Vollgelaufene Keller, umgestürzte Äste, beschädigte Bühnen: Ein plötzliches Gewitter sorgt in Berlin für rund 160 zusätzliche Einsätze - ein Mensch soll einen Stromschlag erlitten haben.

© Anadolu Agency/IMAGO/Halil SagirkayaKräftiger Regen über der Hauptstadt.
Das heftige Gewitter am Mittag in Berlin hat rund 160 zusätzliche Einsätze der Feuerwehr ausgelöst. Größere Unglücke seien nicht passiert, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Auch von ernsthaft verletzten Menschen sei zunächst nichts bekannt.
Gründe für die Einsätze seien meist mit Wasser voll gelaufene Keller und übergelaufene Kanalisation an Straßen gewesen. Auch seien Bäume und Äste von den Sturmböen beschädigt worden, so dass die Gefahr bestand, dass sie herabstürzten.
Ausnahmezustand in Berlin erlassenDie Feuerwehr erließ vorübergehend den Ausnahmezustand Wetter, in dem die Einsätze nicht mehr chronologisch, sondern nach anderen Kriterien abgearbeitet werden. Auch die Freiwilligen Feuerwehren wurden alarmiert.
An einigen Stellen wurden Verkaufsstände von Sommerfesten von Windböen beschädigt. Auch einige der 300 Bühnen für die Konzerte zur Fête de la Musique am heutigen längsten Tag des Jahres waren betroffen.
Auf dem Hansaplatz in Mitte soll ein Mensch bei einer Veranstaltung einen Stromschlag erlitten haben, weil Wasser an Stromkabel kam.
Unwetter legt WTA-Finale in Berlin lahmDer Finaltag beim WTA-Turnier in Berlin kann aufgrund von Wetterkapriolen erst mit deutlicher Verspätung beginnen. Dies teilten die Veranstalter nach einem Gewitter am Sonntag mit. Vor 16:00 Uhr kann das Duell zwischen der US-Amerikanerin Jessica Pegula und der Tschechin Linda Noskova demnach nicht starten. Anschließend soll auch noch das Endspiel im Doppel stattfinden.
"Aufgrund eines Unwetters mussten wir das Turniergelände vorsorglich räumen. Die starken Wassermassen haben Teile der Infrastruktur auf dem Gelände beschädigt", hieß es in einer Stellungnahme bei Instagram: "Trotz eines intensiven Austauschs mit dem Deutschen Wetterdienst trat das Unwetter in dieser Intensität überraschend ein." Die Organisatoren baten die Fans zudem, aus Sicherheitsgründen zunächst nicht anzureisen.
Unteranderem sind die Elektro- und Stromversorgungssysteme der Anlage zu Schaden gekommen. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das Turnier fortzusetzen und prüfen aktuell die Vorgehensweise", so die Veranstalter, die für die kommenden Stunden weitere Informationen ankündigten.
dpa/bearbeitet von phs
Kommentare von Lesern
für unseren Newsletter an