Am 10. Mai löste die Region AR4436 eine Sonneneruption der Klasse M5,7 aus, welche mit einem auf die Erde gerichteten koronalen Massenauswurf einherging und in den darauffolgenden Tagen Nordlichter in ungewöhnlich südlichen Breitengraden hervorrief.
Der Punkt, auf den wir immer wieder zurückkommen, ist genau der, gegen den sich die etablierte Sonnenphysik noch immer sträubt: Ein "abklingender" Zyklus bedeutet nicht, dass es auf der Erde ruhig zugeht. Historisch gesehen konzentrieren sich die stärksten Ereignisse eines jeden Zyklus tendenziell auf die abklingende Phase, manchmal noch Jahre nach dem offiziellen Höhepunkt, und die Auswirkungen auf die Erde - von Verzerrungen des Jetstreams bis hin zu elektromagnetischen Belastungen der Atmosphäre - verstärken sich eher anstatt abzuklingen, wenn die Sonne an Kohärenz verliert.
Dieser sonnenbezogene Kontext gibt den Rahmen für die zweite Meldung des Monats vor: Der äquatoriale Pazifik hat nun offiziell die Schwelle überschritten. Bis Mitte Mai waren die wöchentlichen El Niño Anomalien stark angestiegen, die NOAA [Nationale Ozean- und Athmosphärenbehörde der USA - AdÜ] stufte ihren Status auf "El Niño Beobachtung" hoch, und die IRI-Prognose ging von einer Wahrscheinlichkeit von 98 % für historische El Niño Bedingungen während des Sommers auf der Nordhalbkugel aus, die bis Anfang 2027 andauern sollen.
Die Mainstream-Medien sprechen bereits von einem "Super-El-Niño" und reihen die altbekannten Schlagzeilen über ein weiteres Rekordwärmejahr aneinander. Das tiefgreifendere Signal übersehen sie dabei immer wieder. Starke El Niño Ereignisse sind kein Vorbote einer außer Kontrolle geratenen Erwärmung; sie treten häufig im Zusammenhang mit klimatischen Wendepunkten auf, bei denen der Ozean enorme Mengen gespeicherter Wärme an die Atmosphäre abgibt, von wo aus diese Wärme ins All abgestrahlt wird. Was oberflächlich betrachtet wie ein Temperaturanstieg aussieht, ist in Wirklichkeit der Energieverlust des Planeten. In Verbindung mit einer Sonne, welche die Kontrolle über ihre zyklische Kohärenz verliert, einem sich weiter abschwächenden Erdmagnetfeld, einer erhöhten vulkanischen Belastung der Stratosphäre und einem Umfeld aus Kometentrümmern, auf die wir weiter unten eingehen werden, wird das Bild deutlicher.
Das Wasser auf dem Boden bestätigte dies:
- New York City litt unter Überschwemmungen, die von Anwohnern als einige der schlimmsten bezeichnet wurden, welche die Stadt je erlebt hatte.
- Eine Frau starb in Petal, Mississippi, als ihr SUV von Blitzfluten weggespült wurde.
- Recife im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco wurde von schweren Überflutungen heimgesucht, die durch Starkregen ausgelöst wurden.
- Frühe Überschwemmungen haben die Haors (Feuchtgebiete) von Habiganj in Bangladesch verheert, sodass die Boro-Bauern nun mit schweren Verlusten rechnen müssen.
- In der südafrikanischen Provinz Eastern Cape wurden Tausende vertrieben, als es weiter regnete und sich die Hochwasserlage verschlimmerte.
- Im Südosten von Queensland in Australien fiel 21,3 cm Regen innerhalb von 48 Stunden.
- In Afghanistan kamen innerhalb von zwei Tagen 24 Menschen durch Überschwemmungen ums Leben.
- Mindestens 9 Tote und 11 Vermisste nach plötzlicher Überschwemmung in Mittelchina.
- Belgien beendete diesen Monat mit historischen Stürmen und Überschwemmungen. Feuerwehrleute gaben offen zu, dass sie überfordert waren.
- Ein ungewöhnlicher Hagelsturm hüllte Pietermaritzburg in Südafrika in eine weiße Decke.
- Am letzten Tag des Monats richteten starke Hagelstürme verheerenden Schaden in Norditalien an.
- Wyoming und Colorado wurden von einem Schneesturm heimgesucht, der bis zu 30,5 cm Schnee brachte, und ein weiterer Sturm ließ 76 cm Schnee in Colorado fallen.
- Der Rocky Mountains Nationalpark wurde wenige Tage vor dem "Memorial Day" unter 30,5 cm Schnee begraben.
- Die russische Stadt Noyabrsk wurde von einem Schneesturm begraben.
- Griechenland verzeichnete seinen kältesten 1. Mai seit 70 Jahren, und für die Jahreszeit untypischer Schneefall bedeckte die Berge.
- Der Donner Pass in Kalifornien wurde begraben, was den Verkehr auf der Fernstraße I-80 zum Stillstand brachte.
- Schnee fiel in zwei Provinzen in der Türkei.
- Wanderer mussten nach starken Frühlingsschneefällen im Wutai-Gebirge in China gerettet werden.
- Die Mughal-Gebirgsstraße in Jammu und Kaschmir wurde aufgrund von Neuschnee gesperrt.
- Eine bitterkalte Luftmasse brachte frühen Schnee in den Südosten von Australien.
- Der Osten der Schweiz erlebte eine Rückkehr des Winters Mitte des Monats.
- In den schottischen Cairngorms fielen bei einem einzigen Schneesturm über Nacht 40 cm Schnee.
- Kaschmir erlebte weitere Neuschneefälle am 25. Mai.
- Auf Alpengletscher in Österreich fielen innerhalb von 72 Stunden bis zu 60 cm Neuschnee.
Vulkanische- und seismische Aktivität blieben erhöht:
- Am 8. Mai starben drei Menschen, nachdem der Vulkan Dukono in Indonesien eine Aschesäule 9,6 km hoch in die Luft geschickt hat. Währenddessen spuckte Vulkan Sakurajima in Japan am selben Tag eine 3,5 km hohe Rauchwolke aus.
- Japan wurde von einem Erdbeben der Stärke 6,7 am 15. Mai erschüttert, wobei Warnungen für fünf Präfekturen ausgegeben wurden; es folgte ein starkes Beben in China, das zwei Personen tötete und die Evakuierung von 7.000 Menschen auslöste.
- Ein Unterwasservulkan brach am 19. Mai in der Bismarcksee in Papua-Neuguinea aus, was Anlass zu Sorgen wegen eines Tsunamis gab.
- Ein Erdbeben der Stärke 6,9 traf Chile am 26. Mai.
- Der Vulkan Merapi in West-Sumatra spuckte am 30. Mai eine 2 Kilometer hohe Aschesäule aus.
- Ein neuer Geysir begann das Leben in einer kleinen Gemeinde in Michoacán, Mexiko, aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Laut AMS hat sich die Anzahl großer Feuerbälle in etwa verdoppelt, und die Zahl der Ereignisse, bei denen es bis zum Boden hörbare Überschallknalle gab, erreichte einen Rekord von 33 - ein Ereignis alle drei Tage.
Das hervorragendste Ereignis geschah am 30. Mai 14:06 Uhr Ortszeit, als ein Bolide von einem Meter Größe über Nordost-Massachusetts und dem Süden New Hampshires in einer Höhe von etwa 65 Kilometern explodierte. Der Überschallknall ließ Wohnhäuser von Boston bis Rhode Island erzittern. Es folgte am selben Tag ein weiterer großer Feuerball über British Columbia, Oregon und Washington.
Nach ersten Schätzungen der NASA belief sich die freigesetzte Energie auf etwa 300 Tonnen TNT - ein für ein bewohntes Gebiet bemerkenswert großes Ereignis. Aktuelle Korrekturen haben diesen Wert erheblich nach oben erhöht; spätere Analysen deuten eher auf einen Wert bei 1.000 Tonnen hin. Eine bedeutende Änderung, durch welche das Ereignis nun eindeutig in den Bereich fällt, der historisch betrachtet als atmosphärischer Luftknall von nahezu nuklearem Ausmaß eingestuft worden wäre. So oder so setzt das Ereignis den bisherigen Trend fort: größere Objekte, die tiefer eindringen und Überschallknalle über bevölkerten Gebieten erzeugen. Behalten Sie den Himmel im Auge.
Fünf Tage zuvor, am 25. Mai, erfasste die PHIVOLCS-Kamera auf dem philippinischen Ligñon Hill eines der visuell beeindruckendsten Ereignisse des Jahres: einen leuchtend grünen Feuerball, der direkt hinter dem ausbrechenden Vulkan Mayon vom Himmel herabstürzte und so für einen kurzen Moment das Kosmische und das Geologische im selben Bild vereinte.
Der Meteor zerbrach in der Atmosphäre und schlug nicht, wie einige erste Berichte vermuten ließen, an den Hängen des Vulkans ein. Wäre er direkt eingeschlagen, hätte dies Schätzungen zufolge eine Sprengkraft von umgerechnet etwa 7.500 Tonnen Dynamit entfaltet - mehr als genug, um massive Steinschläge auszulösen.
Dass zwei solche Ereignisse, Massachusetts und Mayon, innerhalb einer Woche auftreten, zeigt genau die Art von Häufung, auf welche die Datenlage der AMS verweist: Die erdnahe Weltraumumgebung wird zunehmend dichter und energiereicher. Je schmutziger das innere Sonnensystem wird, umso schwieriger gestaltet es sich, weiterhin die offizielle Darstellung aufrechtzuerhalten.
All dies und mehr gibt es in unserer SOTT Videozusammenfassung für Mai 2026:
(Die deutschen Untertitel können über das viereckige Symbol neben dem Rädchen rechts unten im YouTube-Player eingeschaltet werden. Gegebenenfalls müssen Sie über die Einstellungen noch Deutsch als Sprache auswählen.)Um zu verstehen, was vor sich geht, inwiefern all diese Ereignisse Teil eines natürlichen Klimawandels sind und warum er jetzt geschieht, lesen Sie Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos-Verbindung. Es ist hier erhältlich.
Die deutsche Fassung können Sie gratis auf Sott.net lesen, beginnend hier: Schauen Sie sich auch die anderen Folgen dieser Serie an - in mehreren Sprachen verfügbar.
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