
Ein wissenschaftlicher Beraterkreis der Ministerin spricht sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich gegen kurzfristige Eingriffe wie Preisbremsen, Tankrabatte oder eine Übergewinnsteuer aus. Solche Maßnahmen sollten "unbedingt vermieden werden", da sie in den Marktmechanismus eingreifen und langfristig negative Folgen haben könnten.
Kommentar: Die hohen Spritpreise greifen auch in den Marktmechanismus ein, weil vor allem Lieferketten und Firmen im Allgemeinen darunter leiden, neben den normalen Bürgern. Und es sind die drei deutschen Steuern (Energie-, Mehrwert-, und CO₂-Steuer), die den Preis stark erhöhen. Zudem ist der Eingriff in diesen Marktmechanismus durch die USA und Israel und keine graduelle Entwicklung.
Reiche unterstützt diese Einschätzung und betont, dass steigende Preise bei knappen Ressourcen grundsätzlich eine marktwirtschaftliche Funktion erfüllten. Sie könnten dazu beitragen, die Nachfrage zu dämpfen und so auf Versorgungsengpässe zu reagieren.
Gleichzeitig steht die Bundesregierung unter politischem Druck, auf die Belastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu reagieren. Mehrere Bundesländer fordern konkrete Entlastungsmaßnahmen, darunter steuerliche Eingriffe oder eine Abschöpfung von Gewinnen der Mineralölkonzerne. Reiche machte deutlich, dass sie davon nichts hält. Die Ministerin lässt die Verbraucher mit dem Problem allein.



Kommentar: Andere Länder handeln bereits: Italien und Österreich. Man könnte lautstark vermuten, der deutschen Regierung seien die eigenen Bürger egal, komme, was wolle. Und das hat diese Regierung und die Vorgängerregierungen bereits mehrmals gezeigt. Sie haben die blinde Hoffnung, dass der Konflikt im Iran sich schnell legt und dann alles wieder beim Alten ist. Die Gefahr besteht, dass sich sehr viele verkalkulieren und in einer Wunschwelt leben. Und besonders in Krisenzeiten, zeigen sich Menschen von ihrem wahren Gesicht, auch Politiker. Und in Krisen wird eine gute Politik benötigt.