Der Brand war in der Provinz Almería ausgebrochen. Der regionale Gesundheitsminister sprach von einer "beispiellose Tragödie" - es sei der Waldbrand "mit den bislang schwersten Folgen" in Andalusien. Ursache könnte ein Stromkabel gewesen sein.
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© Alex Zea/EUROPA PRESS/dpaVerbrannte Fläche in Sierra Bermeja, Estepona
Bei einem Waldbrand im Süden Spaniens sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der Notdienst der Region Andalusien in der Nacht auf der Plattform X mit. Einige der Opfer wurden den Angaben zufolge in Fahrzeugen aufgefunden.

Der Brand war am Nachmittag in der rund 300 Kilometer nordöstlich von Málaga gelegenen Gemeinde Los Gallardos in der Provinz Almería ausgebrochen, wie die Regionalregierung mitteilte. Der regionale Gesundheitsminister Antonio Sanz sprach von einer "beispiellose Tragödie" - es sei der Waldbrand "mit den bislang schwersten Folgen" in Andalusien. "Der Schmerz ist unermesslich. Andalusien trauert, und unser Herz ist bei Almería und allen Betroffenen."

Ortschaften evakuiert

Nach Angaben des Ministers sind derzeit rund 150 Feuerwehrleute mit fünf Löschfahrzeugen sowie weitere Rettungskräfte in Los Gallardos im Einsatz. Die Bewohner mehrerer Ortschaften seien vorsorglich in Sicherheit gebracht worden.


Die Rettungskräfte erhielten nach eigenen Angaben "mehr als 150 Anrufe von Bürgern, die den Brand meldeten". In diesen ersten Schilderungen "gaben Zeugen an, dass ein herabgefallenes Kabel den Brand ausgelöst habe". Das Unglück habe sich an einer Fernstraße ereignet, die Flammen hätten sich "rasch auf das Waldgebiet nahe der Straße ausgebreitet". Bestätigt werden konnten diese Berichte der Anrufer nach Behördenangaben zunächst nicht.


"Tiefe Trauer und Bestürzung über die verheerenden Folgen des Brandes in der Provinz Almería", erklärte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez. Im Onlinedienst X rief er die Bevölkerung in der Region zugleich zu "großer Vorsicht" auf.

In Spanien wüten derzeit eine ganze Reihe von Waldbränden. Seit Jahresbeginn haben dort großflächige Feuer bereits mehr als 50.000 Hektar Land zerstört, wie Daten des Waldbrand-Informationssystems der Europäischen Kommission (EFFIS) zeigen.

dpa/safp/aha