Willkommen bei SOTT.net
Sa, 30 Jul 2016
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
Karte

Jupiter

Aktivste Polarlichter auf Jupiter aufgenommen - Größer als unsere Erde

Polarlichter sind ein faszinierendes Himmelsspektakel. Die bunten, geisterhaften Leuchterscheinungen in Rot, Grün, Gelb und Blau lassen sich allerdings nur in den Polarregionen beobachten. Das Phänomen der Polarlichter gibt es nicht nur auf unserem Planeten. Auch an den Polen des Riesenplaneten Jupiter gibt es dieses Leuchten.
© Nasa
Das Weltraumteleskop Hubble hat jetzt wunderbare Fotos und Videos von den sehr quirligen Polarlichtern des Jupiters geliefert. Das gemeinsam von der Nasa und der Esa betriebene Teleskop hat die Aufnahmen im Bereich des ultravioletten Lichts angefertigt, in dem die Polarlichter des Jupiters besonders gut zu sehen sind.

Die Polarlichter des Jupiters entstehen grundsätzlich nach dem gleichen Prinzip wie auf der Erde. Der aus geladenen Teilchen bestehende Sonnenwind wird vom Magnetfeld des Planeten in die Polarregionen geleitet, wo die Magnetfeldlinien in die Atmosphäre eintauchen.

Dort stoßen dann die negativ geladenen Elektronen und die positiv geladenen Protonen aus dem Sonnenwind auf die Atome und Moleküle der Atmosphäre. Diese werden durch die von der Sonne kommende Partikelstrahlung ionisiert und senden anschließend Licht mit einer bestimmten Wellenlänge aus. Die Farbe des Lichts hängt dabei von den in der Atmosphäre vorhandenen Molekülen (im Fall der Erde vorwiegend Stickstoff und Sauerstoff) sowie der Energie der Teilchen im Sonnenwind ab.

Bulb

Wissenschaftler entdecken Photonen-Tunnel im Gehirn: Elektrische Leiter zwischen den Neuronen

Wissenschaftler an den Universitäten Calgary und Alberta in Kanada haben eine Verbindungsart zwischen Neuronen ermittelt, die für die moderne Wissenschaft prinzipiell neu ist, berichtet die Webseite BioRxiv unter Berufung auf die Forscher.
© Fotolia/ Andrea Danti

Es handle sich dabei um Photonentunnel im Menschenhirn. Wie die Biologen bereits früher herausgefunden hatten, können die Nervenzellen Photonen ausstrahlen, welche Verbindungen zwischen Neuronen sichern können.

Snowflake

Wasserschneegrenze eines Sterns bei Eruption erstmals sichtbar gemacht: Mehr Erkenntnisse für die Entwicklung von Planetensystemen?

© A. Angelich (NRAO/AUI/NSF)/ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)
Künstlerische Darstellung der Wasserschneegrenze um den jungen Stern V883 Orionis.
Zum ersten Mal ist es gelungen, die sogenannte Wasserschneegrenze, die den Abstand kennzeichnet, ab dem die Temperatur um einen jungen Stern so weit gesunken ist, dass sich Schnee bilden kann, in einer protoplanetaren Scheibe abzubilden. Eine dramatische Zunahme der Helligkeit des jungen Sterns V883 Orionis hat den inneren Bereich der Scheibe schlagartig erwärmt, so dass die Wasserschneegrenze deutlich weiter nach außen verschoben wurde, als es für einen Protostern eigentlich üblich ist. Aus diesem Grund war es den Wissenschaftlern möglich, die Grenze zu beobachten. Die Ergebnisse werden am 14. Juli 2016 in Nature veröffentlicht.

- Bei dieser Meldung handelt es sich um eine Pressemitteilung der Europäischen Südsternwarte (ESO)

Junge Sterne sind oftmals von dichten, rotierenden Scheiben aus Gas und Staub umgeben, die als protoplanetare Scheibe bezeichnet werden und aus denen sich Planeten bilden. Durch die Wärme eines typischen jungen sonnenähnlichen Sterns ist sämtliches Wasser innerhalb der protoplanetaren Scheibe bis zu einer Entfernung von etwa 3 Astronomischen Einheiten (AE) vom Stern gasförmig - das entspricht etwa dem Dreifachen der durchschnittlichen Entfernung zwischen Erde und Sonne, also etwa 450 Millionen Kilometer. Weiter außen findet durch den extrem niedrigen Druck ein direkter Übergang der Wassermoleküle vom gasförmigen in den festen Zustand statt, so dass sich eine dünne Schicht aus Eis auf Staubkörnern und anderen Partikeln bildet. Der Bereich in der protoplanetaren Scheibe, in dem Wasser vom gasförmigen in den festen Zustand übergeht, wird als Wasserschneegrenze bezeichnet.

Der Stern V883 Orionis hingegen ist ungewöhnlich. Durch eine dramatische Zunahme der Helligkeit hat sich die Wasserschneegrenze bis zu einer Entfernung von etwa 40 AE nach außen verschoben (das entspricht etwa 6 Milliarden Kilometern oder ungefähr dem Radius der Umlaufbahn des Zwergplaneten Pluto in unserem Sonnensystem). Ohne diese enorme Helligkeitsänderung und die hohe Auflösung, die ALMA mit langen Basislinien bietet, wäre es dem Team unter der Leitung von Lucas Cieza (Millennium ALMA Disk Nucleus und Universidad Diego Portales, Santiago de Chile) nicht gelungen, zum ersten Mal die Schneegrenze von Wasser in einer protoplanetaren Scheibe abzubilden.

© ALMA (ESO/NAOJ/NRAO)/L. Cieza
ALMA-Aufnahme der protoplanetaren Scheibe um V883 Orionis.
Die plötzliche Helligkeitszunahme, die V883 Orionis widerfahren ist, ist ein Beispiel dafür, was passiert, wenn große Mengen Materie aus der Scheibe um einen jungen Stern auf seine Oberfläche fallen. V883 Orionis ist nur um etwa 30% massereicher als die Sonne, und dank der Eruption, die der Stern erlebt, ist er derzeit jedoch erstaunliche 400 Mal leuchtkräftiger - und deutlich heißer.

Kommentar:


2 + 2 = 4

Neue Theorie über das Sterben der Dinosaurier: Ruß in der Atmosphäre durch Meteoriteneinschlag in Öl-Reservoir verursachte wahrscheinlich Klimawandel

© picture alliance / dpa
Das Skelett eines Baby-Dinosauriers der Gattung Allosaurus ist etwa 150 Millionen Jahre alt und wurde im US-Bundesstaat Wyoming entdeckt.

Das Massensterben der Dinosaurier beschäftigt Wissenschaftler seit Jahrzehnten und bringt immer neue Theorien hervor. Die Neueste scheint sehr plausibel, lässt aber auch einige Fragen offen.


Gewaltige Mengen Ruß in der Atmosphäre könnten einer neuen Theorie nach zum Aussterben der Dinosaurier geführt haben. Der etwa zehn Kilometer große Meteorit, der auf dem Gebiet des heutigen Mexikos einschlug, habe möglicherweise ein großes Ölreservoir getroffen, erläutern japanische Forscher im Fachjournal "Scientific Reports". In der Nachbarschaft des Kraters in Mexiko existieren tatsächlich größere Ölvorkommen. Die Hypothese der Wissenschaftler lautet, dass das Öl durch die Wucht des Aufpralls bei hohen Temperaturen verbrannte und der entstehende Ruß in die Stratosphäre geschleudert wurde, wo er sich weltweit verbreitete. Dies könne einen Klimawandel bewirkt haben, der letztlich zum massenhaften Aussterben von Tier- und Pflanzenarten am Ende der Kreidezeit vor 66 Millionen Jahren führte, erläutern die Forscher um Kunio Kaiho von der Tohoku University in Sendai. Sie stützen ihre Hypothese mit den Ergebnissen von Bodenproben und Berechnungen mit Hilfe von Klimamodellen.

Finsternis ließ Pflanzen sterben

Die aktuell geläufigste Hypothese besagt, dass der Meteorit riesige Mengen an Schwefelsäure in die höhere Atmosphäre brachte. Über den ganzen Erdball verteilt, reflektierten sie als Schwebteilchen in der Stratosphäre das Sonnenlicht und sorgten damit für eine globale Finsternis. Die auf Sonnenlicht angewiesene Photosynthese der Pflanzen kam zum Erliegen, es gab einen weltweiten Winter und sauren Regen. Das Team um Kaiho hält diese Theorie für unwahrscheinlich: "Wenn dies geschehen wäre, wären Krokodile und viele andere Tiere ebenfalls ausgestorben".

Die Wissenschaftler untersuchten Bodenproben aus Haiti und Spanien vom Ende der Kreidezeit. Sie fanden eine Zusammensetzung von Kohlenwasserstoffen, wie sie bei verbranntem Erdöl entsteht. Der über die Atmosphäre verteilte Ruß habe zwar viel Sonnenlicht von der Erdoberfläche ferngehalten, doch sei die Photosynthese der Pflanzen noch möglich gewesen, glauben die Forscher. In Klimamodellen berechneten sie drei mögliche Abläufe für Temperatur, Niederschlag, Sonneneinstrahlung und Bodenfeuchtigkeit abhängig von der Menge entstandenen Rußes - 500 Millionen Tonnen, 1,5 Milliarden Tonnen oder 2,6 Milliarden Tonnen.

Kommentar: Momentan ist wieder ein Massensterben im Gange mit Erdveränderungen, häufigen Vulkanausbrüchen und jede Menge fliegenden Feuerbällen in unserer Atmosphäre. Das eine kann gleichzeitig mit dem anderen stattfinden. Für weitere Zusammenhänge lesen Sie "Earth Changes And The Human-Cosmic Connection" von Pierre Lescaudron. Das Buch wird z.Zt. vom deutschen SOTT-Team übersetzt und als Artikelserie veröffentlicht.


Magnify

Neue fleischfressende Saurier-Gattung entdeckt

Forscher entdeckten in Patagonien Fossilien eines zweibeinigen Dinosauriers mit ähnlich unverhältnismäßig kurzen Vorderbeinen wie T. rex: Der in »Plos One« vorgestellte Gualicho shinyae hatte die Ausmaße eines Eisbären - aber Ärmchen wie ein menschliches Kind. Diese wiesen zudem nur je zwei Finger auf.

Gualicho shinyae
Das argentinisch-US-amerikanische Forscherteam wählte den Namen mit einer Portion Galgenhumor: Gualicho bzw. Gualichu ist der Name eines bösen Geists in der Mythologie des in Patagonien lebenden Tehuelche-Volks. Da die Expedition unter einigen Missgeschicken litt, scherzte das Team über den »Fluch von Gualichu«. Der Namenszusatz verweist auf die eigentliche Entdeckerin der Fossilien, Akiko Shinya vom Chicagoer Field Museum.

Kommentar:



Bulb

Koronales Riesenloch auf der Sonne: Experten beschwichtigen und missachten elektrische Gesetze

Bedrohen koronale Löcher an der Sonne die Erde? Wissenschaftler beschwichtigen: Es besteht keine Gefahr. Wie die „Huffington Post“ am Mittwoch berichtete, weist die Sonne derzeit ein koronales Riesenloch auf, das rund ein Sechstel der Sonnenoberfläche einnimmt.
„Solche solaren Löcher bilden sich regelmäßig“, schrieb das Blatt unter Berufung auf das NASA-Observatorium für solare Dynamik (Solar Dynamics Obwervatory/SDO). Es handle sich um spezifische Zonen an der Sonne, wo das Plasma eine niedrigere Temperatur und Dichte als die Umgebung habe, nachdem die Korona heiße Materie ausgespuckt habe. „Eben deshalb nehmen sich koronale Löcher dunkel aus“, hieß es.


Aufzeichnungen des koronalen Lochs im Ultraviolettbereich wurden am Montag, dem 11. Juli, von der SDO gemacht. NASA-Spezialisten kompilierten mehrere Bilder zu einem Video

Kommentar: Man sollte bedenken, dass unser Sonnensystem elektrischen Prinzipien unterliegt und somit die Sonnenaktivität ein erheblichen Einfluss auf die Erde hat. Suspicious0bservers untersuchen regelmäßig die Sonnenaktivität und andere elektrische Faktoren im Sonnensystem und haben z.B festgestellt, dass es eine definitive Korrelation zwischen Sonnenlöchern und der Intensität und Häufigkeit von Erdbeben auf der Erde gibt.

Mehr Informationen über die elektrische Natur unseres Sonnensystems und der Mensch-Kosmos Verbindung finden Sie hier:


Post-It Note

Folgen der Pille? Auffällige Anomalie von 39 Zwillingspaaren in einer kleinen chinesischen Gemeinde

In einer chinesischen Gemeinde im Südwesten des Landes, die zum Stadtbezirk Jiangjin von Chongqing gehört, leben bei den dort lebenden 367 Familien laut der Zeitung „South China Morning Post“ 39 Zwillingspaare.
© AFP 2016/ STR

Die Zeitung verweist auf eine bereits jahrzehntelange Anomalie - das älteste Zwillingspaar im Dorf ist bereits 89 Jahre alt, das jüngste - erst neun Monate. Einer Statistik zufolge kommen in etwa 1,1 Prozent aller Fälle Zwillinge zur Welt. In der genannten anomalen Zone sind dagegen in jedem zehnten Haus Zwillinge anzutreffen.

Kommentar:


Jet1

Zukunft russischer Waffen: Kampfjets mit Mikrowellen

Die unbemannte Version des russischen Kampfjets sechster Generation wird mit einer elektromagnetischen Kanone ausgestattet, die die gegnerische Digitaltechnik außer Gefecht setzen kann, schreibt die Zeitung "Rossijskaja Gaseta" am Dienstag.
© AFP 2016/ Kirill Kudryavtsev
Wie der Leiter des russische Konzerns „Radioelektronische Technologien“, Wladimir Michejew, der Nachrichtenagentur TASS mitteilte, ist diese Waffe bereits entwickelt worden und kann Ziele aus einer Entfernung von Dutzenden Kilometern treffen.

„Bei den Kampfjets sechster Generation handelt es sich um Flugzeuge, die eine Hyperschallgeschwindigkeit erreichen können, kaum auffällig und sehr gut geschützt sein werden, künstliche Intelligenz für kollektive Einsätze sowie modernste, darunter elektromagnetische, Waffen haben werden“, betonte Michejew.

Kommentar: Überlegenheit der russischen Waffen überzeugt: Mehrere Länder wollen Su-34 kaufen


Question

Seltsame Anfälle von Gruppen-Schluckaufs mit anschließendem Jaulton an zwei US-Schulen

Während des Zeitraumes 2012/2013 häuften sich an zwei Gymnasien im Nordosten von Massachusetts die Fälle eines mysteriösen »Schluckaufs«, dem mindestens zwei Dutzend Schüler zum Opfer verfielen.
© Thinkstock/PhotoDisc
Nachdem es im Herbst 2012 begonnen hatte, ließ dieses rätselhafte Symptom Anfang 2013 an der North Shore Technical School in Middleton zwar nach, doch in der Nachbarsschule Essex Aggie im nahen Danvers litten weitere 18 Mädchen an dieser bizarren Krankheit. Eine Untersuchung der Schüler sowie Befragung der Eltern ergab, dass es scheinbar kein normaler Schluckauf war, sondern dass er zwar wie einer begann aber sich dann in einen hellen Jaulton umwandelte. Die Zeugen beschrieben ihn als einen »lauten, durchdringenden Schluckauf« oder als »übertriebenen Schluckauf«.

Bulb

Erstaunliches Untersuchungsergebnis: Auch Pflanzen treffen komplexe und flexible Entscheidungen

© waltus.ch
Ein internationales Wissenschaftlerteam hat in der aktuellen Ausgabe des Fachblattes »Current Biology« ihre neue Studie veröffentlicht, aus der hervorgeht: Pflanzen haben zwar weder ein Nervensystem, noch ein Gehirn aber dennoch scheinen sie erstaunliche flexible und komplexe Entscheidungen treffen zu können.

Der Zoologe Alex Kacelnik von der Oxford University in England hat gemeinsam mit seinem Kollegen Efrat Dener von der Ben-Gurion-Universität in Israel in Experimenten Hinweise darauf gefunden, dass Pflanzen offenbar Entscheidungen treffen können, die für ihr Überleben wichtig sind. Dazu hatten sie eine dreiteilige Versuchsreihe mit Erbsenpflanzen (Pisum sativum) durchgeführt. Im ersten Teil pflanzten sie nur eine Hälfte der Erbsenwurzel in einen Topf mit optimalen Wachstumsbedingungen, die andere hingegen in kargem Boden. Erwartungsgemäß wuchs die Wurzel im vorteilhaften Boden gut, im schlechten blieb sie eher mickrig. In diesem Fall hatte sich die Pflanze ökonomisch entschieden und ging kein Risiko ein, sie bevorzugte den Topf, wo sie die benötigte Menge zum Überleben bekam.

Im zweiten Teil des Experiments teilten sie erneut die Wurzeln einer Pflanze in zwei Töpfe, wobei sie diesmal die Nährstoffe in dem einen Topf durchgehend hoch hielten und in dem anderen stark schwanken ließen. In der Summe blieb die Nährstoffmenge jedoch in beiden Töpfen gleich. Dieses Mal wurzelte die Pflanze im konstanten Boden besser, was die Forscher als risikoscheues Verhalten bewerteten, da sie sich lieber für die gesicherte Menge entschieden hatte.

Kommentar: Das stellt wieder einmal herkömmliche Theorien infrage, denen zufolge Intelligenz nur mit einem komplexer ausgebildeten Nervensystem in Zusammenhang gebracht wird.