Das A20-Trauerspiel in Mecklenburg-Vorpommern geht weiter. Nachdem ein Abschnitt der Ostsee-Autobahn bei Tribsees vor Monaten versunken ist, gibt es nun auch ähnliche Bewegungen an der Umleitung.

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Auf etwa 100 Meter Länger versinkt die Autobahn 20 in Mecklenburg-Vorpommern im Moor. Die Reparaturen haben begonnen.
Auf etwa 100 Meter Länger versinkt die Autobahn 20 in Mecklenburg-Vorpommern im Moor. Die Reparaturen haben begonnen.

Die stark befahrene Strecke senkt sich nahe des Ortes Langsdorf.

In der Fahrbahnmitte wurden Setzungen "im Zentimeterbereich" festgestellt, am Straßenrand im Millimeterbereich, wie das Verkehrsministerium am Donnerstag in Schwerin mitteilte.

Die Landesstraße, über die der Autobahnverkehr derzeit rollt, liege auf den gleichen Torf- und Moorschichten wie die Autobahn. Zuvor hatte die Schweriner Volkszeitung berichtet.

Durch die Beanspruchung komme es zu ständigen Hebungen und Setzungen, hieß es vom Ministerium. Dies sei nicht ungewöhnlich und so auch zu erwarten gewesen, betonte eine Sprecherin. Die Straßenbauverwaltung kontrolliere den Abschnitt regelmäßig. "Ob diese Setzungen in Zukunft gegebenenfalls Ausgleichsmaßnahmen oder Ähnliches erfordern werden, ist heute noch nicht abzusehen."

Seit September 2017 versank die A20-Fahrbahn bei Tribsees auf knapp 100 Metern Länge im moorigen Untergrund. Zunächst war davon vor allem die Fahrbahn in Richtung Rostock betroffen, später brach auch die Gegenfahrbahn in Richtung Stettin weg (TAG24 berichtete). Die A20 verläuft an dieser Stelle über eine Torflinse und ruhte auf in den Boden getriebenen Säulen.