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Sa, 18 Nov 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Bomb

Rein theoretisch: Physiker entdecken neue nukleare Reaktion - "8 mal mehr Kraft als Wasserstoffbombe"

Physikalische Entdeckungen können Fluch und Segen zugleich sein - so auch der neueste Fund einer subatomaren Reaktion der beiden Wissenschaftler Marek Karliner von der Tel Aviv University und Jonathan Rosner von der University of Chicago.
© Incnis Mrsi/Wikipedia
Wie sie in ihrer im Magazin Nature veröffentlichten Studie beschreiben, setzt eine Fusion von Bottom-Quarks mehr Energie frei als die größte Wasserstoffbombe der Welt. Aus diesem Grund veröffentlichten die beiden Wissenschaftler ihre Ergebnisse nicht sofort, weil sie Angst hatten, man könnte die Methode für Nuklearwaffen nutzen.

Energie wird durch Spaltung und Fusion freigesetzt

Bei Quarks handelt es sich um Elementarteilchen, also elementare Bestandteile, aus denen beispielsweise Protonen und Neutronen bestehen. Partikel, die den Nukleus eines Atoms ausmachen, werden durch eine enorme Menge an Energie an ihrem Platz gehalten. Wird der Atomkern gespalten, wird ein Teil dieser Energie freigegeben, eine Fusion gibt hingegen noch mehr Energie frei - dies geschieht durch die Umwandlung von Masse in Energie. Die Forscher probierten ein Modell aus, bei dem zwei Bottom-Quarks - die Gruppe der Quarks, die am meisten Energie freisetzt - miteinander fusionierten.

Binoculars

Gesicht einer mutigen, der Hexerei beschuldigten Frau nach 300 Jahren rekonstruiert

Unter der Folter bekannte sich 1704 die Mitte 60-jährige Lilias Adie sexueller Praktiken mit dem Teufel und der Hexerei für schuldig und verstarb daraufhin noch vor ihrer Hinrichtung im Gefängnis. 313 Jahre später haben schottische Wissenschaftler nun das Antlitz der Hexe rekonstruiert und geben so dem Schicksal von Tausenden einst der Hexerei angeklagten, verurteilten und hingerichteten Frauen und Männern ein symbolisches Gesicht.

© University of Dundee
Das rekonstruierte Gesicht der 1704 als Hexe verurteilten Lilias Adie aus Torryburn im schottischen Council Fife.
Dundee (Großbritannien) - Im Rahmen der BBC-Radiosendung "Scotland's Time Travel" (Schottische Zeitreise) haben sich Forensiker um Dr. Christopher Rynn vom Centre for Anatomy and Human Identification an der University of Dundee der Rekonstruktion der Gesichtszüge von Lilias Adie angenommen. Grundlage für die Rekonstruktion ist ein Foto des Schädels der Mitte 60-Jährigen, der als einer der wenigen Schädel einer schottischen "Hexe" erhalten geblieben ist, weil Lilias Adie noch vor ihrer eigentlichen Hinrichtung auf dem Scheiterhaufen verstarb.

Kommentar: Weitere Artikel über die möglichen Anfänge und um die Probleme zu verstehen, die in Hexenprozesse verwickelte Gesellschaften hatten:


Cassiopaea

Quantenphysik macht es möglich: Forscher lassen Magnete schweben

© IQOQI Innsbruck/M.R.Knabl
Cosimo Rusconi (li.) und Oriol Romero-Isart lassen einen Magnetkreisel scheinbar schweben, um ihre Arbeiten zu Nanomagneten zu veranschaulichen.
Obwohl klassische Theorien es eigentlich als unmöglich erachten: Innsbrucker Quantenphysiker lassen Nanomagnete über einem statischen Magnetfeld schweben. Sie nutzen dafür Quanteneigenschaften von Nanoteilchen.

Innsbruck/Österreich - Mit Dauermagneten kann man keine stabil schwebende Konstruktion errichten, das hat der Brite Samuel Earnshaw bereits 1842 nachgewiesen. Lässt man einen Magneten über einem anderen schweben, genügt die kleinste Störung, um ihn abstürzen zu lassen. Der Magnetkreisel, ein beliebtes Spielzeug, umgeht dieses Earnshaw-Theorem. Bei einer Störung richtet die Kreiselbewegung ihn wieder so aus, dass die Stabilität erhalten bleibt. Nun haben Physiker um Oriol Romero-Isart vom Institut für Theoretische Physik der Universität Innsbruck und dem Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit Forschern am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching erstmals gezeigt, dass Nanomagneten auch in Ruhe über einem statischen Magnetfeld schweben können.
"In der Quantenwelt können winzige Nanoteilchen ruhend über einem Magnetfeld schweben", sagt Oriol Romero-Isart. "Verantwortlich dafür sind Quanteneigenschaften, die in der makroskopischen Welt nicht wahrnehmbar sind, bei Nanoobjekten aber stark hervortreten."
Stabilität durch gyromagnetischen Effekt

Info

Schwermetall-Belastung lässts sich jetzt einfach und schnell messen

© Empa
Ramon Weishaupt bei Tests mit Blut-Serum
Ein Empa-Team hat einen Biosensor entwickelt, der günstig, einfach und schnell erhöhte Kupferwerte messen kann. Kupfer ist - genau wie andere Schwermetalle - problematisch für Mensch und Umwelt. Das Trägermaterial für den neuen Biosensor - mikrofibrillierte Zellulose - ist ebenfalls eine ­Empa-Entwicklung.

Dübendorf/schweiz - Schwermetalle wie Kupfer sind gefährlich, das ist kein Geheimnis. Sowohl auf die Umwelt als auch auf die menschliche Gesundheit können sie sich gravierend auswirken. Leberschäden, Alzheimer oder sogar Krebs wurden bereits mit einer Überbelastung an Kupfer in Zusammenhang gebracht. Trotzdem sind die Schwermetallkonzentrationen in Luft und Wasser, vor allem in einigen Entwicklungsländern, oft sehr hoch.

Um eine Überbelastung frühzeitig zu entdecken und Folgeschäden zu vermeiden, sind hochsensible Schwermetallanalysen, beispielsweise von Blutproben, unerlässlich. Sie sind aber oft aufwändig und teuer und benötigen eine entsprechende Laborinfrastruktur - was gerade in Entwicklungsländern, wo die Belastungen am höchsten sind, oft ein Problem darstellt.

Kommentar:


Bacon n Eggs

Wie sich das Essen auf die Aktivität unserer Gene auswirkt

© gemeinfrei
Umwelt- und Lebensstilfaktoren führen zu Veränderungen der Genaktivität - beispielsweise durch das Essen, das wir zu uns nehmen.
Welche Auswirkungen haben Umwelt- und Lebensstilfaktoren, beispielsweise das Essen, das wir zu uns nehmen, auf die Aktivität unserer Gene? Wissenschaftler am Helmholtz Zentrum München und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) haben zwei neue Arten von Histon-Modifikationen charakterisiert. Durch sie kann sich der zelluläre Stoffwechsel auf die Aktivität von Genen auswirken.

Neuherberg - Die DNA einer Zelle windet sich um sogenannte Histone. Diese Proteine verpacken das Erbgut im Zellkern und spielen darüber hinaus eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Genaktivität. Durch Anhängen verschiedener Moleküle, können die Histone chemisch modifiziert und in ihrer Funktion verändert werden.

Viele dieser Moleküle stammen von Stoffwechselprodukten ab, daher liegt die Vermutung nahe, dass Umwelt- und Lebensstilfaktoren über diese Moleküle zu Veränderungen der Genaktivität führen - beispielsweise durch das Essen, das wir zu uns nehmen. Bisher war aber unklar, wie genau solche Histon-Modifikationen mit dem Stoffwechsel verknüpft sind und wie sie sich konkret auf die Genaktivität und die Organisation des Chromatins* auswirken.

Clock

Stephen Hawking: Künstliche Intelligenzen werden Menschheit bald ersetzen

© Lucas Jackson
Der Physiker Stephen Hawking lieferte bedeutende Arbeiten zur Kosmologie, Allgemeinen Relativitätstheorie und der Physik der Schwarzen Löcher. Durch populärwissenschaftliche Bücher über moderne Physik ist er auch einem breiten Publikum außerhalb der Fachwelt bekannt geworden.
Der renommierte Physiker Prof. Stephen Hawking geht davon aus, dass Roboter die Menschheit irgendwann vollständig ablösen werden. Laut dem Wissenschaftler wird die künstliche Intelligenz irgendwann einen Punkt erreichen, ab dem sie als eine "neue Lebensform" einzustufen ist.

In einem Interview mit der Printausgabe der Zeitschrift "Wired" sprach Hawking über seine Befürchtungen, dass die künstliche Intelligenz den Menschen irgendwann übertreffen und obsolet machen könnte. Hawking sagte:
Ich fürchte, dass die künstliche Intelligenz den Menschen insgesamt ersetzen könnte. Wenn Menschen Computerviren entwerfen, wird jemand eine künstliche Intelligenz entwerfen, die sich selbst verbessert und vermehrt. Das wird eine neue Lebensform sein, die den Menschen überragt.
Der 75-Jährige sprach auch von seiner Überzeugung, dass die Menschheit ein neues "Raumfahrt-Zeitalter" benötige, um mehr junge Leute für die Wissenschaft zu gewinnen. Sonst werde es "ernste Konsequenzen" haben, wenn nicht mehr Menschen Interesse an der Wissenschaft zeigten.

Kommentar: Diese Aussicht ist nicht erstrebenswert, sondern zutiefst erschreckend:


Magnify

Dritte Orang-Utan-Art auf Sumatra entdeckt

© Maxime Aliaga
Eine eigene Orang-Utan-Art: Pongo tapanuliensis.
Batang Toru (Sumatra) - Im Batang-Toru-Wald im westlichen Sumatra haben Forscher eine dritte Art von Orang-Utans beschrieben. Die zugleich auch schon vom Aussterben bedrohte Art ist damit die erste seit mehr als 80 Jahren entdeckte Art von Menschenaffen. Die Entdeckung ist auch aus kryptozoologischer Sicht von Bedeutung.

Wie das Team um den Anthropologen Erik Meijaard von der Naturschutzorganisation Borneo Futures in Jakarta und Alexander Nater von der Universität Zürich aktuell im Fachjournal Current Biology (DOI: 10.1016/j.cub.2017.09.047) berichtet, stammen die ersten Berichte über die isoliert auf der indonesischen Insel Sumatra lebende Orang-Utan-Art aus den 1930er Jahren. Die jetzt auch wissenschaftlich beschriebenen und damit bestätigten Menschenaffen erhielten den Namen Pongo tapanuliensis. Mit ihrer Beschreibung der Primaten selbst warnen die Forscher zugleich vor der akuten Bedrohung des Lebensraums der Tiere.

Wie die Wissenschaftler berichten, handelt es sich bei den Tapanuli-Orang-Utans um eine Population aus weniger als 800 Individuen, die in den Batang-Toru-Wäldern im westlichen Sumatra leben. Schon eine erste Expedition Meijaards entdeckte in den 1990er Jahren die Überreste eines Orang-Utan-Weibchens und stieß auch auf die charakteristischen Nester, die auf die Population hindeuteten. Als dann Einwohner 2013 ein männliches Tier töteten, hatten die Forscher erstmals auch verwertbare Knochen- und Gewebeproben zur Verfügung.

Kommentar: Es gibt bereits aussagekräftige DNA-Proben. Was von der 'wissenschaftlichen' Gemeinde daraus gemacht wird, ist eine andere und gleichzeitig nicht überraschende Geschichte:


Bulb

Gigantisches Problem: Astronomen entdecken Planet, den es nicht geben dürfe - Theorie prallt auf Realität

Unter der Leitung von Dr. Daniel Bayliss und Professor Peter Wheatley von der britischen University of Warwick's Astronomy and Astrophysics Group hat ein internationales Astronomenteam einen Riesenplaneten entdeckt, den es laut gängiger Lehrmeinung gar nicht geben dürfte.
© University of Warwick, Mark Garlick
Künstlerische Darstellung eines Sonnenaufgangs auf NGTS-1b.
Wie EurekAlert! berichtet, stellt diese Entdeckung die Wissenschaftler vor einem Rätsel, denn gemäß der geltenden Theorie zur Entstehung von Planeten dürfte ein Riesenplanet eigentlich keine Umlaufbahn um einen kleinen Stern haben. Der Gasplanet trägt die Bezeichnung NGTS-1b, besitzt die Größe des Jupiters und befindet sich in rund 600 Lichtjahren Entfernung im Sternbild Taube. Seine Oberflächentemperatur dürfte bis zu 530 Grad Celsius betragen, da er seinem Mutterstern sehr nahe kommt - nur rund drei Prozent der Entfernung zwischen der Erde und unserer Sonne. Er benötigt für einen Umlauf seines Sterns, der halb so groß wie unsere Sonne ist, lediglich 2,6 Tage, sodass ein Jahr auf NGTS-1b gerade mal zweieinhalb Tage dauert.

Laut den Astronomen ist der Gasriese in Relation zu seinem Stern der bisher größte Planet, der je entdeckt wurde. Eigentlich widerspricht NGTS-1b der gängigen Theorie zur Entstehung von Planeten, denn bislang ging man davon aus, dass sich um kleine Sterne lediglich kleine Gesteinsplaneten bilden können, da solche Sterne nicht genügend Material für Planeten zur Verfügung stellen können, um jupitergroße Himmelskörper bilden zu können.


Kommentar: Tja. Wer hätte es gedacht.... Die gängigen Theorien über unser Universum und die Himmelskörper darin scheitern regelmäßig an der Realität. Danach sind dann die Mainstream Wissenschaftler immer wieder "verblüfft" und erfinden neue abstruse Theorien (meistens basierend auf keinen Fakten und Beobachtungen), um diese Anomalien wegzuerklären damit das gängige Bild des Universums auch weiterhin aufrechterhalten werden kann. Unser neues Buch erklärt einige dieser "Anomalien" in einer neuen Sichtweise, die der Realität wahrscheinlich viel näher kommt. Dieses Buch ist sehr zu empfehlen.


Kommentar: Widerspricht es nicht auch der gängigen Lehrmeinung über Gravitation? Die Gravitation an sich scheint noch immer ein Rätsel zu sein.


Crusader

Hexen, Kometen und planetare Kataklysmen

Dieser Artikel wurde erstmals im "The Dot Connector Magazin" veröffentlicht, einer offiziellen Publikation von Sott.net.

Wenn Sie an Halloween denken, was kommt Ihnen zuerst in den Sinn? Ich startete eine kleine Umfrage unter meinen Freunden, meiner Famile und meinem Mitarbeiterstab. Raten Sie, was zuerst erwähnt wurde? Kürbis-Laternen! Ich wette, Sie dachten, ich würde Hexen erwähnen, aber sie kamen nur an zweiter Stelle bei meiner Umfrage!
© Dot Connector Magazine
Wenn ich an Halloween denke, denke ich an Schulprojekte, wo wir aus Papier die Umrisse von Hexen ausschnitten und auf große halbkreisförmige Halbmonde aus Karton klebten. Die Hexen waren von einer schwarzen Katze begleitet, die hinten auf dem Hexenbesen mitritten. Ich fragte mich, wie eine Katze es schaffen könne, dort das Gleichgewicht zu halten und wie man denken könne, dass das Sitzen auf einem Besen überhaupt bequem ist.

Galaxy

Zwillingsstudie: Langzeitmissionen im All verändern DNA

© NASA
Die Zwillinge Mark (links) und Scott (rechts) Kelly
Die NASA hat neue Ergebnisse ihres jüngsten Weltraum-Experiments mit den Zwillingen Scott und Mark Kelly bekannt gegeben.

Für ein NASA-Experiment verbrachte der Astronaut Scott Kelly 340 Tage an Bord der Internationalen Raumstation (ISS), während sein Zwillingsbruder auf der Erde blieb. Das Ergebnis war für die Wissenschaftler verblüffend.

Im Rahmen ihrer sogenannten Zwillingsstudie wollte die NASA vergleichen, welche biologischen Parameter sich zwischen Zwillingsbrüdern verändern, wenn einer als Astronaut lange Zeit in der Schwerelosigkeit im Weltall lebt und der andere auf der Erde verbleibt. Diese Untersuchung gab den Wissenschaftlern die einzigartige Gelegenheit, zu studieren, welche Auswirkung die Raumfahrt tatsächlich auf dem menschlichen Körper hat, indem sie den gesundheitlichen Zustand der Zwillinge nach der Testphase miteinander verglich.