Das Kind der GesellschaftS


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Gewinnrückgang bei Audi in Ingolstadt: Spielstätte des Stadttheaters muss schließen

3. März 2026. In Ingolstadt wird Ende Mai der Hämer-Bau, die große Spielstätte des Theaters, geschlossen. Das meldete das Fachmagazin Backstage Classical. Die Stadt könne die nötige Sanierung des Gebäudes aus den 60er Jahren auf absehbare Zeit nicht finanzieren.

theate ringolstadt
© Brian Clontarf, via Wikimedia CommonsNur noch bis Mai die Spielstätte des Stadttheaters Ingolstadt: der Hämer-Bau, vom Architektenpaar Hardt-Waltherr Hämer und Marie Brigitte Hämer-Buro geplant und 1966 fertiggestellt
Auf Rückfrage bestätigt der Pressesprecher des Stadttheaters Ingolstadt, Christian Zils, die Schließung der Theaterspielstätte. "Aufgrund der aktuellen Haushaltslage ist die Sanierung des Hämer-Baus im Moment nicht möglich", heißt es in seiner Mail an nachtkritik.de. "Es ist noch nicht absehbar, wann die Planungen zur Sanierung fortgesetzt werden können. Auch unter Berücksichtigung möglicher Zuschüsse des Freistaats wären erhebliche Eigenmittel der Stadt erforderlich, die nur über Kredite zu finanzieren wären. Eine Neuaufnahme von Krediten ist in der aktuellen finanziellen Situation nur in sehr begrenztem Umfang und vorrangig für gesetzlich verpflichtende Aufgaben möglich."

Klamme Kommune

Im Dezember 2025 hatte der Stadtrat die auf rund 240 Millionen Euro geschätzte Sanierung des Hämer‑Baus gestoppt. Die Stadt kämpfe mit massiven Einnahmeausfällen, unter anderem durch Gewinnrückgänge beim lokalen Autobauer Audi, so das Bericht von Backstage Classical. Ende 2025 hätten im Stadt-Etat 88 Millionen Euro gefehlt, mittlerweile kontrolliert die Regierung von Oberbayern die städtischen Ausgaben.

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Shell-Geschäftsführer befürchtet Treibstoffknappheit in Europa

Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran wird nach Einschätzung von Shell‑Chef Wael Sawan bereits ab dem kommenden Monat zu Knappheiten bei Diesel und Benzin in Europa führen. Zentrale Energieanlagen im Golf seien beschädigt worden, und der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus - über die rund 20% der weltweiten Ölexporte laufen - sei nahezu zum Erliegen gekommen.

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© Francis Joseph / Dean Dean Pictures / Legion-Media
Schon jetzt seien die Lieferungen von Flugbenzin beeinträchtigt, erklärte Sawan; als Nächstes werde Diesel betroffen sein, anschließend Benzin zu Beginn der sommerlichen Reisesaison. Besonders in Südasien - etwa in Sri Lanka, Bangladesch und Pakistan - seien Arbeitszeiten gekürzt und Treibstoffrationierungen eingeführt worden; Japan und Südkorea hätten Öl aus strategischen Reserven freigegeben.

Europa ist zwar weniger abhängig vom Golf als viele asiatische Länder und bezieht einen Teil seines Rohöls und bestimmter Produkte aus Nordafrika sowie aus den USA, Norwegen und Westafrika, doch das Angebot ist insgesamt knapp. Die starke Nachfrage aus Asien treibt die Preise in die Höhe.

Bell

Düngerpreise steigen - Europas Bauern drohen Ernteverluste

Die Düngerpreise steigen auf dem Weltmarkt in kurzer Zeit massiv und die Folgen treffen Europas Landwirtschaft direkt. Auslöser sind die gesperrte Straße von Hormus, der Produktionsausfall im katarischen Werk Ras Laffan, hohe Importsteuern auf russischen Dünger sowie die CO2-Importsteuer CBAM. Dadurch fehlen große Mengen Harnstoff und anderer Stickstoffdünger, während die Preise für kommende Liefertermine weiter zulegen. Im Mittleren Osten kostet Harnstoff für März 650 US-Dollar je Tonne fob, für April bereits 750 US-Dollar. Seit Mitte Februar entspricht das einem Plus von rund 300 US-Dollar je Tonne oder 66 Prozent. Für Europas Bauern bedeutet das höhere Betriebskosten, geringeren Düngereinsatz, veränderte Anbaupläne und wachsende Risiken für Erträge und Versorgung (agrarheute: 18.03.26).

Düngerpreise
Düngerpreise treiben Europas Bauern in eine gefährliche Lage – weniger Dünger bedeutet weniger Ertrag und mehr Risiko für die Versorgung
Düngerpreise treiben Europas Agrarmarkt in eine neue Krise

Ein Drittel des weltweiten Düngemittelhandels läuft durch die Straße von Hormus. Weil diese Route weiter blockiert ist, erreichen Harnstoff, Gas und Öl viele Abnehmer nicht mehr im üblichen Umfang. Das verknappt das Angebot sofort, zumal der Iran allein 10 bis 12 Prozent der weltweiten Harnstoffproduktion stellt.

Zugleich hat sich die Lage in Katar verschärft. Das Werk in Ras Laffan, eines der größten Stickstoffwerke der Welt, meldete am 2. März höhere Gewalt nach einem Produktionsstopp. Die Golfregion und der Nahe Osten haben jedoch enormes Gewicht, weil sie 34 bis 50 Prozent des globalen Harnstoffhandels und 25 bis 35 Prozent des Stickstoffdüngerhandels abdecken. Fällt dort Ware aus, steigen die Preise an den weltweiten Handelsplätzen schnell weiter.

Kommentar: Die meisten Felder sind schon bestellt, vorrangig mit Weizen. Die Maisbepflanzung steht noch aus.


Blackbox

Iran-Krieg trifft deutsche Chemieindustrie - Lieferketten beginnen zu reißen

In Frankfurt am Main warnt der Verband der Chemischen Industrie vor wachsenden Risiken für Lieferketten, weil der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus bereits internationale Lieferketten stören. Betroffen sind wichtige Rohstoffe wie Ammoniak, Phosphat, Helium und Schwefel, die für Chemie, Düngemittel und weitere Industriezweige gebraucht werden. Zugleich trifft die Entwicklung eine Branche, die schon vor der Eskalation in der Krise steckte. Der entscheidende Risikofaktor ist deshalb nicht mehr nur der Preissprung bei Energie und Transport, sondern zunehmend die Verfügbarkeit von Vorprodukten. Für Unternehmen in Deutschland drohen damit Engpässe, unsichere Beschaffung und in den kommenden sechs bis acht Wochen spürbare Folgen, wenn jetzt ausfallende Bestellungen nicht ersetzt werden können (fr: 16.03.26).

dünger
Iran-Krieg belastet die weltweiten Lieferketten: Chemiebranche warnt vor Engpässen -China greift nutzt Sicherung der Versorgung Reserven
Lieferketten reißen bei Rohstoffen und Dünger

Die Warnung der Branche fällt inzwischen konkreter aus als in früheren Einschätzungen. Der VCI verweist auf "erste Hinweise auf Störungen bei internationalen Lieferketten". Explizit nennt der Verband Ammoniak, Phosphat, Helium und Schwefel als besonders sensible Stoffe. Vor allem die Verfügbarkeit von Schwefel sei heikel, weil ein großer Teil des Seehandels durch die Straße von Hormus läuft. Der Rohstoff wird hauptsächlich für Düngemittel gebraucht. Deshalb steigen nicht nur die Kosten in der Industrie, sondern auch sondern auch für die Agrarmärkte und Lebensmittelketten.


Kommentar: Ja, es ist leider nicht nur das Öl, was in der Zukunft fehlen könnte. Und wie der Artikel richtig beschreibt, ist die deutsche Chemieindustrie bereits angeschlagen.


Iran-Krieg belastet die weltweiten Lieferketten: Chemiebranche warnt vor Engpässen -China greift nutzt Sicherung der Versorgung Reserven

Für den Mittelstand wird die Lage damit besonders schwierig. Viele Firmen können Preissteigerungen nur begrenzt auffangen, während zugleich die Planbarkeit sinkt. Der VCI beschreibt die Rückmeldungen aus den Betrieben als dramatisch und verweist darauf, dass es längst nicht mehr nur um Preise geht, sondern auch um fehlende Verfügbarkeit. Noch federn laufende Lieferungen einen Teil des Problems ab, jedoch endet dieser Puffer bald.

Bullseye

Volkswagen prüft angeblich die Herstellung von Waffensystemen für Israel

Das kommt mehr als überraschend. Laut der Financial Times, die sich auf Insider beruft, prüft Volkswagen einen ungewöhnlichen Strategiewechsel für einen seiner deutschen Standorte. Demnach befindet sich der Autobauer in Gesprächen mit dem israelischen Rüstungskonzern Rafael Advanced Defence Systems.

Volkswagen Logo
© Public Domain
Im Raum steht ein Deal, bei dem die Produktion im Werk Osnabrück von Automobilen auf Komponenten für Raketenabwehrsysteme umgestellt werden könnte. Konkret geht es um die Fertigung von Teilen für das Luftabwehrsystem "Iron Dome", das von dem staatlichen israelischen Unternehmen entwickelt wurde und bereits in mehreren Konflikten zum Einsatz kam. Die Bundesregierung soll das Vorhaben aktiv unterstützen, was auf eine strategische Bedeutung des Projekts hindeutet und auch industriepolitische Interessen widerspiegelt.


Kommentar: Iron Dome ist ziemlich ineffektiv gegen iranische Drohnen und Raketen.


Sollte es zu einer Einigung kommen, könnte die Umstellung vergleichsweise schnell erfolgen. Laut dem Bericht wäre ein Produktionsstart innerhalb von zwölf bis 18 Monaten möglich. Voraussetzung dafür wären jedoch entsprechende Investitionen sowie die Anpassung der bestehenden Fertigungsprozesse und Lieferketten.

Kommentar: Einen verlässlichen Kunden, wo der Premier ein Kriegsverbrecher ist, der unzählige Zivilisten in Gaza getötet hat und auch einen völkerrechtswidrigen Krieg gegen den Iran führt. Aber Hauptsache, das Geld stimmt wieder.


Alarm Clock

SOTT Fokus: Pleitegeier Deutschland: Alle 20 Minuten meldete 2025 ein Betrieb Insolvenz an

Deutschland hatte im Jahr 2025 so viele Insolvenzen wie seit 10 Jahren nicht mehr und es ist kein Ende in Sicht, besonders mit dem illegalen Angriffskrieg von den USA und Israel gegen den Iran.

pleitegeier deutschland
© KI generiert
DIHK-Chefanalyst Volker Treier sagte: "Im Schnitt musste in Deutschland alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden". Insgesamt wurden 2025 24.064 Insolvenzen beantragt. Besonders betroffen sind Unternehmen aus der Logistik, dem Bau- und Gastgewerbe. Aber auch die Automobilindustrie, deren Zulieferer, und ebenso die Stahlindustrie waren betroffen.

Gleichwohl hält die Bundesregierung, sowie große Teile Europas an der Sanktionspolitik gegen Russland fest und ebenso an der blinden grünen Energiewende. Ein aktueller Blick an die Zapfsäule (Spritpreise mit bis zu 2,39 pro Liter) zeigt noch einmal sehr deutlich, wie unreflektiert die Bundesregierung agiert. Energiesteuer, Mehrwertsteuer und eine zusätzliche Steuer für ein natürliches Gas: CO₂.
spritpreise deutschland, 15.03.2026
© Screenshot BR.de15.03.2026

Bell

Deutschlands Industrie startet mit einem Schock ins neue Jahr

Deutschlands Industrieaufträge sind im Januar 2026 regelrecht eingebrochen. Laut Statistischem Bundesamt fiel der Auftragseingang im Vergleich zum Vormonat um 11,1 Prozent und damit deutlich stärker als von Ökonomen erwartet. Ausschlaggebend war vor allem der Wegfall außergewöhnlich vieler Großbestellungen nach dem starken Dezember, zugleich brach die Nachfrage im Inland massiv ein. Für die Industrie ist das ein gefährlicher Jahresauftakt, weil eine fragile Erholung auf neue Belastungen durch hohe Energiepreise und den Krieg im Mittleren Osten trifft (tagesschau: 09.03.26).

industry furnace
© Sputnik / Maxim Bogodvid
Industrieaufträge brechen weit stärker ein als erwartet

Der Rückgang kam mit voller Wucht. Volkswirte hatten für Januar nur ein Minus von 4,5 Prozent erwartet. Tatsächlich fiel der Absturz mehr als doppelt so stark aus. Damit verzeichnete die deutsche Industrie den stärksten Einbruch bei den Neuaufträgen seit zwei Jahren.

Besonders auffällig ist der Kontrast zum Dezember. Damals waren die Bestellungen noch um 6,4 Prozent gestiegen. Deshalb wirkt der Januar nicht wie eine normale Korrektur, sondern wie ein harter Bruch zum Jahresbeginn. Alexander Krüger, Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, sprach von einem Rückgang, der zwar erwartbar gewesen sei, im Ausmaß jedoch "ein Schock" sei.

Kommentar: Die Frühwarnsysteme werden seit vielen Jahren gekonnt ignoriert.


Alarm Clock

SOTT Fokus: Gewinneinbruch um 98 % bei VW-Tochter Porsche

Volkswagen und seine Sportwagentochter Porsche erleben 2025 eines der schwierigsten Jahre seit der Dieselkrise.

porsche Gewinneinbruch
© KI generiertGewinn bricht um 98 % gegenüber dem Vorjahr ein.
Der Gewinn des VW‑Konzerns ist nach Steuern von 12,4 auf 6,9 Milliarden Euro eingebrochen - ein Rückgang um rund 44 Prozent und das schwächste Ergebnis seit 2016. Gleichzeitig rutschte der Konzern zeitweise in die roten Zahlen, vorwiegend wegen US‑Zöllen unter Präsident Donald Trump und der massiven Ergebnisbelastung durch Porsche.

Als Antwort setzt VW auf einen harten Sparkurs: Bis 2030 sollen im Konzern in Deutschland rund 50.000 Stellen wegfallen, insbesondere bei der Kernmarke VW, aber auch bei Porsche und der Software-Tochter Cariad. Die derzeitige Rendite von gut 4 Prozent stuft das Management selbst als zu niedrig ein; für 2026 wird nur eine leichte Verbesserung erwartet. Für viele Beschäftigte bedeutet das Unsicherheit, Personalabbau und zunehmenden Druck in den Werken.

Besonders dramatisch ist die Lage bei Porsche. Das operative Ergebnis stürzte von knapp 5,3 Milliarden auf nur 90 Millionen Euro ab, inklusive Finanzdienstleistungen von 5,6 Milliarden auf 413 Millionen Euro. Das ist ein Gewinneinbruch von 98 %. Auslöser sind ein Absatzeinbruch in China, höhere US‑Zölle und eine Fehleinschätzung des Tempos beim Umstieg auf Elektroautos.

Porsche steuert nun um, setzt wieder stärker auf Verbrenner und leistungsstarke Hybride und hofft 2026 trotz sinkender Stückzahlen auf eine Rendite von über fünf Prozent. Es ist eine Strategie, die Porsche und ebenso Volkswagen bereits vor vielen Jahren hätte umsetzen müssen.

Gold Coins

Stuttgart 21: Nach 15 Jahren Bau werden 4 weitere benötigt - Geplante Ankunft 2029

Seinerzeit hatte Bundeskanzler Olaf Scholz das neue "Deutschland-Tempo" ausgerufen - für Planungs- und Genehmigungsverfahren. Wie jetzt bekannt wurde, verzögert sich die Inbetriebnahme des neuen Stuttgarter Bahnhofs abermals. Hinter vorgehaltener Hand ist von einem Termin nicht vor 2029 die Rede.

stuttgart21 kosten
Nach Medienberichten kommt es zu deutlichen Verzögerungen bei der Fertigstellung des neuen Stuttgarter Bahnknotens. Die Lage sei "ernster als angenommen", die Projektpartner gingen von einem Termin nicht vor 2029 aus, wie zuerst die Eßlinger Zeitung berichtete. Dabei sei, wie es in Kreisen der Planer heiße, das neue Eröffnungsdatum auch nicht mehr als "ein Wasserstand". Ein neues Konzept für die Inbetriebnahme liege immer noch nicht vor. Die Zeitung zitiert dazu einen Sprecher der Bahn mit folgender Aussage:
"Zu den genannten Spekulationen äußern wir uns nicht. Es bleibt dabei: Die Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH ist damit beauftragt, bis spätestens Mitte 2026 ein neues Inbetriebnahmekonzept für S 21 zu erarbeiten und mit allen Projektpartnern verbindlich abzustimmen."
Bereits Ende 2025 musste die Deutsche Bahn einräumen, dass das zuletzt genannte Datum einer Inbetriebnahme im Dezember 2026 nicht zu halten sei. So hatte die neue Bahnchefin Evelyn Palla eingestanden, eine Inbetriebnahme sei vor Dezember 2027 nicht vorstellbar.

Wie die Berliner Zeitung feststellt, würde sich die Fertigstellung des Vorhabens, das eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands ist, "um mindestens drei Jahre gegenüber dem zuletzt offiziell kommunizierten Termin verzögern." Doch die Bahn halte sich "mit verbindlichen Aussagen weiterhin zurück". Möglicherweise verschiebe sich der Zeitplan noch weiter - die Folgen dieser Verzögerungen seien noch nicht absehbar "für die Projektpartner und die Kosten des Vorhabens".

Mr. Potato

Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein: Merz durfte als Pinocchio bezeichnet werden

Weil er den Bundeskanzler in einem Facebook-Beitrag als "Pinocchio" bezeichnet hatte, sah sich ein Rentner aus Heilbronn mit einem Strafverfahren konfrontiert. Eingeleitet wurde das Verfahren aber nicht durch eine Anzeige von Friedrich Merz, sondern durch übereifrige Polizisten. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren nun eingestellt.

kanzler merz, pinocchio
Friedrich Merz bei einer Fraktionssitzung im Bundestag (Berlin, 24. Februar 2026)
Die Staatsanwaltschaft Heilbronn hat das Verfahren gegen einen Rentner eingestellt, der den Bundeskanzler in einem Facebook-Beitrag als "Pinocchio" bezeichnet hatte. Denn dabei habe es sich "um eine von der Meinungsfreiheit gedeckte und damit zulässige Machtkritik" gehandelt, begründete die Staatsanwaltschaft die Einstellung.

Anlässlich eines Besuchs von Friedrich Merz im Oktober in Heilbronn (HN) hatte der Rentner in einem Facebook-Post geschrieben: "Pinocchio kommt nach HN". Zudem verzierte er seinen Beitrag mit einem Emoji mit langer Nase.

Am Montag war öffentlich bekannt geworden, dass die Kriminalpolizei gegen den Rentner wegen Beleidigung des Bundeskanzlers nach Paragraf 188 des Strafgesetzbuchs ermittelt. Angezeigt wurde der Heilbronner aber nicht von Merz selbst, sondern vom Social-Media-Team des örtlichen Polizeipräsidiums.