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Mi, 24 Mai 2017
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Das Kind der Gesellschaft
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Italien und Griechenland: Unzählige Flüchtlingskinder sind Opfer von Ausbeutung und Misshandlung

© Jordi Oliver
Zehntausende unbegleitete Kinder vorwiegend aus Syrien, dem Irak und Afghanistan halten sich in italienischen und griechischen Flüchtlingslagern auf, wo sie unter Versorgungs-und Sicherheitsmangel leiden. Dies schreibt die Zeitung „The Guardian“ unter Berufung auf einen Bericht des Europäischen Rechnungshofs.

Die zuständigen UE-Beamten mussten bei der Untersuchung der Situation in den Flüchtlingsauffanglagern feststellen, dass sich dort rund 23.000 unbegleitete Minderjährige aufhalten. Viele von ihnen würden unter „ungeeigneten Bedingungen" leben, obwohl sienach der Gesetzgebung vorrangig versorgt werden müssten. Es mangele an „angemessener Sicherheit", Lebensmitteln und medizinischen Einrichtungen. Die Kinder würden regelmäßig von den Erwachsenen ausgebeutet und misshandelt.

Die Europäische Kommission müsse darauf pochen, einen Jugendschutzbeauftragten für jedes Aufnahmelager zu ernennen, heißt es im Bericht.

„Wenn die EU noch irgendwelche Werte hat, sollten sich die EU-Behörden umgehend um unbegleitete Minderjährige kümmern, wenn sie nach Europa kommen", sagte der Chef des EP-Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres, Claude Moraes, der den Bericht als „Alarmglocke" bezeichnet hatte.

Das bestehende Ausmaß, in dem Kinder missbraucht, vergewaltigt und gehandelt werden, sei entsetzlich, sagte er.

Kommentar:


X

Thailand: Vater ermordete seine Tochter und veröffentlichte Videos davon auf Facebook

© Reuters/Dailynews
Ein Thailänder hat gefilmt, wie er seine elf Monate alte Tochter tötete, zwei Videos davon bei Facebook veröffentlicht und anschließend Selbstmord begangen. Dies meldet Reuters am Dienstag.

Wuttisan Wongtalay tötete demnach seine Tochter. Dabei veröffentlichte er zwei Videos von der Tat auf seiner Facebook-Seite. Auf einem Video war laut der Agentur zu sehen, wie der Vater einen Strick um den Hals seiner Tochter schlang. Auf dem zweiten, wie er sie vom Dach eines verlassenen Gebäudes geworfen hat. Der Mann soll danach Selbstmord begangen haben. Die Leiche des Mannes sei am Tatort gefunden worden.

Ein Facebook-Sprecher in Singapur bezeichnete den Vorfall in Thailand als entsetzlich:

„Solche Inhalte haben absolut keinen Platz auf Facebook.“

Die Filmclips waren Reuters zufolge 24 Stunden lang zugänglich, bevor das Onlinenetzwerk sie heute entfernte. Die beiden Videos sollen über 350.000 Mal angeschaut worden sein.

„Er hatte die Paranoia, dass ihn seine Frau verlässt und nicht mehr liebt“, sagte der leitende Ermittler zur Nachrichtenagentur Reuters.

Mitte April war auf Facebook innerhalb von zwei Stunden ein Video online gewesen, auf dem die Erschießung eines 74-jährigen Mannes in Cleveland zu sehen war. Das Sozialnetzwerk Facebook hatte daraufhin zugesichert, alles in seiner Macht Stehende zu unternehmen, damit solche Inhalte künftig nicht mehr online gelangen.

Kommentar: Es ist ein erschreckendes Zeichen unserer Zeit, dass immer mehr Verbrechen gefilmt oder fotografiert und dann auf Facebook veröffentlicht werden. Nur ein paar Beispiele allein von diesem Jahr:


Heart - Black

Verrohung in Schweden: Täter der Live-Vergewaltigung auf Facebook bekommen extrem milde Strafen

© Reuters/ Regis Duvignau
Facebook Logo, 1. Februar 2017.
Alle drei verdächtigen Männer zu der auf Facebook live übertragenen Vergewaltigung wurden zu Haftstrafen unter drei Jahren verurteilt, das Urteil fiel jedoch milde aus. Zwei Täter (18 und 21) wurden wegen Vergewaltigung verurteilt und ein 24-Jähriger wegen Beihilfe zur Tat.

Mehr als 60.000 Facebook-Nutzer hatten die Gewalttat mitverfolgt, die in einer Wohnung in Uppsala stattfand und mittels eines Facebook-Livestreams an die Öffentlichkeit getragen wurde. Drei junge Männer standen nun am Dienstag vor Gericht. Gegen einen 18-Jährigen und einen 21-Jährigen lautete die Anklage auf Vergewaltigung. Ein 24-Jähriger musste sich wegen Beihilfe zur Tat, Aufnahme des Verbrechens und Veröffentlichung des Materials auf Facebook verantworten.

Gericht zeigt Milde - Bürger drohen mit Selbstjustiz

Die Polizei stoppte die Verbreitung des kriminellen Materials, aber zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Video schon verbreitet und war in zehn Sprachen übersetzt worden. Der schwedische Staatsanwalt Magnus Berggren gab bekannt, dass er sich für eine lange Haftstrafe einsetze. Dazu kam es jedoch nicht.

Camera

Organisierte Kriminalität: Größter Überfall in der Weltgeschichte - Verbrecher erbeuteten 30 Millionen Dollar

Perfekt geplant und brutal ausgeführt: Mit dem Raub von 30 Millionen Dollar in Paraguay hat das internationale organisierte Verbrechen gezeigt, über welche Macht und Mittel es mittlerweile verfügt.
Es ist offenbar der größte Raub der Geschichte. 30 Millionen Dollar sollen die Täter in der paraguayischen Grenzstadt Ciudad del Este von dem Sicherheitsunternehmen Prosegur geraubt haben. Die Stadt liegt im Dreiländereck zwischen Paraguay, Argentinien und Brasilien, das einerseits berühmt ist für die riesigen Wasserfälle von Iguaçu, einem vielfach von Touristen besuchten Naturspektakel. Andererseits ist Ciudad del Este als Schmugglerparadies berüchtigt, in dem Drogen, Waffen, Zigaretten, Hehlerware und illegale Gelder umgeschlagen werden. Auch eine Zelle von Al Qaida, zuständig für die Geldbeschaffung, soll sich laut US-Geheimdiensten in Ciudad del Este befunden haben.


Das ist das Szenario, in dem sich die schier unglaubliche Aktion abspielte. Mit welcher Planung, Waffengewalt, Kaltschnäuzigkeit und totaler Rücksichtslosigkeit die Täter dabei agierten, ist bisher unerreicht. Mit dem Raub wurde ein neues Kapitel im Vorgehen des internationalen organisierten Verbrechens aufgeschlagen. Die mehr als 50 Banditen setzten Granaten, Dynamit, Schnellboote, Luftabwehrgeschütze und gepanzerte Fahrzeuge ein; außerdem hatten sie mehr Munition als die paraguayischen Sicherheitskräfte. Drei Stunden dauerten die nächtlichen Gefechte in der Stadt.

MIB

Gewalttätige Proteste in Venezuela wahrscheinlich durch Agents Provocateurs: Mehrere Tote in vielen Städten

© Reuters
Ein Aktivist der Opposition vor einer brennenden Straßenbarrikade, Caracas, 24. April 2017.
In den vergangenen Tagen starben in Venezuela mehrere Beamte und Unterstützer der Maduro-Regierung. Sie wurden Opfer von gewalttätigen Aktionen durch Anhänger der Opposition. Deren Aktivisten schrecken auch vor dem Einsatz von Schusswaffen nicht zurück.

Im ganzen Land gingen am Montag wieder Hunderttausende auf die Straße, teilweise forderten sie Neuwahlen, teilweise unterstützen sie den amtierenden Präsidenten Nicolas Maduro. Seit Ausbruch der Proteste Anfang April, die sich an der zeitweisen Entmachtung des Parlaments durch den Obersten Gerichtshof entzündet hatten, starben mindestens zwölf Menschen bei Demonstrationen, weitere zwölf bei Unruhen und Plünderungen.

Westliche Medien berichten unterdessen ausschließlich von Toten im Zusammenhang mit Protesten der Opposition. Dass es sich bei vielen Gewaltopfern um Unterstützer der Regierung handelt, wird kaum erwähnt. So erhält das Publikum den Eindruck, die Sicherheitskräfte würden in diesen Fällen tödliche Gewalt einsetzen. Tatsächlich attackieren jedoch auch Anhänger der Opposition seit Jahren die Polizei und die Unterstützer der Regierung. Oftmals enden diese Gewaltausbrüche für die Unterstützer des verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez tödlich.

Kommentar: Venezuelas jetzige Regierung ist dem US-Empire ein Dorn im Auge. Genauso wie die Vorgängerregierung. Der Einsatz von Agents Provocateurs, um Proteste in Gewalt und Chaos ausarten zu lassen, ist eine gängige Methode, die von Teilen des Deep State der US-Regierung benutzt werden, um ihr Ziel des Umsturzes unter der Hand zu erreichen.


Bell

Flüchtlinge in Griechenland protestieren gegen unmenschliche Zustände im Lager

© Reuters / John Kolesidis
Symbolbild: Migranten lehnen am Zaun während eines Aufstandes im Pagani Flüchtlingslager auf Lesbos (2009)
Seit vier Tagen sind 12 Flüchtlinge in einem Flüchtlingscamp in Lesbos in einen Hungerstreik getreten. Über Social Media verbreiten sie einen Hilferuf an die Medienwelt.

In einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos sind zwölf Syrer in den Hungerstreik getreten. Die Migranten kurdischer Abstammung protestierten gegen die lange Wartezeit bei der Bearbeitung ihrer Asylanträge, sagte ein Reporter vor Ort am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Gesuche waren in erster Instanz abgelehnt worden - in zweiter Instanz dauert das Verfahren mehrere Monate. Die Demonstranten harrten seit Freitag in Decken gewickelt vor den Büros der Asylbehörde im Lager von Moria aus.


Die Polizei wollte sich nicht zu dem Fall äußern. Aus Kreisen des griechischen Flüchtlingsstabs hieß es, es komme in den Lagern immer wieder zu Protesten, die in der Regel wenige Tag dauerten.

Eine Lesbossolidaritätsgruppe hat heute eine Videobotschaft der Streikenden veröffentlicht:


Kommentar:


Megaphone

Hamburg: Mehrere Hundert Menschen protestieren gegen Ergebnis von türkischem Referendum


Protest in Hamburg gegen Erdogan und Präsidialsystem in der Türkei.
Rund 500 Menschen sind am Samstag in Hamburg auf die Straße gezogen, um gegen das Ja beim türkischen Referendum für ein Präsidialsystem, das die Regierungspartei AKP und die rechtsextreme MHP beworben hatten, zu demonstrieren. Entlang der Demonstrationsstrecke gab es mehrere Zwischenfälle. Es kam zu verbalen und physischen Angriffen von Pro-Erdogan-Aktivisten.

Die Protestler riefen im Chor Slogans gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Sie weigern sich, die Ergebnisse des Referendums zu akzeptieren und werfen der türkischen Regierung Wahlbetrug vor. In Deutschland waren rund 1,4 Millionen Menschen türkischer Herkunft berechtigt, beim Referendum abzustimmen. Etwa die Hälfte von ihnen gab ihre Stimme auch tatsächlich ab. Rund 63 Prozent stimmten für die Verfassungsänderungen.


Kommentar:


Camera

Kriminalstatistik 2016: Gewalt nimmt deutlich zu

Mehr Gewalt und Rauschgiftdelikte, weniger Wohnungseinbrüche und Diebstähle: Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hat die Kriminalstatistik für das Jahr 2016 vorgestellt.
© dpa
Berlin - Die Gewalt in Deutschland nimmt deutlich zu, während die Zahl der Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr gesunken ist. Zu diesem Ergebnis kommt die Polizeiliche Kriminalstatistik, die Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Montag in Berlin vorgestellt hat. Danach blieb die Gesamtzahl der Straftaten nahezu unverändert: Im Vergleich zu 2015 stieg sie nur minimal von 6,33 Millionen Fälle auf 6,37 Millionen.

Überdurchschnittliche Zuwächse gab es aber im Bereich der Gewaltkriminalität: Bei Mord und Totschlag wurde ein Plus von 14,3 Prozent registriert, bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung lag der Anstieg bei 12,8 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der Wohnungseinbrüche um 9,5 Prozent. Allerdings waren 2015 auch so viele Einbrüche registriert worden wie seit den 90-er Jahren nicht mehr.


Kommentar: Das ist auch ein Trend, den Sott.net registriert hat. Sehen Sie sich dazu die Kategorie Kind der Gesellschaft an.


Kommentar:
  • Nicht nur Bundeshauptstadt: Berlin gilt jetzt als gefährlichste Stadt Deutschlands



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Schießerei in Mönchengladbach - zwei Verletzte, eine Festnahme

Bei einem Schusswechsel im nordrhein-westfälischen Mönchengladbach ist eine Frau schwer verletzt worden - ein Mann erlitt leichte Verletzungen und wurde festgenommen. Die Hintergründe sind derzeit noch unklar.
© picture alliance, dpa
Der Schusswechsel soll sich demnach gegen 12.45 Uhr in einem Garagenhof in einem Wohngebiet ereignet haben. Ihm sei ein Streit zwischen einer Frau und einem Mann vorausgegangen, teilte die Polizei mit. Demnach hatte der Mann die Frau zunächst geschlagen und dann auf sie gefeuert.

Sie wurde mehrfach getroffen. Nach ersten Ermittlungen soll sie aber ebenfalls mindestens einen Schuss abgegeben haben. Beide Beteiligten befinden sich derzeit in notärztlicher Behandlung.

Pistol

Nicht nur Bundeshauptstadt: Berlin gilt jetzt als gefährlichste Stadt Deutschlands

© AFP 2017/John Macdougall

Berlin ist die Nummer Eins der gefährlichsten Städte bundesweit geworden, berichtet die „Welt“ unter Berufung auf die kürzlich veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2016.


Demnach seien in der deutschen Hauptstadt 16.161 erfasste Straftaten pro 100.000 Einwohner gezählt worden, was mehr ist als in Leipzig und Hannover, die diesmal mit weniger als 16.000 Taten den zweiten und dritten Platz belegen. Diese Zahlen sollen am Montag von Innenminister Thomas de Maizière und dem Vorsitzenden der Innenministerkonferenz, Markus Ulbig, offiziell vorgestellt werden.

Frankfurt am Main, das lange Zeit als unsicherste Stadt galt, rutsche diesmal mit 15.671 Taten auf den vierten Platz.

Kommentar: Die Sott-Kategorie "Das Kind der Gesellschaft" spiegelt die Zunahme von Gewalt insgesamt ebenfalls deutlich wider.