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Di, 28 Mär 2017
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Hardhat

Dortmund: Fahrscheinautomat gesprengt - ein Toter und Festnahme

Ein lauter Knall, ein zerstörter Fahrscheinautomat und ein Toter. Nach einer Automatensprengung an einem Dortmunder Bahnhof nimmt die Polizei am frühen Dienstagmorgen einen Mann fest.
© dpa
Bei der Sprengung eines Fahrkartenautomaten am Bahnhof Dortmund-Scharnhorst ist am frühen Dienstagmorgen ein 31-Jähriger ums Leben gekommen.

Ein 26-Jähriger wurde am Tatort festgenommen und bereits vernommen, wie ein Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft am Morgen sagte.

Hinweis auf lauten Knall am Bahnhof

Der Mann habe ausgesagt, den Verstorbenen gekannt und vorher zufällig am Bahnhof getroffen zu haben. Die Leiche des 31-Jährigen soll im Laufe des Tages obduziert werden. Der Nah- und Fernverkehr zwischen Dortmund und Hamm war für mehrere Stunden beeinträchtigt.

Attention

Unglaublich: Anti-Soziale Autofahrer blockieren Rettungskräfte

© Feuerwehr
Rücksichtslose Autofahrer blockieren die Rettungsgasse
Theo Herrmann ist seit 46 Jahren bei der Feuerwehr Mörfelden, einen Einsatz wie am Mittwoch auf der A5 hat er aber noch nicht erlebt. Ein Interview über die Konsequenzen aus einem schlimmen Nachmittag.

Herr Herrmann, was genau ist am Mittwoch passiert?

Wir sind am Nachmittag mit vier Einsatzfahrzeugen zu einem Einsatz auf der A5 bei Weiterstadt ausgerückt, weil ein Arbeiter von einer Brücke abgestürzt war und schwer verletzt auf der Straße lag. Unser Einsatzleitfahrzeug ist mit der Polizei vorneweg gefahren, die Autofahrer haben eine Rettungsgasse gebildet. Leider sind ein paar Schlaumeier auf die Idee gekommen, sich hinter dem Feuerwehrauto einzureihen. Kurz darauf ging dann gar nichts mehr, die Autos waren quasi verknotet, konnten nicht mehr nach links oder rechts. Wir haben zusammen mit dem Rettungswagen versucht, durchzukommen, irgendwann haben wir aufgegeben und sind die letzten 800 Meter gelaufen.

Das heißt, der Verletzte musste länger als nötig auf Hilfe warten?

Glücklicherweise kam auf der Gegenfahrbahn zufällig ein Rettungswagen vorbei, der ihn versorgt hat. Außerdem war der Rettungshubschrauber unterwegs, wir mussten dann nur noch für ihn die Straße absperren. Aber nicht auszudenken, wenn jemand in einem brennenden Auto eingeklemmt gewesen wäre. Der hätte keine Chance gehabt.

Haben Sie die Autofahrer auf Ihr Fehlverhalten hingewiesen?

Ja, und solche Reaktionen habe ich in meinen 46 Jahren bei der Feuerwehr noch nie erlebt. „Macht nicht so ein Zirkus“, hieß es, manche haben uns richtig angepöbelt oder ausgelacht. Wir haben auf dem Weg Fotos gemacht, um die Fahrer anzeigen zu können. Unsere Kollegen mussten die Autos dann zentimeterweise nach links und rechts dirigieren, es hat eine halbe Stunde gedauert, bis sie endlich bei uns waren. Und auch unglaublich: Selbst hinter ihnen sind dann wieder Autos hergefahren. Völlig sinnlos: Die Autobahn war sowieso lange gesperrt, es ging also nur darum, 30 Meter weiter vorne zu stehen. Was soll das also?

Kommentar: Unfassbar, dieser rücksichtslose Egoismus. Hier geht es um Menschenleben und diese Autofahrer lachen die Rettungskräfte auch noch aus! Wenn ein erfahrener Feuerwehrmann so etwas noch nie erlebt hat, ist das sicherlich ein Zeichen für die Verrohung der Gesellschaft.


Yoda

Erfolg - Der Druck auf Ölkonzern hat gewirkt: Bohrungen im Land unkontaktierter Völker abgebrochen

Entlang der Grenze zwischen Peru, Brasilien und Bolivien erstreckt sich das unkontaktierte Grenzland des Amazonasgebietes. 2012 begann der kanadische Ölkonzern Pacific E&P auf Land der Matsés und benachbarter unkontaktierter Völker nach Öl zu suchen. Auch Ölkonzerne haben die Pflicht, nationale und internationale Gesetze zum Schutz der Rechte indigener Völker einzuhalten.

In den letzten Jahrzehnten stellte sich heraus, dass weltweit mehr natürliche Ressourcen (Öl, Erdgas etc.) verbraucht werden, als gefördert werden können. Vor nichts machen diese Konzerne halt. Erst nach heftigem Protest hat Shell seine umstrittenen Ölförderpläne in der Arktis gestoppt, doch auch hier ist es nur eine Frage der Zeit, wann Shell wieder mit der Ölförderung beginnt.

Vergessen Sie nicht „Deepwater Horizon“ - Am 20. April 2010 kam es durch verschiedene schwere Versäumnisse zu einem Blowout, bei dem die Plattform in Brand geriet und infolgedessen zwei Tage später unterging. Elf Arbeiter kamen ums Leben. Das ausströmende Öl führte zur Ölpest im Golf von Mexiko, der schwersten Umweltkatastrophe dieser Art in der Geschichte. 580 000 Millionen Liter Öl - etwa der Inhalt von 300 olympischen Schwimmbädern - liefen ins Meer. Fast sieben Jahre später leidet das Ökosystem immer noch unter den Folgen, die sich in reduzierten Fischfängen, Massensterben, Fehlbildungen, Sterilität oder Immunschäden bei Meerestieren äußern.

Kommentar: Unglaublich: BP will in einem neu entdeckten, unberührten Amazonas-Delta nach Öl bohren, ignoriert Warnung der Wissenschaftler


Control Panel

Tausende Kurden demonstrieren gegen Erdogan in Frankfurt

Nein zur Diktatur": Bei einer Demonstration in Frankfurt haben rund 30.000 Teilnehmer gegen die geplante Verfassungsreform des türkischen Präsidenten Erdogan protestiert. Ankara kritisierte dies scharf.
© dpa
Rund 30.000 Menschen haben in Frankfurt gegen die türkische Regierungspolitik demonstriert. Unter dem Motto "Nein zur Diktatur - Ja zu Demokratie und Freiheit" wandten sich die Teilnehmer gegen das vom türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan und seiner AKP-Partei initiierte Referendum für eine Verfassungsreform. Es soll ein Präsidialsystem eingeführt werden, das nach Ansicht von Kritikern Erdogans Machtbefugnisse massiv ausweiten würde. Am 16. April sollen die Türken darüber abstimmen. Bereits ab Ende März können Türken in Deutschland ihre Stimme abgeben.

Manche Teilnehmer zeigten verbotenerweise Porträts von Abdullah Öcalan, Anführer der kurdischen Arbeiterpartei PKK, die in Deutschland seit 1993 als Terrororganisation verboten ist. Auch die Türkei und andere europäischen Staaten sowie die USA stufen die PKK so ein.

Die türkische Regierung hat die Demonstration indes scharf kritisiert. Es zeuge von Doppelmoral, wenn auf der Kundgebung verbotenerweise Symbole der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK gezeigt werden könnten, während zugleich türkische Minister daran gehindert würden, in Deutschland Wahlkampf zu machen, hieß es in der Erklärung des türkischen Außenministeriums. "Wir verurteilen dieses unaufrichtige Verhalten."


Kommentar:


Question

Dritte Ereignis innerhalb einer Woche: Toter bei Schießerei am Flughafen Paris-Orly

Bei einem Polizeieinsatz am Pariser Flughafen ist ein Mann erschossen worden. Er hatte versucht, einer Soldatin die Waffe abzunehmen. Die Staatsanwaltschaft leitete Terrorermittlungen ein.
Am Flughafen Orly wurde am Morgen ein Mann erschossen, nachdem er versucht hatte, einer Soldatin einer Anti-Terror-Einheit die Waffe zu entreißen.

Der französische Innenminister Bruno Le Roux teilte mit, dass der Mann wenige Stunden zuvor bei einer Routinekontrolle durch die Polizei in Stains, nördlich von Paris, auf einen der kontrollierenden Beamten geschossen und diesen mit einer Schrotpistole leicht verletzt hätte. Wie aus Polizeiquellen verlautete, soll der Tote aus radikal-muslimischen Kreisen stammen. Le Roux bestätigte auch, dass der 39-jährige Franzose wegen Raubes und Drogenhandel mehrfach vorbestraft gewesen sei. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Inzwischen wurden der Vater und der Bruder des Toten festgenommen.

Kommentar: Das ist das dritte tragische Ereignis innerhalb einer Woche in Frankreich:


Handcuffs

Südkorea: US-Soldaten unter Verdacht von Drogen-Schmuggel im Wert von 12 Mio. Dollar

© Pyeongtaek Branch Prosecutor's Office
Südkorea beschuldigt zwei amerikanische Soldaten, Methamphetamin im Wert von zwölf Millionen Dollar aus dem US-Bundesstaat Kalifornien über die amerikanische Feldpost nach Südkorea geschmuggelt zu haben, berichtet das Militärportal Stars and Stripes.

Demnach benutzten die Soldaten Müslipackungen, um vier Kilogramm Meth zu verbergen, und übergaben sie einem Zivilisten, der vermutlich die Verteilung der Drogenverteilung übernahm.

Das ist die größte über die APO (US-Feldpost - Anm. d. Red.) transportierte Drogenmenge, die je aufgefunden wurde“, hieß es im Statement der Obersten Staatsanwaltschaft Südkoreas, die den Fall zusammen mit dem US-Militär und der amerikanischen Rauschgiftbehörde behandelt.

Beide angeklagten Amerikaner sind 19 Jahre alt, nur einer von ihnen wurde festgenommen. Der andere behauptet, Geld für die Lieferung der Schachteln zu bekommen, aber nichts von Drogen zu wissen. Außerdem wurden in der Sache zwei Südkoreaner verhaftet.

X

Militärangriff auf somalisches Flüchtlingsboot mit Dutzenden Todesopfern - Urheber unklar

© Reuters/Abduljabbar Zeyad
Bei einem Luftangriff auf ein Flüchtlingsboot vor der Küste des Jemen sind am Freitag mehr als 40 somalische Flüchtlinge getötet worden, mindestens 30 wurden verletzt. Dutzende werden vermisst, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Verweis auf die Internationale Organisation für Migration (IOM).

Das Boot mit etwa 140 Flüchtlingen sei auf dem Weg in Richtung Sudan gewesen, als es vor der Küste der Provinz Hodeida von einem Militärhubschrauber angegriffen wurde, meldet AFP unter Berufung auf Daoud Fadel, einen Sicherheitsbeamten des Fischereihafens der Provinz.

Keine der im Jemen kämpfenden Seiten bekennt sich zu dem Zwischenfall. Die schiitischen Huthi-Rebellen macht die von Saudi-Arabien geführte und von den USA unterstützte Koalition für den Angriff verantwortlich. Der offizielle Vertreter der Koalition, Ahmed Asiri, weist jegliche Vorwürfe zurück.

Im Jemen dauert seit August 2014 ein Konflikt zwischen den Regierungstruppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Huthi-Rebellen an. Seit März 2015 fliegt Saudi-Arabien zusammen mit verbündeten sunnitisch-arabischen Staaten Luftangriffe auf die Rebellen.

Kommentar: Ob dieses schreckliche Ereignis ein Versehen oder Absicht war, werden sicherlich weitere Informationen ergeben. Die Verantwortlichen hätten einen genaueren Blick auf das Boot werfen sollen, bevor sie losgefeuert haben (es sei denn, das geschah absichtlich und im vollen Bewusstsein über die Bootsinsassen...).


Life Preserver

Wer hilft ihnen? Großteil der Flüchtlinge durch Kriege psychisch krank - und Schuld sind die NATO-Kriegstreiber!

© AP Photo/ Emilio Morenatti
Seit 2015 sind über eine Million Asylsuchende nach Deutschland eingereist. Nach Angaben der Bundespsychotherapeutenkammer und der Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer, haben bis zu 60 Prozent Erfahrungen hinter sich, die meist in psychischen Erkrankungen münden. Sputnik recherchiert.

Psychische Erkrankungen unter Flüchtlingen — ein Thema, dass trotz der Aktualität in den deutschen Medien heute kaum oder nur wenig behandelt wird. Dabei leiden aktuellen, Sputnik vorliegenden Studien zufolge, abertausende Flüchtlinge an Schlaflosigkeit, plötzlichen Aggressionen und undefinierbaren Schmerzen. All dies wird in der medizinischen Fachsprache nüchtern als „Posttraumatische Belastungsstörungen“ bezeichnet, wobei die möglichen Folgen solcher Erkrankungen gar nicht erst zur Debatte stehen.

Kommentar:


Clipboard

Ergebnis Meinungsumfrage: Amerikaner besorgt über Bespitzelungsmethoden der CIA

© Reuters/Dado Ruvic/Illustration
Die Amerikaner sind besorgt über die unlängst von der Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlichten Bespitzelungsmethoden des US-Geheimdienstes CIA. Das hat eine aktuelle Studie des TV-Senders Fox News ergeben.

Demnach äußerten 74 Prozent der befragten Amerikaner ihre Besorgnis über solche potentiellen Datenlecks bei der CIA, 70 Prozent machten sich Sorgen über die Bespitzelungstechnologien der US-Geheimdienste insgesamt.

Weitere 31 Prozent bewerten die WikiLeaks-Aktivitäten selbst positiv, aber mit 46 Prozent fast die Hälfte negativ. Elf Prozent der Befragten hätten diese Frage nicht beantworten wollen. Zwölf Prozent wollten nie von der Enthüllungsplattform gehört haben.

Kommentar: Es geht nicht um den angeblichen "Schutz vor Terroristen", wie die CIA vorgibt. Sondern um den Kampf der psychopathischen Eliten (auch eingebunden in den sog. "Tiefen Staat") gegen die Bevölkerung, die zum "Feind" "erklärt" wird. Die Besorgnis vieler US-Amerikaner (und nicht nur!) ist völlig legitim.


Family

Untersuchung: Zehn Griechen müssen für einen Rentner arbeiten -Und keine Besserung in Sicht

Die Lage des griechischen Sozialsystems ist dramatisch. Die Arbeitslosigkeit beträgt 23 Prozent. Mittlerweile müssen zehn Griechen für einen Rentner arbeiten.
© dpa
Die Lage der griechischen Rentenkasse hat sich dramatisch verschlechtert. Dies ist das Ergebnis einer Studie der griechischen Einheitlichen Renten- und Krankenkasse EFKA, über die am Donnerstag die griechische Presse berichtete. Im vergangenen Jahr wurden zehn Beitragszahler benötigt, um die Auszahlung für einen Rentner zu sichern. 2014 genügten noch vier Erwerbspersonen, um einen Rentner zu finanzieren. Um das System aufrecht zu erhalten, müsse der Staat bis 2055 der Rentenkasse mit 65 Milliarden Euro unter die Arme greifen.

Die Studie unterstreicht wie dramatisch die Lage des Sozialsystems ist: Die Arbeitslosigkeit beträgt 23 Prozent. In der Privatwirtschaft sind gut 1,43 Millionen Menschen vollzeitbeschäftigt und verdienen im Durchschnitt brutto 1176 Euro im Monat. Knapp 588 000 Menschen sind teilbeschäftigt und erhalten im Schnitt einen Monatslohn von brutto 393,79 Euro. Mit den Rentenbeiträgen von diesen Erwerbstätigen könne keine Rentenkasse überleben, hieß es weiter. „Es ist eine Bombe in den Fundamenten der Rentenkasse“, titelte die Athener Zeitung Kathimerini am Donnerstag.

dpa