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Mo, 27 Feb 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Fluten


Cloud Lightning

Brasilien: Überschwemmungen und Hagel nach heftigen Gewittern

© dpa
In der Innenstadt von Sao Paulo standen etliche Straßen unter Wasser.
Heftige Gewitter verursachen in diesen Tagen im Süden Brasiliens Überflutungen und Sturmschäden. Wie hier in der Millionenmetropole Sao Paulo wurden gestern nach Regengüssen etliche Straßen und Plätze unter Wasser gesetzt. Sturmböen rissen in anderen Orten Bäume um, mancherorts prasselten auch große Hagelkörner vom Himmel.
© dpa
Auch heute toben sich wieder kräftige Gewitter aus. Erneut sind in Brasiliens größter Stadt mit rund 12 Millionen Einwohnern Unwetter zu erwarten. Auf dem WetterRadar sind die Gewitterherde gut zu erkennen, sie bewegen sich kaum vom Fleck, sodass es innerhalb kurzer Zeit wie aus Kübeln schüttet.

Cloud Precipitation

Regenfälle in Kalifornien: "Glory Hole" wird zum ersten Mal seit über zehn Jahren wieder benötigt

Zum ersten Mal seit über zehn Jahren ist der Stausee Berryessa im Norden Kaliforniens so voll, dass sein Ablauf zum Einsatz kommt. Mit rund 21 Metern Breite ist es der größte Überlauftrichter der Welt. Weil es in Kalifornien seit Wochen stark regnet, sind hunderte Menschen in ihren Häusern eingeschlossen. Feuerwehrleute bringen die Bewohner mit Booten in Sicherheit.
Zuvor war Südkalifornien von schweren Regenstürmen betroffen - fünf Menschen starben. Die sintflutartigen Niederschläge führten zu zahlreichen Straßensperrungen, verbreiteten Stromausfällen und Schlammlawinen. In einigen Gebieten wurden bis zu 2,5 Zentimeter Regen in einer Stunde gemessen. Während es im Süden des US-Westküstenstaates am Sonntag wieder trocken war und mit dem Aufräumen begonnen wurde, mussten die Menschen im Norden mit heftigem Regen kämpfen.

Schneeschmelze brächte neue Probleme

Schlagzeilen machte auch der Oroville-Stausee in Nordkalifornien, dessen Damm zu brechen drohte. Mehr als 180.000 Menschen am Fuße der höchsten Staumauer in den USA hatten die Gefahrenzone sicherheitshalber räumen müssen. Im Wettlauf mit der Zeit waren Arbeiter rund um die Uhr im Einsatz, um die Stauanlagen zu befestigen. Und dank kontrollierter Abflüsse war es schließlich gelungen, den Wasserspiegel in dem Reservoir um mehrere Meter zu senken.

Cloud Precipitation

Unwetter in Kalifornien: Starkregenfälle, Fluten und Autos von Erdloch verschluckt

Heftige Regenfälle, Schlammlawinen und tiefe Krater in den Straßen: Südkalifornien ist in der Nacht zum Samstag von einem schweren Sturm heimgesucht worden. Nach Angaben des Senders ABC News kamen mindestens vier Menschen ums Leben, CNN sprach von zwei Todesopfern.
© Unbekannt

In Sherman Oaks riss ein umstürzender Baum Stromleitungen mit sich und krachte auf ein Auto. Der 55-jährige Fahrer starb an einem Stromschlag, wie CNN und ABC News unter Berufung auf Behördenangaben berichteten. In Victorville östlich von Los Angeles sei ein Autofahrer tot in seinem überfluteten Auto gefunden worden.


Kommentar: Einer der heftigsten Stürme seit Jahren in Kalifornien: Evakuierungen, Stromausfälle und Verkehrsbehinderungen




Cloud Precipitation

Die norddeutsche Sturmflut-Katastrophe von 1962

Vincinette, „die Siegreiche“ - so hieß das Orkantief, das am 17. Februar 1962, also genau vor 55 Jahren, über Norddeutschland fegte und eine Jahrhundert-Sturmflut entfesselte: Deiche brechen in ganz Norddeutschland, die Überschwemmungen reichen bis weit ins Hinterland. Insgesamt verlieren 340 Menschen ihr Leben, mehr als 10.000 werden obdachlos, tausende Nutztiere ertrinken. Die Katastrophe verursacht in Niedersachsen Schäden in Höhe von 285 Millionen Euro. Auch in den Landkreisen Harburg und Stade richtet das Wasser schwere Verwüstungen an.

Im Folgenden blickt das WOCHENBLATT zurück auf die Katastrophe, beleuchtet Hintergründe und lässt Zeitzeugen sprechen.
© Imago Stock & People)
Die Sturmflut aus dem Jahr 1962 traf die Elbinsel Wilhelmsburg am härtesten. Dort standen ganze Gemeinden unter Wasser. In der Nacht starben über 300 Menschen.
Die Deiche brachen von Stelle bis Stade

Obwohl der Landkreis Harburg rund 120 Kilometer von der Küste entfernt liegt, richtet die Sturmflut auch im Kreisgebiet große Verwüstungen an. Fünf Menschen kommen in den Wassermassen um, fast 700 Stück Vieh ertrinken, 18 Wohngebäude werden einfach wegrissen, weitere schwer beschädigt. Zeitweise stehen 7.000 Hektar Land unter Wasser. Insgesamt verursacht die Flut im Landkreis Schäden von rund 10 Millionen D-Mark.

„Für die gesamte Nordseeküste besteht die Gefahr einer schweren Sturmflut. Das Nachthochwasser wird etwa 3 Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten.“ Für diese Meldung unterbrach der Norddeutsche Rundfunk am Abend des 16. Februars sein laufendes Programm. Es fällt schwer, sich darin die Ausmaße und die Tragik der sich anbahnenden Katastrophe vorzustellen. Im Landkreis waren die Verantwortlichen zwar in Alarmbereitschaft, die Bevölkerung schlief aber seelenruhig weiter. Schließlich machten sich die genannten Hochwasserstände so weit weg von der Tidegrenze bei Geesthacht an den Deichen im Kreis sonst kaum bemerkbar.

© Unbekannt
Dort wo einmal der Deich stand, gibt es nur noch eine "Wasserwüste"
Doch in jener Nacht war das anders. Durch tagelangen auflandigen Wind hatten sich Millionen Kubikmeter Wasser in der Elbmündung gestaut. Der Sturm drückte die Wassermassen die Elbe hinauf. Das Ilmenau-Sperrwerk gab es noch nicht. Stattdessen war der Bereich der unteren Seeveniederung zwischen Over und Wuhlenburg ein großes Überschwemmungsgebiet. Von dort trafen die Wassermassen jetzt mit ungeheurer Wucht auf die Deiche an Luhe, Seeve, Este und Ilmenau. Die Pegelstände liegen mancherorts bei über 5,60 Meter über Normal Null. Die betroffenen eingedeichten Orte wie Achterdeich, Stelle, Hoopte, Hörsten, werden regelrecht umspült, lange bevor der Elbdeich bei Bullenhausen bricht. An den Nebenflüssen kommt es zu insgesamt 26 Brüchen. Am schlimmsten ist die damalige Gemeinde „Achterdeich“ betroffen. Die Flutwelle, die über Seeve und Ashauser Mühlenbach anrollt, reißt ein 110 Meter langes Loch in den Steller Querdeich, auf dem die Straße nach Fliegenberg verläuft. Der rückwärtige Deich, der das Dorf schützen soll, hat der gewaltigen Kraft des Wassers nichts entgegenzusetzen und bricht an mehreren Stellen. Die Wassermassen reißen ein Haus mit sich, vier Menschen sterben. 13 weitere Häuser werden komplett zerstört. Auch wenn, verglichen mit Hamburg, die Flut im Kreis eher glimpflich verläuft, hat sie sich doch ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Als Konsequenz wurde der Hochwasserschutz ausgebaut.

Kommentar:


Water

Hochwasser: Größter US-Staudamm droht zu brechen - 100.000 Einwohner evakuiert

Der Oroville Damm in Nordkalifornien droht binnen der nächsten Stunden zu brechen, weshalb derzeit über 100.000 Anwohner evakuiert werden, wie lokale Medien berichten.

© AP Photo/ Rich Pedroncelli
Laut der Zeitung Los Angeles Times war der Stausee hinter dem größten Damm des Landes vor einigen Tagen wegen heftiger Regenfälle an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen, wobei die Hochwasserentlastungsanlage schwer beschädigt wurde.

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Indonesien kämpft gegen starke Überschwemmungen - Mindestens 13 Tote

Ungefähr 40.000 Menschen sind von einem starken Hochwasser in zentralen Teilen des Inselstaates Indonesien betroffen. Die Naturgewalt löste unter anderem im Touristenparadies Bali Erdrutsche aus, denen mindestens 13 Menschen zum Opfer fielen, berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press. Außerdem ließen starke Regenschauer auf der Insel Sumbawa die Flüsse über die Ufer treten.

© Reuters
Indonesien kämpft gegen eine starke Überschwemmung in zentralen Teilen des Landes
Nach Angaben der örtlichen Katastrophenschutzbehörde sind mit den Folgen der Überschwemmung mehr als 40.000 Einwohner konfrontiert. Die meisten von ihnen werden provisorisch in Moscheen und Staatseinrichtungen beherbergt. Inzwischen sind ungefähr 8.000 Menschen in zwei überfluteten Gebieten von der Außenwelt abgeschnitten.

Kommentar:




Cloud Precipitation

Erst jahrelange Dürre und jetzt Rekord-Regenfälle in Kalifornien

Wegen einer seit fünf Jahren anhaltenden Dürre verordnete der US-Bundesstaat Kalifornien Regeln zum Wassersparen. Nun fielen so heftige Regenfälle, dass Bewohner aus ihren überfluteten Häusern gerettet werden mussten.

© dpa
Ungewohntes Bild
Ein überfluteter Weinberg in Kalifornien.
Sacramento - Nach heftigen Regenfällen stehen Teile des dürregeplagten US-Bundesstaats Kalifornien unter Wasser. In der Ortschaft Felton südlich von San Francisco etwa musste die Feuerwehr am Dienstag (Ortszeit) Bewohner aus ihren Häusern retten, nachdem der Fluss San Lorenzo über die Ufer getreten war. Für einige Bezirke im Norden Kaliforniens riefen die Behörden Flutwarnungen aus.

Kalifornien wurde bis vor kurzem von einer historischen Dürre heimgesucht - fünf Jahre lang war zu wenig Regen gefallen. Am Mittwoch wollen die Behörden entscheiden, ob die wegen der Dürre verordneten Regeln zum Wassersparen trotz der Regenfälle weiter in Kraft bleiben sollen, meldete der Sender NBC. Gouverneur Jerry Brown hatte 2014 einen Dürre-Notstand ausgerufen und die Kalifornier angewiesen, weniger Wasser zu verbrauchen.

Seit Wochen füllen Niederschläge die Wasserreservoirs, auch die Schneedecke in der Sierra Nevada ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Im Süden Kaliforniens ist es allerdings noch immer zu trocken.

Kommentar:




Ice Cube

Schweiz: Plötzliche Eisschollen-Flut in der Zulg

Am Dienstagnachmittag schwoll die Zulg in Steffisburg plötzlich an und führte in einer Flutwelle unzählige Eisschollen mit sich. Ein Anwohner hielt das Spektakel auf Video fest.
© Sam Veyre
Eis-Flutwelle, die sich durch Steffisburg wälzt.
Eindrückliche Bilder an der Zulg: Am Dienstagnachmittag rollt urplötzlich eine Flutwelle mit unzähligen Eisschollen durch Steffisburg, begleitet von lautem Grollen. Der Anwohner Sam Veyre hat das Spektakel mit seiner Kamera eingefangen.

«Ich wohne schon mein ganzes Leben lang an der Zulg und hatte das Gefühl, dass noch mehr Wasser kommen müsste», so Veyre. «Ich habe dann die Welle gehört und konnte sie so einholen.»

Regen lässt Zulg anschwellen

Die Zulg sei über Wochen gefroren gewesen, erklärt Veyre. Wegen des starken Regens sei sie dann stark angeschwollen und habe die dicke Eisschicht auf der Oberfläche weggespült. Seine Aufnahmen machte er bei der Einmündung der Zulg in die Aare und beim Bahnhof Steffisburg.

Video: Sam Veyre

Cloud Precipitation

Schwere Regenfälle treffen Peru: Überschwemmungen und Erdrutsche

Durch sintflutartige Regenfälle ausgelöste Erdrutsche und Überschwemmungen haben in Peru zum Tod von mindestens elf Menschen geführt. Wie die Behörden am Freitag mitteilten, erlitten mehr als 11.000 Familien Schäden. In der Region Arequipa, etwa tausend Kilometer südlich der Hauptstadt Lima, kamen laut AFP fünf Menschen durch Lawinen aus Schlamm und Geröll ums Leben.
© dpa
Die durch die Unwetter verursachten Schäden sind erheblich. Zahlreiche Abschnitte der Straße von Lima ins Zentrum des Landes waren durch Schlamm- und Gerölllawinen blockiert. Brücken wurden zerstört, landwirtschaftliche Anbauflächen verwüstet, Häuser beschädigt oder zerstört.

Umbrella

Eine Woche Extremregen setzt Mallorca unter Wasser

Die Insel soll dafür zum Katastrophengebiet erklärt werden

© Bergas, Durán, Obrador
Überschwemmungen nach den heftigen Regenfällen am Freitag (20.1.) auf Mallorca. Ortsweise ging auch Hagel nieder
Die Balearen-Regierung prüft, ob sie von den Überschwemmungen betroffene Teile von Mallorca zum Katastrophengebiet deklarieren und entsprechende Soforthilfen aus Madrid beantragen soll. Umweltminister Vicenç Vidal trage zur Zeit die nötigen Informationen zusammen, um einen solchen Antrag zu prüfen, teilte er am Dienstag (24.1.) mit.

Ein fast einwöchiger Dauerregen hatte große Teile der Insel unter Wasser gesetzt. Die Vertreter der Landwirtschaftsverbände schätzen den Ernteausfall - insbesondere auf den Getreide- und Kartoffelfeldern - auf rund 8 Millionen Euro.

Mit den Rekordregen im Dezember und dem erneuten Unwetter zwischen Donnerstag (19.1.) und Sonntag (22.1.) habe die Insel schnell hintereinander zwei extreme Regenfälle erlebt. Während sich die Niederschläge im Dezember vor allem positiv auf die Grundwasserspeicher ausgewirkt hätten, konnte der Boden so viel Wasser nicht so schnell absorbieren, sodass der erneute Wolkenbruch der vergangenen Woche verheerende Überschwemmungen zur Folge hatte.