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Mi, 23 Aug 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Fluten


Cloud Precipitation

Starkregen in Bayern setzte ganzes Dorf unter Wasser

Starker Regen hat über Nacht in Hamburg und Bremen zahlreiche Keller unter Wasser gesetzt. Auch im Süden machten heftige Gewitter den Rettungsdiensten zu schaffen: In Bayern stand ein ganzes Dorf unter Wasser.
© Matthias Stark/Donau-Ries-aktuell/dpa
Der Ort Otting stand zum Teil bis zu einen Meter unter Wasser.
Am Dienstagabend entluden sich starke Gewitter über dem Norden und Süden Deutschlands. Heftig traf es die kleine bayerische Gemeinde Otting. Auch in Hamburg und Bremen hatte die Feuerwehr viel zu tun. Das Wasser stand dort in Kellern und auf Straßen. Allein in einer einzigen Bremer Straße gab es 35 Einsätze.

Dorf bis zu einem Meter hoch unter Wasser

Nach Hagel und Starkregen standen in Otting rund 80 Haushalte bis zu einem Meter hoch unter Wasser. Dutzende Keller wurden ausgepumpt. "Der Ort liegt in einer Mulde, in der sich das Wasser schnell gesammelt hat", erklärte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die 800 Einwohner des Ortes rund 67 Kilometer südlich von Nürnberg blieben unverletzt.

Ambulance

Monsun in Südostasien fordert mindestens 170 Menschenleben

Schwere Monsun-Regenfälle in den Himalaya-Regionen Nepals und Indiens sowie in Bangladesch haben zu Überschwemmungen geführt. Insgesamt kamen dabei mindestens 170 Menschen ums Leben. Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen.
Nach den Erdrutschen und Überschwemmungen in Südasien ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 170 gestiegen. Im Norden und Osten Indiens wurden bislang 73 Tote gezählt, in Nepal mindestens 80 und 22 weitere in Bangladesch. Das teilten die Behörden mit. Hunderttausende Menschen in der Region mussten wegen der Unwetter ihre Häuser verlassen.

In Nepal wurden mehr als 48.000 Häuser vollständig überschwemmt. Die Zahl der Todesopfer im Land drohte nach Angaben des Innenministeriums weiter zu steigen. 47 Menschen würden noch vermisst. Hilfskräfte versuchten entlegene Flutgebiete zu erreichen.

In Nepal droht eine humanitäre Krise

Viele Menschen flohen in höher gelegene Gebiete. Der Verkehr auf der wichtigsten Ost-West-Verbindung wurde von Überschwemmungen behindert. Vorausgegangen war schwerer Monsunregen, der verschiedene Flüsse des Landes anschwellen ließ. Ein Sprecher des nepalesischen Roten Kreuzes warnte, der Mangel an Trinkwasser und Lebensmitteln könne eine humanitäre Krise in dem armen Himalaya-Staat auslösen, der häufig von Naturkatastrophen heimgesucht wird.

Sun

Wetterkapriolen überall in Europa: Rekordhitze, Unwetter, Schlammlawinen, Brände

Schwere Gewitter, Waldbrände, Hitze - in vielen Teilen Europas schlägt das Wetter Kapriolen. Das betrifft auch Touristen. Die Prognosen sind unterschiedlich, aber vielerorts ist keine Besserung in Sicht. Und auch in Deutschland soll das Wetter schlechter werden.

© epa/Homem De Gouveia
Auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira sind wegen heftiger Winde Tausende Urlauber gestrandet.
Hitzewellen in Ungarn, Bulgarien, Griechenland und Spanien, viel Regen in Skandinavien, gestrandete Urlauber auf Madeira und Waldbrände in Italien: Das Wetter sorgt in vielen Teilen Europas derzeit für Schlagzeilen und macht Einheimischen und Touristen zu schaffen. Eine Übersicht:

- Auf der portugiesischen Urlaubsinsel MADEIRA sind wegen heftiger Winde Tausende Urlauber gestrandet. Seit dem Wochenende gibt es auf dem Flughafen von Funchal an der Küste chaotische Zustände mit annullierten Verbindungen. Betroffen waren rund 5.500 Passagiere. Die «Blumeninsel» Madeira liegt etwa 950 Kilometer südwestlich von Lissabon und ist vor allem auch bei Deutschen sehr beliebt. Wann die Winde nachlassen und wieder Normalität einkehren sollte, war am Montagnachmittag nicht abzusehen.

- In den Unwettergebieten ÖSTERREICHS entspannte sich die Lage am Montag langsam. Es regnete nicht mehr und sollte laut Prognosen auch in den kommenden Tagen trocken bleiben. So konnten auch die Menschen im von der Umwelt abgeschnittenen Großarltal wieder aufatmen: Seit dem frühen Montagmorgen kann das Tal mit dem Auto zumindest auf einer Spur wieder verlassen werden. Das bei Urlaubern beliebte Tal im Bundesland Salzburg war besonders stark von Regen, Hagel und Schlammlawinen betroffen. Auch die Lage in der Steiermark entspannte sich langsam. In Tirol starb dagegen ein deutscher Urlauber in einem Hochwasser führenden Bach.

Health

Erdrutsch in China nach schweren Regenfällen - 6 Tote und 20 Vermisste

© www.globallookpress.com
Sechs Tote und 20 Vermisste nach Erdrutsch in China
Bei einem Erdrutsch in China sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Weitere 20 Personen werden noch unter den Erdmassen vermisst, wie die Regierung der südwestchinesischen Provinz Sichuan berichtete. Das Unglück passierte am frühen Dienstagmorgen im Dorf Gengdi im Gebiet von Liangshan. Zwei Häuser seien zerstört worden.

Der Erdrutsch sei durch schwere Regenfälle ausgelöst worden, die am Vorabend begonnen hätten. Vier Menschen seien verletzt worden. Sommerliche Regenfälle suchen seit Wochen viele Teile Chinas heim und sorgen für schwere Überschwemmungen und Erdrutsche.

(dpa)


Cloud Precipitation

Sylt erlebt Platzregen "der nur alle 100 Jahre auftritt": Neuer Millionen teurer Schutz versagt

Starker Platzregen ließ vergangenen Sonntag in Westerland die Straßen überfluten. Bürgermeister Nikolas Häckel ging auf Ursachenforschung.

© Moritzen
Überschwemmung auf Sylt
Gerade einmal fünfzehn Minuten dauerte der Platzregen, der vergangenen Sonntag über Sylt niederging - doch das reichte, um vor allem in Westerland ein regelrechtes Chaos auszulösen: Straßen mussten gesperrt werden, Keller ausgepumpt und der starke Abreiseverkehr geriet den ganzen Vormittag ins Stocken (wir berichteten). Die Überschwemmungen, besonders an den fünf Tiefpunkten Andreas-Nielsen-Straße zwischen Kjeirstraße und Stephanstraße, Kjeirstraße Ecke Kirchenweg, Kjeirstraße Ecke Johann-Möller-Straße, Trift Ecke Industrieweg und Norderstraße Ecke Brandenburger Straße riefen die Verwaltung auf den Plan. Nikolas Häckel, Bürgermeister der Gemeinde Sylt, hatte in den vergangenen Tagen einiges damit zu tun, Ursachenforschung zu betreiben. Vor allem, weil unter den überfluteten Kreuzungen eine dabei war, an der noch vor kurzem für 1,27 Millionen Euro ein Regenwasser-Rückhaltebecken gebaut wurde. Kosten, die zur Hälfte die Gemeinde Sylt und zur anderen die Grundstückseigentümer in Westerland-Mitte zahlen müssen. Die Maßnahme sollte die Innenstadt vor genau so einem Unwetter-Ereignis bewahren.

"Die Gemeinde Sylt unternimmt große Anstrengungen, um das Kanalnetz so zu verbessern, dass es Regenereignissen mit einem Wiederkehrintervall von fünf Jahren überflutungsfrei gewachsen ist", erklärt Bürgermeister Nikolas Häckel gegenüber der Sylter Rundschau und nennt Zahlen: Im Bereich der südlichen Ortsteilgrenze Westerlands seien am vergangenen Sonntag 17 Milliliter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen worden, im Kerngebiet bis zu 25 Milliliter. "An der Pumpstation Tinnumer Straße stellte sich um 10 Uhr eine fast schlagartige Vollfüllung ein, bereits um 11 Uhr war das Pumpwerk allerdings nur noch zu 50 Prozent ausgelastet", so Häckel.

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Mindestens acht Tote bei Überschwemmungen in Vietnam

Bei schweren Überschwemmungen in Vietnam sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen.
© unbekannt
In der Provinz Yen Bai kamen zwei Menschen ums Leben, von 13 Personen fehle jede Spur.
Bei schweren Überschwemmungen in Vietnam sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden fürchten nach eigenen Angaben, dass die Zahl der Todesopfer nach heftigem Regen im Norden des südostasiatischen Landes noch deutlich steigen wird. Mindestens 14 Menschen wurden nach ersten Angaben am Donnerstag noch vermisst.

In den beiden Provinzen Yen Bai und Son La wurden etwa 80 Häuser von den Fluten beschädigt oder ganz weggetragen. Zahlreiche Straßen und Brücken wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. In den nächsten Tagen soll es weiter regnen. In dem 95-Millionen-Einwohner-Land ist gerade Regenzeit.

Umbrella

Mehr als 20 Tote bei Überschwemmungen in Thailand

Bangkok - Bei Überschwemmungen in Thailand sind in den vergangenen Wochen mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Im Nordosten des Landes habe es die schwersten Regenfälle und Fluten seit mehreren Jahren gegeben, teilte der Katastrophenschutz am Mittwoch mit. Insgesamt waren im Juli demnach mehr als eine Million Menschen betroffen.

© DAILY NEWS/AFP / DAILY NEWS
Bei Überschwemmungen in Thailand sind in den vergangenen Wochen mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen. Im Nordosten des Landes habe es die schwersten Regenfälle und Fluten seit mehreren Jahren gegeben, teilte der Katastrophenschutz mit.
Flugverbindungen mussten gestrichen werden, Bahnstrecken wurden unterspült, Ackerland hinweggeschwemmt - insbesondere in der Reisanbauregion Isaan. Am schlimmsten betroffen war die Provinz Sakon Nakhon. Insgesamt kämpften zehn Provinzen gegen die Fluten. Erst im Januar hatten für die Jahreszeit ungewöhnliche Monsunregen den Süden des Landes heimgesucht. 30 Menschen kamen damals ums Leben.

Cloud Grey

Schweres Unwetter trifft Istanbul

Ein schweres Unwetter mit Sturm und heftigem Hagel hat am Donnerstagabend das öffentliche Leben in der türkischen Millionenmetropole Istanbul weitgehend zum Erliegen gebracht.
© Depo Photos
Istanbul - Am Hafen in Haydarpasa auf der asiatischen Seite Istanbuls stürzte durch der Sturm ein großer Hafenkran um, der anschließend eine Explosion auslöste, wie örtliche Medien berichteten. Das Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden. Im Stadtteil Sisli auf der europäischen Seite der Großstadt sei die Mauer eines Friedhofs eingestürzt, dabei seien mindestens zwei Menschen verletzt worden.

Der Straßentunnel unter dem Bosporus, der die asiatische und die europäische Seite Istanbuls verbindet, und mehrere U-Bahnhöfe seien zeitweise gesperrt worden, hieß es weiter. Flüge seien gestrichen worden. Auf überfluteten Straßen sei der Verkehr zum Erliegen gekommen. Augenzeugen berichteten, große Hagelkörner hätten zahlreiche Fensterscheiben zerschmettert. Auch Autos wurden von dem Hagel in Mitleidenschaft gezogen.

dpa

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Einfallsreiche Nager: Hasen flohen in Neuseeland auf Schafsrücken vor Hochwasser

Auf einer Farm in Neuseeland haben drei Wildhasen auf den Rücken von Schafen Zuflucht vor dem Hochwasser gesucht.
© dpa
Dunedin - Das berichteten mehrere Online-Medien. Die Fotos der schlauen Nager, die am Samstag veröffentlicht wurden, erfreuen sich derzeit besonderer Beliebtheit im Netz. Ein Bauer, der fast 50 Jahre in der Landwirtschaft tätig ist, sagte, so etwas habe er noch nie gesehen.

Der Landwirt Ferg Horne aus Mosgiel, einer Stadt auf der Südinsel Neuseelands, wollte am Wochenende bei strömendem Regen die 40 Schafe seines Nachbarn, der gerade auf Urlaub war, in Sicherheit bringen. Als er aus der Ferne schwarze Flecken in der Herde bemerkte, wunderte er sich - schließlich hätte sein Nachbar keine schwarzgescheckten Schafe.

Aus der Nähe stellte Horne fest, dass sich zwei dunkle Wildhasen auf dem Rücken eines Schafes befanden, auf einem weiteren Schaf saß noch ein drittes Langohr. "Zuerst traute ich meinen Augen kaum", sagte Horne. Die Schafe standen auf einer Anhöhe in acht Zentimeter tiefem Wasser.

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Indien: Zehntausende fliehen vor Monsunregen - Schon 225 Tote

Heftiger Monsunregen hat grosse Landesteile im Nordwesten Indiens unter Wasser gesetzt. Im Bundesstaat Gujarat wurden in den vergangenen Tagen rund 33'000 Menschen vor Überschwemmungen in Sicherheit gebracht, wie ein Katastrophenschutz-Sprecher am Dienstag mitteilte.

© KEYSTONE/AP
Im Bundesstaat Gujarat haben die heftigen Regenfälle auch eine Autobahnbrücke weggespült.
Mindestens 64 Menschen kamen demnach seit Beginn der diesjährigen Monsunzeit in Gujarat bei den Unwettern ums Leben. Die Monsunzeit im Subkontinent dauert von Juni bis September. In den vergangenen Tagen regnete es allerdings im Westen Indiens besonders stark, und weitere heftige Schauer waren bis Donnerstag vorhergesagt.

Insgesamt sind nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde im ganzen Land zwischen dem 1. Juni und dem 21. Juli 225 Menschen wegen der Unwetter gestorben, davon 75 im nordöstlichen Bundesstaat Assam. Viele ertranken, andere kamen bei Erdrutschen oder durch Stromschläge ums Leben. Gut 2,7 Millionen Menschen waren betroffen.

(SDA)

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