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So, 22 Okt 2017
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Nuke

Fukushima: Grundwasser an kilometerweit entfernten Stränden ist überraschend stark verseucht

Auch mehr als sechs Jahre nach dem Atomunfall im Kraftwerk Fukushima Daiichi ist die Katastrophe für Japan noch lange nicht vorbei. Noch immer tritt aus den Reaktoren radioaktives Material aus undichten Stellen und Lecks aus, gelangt in die Atmosphäre, das Grundwasser und den Ozean.

Auch wenn die Strahlenbelastung längst nicht mehr so hoch ist wie direkt nach dem Unglück, sind die Gebiete rund um Fukushima daher nach wie vor stark verseucht. Und Tag für Tag werden sie weiter kontaminiert.

Doch nicht nur in unmittelbarer Nähe des Unfallorts ist die Kontamination groß. Wissenschaftler um Virginie Sanial von der Woods Hole Oceanographic Institution in Massachusetts haben nun eine bisher unbekannte Stelle gefunden, an der sich radioaktives Material in großen Mengen angesammelt hat: an bis zu 100 Kilometer weit entfernten Stränden.

Für eine Untersuchung nahmen die Forscher zwischen 2013 und 2016 Boden- und Wasserproben an acht Stränden, die sich im Radius von rund 100 Kilometern um das Kraftwerk Fukushima Daiichi herum befinden (Fukushima: Bilder aus der atomaren Unterwelt - Roboter filmt geschmolzenen Kernbrennstoff (Video)).

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Mindestens 19 Tote in Russland: Bus kollidiert mit Zug

An einem Bahnübergang im russischen Gebiet Wladimir ist in der Nacht auf Freitag ein Bus mit einem Zug kollidiert. Dabei kamen mindestens 19 Menschen ums Leben.

Der Unfall ereignete sich Medienberichten zufolge um 03:39 Uhr (Ortszeit). Der Passagierbus aus Kasachstan, in dem sich 56 Menschen befanden, soll auf einem geregelten Bahnübergang stehengeblieben sein. Der Lokomotivführer versuchte demnach, den Zug zu bremsen, konnte ihn aber nicht stoppen.Laut der örtlichen Innenbehörde hatte der Mercedes-Bus einen Schaden.


Bei dem Unfall kamen mindestens 19 Menschen ums Leben.

TV

Rundfunkbeitrag: Klägerin gewinnt vor Bundesverwaltungsgericht

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat in einem Urteil die Zahlungspflicht für den Rundfunkbeitrag eingeschränkt.

Die Richter stellten fest, daß die Abgabe für Hotel- und Gästezimmer nur in denjenigen Fällen erhoben werden darf, "in denen der Betriebsstätteninhaber durch die Bereitstellung von Empfangsgeräten oder eines Internetzugangs die Möglichkeit eröffnet, das öffentlich-rechtliche Rundfunkangebot in den genannten Räumlichkeiten zu nutzen."

Geklagt hatte eine Hostel-Betreiberin aus Neu-Ulm, die sich weigerte, neben dem allgemeinen Rundfunkbeitrag für Betriebsstätten, den zusätzlichen Beitrag für Gästezimmer zu zahlen. Vor Gericht gab sie an, keine Zimmer mit Fernsehern, Radios oder Internetempfang zu vermieten. In den Vorinstanzen war die Klage noch erfolglos geblieben.

Kommentar:


Pistol

Mehr als 50 Tote und 400 Verletzte bei Schießerei auf Konzert in Las Vegas

Der Todesschütze von Las Vegas soll mit seinem Angriff mindestens 50 Menschen getötet und mehr als 400 verletzt haben. Nie zuvor gab es in den Vereinigten Staaten bei einem derartigen Verbrechen mehr Opfer.

© David Becker/Getty Images
Ein Todesschütze hat bei einem Musikfestival in der amerikanischen Touristenmetropole Las Vegas mindestens 50 Menschen umgebracht und mehr als 400 verletzt. Das teilte die Polizei am Montag im Bundesstaat Nevada mit. Nie zuvor in der Kriminalgeschichte der Vereinigten Staaten kamen bei einem derartigen Verbrechen mehr Menschen ums Leben.

Laut Polizei feuerte der Schütze am Sonntag gegen 22.00 Uhr (Ortszeit) vom 32. Stockwerk des Hotels Mandalay Bay an der berühmten Casino-Meile aus auf Besucher des Konzerts. Zur Tatzeit sollen rund 30.000 Besucher dort gewesen sein. Die Polizei berichtete weiter, sie habe den mutmaßlichen Täter identifiziert. Entgegen vorheriger Berichte war der mutmaßliche Schütze laut BBC bereits tot, als die Polizei das Zimmer stürmte. Die Polizei geht davon aus, dass er sich das Leben genommen hat. Es soll es sich um den 64 Jahre alten Stephen Paddock aus der Stadt Mesquite, rund 120 Kilometer nordöstlich von Las Vegas, handeln.

"Wir glauben, dass es ein Einzeltäter ist. Ein einsamer Wolf", sagte Bezirks-Sheriff Joe Lombardo am Montagfrüh. Er teilte weiter mit, dass in dem Hotelzimmer, von dem aus der Schütze auf Konzertbesucher feuerte, mehrere Waffen gefunden worden seien. Die Begleiterin des Täters, nach der zunächst gesucht worden war, sei gefunden worden. Die Polizei geht laut "CNN" nicht davon, dass sie etwas mit dem Angriff zu tun hat.

Kommentar: Video vom Ort des Geschehens:




V

Tausende Hongkonger demonstrieren am Nationalfeiertag gegen Peking

© Reuters
Tausende Hongkonger demonstrieren am Nationalfeiertag gegen Peking
Tausende Hongkonger haben am chinesischen Nationalfeiertag gegen Pekings wachsende Einflussnahme in der autonom regierten Sonderverwaltungsregion demonstriert. Die Demonstranten beklagten eine zunehmende Beschränkung der politischen Freiheiten in der asiatischen Finanz- und Wirtschaftsmetropole. Der Protest richtete sich auch gegen Justizminister Rimsky Yuen, dem die Protestler die Inhaftierung der drei Führer der "Regenschirmbewegung" Joshua Wong, Nathan Law und Agnes Chow vorwarfen.

Die "Regenschirm-Proteste", die im Jahr 2014 weltweit für Schlagzeilen gesorgt hatten, hatten sich gegen einen Ende August 2014 vom Nationalen Volkskongress in Peking gefassten Beschluss gewendet, nach dem die Kandidaten für das Amt des Hongkonger Verwaltungschefs vor der Abstimmung von einem staatlichen Komitee genehmigt werden sollten.

People

Deutschland: Erste gleichgeschlechtliche Ehe in Berlin geschlossen

© Fotolia/ pekkic
Im Berliner Rathaus Schöneberg ist am Sonntag das erste gleichgeschlechtliche Paar getraut worden, berichten deutsche Medien. Demnach hätten zwei Männer die Ehe geschlossen.

Der Bundestag hatte im Juni die entsprechende Gesetzesänderung beschlossen. SPD, Grüne und Linke hatten der "Ehe für alle" zugestimmt. Bundeskanzlerin Angela Merkel votierte damals mit Nein.

Bislang konnten Schwule und Lesben nur eingetragene Lebenspartnerschaften eingehen. Die Gesetzesänderung bedeutet nun die volle Gleichstellung in der Ehe, beispielsweise auch bei der Adoption von Kindern.

Ambulance

Messer- und Autoangriff in Edmonton, Kanada - Mehrere Verletzte

Montreal. Bei einer Angriffsserie in Kanada sind am Wochenende fünf Menschen verletzt worden. Die Polizei ging von einem "Terroranschlag" aus und gab am Sonntag die Festnahme eines Verdächtigten bekannt.
© rtr, tb
Nach einer Messerattacke auf einen Polizisten in der kanadischen Stadt Edmonton geht die Polizei von einem terroristischen Hintergrund aus. Im Auto des festgenommenen Verdächtigen sei eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat gefunden worden, sagte Polizeichef Rod Knecht bei einer Pressekonferenz am frühen Sonntagmorgen, wie die kanadischen Sender CBC News und Global News berichteten.

"Ein Beispiel des Hasses"

"Ich bin zutiefst besorgt und wütend über diese Tragödie", sagte Kanadas Premierminister Justin Trudeau laut Mitteilung. "Die Untersuchung dauert noch an, aber ersten Berichten zufolge scheint es ein weiteres Beispiel des Hasses zu sein, gegen den wir wachsam sein müssen."

Der mutmaßliche, vermutlich etwa 30 Jahre alte Täter rammte den Angaben zufolge am Samstagabend mit seinem Wagen zunächst ein Polizeiauto, stieg dann aus und stach mehrmals mit einem Messer auf einen Beamten ein, bevor er zu Fuß floh. Der Polizist sei nicht schwer verletzt worden, hieß es.

Family

Marseille: Mann erstach zwei Frauen mit einem Schlachtermesser

Ein Mann hat im französischen Marseille zwei Frauen bei einem Messerangriff erstochen, er selbst wurde von Soldaten erschossen. Ermittler vermuten einen Terroranschlag. Auch Präsident Macron meldet sich zu Wort.
© Claude Paris/AP/SIPA
Marseille - Ein offenbar islamistisch motivierter Angreifer hat in Marseille zwei junge Frauen erstochen. Der Tatverdächtige sei von Soldaten erschossen worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Polizeivertreter sagten, der Mann habe "Allahu Akbar" ("Gott ist groß") gerufen. Der Messerangriff ereignete sich am Hauptbahnhof der südfranzösischen Hafenstadt. "Dies könnte ein Terrorakt gewesen sein, aber wir können das derzeit noch nicht vollkommen bestätigen", sagte Innenminister Gerard Collomb. Die Anti-Terror-Abteilung der Staatsanwaltschaft in Paris übernahm die Ermittlungen. Präsident Emmanuel Macron erklärte auf Twitter, "diese barbarische Tat" widere ihn an. Er lobte die Sicherheitskräfte für ihr effektives Vorgehen.

Innenminister Gérard Collomb erklärte, die Polizei befrage etwa zehn Zeugen. Die Ermittler wüssten noch nicht sicher, ob es sich um einen Terrorakt handle. Die Polizei habe Videoaufnahmen sichergestellt. Darauf sei zu sehen, dass der Mann zunächst eine Frau angreift, wegrennt, dann zurückkommt und die zweite attackiert. Anschließend sei der Angreifer auf herbei geilte Soldaten zu gerannt. Diese hätten ihn vor dem Bahnhof erschossen.

Attention

Lebensmittelerpresser wurde angeblich festgenommen

Gegen einen am Freitagabend festgenommenen Mann soll Haftbefehl beantragt werden. Der Mann soll gedroht haben, Lebensmittel in Supermärkten zu vergiften.
© dpa/Armin Weigel
Die Polizei glaubt, den Mann gefasst zu haben, der gedroht hatte, Lebensmittel in Supermärkten zu vergiften. Die Staatsanwaltschaft will gegen einen 55-jährigen Mann, den die Polizei am Freitagabend festgenommen hatte, noch am Samstag Haftbefehl beantragen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Ermittlerkreisen.

Die Ermittler seien durch Hinweise aus der Bevölkerung auf den Mann in einer Gemeinde im Landkreis Tübingen aufmerksam geworden. Der Festgenommene sehe dem Verdächtigen auf einem von der Polizei veröffentlichten Fahndungsfoto ähnlich. Der Verdächtige schweigt laut Polizei bisher zu den Vorwürfen. Am Samstagnachmittag wollen die Ermittler auf einer Pressekonferenz Einzelheiten zu den Ermittlungen bekanntgeben.

Die Behörden hatten am Donnerstag ein Foto des Verdächtigen veröffentlicht. Mitte September hatte ein Unbekannter eine E-Mail an die Polizei, den Verbraucherschutz und mehrere Lebensmittelkonzerne geschickt und darin gedroht, bis Samstag 20 vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen, sollte er einen zweistelligen Millionenbetrag nicht erhalten. Bisher sind in Friedrichshafen fünf mit Ethylenglykol vergiftete Gläser Babynahrung gefunden worden. Das Fahndungsfoto stammt von einer Überwachungskamera in einem der betroffenen Märkte.

Binoculars

"Hilfsorganisation" möchte Onkel von Assad nach 30 Jahren vors Kriegsgericht bringen - Bush und Co. werden nicht erwähnt

Eine Hilfsorganisation für Opfer von Staatsgewalt hat nach eigenen Angaben den Onkel des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in der Schweiz wegen Kriegsverbrechen in den 1980er-Jahren angezeigt. Rifaat al-Assad, der jüngere Bruder von Assads verstorbenem Vater Hafis, soll damals für Massaker verantwortlich gewesen sein, teilte Trial International am Montag in Genf mit.
© Twitter
Die Klage wurde bereits 2013 eingereicht. Sie wurde erst jetzt bekannt, weil Anwälte von Opfern an die Öffentlichkeit traten. Sie warfen den Schweizer Strafverfolgungsbehörden "Rechtsverweigerung" vor. Es werde trotz einer drückenden Beweislast nicht richtig ermittelt.

Rifaat al-Assad war einst Verteidigungsminister und Vizepräsident in Syrien. Unter seinem Kommando sollen 1980 in Tadmur und 1982 in Hama bei Attacken auf Gefängnisinsassen und Zivilisten mehr als zehntausend Menschen umgekommen sein. Er überwarf sich vor langer Zeit mit seinem Bruder und lebt seit mehr als 30 Jahren im Exil, unter anderem in Frankreich.

dpa

Kommentar: Die Taten sind nicht zu rechtfertigen, doch wird keine Anklage gegen Bush, Blair oder sogar Obama erhoben.