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung könnte reiche Schätze beherbergen.

Blick auf Tunnug 1 in einem Sumpfgebiet im Tal des Flusses Uyuk.
© Gino Caspari
Blick auf Tunnug 1 in einem Sumpfgebiet im Tal des Flusses Uyuk.
Bern - Ein Archäologe der Universität Bern ist in der russischen Republik Tuwa auf das größte und älteste skythische Fürstengrab Südsibiriens gestoßen: Gino Caspari bemerkte zunächst auf Satellitenbildern vom Tal des Flusses Uyuk eine kreisrunde Struktur, die sich als Hügelgrab entpuppte.

Probebohrungen mit russischen Kollegen erhärteten den Verdacht, dass es sich um einen sogenannten Kurgan, das Grab eines skythischen Fürsten, handelt. Es dürfte aus dem 9. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung stammen. Wie Caspari und Kollegen nun im Fachblatt "Archaeological Research in Asia" berichten, gleicht das Tunnug 1 oder auch Arschan 0 genannte Hügelgrab in seinem Aufbau dem nur zehn Kilometer weiter nordöstlich gelegenen Kurgan Arschan 1, das in den 1970er-Jahren freigelegt wurde.