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Mo, 25 Sep 2017
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Heart - Black

Brutale und gewaltsame Massaker an unkontaktierten Indigenen: Amazonas-Indianer bitten um Hilfe

© BBC/FUNAI/Survival
Diese Luftaufnahme von 2011 zeigt ein unkontaktiertes Amazonas-Volk in Brasilien nahe der peruanischen Grenze.
Brasilianische Indigene rufen nach den Berichten eines Massakers an einem unkontaktierten Volk zu globaler Unterstützung auf, um weitere Morde zu verhindern. Sie verurteilen die Budgetkürzungen der Regierung, die ihre Gebiete schutzlos gemacht haben.

Paulo Marubo, ein Marubo-Anführer aus dem Westen Brasiliens, erklärte: "Weitere Angriffe und Morde sind wahrscheinlich. Die Kürzungen des Budgets der FUNAI [Indianerschutzbehörde] schaden dem Leben der Indigenen, besonders den unkontaktierten Völkern, die am stärksten bedroht sind."

Paulo Marubo ist der Anführer von Univaja, einer Organisation für indigene Rechte im Unkontaktierten Grenzland, das Gebiet mit der weltweit größten Zahl unkontaktierter Völker.

Der Dachverband COIAB, der Indigene aus allen Teilen des brasilianischen Amazonasbecken vertritt, hat die massiven Einschnitte im Budget der FUNAI ebenfalls verurteilt, die vielen indigenen Territorien jeden Schutz genommen haben.
"Wir verurteilen entschieden die brutalen und gewaltsamen Attacken gegen diese unkontaktierten Indigenen. Dieses Massaker zeigt, wie weit die Rechte indigener Völker in diesem Land [in den letzten Jahren] zurückgeworfen wurden. Die Einschnitte und der Rückbau der FUNAI sollen den Interessen mächtiger Politiker dienen, die unsere Ressourcen weiter plündern wollen und unsere Territorien für Bergbau erschließen möchten."

Brick Wall

Größter Fettberg aller Zeiten blockiert Londons Kanalisation

Abfälle gehören nicht ins Klo. Und doch werden Dinge, die dort nicht hingehören, runtergespült. Wohin das führen kann, sieht man derzeit in Londons Kanalisation.
© Reuters
Einer der größten Fettberge, die Großbritannien je gesehen hat, blockiert den Londoner Abwasserkanal
London - Einer der größten Fettberge aller Zeiten ist in Londons Untergrund gefunden worden. Er wiegt 130 Tonnen, so viel wie zehn Londoner Doppeldecker-Busse, und ist 250 Meter lang. Zum Vergleich: Das größtmögliche Fußballfeld darf laut DFB-Statuten bis zu 120 Meter mal 90 Meter groß sein.

"Es ist ein absolutes Monstrum"

Was ist ein Fettberg? Der Begriff stammt vom englischen "Fatberg" (in Anlehnung an "Iceberg") und meint ein großen Klumpen von Fett, Damenbinden, Windeln, Fetttüchern, Nahrungs- und Gaststättenabfällen und anderen unappetitlichen Dingen in der Kanalisation, die nicht wie WC-Papier zu einem Brei zerfallen.

Der jetzt von Kanalarbeitern bei Routinekontrollen entdeckte Fettberg blockiert ein Abwasserrohr aus der viktorianischen Ära im Osten Londons. "Es ist ein absolutes Monstrum, und es wird eine Menge Kraft und Maschinen benötigen, um das Ding zu entfernen", sagte Matt Rimmer, Chef für das Abwassernetz beim britischen Wasserversorgungsunternehmen Thames Water. Er bestätigte, dass es sich um einen der größten Fettberge handele, die man je gesehen habe. Ihn abzutragen sei, als versuche man Beton aufzubrechen, so Rimmer.

Beaker

Fahndung erfolgreich: Unbekannter verstreute Rohrreiniger auf Spielplätzen in Aachen

Ein Unbekannter hat auf Spielplätzen in Aachen ätzenden Rohrreiniger verstreut - drei Kinder wurden verletzt. Nun tappte der mutmaßliche Täter in eine Fotofalle.
© DPA/ Polizei Aachen
Die Aachener Polizei fahndet mit einem Bild nach einem Mann, der mit ätzendem Rohrreiniger auf Aachener Spielplätzen drei Kinder verletzt haben soll. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der versuchten Tötung.

Nach Angaben der Ermittler waren zwei Kameras in einem Park aufgestellt, in dem es schon Attacken mit Rohrreiniger gegeben hatte. Als der Täter am Sonntag die Chemikalie auf Kinderschaukel und Klettergerüst verteilt habe, sei er in die Fotofalle gelaufen, teilte die Staatsanwaltschaft nun mit.

Es sei Glück gewesen, dass die Kameras genau richtig positioniert waren, sagte eine Sprecherin der Behörde. Das Foto zeigt einen unmaskierten Mann mit einer Dose in der Hand. Zum geschätzten Alter wurden keine Angaben gemacht. Die Ermittler hoffen auf Hinweise, um den Mann identifizieren zu können.

Kommentar: Nach weiteren Informationen wurde der Tatverdächtige festgenommen.


Bomb

Über 20.000 Menschen evakuiert: Anschlagsgefahr in Moskau

In Moskau mussten über 20.000 Menschen evakuiert werden, nachdem Meldungen über zwei Bomben aufgetaucht sind. Von der Evakuierung sind mehrere Moskauer Bahnhöfe, Märkte und Universitäten betroffen. In Kürze mehr bei Sputnik.
© Sputnik/ Valeriy Melnikov
Nach den zurzeit verfügbaren Informationen hatte es in der Nacht mehrere anonyme Anrufe bei der Polizei gegeben. Die Anrufer hätten gedroht, dass in zahlreichen öffentlichen Plätzen und Insitutionen in Moskau Bomben installiert wurden.

Die Polizei arbeitet im Moment in zwei Richtungen. Zum einen werden die betroffenen Institutionen und Orte geräumt und nach Bomben abgesucht. Zum anderen versucht die Polizei unter Hochdruck die Anrufer zu ermitteln.

Heart - Black

Schottland: Massengrab mit über 400 Baby- und Kinderleichen neben katholischem Waisenhaus gefunden

Im Zuge von Ermittlungen rund um Kindesmissbrauch ist neben dem katholischen Waisenhaus Smyllum Park in der schottischen Kleinstadt Lanark ein Massengrab mit über 400 Leichnamen von Kindern gefunden worden. Das hat die britische Zeitung "Sunday Post" vor zwei Tagen berichtet.

Die sterblichen Überreste würden zu Kindern unterschiedlichen Alters gehören, die in den Jahren zwischen 1870 und 1980 gestorben seien. Zwar seien die meisten Kinder wohl an natürlichen Ursachen und Krankheiten gestorben, doch hätte der katholische Orden, zu dem die Nonnen des Heims gehören würden, zuvor nur 120 Todesfälle angegeben. Außerdem würde die Sterberate in manchen Zeitspannen etwa um das Dreifache die entsprechende Rate in Schottland zu der Zeit überschreiten.

Zudem würde es Berichte von ehemaligen Bewohnern geben, wonach die Kinder körperlich missbraucht und gedemütigt worden seien. So berichtet Waisenkind Eddie McColl über seinen Bruder, der 1961 im Alter von 13 Jahren starb. Auf dem Totenschein sei Hirnschlag als Todesursache angegeben worden. McColl habe aber von Augenzeugen gehört, dass sein Bruder mit einem Golfschläger am Kopf getroffen worden sei.

Bullseye

Krankenpfleger kritisiert Merkel: „Sie haben nichts gegen Pflegenotstand getan!“

© AP Photo/ Gero Breloer
Ein angehender Krankenpfleger hat mit seiner scharfen Kritik am System der Pflege in Deutschland in der ARD-"Wahlarena" am Montag für Aufsehen gesorgt. Das meldet die Nachrichtenagentur DPA.

Knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl hat sich die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel am Montag in der ARD-"Wahlarena" in Lübeck den Fragen der Bürger gestellt. Der 21-jährige Pfleger Alexander Jorde aus Hildesheim warf in der live übertragenen Sendung der CDU vor, sich in ihrem Parteiprogramm keine Sorge um das deutsche Pflegesystem zu machen.

Er warf Merkel vor: "Das Pflege-Personal in Krankenhäusern ist seit Jahren total überlastet. Sie haben nichts dagegen getan. Täglich werde die Würde von Menschen verletzt, zum Beispiel weil sie teilweise stundenlang in ihren Ausscheidungen liegen bleiben müssten."

V

Frankreich: Tausende protestieren gegen Macrons Reformen in Paris

© Sputnik
Tausende Menschen sind am Dienstag in Paris auf die Straße gegangen, um gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu protestieren.

Bei der Demo kommt es ab und zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Wie ein Sputnik-Korrespondent vor Ort berichtet, setzten die Ordnungshüter Tränengas ein. Davor hatte ein Demonstrant einen Molotow-Cocktail Richtung Polizei geschleudert.

Evil Rays

Unbekannte Ursache: Mehrere Verletzte am Check-In in Frankfurt

Am Frankfurter Flughafen soll sich eine Reizgas-Attacke ereignet haben. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Mehrere Personen seien am Montag am Check-In verletzt worden.
© dpa/Frank Rumpenhorst
Der Flughafen stellt den Vorfall anders dar. Gegen 11.15 Uhr hätten sechs Passagiere in Halle B im Terminal 1 über Augenreizungen geklagt, sagte ein Sprecher FOCUS Online. Daraufhin seien Rettungskräfte und die Feuerwehr angefordert worden. 20 Schalter seien kurzfristig geschlossen worden.

Die Feuerwehr hätte allerdings keine erhöhten Messwerte feststellen können. Die sechs betroffenen Passagiere befinden sich in ärztlicher Behandlung. Die Schalter sind mittlerweile wieder geöffnet, der Betrieb am Flughafen geht regulär weiter.

Was die Beschwerden ausgelöst hat, ist laut dem Flughafen-Sprecher noch völlig unklar.

jr/wen

Kommentar: Im Februar 2017 ereignete sich etwas ähnliches in Hamburg:

Unbekannter setzte Reizgas ein: Hamburger Flughafen wurde komplett geräumt


Arrow Up

Til Schweiger: "Russische Mentalität ist uns viel näher - Der Bully in der Welt ist die USA"

In einem Interview für die Rheinische Post hat der Schauspieler und Produzent Til Schweiger die Äußerungen des FDP-Chefs Christian Lindner zur Krim verteidigt und die Mentalität der russischen und der US-amerikanischen Menschen verglichen.
© Sputnik/ Georgi Kurolessin
Eine Partei, in der der Schauspieler sich vollkommen wiederfinden würde, existiere nicht. Möglicherweise würde er aber die FDP wählen: Christian Lindner sei ein "guter Typ", dessen "rationale Haltung in der Russland-Politik" ihm gefalle.

"Er sagt, wir müssen die Krim-Frage mal vom Tisch lassen, wenn wir irgendwie mit Russland wieder zusammenkommen wollen. Das gute Verhältnis zu Russland ist in unserem Interesse. Die Sanktionen dienen doch nur den wirtschaftlichen Interessen der USA. Ich fand es gut, dass das mal einer so sagt", so Schweiger.

Donald Trump würde im Vergleich dazu einfach unglaubliche Dinge tun, während alle über die Bedeutung der Beziehungen zu den USA weiterreden würden.


Kommentar: Trump setzt sich ebenfalls für gute Beziehungen mit Russland ein. Deshalb sollte Schweiger hier nicht den tiefen Staat mit Trump verwechseln: USA: Der "tiefe Staat" will Trump mit allen Mitteln stürzen - Putin ist das Hauptziel


Safe

Wohngemeinschaft oder nicht? - Die GEZ-Häscher schlagen wieder zu

© Reuters
Symbolbild: WG in Dresden
Nach Inspektion der Räume eines Berliner Wohnprojekts hat der Rundfunk-Beitragsservice, vormals GEZ, diesem den Status als Wohngemeinschaft (WG) verweigert und fordert nun das Achtfache des bisherigen Rundfunkbeitrags. Der Fall geht vor Gericht.

Eine Wohnung ist laut dem Staatsvertrag, auf dem der Rundfunkbeitrag rechtlich basiert, begrifflich "unabhängig von der Zahl der darin enthaltenen Räume". Allerdings muss sie über einen "eigenen Eingang unmittelbar von einem Treppenhaus, einem Vorraum oder von außen" betreten werden können. Der Beitragsservice arbeitet zwar auch mit dem Begriff "Wohngemeinschaft", dieser ist allerdings in den Rechtsgrundlagen des Rundfunkbeitrags in keiner Form definiert.

Infolge dieser rechtlichen Grauzone gibt es alleine in Berlin mehrere WGs, die sich nun mit der Ex-GEZ darum streiten, was eine Wohngemeinschaft ist und was nicht. Der jüngste Fall ist ein Wohnprojekt in der Kohlfurter Straße 40 in Berlin-Kreuzberg. Dort leben aktuell 43 Personen, darunter acht Kinder.

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