Willkommen bei SOTT.net
Mo, 27 Feb 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Das Kind der Gesellschaft
Karte

Arrow Down

Niedergang der deutschen Gesellschaft: Fast 6 Millionen Menschen von Altersarmut bedroht

© Reuters/ Tobias Schwarz
Immer mehr ältere Menschen in Deutschland sind sozial abgehängt.
Jeder fünfte im Alter von 55 Jahren und älter ist in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Die aktuellen Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat bestätigen den Trend zu wachsender sozialer Ungleichheit in Deutschland - trotz wachsender Wirtschaft.

Die Zahl der von Armut oder Ausgrenzung bedrohten Menschen in Deutschland ist in den letzten Jahren auf fast sechs Millionen gestiegen. Im Jahr 2010 waren es noch 4,9 Millionen Menschen, die im Alter von 55 Jahren und älter betroffen waren. Die Zahlen beruhen auf den neuesten Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat.

Die Zahlen belegen, dass im Jahr 2015 fast 21 Prozent aller Menschen über 55 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Im Jahr 2006 waren es noch gut 18 Prozent. Europaweit liegt der Anteil bei 20,7 Prozent. Die Zahlen für 2016 sind noch nicht veröffentlicht.

Kommentar:


Nuke

Explosion im französischen Kernkraftwerk in Flamanville: 5 Verletzte

© Reuters
Das Atomkraftwerk Flamanville im Nordwesten Frankreichs liegt direkt am Ärmelkanal.
Im Atomkraftwerk Flamanville im Nordwesten Frankreichs ist es zu einer Explosion gekommen. Der Vorfall fand um 10 Uhr Ortszeit in einem Maschinenraum statt, berichtet die Zeitung Ouest-France. Es bestehe derzeit kein Risiko, dass Radioaktivität ausgetreten sei, gaben lokale Behörden bekannt. Einige Mitarbeiter sollen laut lokalen Medien bei der Explosion verletzt worden sein. Vor Ort sind Notfalldienste im Einsatz. Die Ursache der Explosion werde ermittelt.

Das Kernkraftwerk in der Gemeinde Flamanville verfügt über zwei Druckwasserreaktoren die jeweils 1986 und 1987 in Betrieb genommen wurden. 2018 soll ein dritter Reaktor fertiggestellt werden. Der Pressedienst des Kraftwerkes hat auf Nachfrage von RT bisher jegliche Stellungnahme zu dem Vorfall verweigert.

Candle

Tschechen zu Besuch im Donbass: Menschen haben großen Willen zum Überleben und kämpfen um die Zukunft ihrer Kinder

© Sputnik/Waleri Melnikow
Eine Delegation der tschechischen Bewegung „Tschechoslowakische Soldaten in Reserve für den Frieden“ hat eine Woche in der ostukrainischen Kriegsregion Donbass verbracht. Nach dem Besuch schilderte der Vorsitzende der Bewegung, Ivan Kratochvíl, seine Eindrücke.

Sie seien über die südrussische Region Rostow in den Donbass gelangt - Ausländer hätten ja keine andere Möglichkeit, in das ostukrainische Kriegsgebiet zu kommen, sagte Kratochvíl in einem Sputnik-Gespräch. „Die Grenze wird zwar strengstens bewacht. Wer aber nichts Böses vorhat, der kommt durch.“

Laut Kratochvíl lebt der Donbass trotz der drei Jahre Krieg weiter. In den Geschäften gäbe es genug gesunde und frische Lebensmittel und das zu erschwinglichen Preisen. Auf den Straßen seien nicht sehr viele Autos, dafür sei der öffentliche Nahverkehr pünktlich. „In Donezk gibt so gut wie keine Kriminalität. Geschossen wird nachts und weit weg von den Hotels im Stadtzentrum, in denen die OSZE-Beobachter leben.“

Explosionen seien aber tagsüber und überall in der Stadt zu hören, so Kratochvíl weiter. Während des Aufenthalts habe er selbst mehrere ukrainische Angriffe auf Donezk erlebt: Wenn eine Granate in ein Wohnhaus einschlage und Zivilisten töte, dann seien dass Frauen und Kinder.

„Denn die Männer sind an der Front. Sie stehen früh am Morgen auf, fahren mit der Straßenbahn oder mit dem Trolleybus bis zur Endstation. Dort bekommen sie ihre Gewehre und laufen dann noch ein bis zwei Kilometer zu Fuß weiter.“

„Nach einer Woche in Donezk habe ich etwas Wichtiges verstanden: Dieser Krieg ist für die Donbass-Bevölkerung ein Kampf ums Überleben und um die Zukunft ihrer Kinder, äußerte Kratochvíl.

Kommentar: Die Bevölkerung im Donbass lässt sich von dem menschen- und völkerrechtswidrien Krieg, den das Regime in Kiew gegen sie führt, nicht brechen!


Control Panel

Russland: Familie schlagen erlaubt? - Nein!

Ein russisches Gesetz zur Gewalt in Familien verursacht in der deutschen Presselandschaft einen riesigen Wirbel.
Hierbei werden gerade von solchen, die das sonst kritisieren, Stereotypen über Russland bedient und lückenhafte Informationen zu diesem in der Tat umstrittenen Gesetz geliefert. Julia Dudnik von unserer Sonntagsreihe Russland.direct zeigt Euch die Entstehung und den Inhalt des Gesetzes, die Bedenken der russischen Kritiker ebenso wie die Motivation der Befürworter. Was von dem Gesetz zu halten ist, könnt Ihr danach selbst beurteilen und in unserer kostenlosen News-App findet Ihr gleich ein Voting dazu. Dessen Ergebnis findet Ihr in Kürze bei uns.

Julia informiert Euch jeden Sonntag tiefergegehend über Hintergründe aktueller Ereignisse in Russland, inteviewt russische und deutsche Experten und Politiker und zeigt die Meinung der normalen russischen Bevölkerung. Ihre eigene Homepage findet Ihr unter http://www.russland.direct

Kommentar: Es verwundert nicht, dass die westlichen Medien auch dieses Gesetz verzerrten, damit sie Russland als Bösewicht wieder brandmarken können.


Bandaid

Forscher empfehlen Reform der Hartz-IV-Sanktionen

Wenn junge Menschen ein Jobangebot des Arbeitsamts verweigern, werden schnell ihre Leistungen gekürzt. Das kann bis zur Obdachlosigkeit führen.
© Reuters
Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit hat eine Überarbeitung der strengen Strafen für junge Hartz-IV-Bezieher empfohlen, die Jobangebote nicht annehmen oder Terminen beim Arbeitsamt grundlos fernbleiben.

Die Sanktionen für junge Arbeitslose unter 25 Jahren führen bei den Betroffenen zu unterschiedlichen Reaktionen, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bekannt gab: Manche unter 25-Jährige würden durch die Strafen wie zum Beispiel Leistungskürzungen dazu motiviert, Arbeit zu suchen. Andere aber würden sich so auch komplett aus dem Arbeitsmarkt zurückziehen.

Für junge Hartz-IV-Empfänger gelten strengere Strafen als für ältere. Schon beim ersten Pflichtverstoß bekommen sie im Extremfall drei Monate lang nur die Kosten für ihre Miete erstattet, aber kein Geld für das tägliche Leben mehr ausgezahlt. Bei wiederholten Pflichtverletzungen innerhalb eines Jahres entfällt der Hartz-IV-Bezug für bis zu drei Monate vollständig. Bei älteren Arbeitslosen wird der Hartz-IV-Satz im Konfliktfall mit dem Amt deutlich langsamer gekürzt.

Kommentar: Solche Sanktionen sind äußert unmenschlich, nicht angemessen und hätten niemals eingeführt werden dürfen. Zumal HARTZ IV-Empfänger Geld für das Existenzminimum erhalten - wohlgemerkt ohne Sanktionen. Ob sich in der Zukunft wirklich etwas ändert und die Politik diesen Vorschlag der Forscher annimmt, wird sich zeigen.


Arrow Down

Krank ohne Krankenversicherung in Deutschland: "Ausmaß des Elends ist schockierend"

Studenten, Selbstständige, Obdachlose: Trotz gesetzlicher Pflicht können sich in Deutschland heute offiziell 80.000 Bürger keine Krankenversicherung leisten - die Dunkelziffer ist hoch. Spendenfinanzierte Notfallpraxen arbeiten unter Hochdruck.

Anke lächelt nicht mehr. Sie schämt sich für zwei große Zahnlücken in ihrem Mund. "Du schaffst schöne Dinge für deine Kunden und kannst dir nicht mal ein vernünftiges Gebiss leisten", sagt die selbstständige Designerin und presst ihre Lippen zusammen. Der Grund für ihre Lage: Während einer beruflichen Durststrecke löschte sie den Dauerauftrag an ihre Krankenkasse. Inzwischen hat sie dort mehrere Tausend Euro Schulden - und nur noch Ansprüche im medizinischen Notfall.

Ärzte leisten ehrenamtlich Nothilfe

Die Mittvierzigerin ist kein Einzelfall. Mediziner, die Menschen ehrenamtlich in spendenfinanzierten Notpraxen helfen, berichten von einer wachsenden Anzahl von Patienten.

Heart - Black

Syrisches Kind in Bad Salzuflen mit Luftgewehr angeschossen

© Timo Klostermeier / pixelio.de
In Bad Salzuflen (Kreis Lippe/NRW) ist am Sonntagabend ein dreijähriges syrisches Kind angeschossen worden. Das erfuhr das WESTFALEN-BLATT aus Polizeikreisen.

Mitarbeiter des Klinikums Herford hatten die Polizei alarmiert, nachdem die Eltern den verletzten Jungen in die Notaufnahme gebracht hatten. Nach den bisherigen Ermittlungen der Kripo soll die Familie am Sonntagabend in Bad Salzuflen aus ihrem Auto gestiegen sein, als der Junge plötzlich schrie und sich an den Oberkörper fasste. Als die Eltern Blut sahen, packten sie ihr Kind ins Auto und fuhren ins Klinikum Herford. Dort wurde ein Fremdkörper in der Brust festgestellt und entfernt. Es soll sich um eine Luftgewehrkugel gehandelt haben. Lebensgefahr bestand nach Auskunft der Ärzte nicht. Die Mordkommission und der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Bielefeld ermitteln.

Bomb

Anschlag auf obersten Gerichtshof in Kabul - Mindestens 19 Tote

Ein Selbstmordattentäter hat vor dem Obersten Gerichtshof in Kabul einen Anschlag verübt. Laut afghanischen Behörden gab es 19 Tote und Dutzende Verletzte.
© AP
Bei einem Selbstmordanschlag in Kabul sind mindestens 19 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Das sagte der Sprecher des afghanischen Gesundheitsministeriums, Wahid Madschroh.

Laut einem Sprecher des Innenministeriums war der Täter zu Fuß unterwegs und zündete seine Sprengladung am Tor des Obersten Gerichtshofs. Alle Opfer seien Zivilisten, sagte er. Medien hatten zuvor von einem Anschlag auf dem Parkplatz geschrieben.

Kommentar: Und fast alle Anschläge sind dem Imperium der USA zu verdanken, Dank ihrer Mission für "Frieden und Demokratie".


Heart - Black

Mutmaßliches Familiendrama: Frau und zwei Kinder tot in Wohnung gefunden

In einem Haus in Oberfranken macht die Feuerwehr eine grausige Entdeckung: Drei Menschen, vermutlich eine Mutter und ihre beiden Kinder, sind tot.
© dpa/Bernd Settnik
In einer Wohnung in Bayern sind am Dienstag drei Leichen gefunden worden. Dabei handelt es sich nach Angaben der Polizei Oberfranken um eine Frau und zwei Kinder.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen und zu den Identitäten der Toten liefen, sagte ein Polizeisprecher. Wie der Nordbayerische Kurier berichtet, vermuten die Ermittler ein Familiendrama.

People

Gute Instinkte: Ukrainische Bevölkerung misstraut sowohl den Medien als auch der politischen Kaste

© Presidential Administration of Ukrain/CC BY-4.0
Präsident Poroschenko berät die Situation in der Ukraine und macht "Russland und seine Militanten" verantwortlich für die Bombardierung und das Töten von Zivilisten.
Der aufkochende Konflikt im Donbass kommt beiden Seiten zurecht, der politischen Kaste in Kiew begegnen die Menschen nach einer Umfrage mit so viel Misstrauen wie den ukrainischen Medien

Wer auch immer die wieder aufgeflammten Kämpfe in der Ostukraine begonnen hat, ist nahezu egal. Ständig wird der Konflikt am Köcheln gehalten und alles gemacht, um das Minsker Abkommen nicht umzusetzen. Dazu müsste Kiew den "Volksrepubliken" eine große Selbständigkeit und vor allem eine Amnestie gewähren, während diese die Kontrolle des Grenzabschnitts zu Russland ukrainischen Sicherheitskräften übergeben müssten. Da dazu keiner der beiden Seiten bereit ist, vor allem nicht dazu, einen ersten Schritt zu machen, ist die Situation verfahren, wenn nicht Russland und der Westen gemeinsam entsprechenden Druck auf Kiew und die Volksrepubliken ausüben.


Kommentar: Kiew agiert hier als Hauptakteur, während die Volksrepubliken sich gegen diese Angriffe zur Wehr setzen.


Solange dies nicht der Fall ist, dienen neue Kämpfe (Uragan-Rakete explodiert im Zentrum von Donezk) beiden Seiten, um ihre Position zu festigen, kleinere Geländegewinne oder -verluste sind dabei eher nebensächlich. Die Kämpfe, für deren Ausbruch die jeweils eine Seite die andere verantwortlich macht, haben unmittelbar nach dem Telefonat von Trump mit Putin und vor dem Besuch von Poroschenko in Berlin begonnen (Schwere Kämpfe in der Ostukraine seit erstem Telefongespräch zwischen Putin und Trump).

Bundeskanzlerin Merkel sicherte Poroschenko weiter Unterstützung zu sowie die nachdrücklich von ihm gewünschte Beibehaltung der Sanktionen, die letztlich einseitig Russland für die Nichtumsetzung des Abkommens verantwortlich machen. Poroschenko versuchte die Situation noch zu verschärfen und kündigte ein Referendum über den Nato-Beitritt des Landes an. Das hatte eigentlich nur provokativen Wert, da ein Beitritt zur Nato ebenso wenig wie der zur EU in naher Aussicht steht.


Kommentar: Diese Ergebnisse sind alles andere als verwunderlich.