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Do, 29 Jun 2017
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Fire

London: Großbrand in Hochhaus wegen mangelnder Sicherheit - Vorherige Warnungen ignoriert

© Reuters/Neil Hall
Das brennende Gebäude in London, Großbritannien, 14. Juni 2017.
Sechs Menschen sind nach offiziellen Zahlen am Mittwoch bei einem Großbrand in London ums Leben gekommen. Mindestens 50 Menschen brachten Einsatzkräfte in Krankenhäuser. Der Brandherd ist noch ungeklärt, notwendige Schutzmaßnahmen waren ausgeblieben.

Wie bekannt wurde, hatten die Anwohner des 24-stöckigen Gebäudes bereits im Vorfeld vor einem möglichen Brand des Grenfell Towers im Westen Londons gewarnt. Die Grenfell-Aktionsgruppe beschrieb auf ihrem Webblog unzureichende Sicherheitsmaßnahmen hinsichtlich des Gebäudes und sagte eine Katastrophe voraus. Alle Warnungen seien jedoch nur auf taube Ohren gestoßen.

Bereits in einem Eintrag vom November 2016 warnte die Gruppe vor den gefährlichen Zuständen. Die Vermietungsgesellschaft KCTMO bezeichnete die Mieterverenigung als "Mini-Mafia", die lediglich den Profit suche und die Sicherheit vernachlässige. Der Zusammenschluss von Anwohnern scheute auch nicht vor einem Vergleich zwischen Kim Jong-uns Wahlergebnissen und jenen der KCTMO zurück. Diese habe es in "falschen Wahlen" bei Vertrauensabstimmungen in Mieterversammlungen zu 98 Prozent der Stimmen gebracht.

Die britische Zeitung Mirror schreibt, dass dem Stabschef der Premierministerin Theresa May ein Bericht vorlag, der das Gebäude als einen Ort des hohen Risikos beschrieb. Gavin Barwell, bis zur vergangenen Woche noch Wohnungsminister, verlor seinen Posten im Zuge der jüngsten Unterhauswahlen. Er hatte versprochen, die Bauregularien von 2010 zu überarbeiten, um mehr Sicherheit zu garantieren. Diesem Versprechen kam er nicht nach.

Bomb

Delmenhorst: Bombendrohung für das Jobcenter

Ein anonymes Schreiben gab am Montag Anlass, das Schlimmste anzunehmen. Zwei Sprengstoff-Spürhunde wurden im Gebäude allerdings nicht fündig. Ein externes Sicherheitsunternehmen kontrollierte dennoch am Dienstag Rucksäcke und Taschen.
Delmenhorst - Aufgrund einer Bombendrohung musste das Delmenhorster Jobcenter auf der Nordwolle am Montagnachmittag geräumt werden. Zum Zeitpunkt des Eingangs des anonymen Schreibens herrschte in der Behörde kein Publikumsverkehr mehr, aber die rund 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren noch in ihren Büros. Die Geschäftsführung sorgte ab 14.45 Uhr für eine zügige Räumung des Gebäudes.

„Die Polizei war sofort vor Ort“, berichtete am Dienstag Jobcenter-Geschäftsführer Frank Münkewarf, der wegen der laufenden Ermittlungen der Polizei keine Details zum Inhalt des anonymen Schreibens mitteilen wollte. Laut Augenzeugenberichten suchten Polizei-Hundeführer aus Bremen mit zwei Sprengstoff-Spürhunden das weitläufige Gebäude nach möglicherweise verstecktem Sprengstoff ab, wurden aber zum Glück nicht fündig. Aus Delmenhorst waren fünf Polizeibeamte in Zivil vor Ort. Auf Uniformen und Blaulicht wurde vollends verzichtet. Die Durchsuchung wurde am Montagnachmittag nach mehreren Stunden ergebnislos abgebrochen.

Brick Wall

Achtstöckiges Haus in Nairobi eingestürzt: Zehn Menschen werden vermisst

Es sei bisher unklar, ob diese Menschen im Schutt des achtstöckigen Gebäudes eingeschlossen seien oder sich zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht im Gebäude befanden hätten, sagte ein Sprecher des St John Rettungsdienstes, Fred Majiwa, am Dienstag.
Mindestens sechs Menschen seien verletzt worden, die meisten von ihnen seien Helfer gewesen. Vor dem Einsturz am späten Montagabend konnten sich demnach rund 120 der Bewohner in Sicherheit bringen. Es habe bereits seit Monaten Risse in den Wänden des Hauses gegeben, sagte Majiwa. In den Stunden vor dem Einsturz hätten Bewohner dann bemerkt, dass sich einige Türen wegen der Neigung des Hauses nicht mehr zu- oder aufmachen ließen.

Der Grund für den Einsturz war zunächst unklar. Örtliche Zeitungen berichteten, das Gebäude sei nicht genehmigt gewesen.

Bulb

Schießerei an Münchner S-Bahnhof: Polizistin durch Kopfschuss schwer verletzt

Bei einem Großeinsatz an einem S-Bahnhof in München soll eine Polizistin verletzt worden sein. Der Vorfall ereignete sich am S-Bahnhof Unterföhring. Dies berichtet der Bayerische Rundfunk. Der Täter soll bereits gefasst worden sein.
© AFP 2017/ Christof Stache
Am Münchener S-Bahnhof Unterföhring ist es im Rahmen eines polizeilichen Einsatzes zu einer Schießerei gekommen. Dass Schüsse gefallen sind, bestätigt ein Pressesprecher der Pressestelle des Polizeipräsidiums München. Dabei wurde eine Polizeibeamtin schwer verletzt. Der Täter selbst erlitt eine leichte Verletzung. Auch zwei unbeteiligte Personen wurden, nach Aussage des Pressesprechers verletzt. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr, die Lage sei unter Kontrolle, der Täter festgenommen.

Die Münchner Polizei geht laut ihrem Sprecher Marcus de Gloria Martins nicht von einem Terroranschlag aus. Es gebe dafür keinerlei Hinweise, betonte er.



Heart - Black

"Tief erschütternd": Kindesmissbrauch in Deutschland bricht nicht ab

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung hat sich schockiert über den ersten Zwischenbericht der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs gezeigt. "Der Bericht ist tief erschütternd", sagte Johannes-Wilhelm Rörig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Er beklagte, dass die Zahl der Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch bisher nicht zurückgegangen sei. "Wir haben eine ungebrochen hohe Fallzahl. Jedes Jahr gibt es mehr als 12.000 Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Kindesmissbrauchs. Das Dunkelfeld ist noch sehr viel größer", so Rörig. Der Zwischenbericht gebe einen intensiven Einblick in das Leid missbrauchter Kinder und das Versagen ihres Umfelds. "Manche Betroffene haben zum ersten Mal über ihre Erlebnisse gesprochen", sagte Rörig. "Ich bin sehr froh, dass wir der Regierung diese unabhängige Kommission gegen den Widerstand in der Großen Koalition überhaupt abgerungen haben."

Kommentar:


Book

Harte Welt: Frau fliegt beim SMS schreiben in Keller

Im US-Bundesstaat New Jersey ist eine 67-jährige Frau beim Spazierengehen so in ihr Handy vertieft gewesen, dass sie eine offene Kellertür auf dem Gehweg nicht bemerkte und knapp zwei Meter hinabstürzte.
© Screenshot
Eine Überwachungskamera zeichnete den schockierenden Zwischenfall auf. Auf dem Video ist zu sehen, wie die 67-Jährige eine Shoppingzeile entlang spaziert und ihr Handy zückt. Sekunden später stolpert sie über die offen stehende Tür und fällt knapp zwei Meter in die Tiefe.

Zwei aus der anderen Richtung kommende Passantinnen waren von dem Vorfall sichtlich geschockt. Ein in dem Keller arbeitender Mann soll der Frau zur Hilfe gekommen sein.

Evil Rays

Stromschlag: Zwei Jugendliche klettern auf Güterwagon und werden durch Oberleitung schwer verletzt

Köln - Am Sonntagabend wurden die Rettungskräfte der Feuerwehr Köln nach einem Zeugenhinweis zu einem dramatischen Einsatz im Containerbahnhof Eifeltor gerufen. Zwei Jugendliche sind aus bisher ungeklärten Gründen auf einen Güterwagen geklettert. Beide erlitten durch eine Oberleitung einen Stromschlag, der zu schweren Verletzungen führte.
© Berufsfeuerwehr Köln
Die Rettungskräfte der Feuerwehr Köln waren am Sonntagabend im Containerbahnhof Eifeltor im Einsatz.
Sie lagen bei Eintreffen der Feuerwehr noch auf dem Güterwagen. Die Rettung konnte aufgrund der lebensgefährlichen Stromgefahr erst nach vorherigen Sicherungsmaßnahmen durch die Feuerwehr durchgeführt werden.

Nuke

Fukushima: Radioaktiver Niederschlag in den USA und Kanada festgestellt - Cäsium dringt immer tiefer in die Erde ein

Über das Meer verbreitetes Cäsium-134, der sogenannte Fingerabdruck Fukushimas, wurde erstmals an der US-Küste nachgewiesen.

Laut Wissenschaftlern der Woods Hole Oceanographic Institution fand man das Isotop an den Küsten bei Tillamook Bay sowie Gold Beach in Oregon. Die Meerwasserproben wurden bereits im Januar und Februar 2016 genommen und später in diesem Jahr untersucht.

Eine ähnliche Meldung stammt von Wissenschaftlern des Fukushima-InFORM-Projekts in Kanada. Die Projektgruppe rund um Dr. Jay Cullen von der University of Victoria, Fachbereich chemische Ozeanografie, untersuchte einen Rotlachs aus dem Okanagan Lake. Der Fisch aus dem Binnensee in British Columbia wurde positiv auf Cäsium-134 getestet.

Cäsium-134 wird aufgrund seiner hohen Zerfallsgeschwindigkeit als Finger- bzw. Fußabdruck Fukushimas bezeichnet. Mit einer Halbwertszeit von nur 2,06 Jahren gibt es kaum einen anderen Ort, von dem das krebserregende Isotop stammen könnte.

Kommentar:


Beer

Schwarzer Freitag für Techunternehmen: Amazon, Apple, Facebook & Microsoft verlieren 100 Milliarden Dollar Börsenwert

Seit einiger Zeit geht es an den Börsen steil aufwärts und die Aktien steigen auf immer neue Rekordwerte. Doch gestern haben die großen Technologie-Unternehmen in den USA einen wahrhaftigen schwarzen Freitag erlebt. Die Aktien aller fünf großen Tech-Unternehmen sind stark ins Minus gerutscht und haben innerhalb von nur einem einzigen Tag 100 Milliarden Dollar an Börsenwert verloren. Auch Google bzw. Alphabet gehört zu den großen Verlierern.
Für viele Menschen gleicht die Börse einem Glücksspiel und kaum jemand kann vorhersehen wie sich Kurse langfristig entwickeln bzw. welche Aktien man kaufen oder verkaufen sollte - es sei denn, man hat den Namen Warren Buffet auf der Visitenkarte zu stehen. Nach einem langen Wachstum haben nun plötzlich die Aktien aller großen IT-Unternehmen nachgegeben und haben viele Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet. Der Grund für den plötzlichen Abfall ist nicht wirklich bekannt.

Wie obige Grafik zeigt, haben die Aktien von Amazon, Apple, Alphabet, Facebook und Microsoft um bis zu 4 Prozent nachgegeben - und das nach einer sehr langen Phase der Stabilität bzw. des Wachstums. Die Entwicklung aller fünf Unternehmen sieht gleich aus, und so haben sie auch sehr viel an Börsenwert verloren. Insgesamt haben die fünf Unternehmen einen Wert von 100 Milliarden Dollar verloren, wobei Apple der größte Verlierer ist. Der iPhone-Hersteller hat knapp 4 Prozent, alle anderen vier Unternehmen haben etwa 3 Prozent an Wert verloren.

Interessant bei diesem Verlust ist vor allem, dass der Verlauf des Kurses bei allen Unternehmen praktisch exakt gleich ist. Doch nach dieser Talfahrt steigen die Aktien schon sehr langsam wieder an, so dass man eher von einer durch den Markt durchgeführten Kurskorrektur als einem tatsächlich großen Abfall reden muss.

Pirates

Mutter lässt Kinder 15 Stunden allein im Auto - Sie sterben am Hitzschlag und Vernachlässigung

Eine 19-jährige Mutter hat ihre Freundin besucht und ihre Kinder währendessen im Auto gelassen. Sie hatten über 15 Stunden nichts zu Essen und zu Trinken. Die Mädchen starben.

Amanda Hawkins
Im US-Bundesstaat Texas sind zwei kleine Mädchen gestorben, nachdem ihre Mutter sie 15 Stunden allein im Auto gelassen haben soll. Einige Medien berichten, dass die 19-jährige Mutter das Auto vor dem Haus ihrer Freundin geparkt haben soll, wobei die Kinder wohl noch in Hörweite waren. Sie ließ ihre ein- und zweijährigen Töchter sogar über Nacht im Auto. Die zwei kleinen Schwestern starben im Krankenhaus an den Folgen der Vernachlässigung.

Bei über 30 Grad, ohne Essen und Trinken

Die Kleinen hätten über Stunden nichts gegessen und nichts getrunken, sagte Sheriff Rusty Hierholzer dem Sender Fox29. Am nächsten Tag hätten draußen Temperaturen über 30 Grad geherrscht, in dem Auto sei es wahrscheinlich noch heißer gewesen, erklärte er. Die 19-Jährige habe die Kinder aber bis zum Mittag dort drinnen gelassen. Bei so hohen Temperaturen sind vor allem Säuglinge, Kleinkinder und Senioren gefährdet einen Hitzeschlag zu erleiden.