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Fr, 26 Aug 2016
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Wissenschaft und Technologie
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Bulb

Butanol statt Benzin: Forscherin entwickelt alternativen Kraftstoff weil Rohöl "knapp wird"

Eine Forscherin an der TU Kaiserslautern stellt in einem neuen Verfahren Butanol her. Das könnte Benzin ersetzen und damit das Rohöl-Problem lösen.
© dpa
Forscher sind einem Ersatz für Benzin auf der Spur.
Fossile Brennstoffe sind nicht unendlich verfügbar, viele Alternativen waren in der Produktion aber bisher zu kompliziert oder zu teuer.


In Deutschland arbeitet derzeit eine Forscherin an der TU Kaiserslautern als eine der ersten an der Entwicklung von Butanol mit einem neuen Herstellungsverfahren.

Kommentar: Lebst du noch grün, oder denkst du schon? Der große Ökostrom-Betrug


Pills

Durchbruch: Neues Schmerzmittel ist so potent wie Morphin und hat keine Nebenwirkungen

Forscher entdecken neuartiges, effektives Schmerzmittel

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Forscher haben ein Schmerzmittel entdeckt, das so potent wirkt wie Morphin und Co - aber nicht deren Nebenwirkungen hat. Es hemmt weder die Atmung noch scheint es süchtig zu machen, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature" berichten. Sollte sich diese positiven Eigenschaften auch in weiteren Versuchen bestätigen, wäre dies ein großer Fortschritt für die Schmerztherapie.
© Feverpitched/ thinkstock
Opioide sind die wirksamsten Schmerzmittel, die wir haben - aber sie haben mehrere Schattenseiten.
Bisher gibt es gegen starke Schmerzen nur eine wirksame Hilfe: Opioide. Diese Derivate des Opiums docken an den mu-Opioid-Rezeptoren in unserem Gehirn und Rückenmark an und unterdrücken so die Schmerzreize. Leider haben diese Schmerzmittel aber Nebenwirkungen: Sie machen abhängig und wirken in höheren Dosen atemlähmend. Letzteres geschieht, weil beim Andocken der Opioide noch ein zweiter, unerwünschter Signalweg aktiviert wird.

Fahndung unter drei Millionen Molekülen

Weltweit suchen Forscher daher schon länger nach einer Opioid-Alternative, die keine der typischen Nebenwirkungen zeigt - und am besten auch nicht süchtig macht. Aashish Manglik von der Stanford University und seine Kollegen haben für ihre Fahndung an der molekularen Basis angesetzt. Sie prüften gut drei Millionen bekannte Moleküle am Computer darauf, ob ihre Struktur eine Bindung an den mu-Rezeptor erlaubt.

Kommentar: Es wäre ratsam erst einmal die Wurzeln und die eigentlichen Gründe für die Schmerzen herauszufinden. Dann würde man vielleicht erst gar nicht in die Lage kommen, diese starken Schmerzmittel überhaupt zu benötigen...


Christmas Tree

1075 Jahre alt: Griechischer Baum ist der älteste bekannte Europäer

1075 Jahresringe zählte ein Forscher bei einem griechischen Nadelbaum. Als die Kiefer keimte, existierte das Römische Reich noch.

Der älteste Einwohner Europas, dessen Alter man beziffern kann, ist eine Schlangenhaut-Kiefer (Pinus heldreichii) von den Hängen der Pandos-Berge im griechischen Hochland. Der Baum keimte nach Angaben des Teams um den schwedischen Dendrochronologen Paul Krusic etwa im Jahr 940. Damals stand Griechenland noch unter der Herrschaft des Kaisers in Byzanz - der älteste bekannte Europäer ist also gebürtiger Römer. Die Forscher tauften die uralte Kiefer auf den Namen Adonis, nach dem griechischen Gott der Schönheit - und das, obwohl Griechenland um 940 schon seit Jahrhunderten christianisiert war.

Krusic und seine Arbeitsgruppe spürten den Baum im Rahmen ihrer Suche nach besonders alten Bäumen in Europa auf. In einem ungefähr einen Meter langen Bohrkern, der bis in den Kern des Baums reicht, zählten sie 1075 Jahresringe - einige Bäume gelten zwar als älter, allerdings lediglich auf der Basis grober Schätzungen. Die Kiefer ist Teil einer ganzen Gruppe von Bäumen ähnlichen Alters, die in den unwirtlichen Höhen Griechenlands die Zeiten überdauert haben. Das Team ist auf der Suche nach möglichst alten Bäumen, deren Jahresringe Aufschluss über die Klimageschichte Europas geben können und als Basis für lange dendrochronologische Zeitreihen dienen.

Black Magic

Erschreckende neue Studie: Monsantos Glyphosat führt zu Veränderungen der DNA und chronischen Krankheiten

Laut einer Studie verursacht Glyphosat Veränderungen in der DNA-Funktion, was in chronischer Erkrankung resultiert. Laut den Autoren geht Glyphosat, Ersatz für Glycin, mit einigen Krankheiten einher, einschließlich Diabetes, Fettleibigkeit, Alzheimer, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), Parkinson und weiteren.
Wie lange sehen unsere Regierungen noch dabei zu, wie große Unternehmen unsere Gesundheit aufs Spiel setzen - leichtfertig, gewissenlos und aus Profitgier?!

Es ist unglaublich - WHO-Forscher stuften Glyphosat als nicht krebserregend ein. Die IARC hatte Glyphosat im März 2015 als wahrscheinlichen Krebserreger eingestuft. Nachdem die EU-Kommission sich nicht einig wurde, wurde kurzerhand die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat um 18 Monate verlängert. Obwohl Wissenschaftler der Internationalen Agentur für Krebsforschung herausfanden, dass zwischen Pestizidbelastung und Lymphdrüsenkrebs, auch als Blutkrebs bezeichnet - bekannt als Non-Hodgkin-Lymphom - eine starke Verbindung besteht.

Kommentar:


Heart

Sieht aus wie ein Kuscheltier: Violetter Mini-Tintenfisch verblüfft Forscher

"Sieht aus, als hätte jemand sein Spielzeug fallen lassen": Vor der Küste Kaliforniens entdecken Meeresbiologen einen knallvioletten Tintenfisch und können sich vor Lachen nicht mehr halten.
© Screenshot Youtube/EVNautilus
"Der hat aber seltsame Augen": Die Meeresbiologen der E/V Nautilus Expedition scannen mit einem Tauchroboter gerade den Meeresboden vor Kalifornien, als in 900 Meter Tiefe ein lila Zwerg ins Bild gerät - ein Tintenfisch der Art Rossia pacifica. Beim Anblick des cartoonesken Wesens können die Wissenschaftler kaum mehr an sich halten. "Sieht aus, als ob jemand sein Spielzeug verloren hat", meint eine Forscherin. "Er ist großartig", sagt ein Kollege.

Kommentar: Unbekannte lila leuchtende Bio-Kugel am Pazifikboden lässt Meeresbiologen rätseln


Comet

Eines der größten Meteoriten-Streufelder Europas im Schweizer Jura entdeckt

Mehr als 600 Meteoriten-Fragmente eines seltenen Eisenmeteoriten im Schweizer Jura

Seltener Fund: In der Schweiz haben Forscher eines der größten Meteoriten-Streufelder Europas entdeckt. Auf einer Länge von fünf Kilometern fanden sie schon jetzt mehr als 600 Meteoriten-Fragmente. Die Bruchstücke stammen Eisenmeteoriten, der vor rund 160.000 Jahren in der Atmosphäre zerplatzte. Spannend auch: Dieser Meteorit gehörte einem extrem seltenen Typ an, weltweit gibt es davon nur sechs Funde.

© Naturhistorisches Museum Bern
Ein im neuentdeckten Streufeld gefundenes Fragment des Twannberg-Meteoriten - eines sehr seltenen Typs Eisenmeteorit.
Nicht immer schlägt ein Meteorit als Ganzes auf der Erdoberfläche ein. Häufig sorgt die enorme Reibung beim Eintritt in die Atmosphäre dafür, dass der Brocken bereits in der Luft auseinanderbricht oder sogar explodiert - wie beispielsweise beim berühmten Tunguska-Ereignis im Jahr 1908 der Fall. Von solchen Ereignissen bleibt dann meist kein Krater, sondern nur ein Streufeld aus unzähligen Meteoriten-Fragmenten übrig.

600 Fragmente über fünf Kilometer verstreut

Ein besonders großes Streufeld haben nun Wissenschaftler des Naturhistorischen Museums Bern gemeinsam mit rund 50 Meteoritensammlern entdeckt. Es liegt im Gebiet des Twannbergs, nahe der Schweizer Stadt Biel. Dort haben die Forscher während der letzten drei Jahre bereits rund 600 Meteoriten-Fragmente mit einem Gesamtgewicht von 72,5 Kilogramm gesammelt. Sie schätzen aber, dass die Gesamtzahl in den nächsten Jahren weiter steigen wird.

Die Bruchstücke erstrecken sich über ein Gebiet von fünf Kilometern Länge, könnten aber nach Schätzungen der Forscher auf über 15 Kilometern Länge verteilt sein. Schon jetzt gehört dieses Streufeld damit zu den größten bekannten Meteoriten-Streufeldern in Europa.

Jupiter

Titan: Cassini entdeckt geflutete Canyons aus Methan und Ethan

Die NASA-Sonde „Cassini“ hat auf dem Saturnmond Titan - und damit erstmals auf einem anderen Himmelskörper als unserer Erde - geflutete Canyons entdeckt. Statt mit Wasser sind diese allerdings mit einem Gemisch aus den flüssigen Kohlenwasserstoffen Methan und Ethan gefüllt.

© NASA/JPL-Caltech/ASI
Blick auf die mit flüssigen Kohlenwasserstoffen gefüllten tiefen Canyons der Region Vid Flumina.
Rom (USA) - Entdeckt wurden die gefluteten steilhängigen und mehrere hundert Meter tiefen Canyons mit Hilfe von Radarwellen, die die Sonde bereits 2013 auf die zerfurchte Grabenlandschaft entlang der Küsten des nördlichen Titan-Meeres Liga Mare gerichtet hatte.

Besonders im knapp einen Kilometer breiten, 249 bis 570 Meter tiefen und bis zu 40 Grad steil abfallenden Grabennetzwerk Vid Flumina (s. Abb.) zeigten die zurückgeworfenen Radarwellen in Kombination mit den gemessenen Höhenwerten, dass es bei den dunklen Kanälen nicht um gesättigte Sedimente sondern - da glatte Oberflächen ausweisend - um flüssige Oberflächen handelt. Vergleichbare Daten hatte die Sonde zuvor schon öfter über den bereits bekannten Meeresflächen auf Titan erhalten und unterscheiden sich deutlich vom eher grob strukturierten Terrain aus Fels und Eis der Landmassen auf Titan.

Jet3

„Fliegender Hintern“ erfolgreich gestartet: Airlander 10 - das größte Luftschiff der Welt

Das größte Luftschiff der Welt hat seine erste Runde in England gedreht. Der Airlander 10 kann bis zu 4880 Meter hoch aufsteigen.
© AFP
Ansicht von hinten.
Besonders aerodynamisch wirkt der Airlander 10 nicht: Von vorne wie von hinten weckt das Gefährt Assoziationen mit einem menschlichen Hinterteil. Dafür kann es aber fliegen - jedenfalls hat das Angaben der Hersteller weltgrößte Luftschiff am Mittwochabend in Großbritannien erfolgreich seinen Jungfernflug absolviert.

Der Airlander 10 - teils Flugzeug, teils Luftschiff und Helikopter - hob in der Dämmerung unter dem Applaus etlicher Schaulustiger im englischen Cardington ab und blieb etwa 30 Minuten lang in der Luft. Ein erster Test am Sonntag war wegen technischer Probleme in letzter Minute abgesagt worden.

Genau von diesem Flugplatz aus war 1930 das Luftschiff R101 gestartet, das in Frankreich abstürzte und damit der Entwicklung von Luftschiffen in Großbritannien vorerst ein Ende setzte.

Satellite

NSA wurde gehackt und auch ein wenig blamiert

Die Sicherheitsfirma Kaspersky hält die von den ominösen „Shadow Brokers“ veröffentlichten Hackertools für zweifellos echte Werkzeuge der Equation Group, bei der es sich offenbar um eine offensive NSA-Einheit für Cyberangriffe handelt. Dieser Einschätzung haben sich Sicherheitsexperten wie Bruce Schneier und Whistleblower Edward Snowden angeschlossen. Indizien weisen darauf hin, dass Russland die hochentwickelten Hackerwaffen öffentlich gemacht hat und damit ein politisches Ziel verfolgt.


Kommentar: Das hört sich eher nach einer Brandmarkung an und Russland ist erneut der Schuldige.


© NSA / Reuters
Kasperskys Urteil ist deshalb bedeutsam, weil das russische Sicherheitsunternehmen im letzten Jahr die Equation Group identifizierte und als höchstentwickelte Cyberangreifer der Welt bezeichnete. Kaspersky Lab beschrieb die Gruppe als identisch oder durch enge Zusammenarbeit verbunden mit den Entwicklern der Cyberbedrohungen Stuxnet und Flame - und schrieb ihnen Aktionen mindestens seit 2001, wenn nicht sogar seit 1996 zu.


Die Equation Group soll verschiedene Malware-Plattformen nutzen, frühzeitig Zugang zu Zero-Day-Exploits haben und weit über alles hinausgehen, was bislang zu beobachten war. Die Organisation nutze Tools, die extrem kompliziert und teuer zu entwickeln sind, agiere sehr professionell hinsichtlich der Art, wie sie ihre Ziele infiziert, stehle Daten und verschleiere dabei ihre Identität, und setze ebenfalls „klassische“ Spionagetechniken ein, um schädliche Payloads auszuliefern.

Am 13. August 2016 machten die Shadow Brokers eine Sammlung von Hackertools über Filesharing-Dienste wie BitTorrent und DropBox zugänglich. Gleichzeitig stellten sie gegen Zahlung einer hohen Bitcoin-Summe Zugang zu vielen weiteren Tools in Aussicht, was aber vermutlich nur bezweckte, mehr Aufmerksamkeit für die Veröffentlichung zu bekommen. In den veröffentlichten Tools stieß Kaspersky jetzt auf Verschlüsselungsmethoden in einer nur von der Equation Group bekannten Implementation.

Kommentar: Richtig, Russland sollte mal wieder schwarz angemalt werden.


Black Magic

Erstmals soll menschlicher Kopf transplantiert werden - Lebender Kopf ohne Kontrolle über den Körper?

Riskante OP geplant: Italienischer Arzt will Kopf von Russen transplantieren
© Kadmy/fotolia.com
Ein schwerbehinderter russischer Mann soll im kommenden Jahr einen neuen Körper bekommen. Es ist geplant, seinen Kopf auf den Körper eines Hirntoten zu transplantieren.

Die Not eines russischen Patienten ist so groß, dass dieser ein riskanten Operation zustimmte. Ein Chirurg aus Italien will den Kopf eines schwerkranken Mannes auf ein „Spender-Körper“ transplantieren. Ganz so abwegig ist diese Idee nicht, wie auch andere Mediziner bestätigen. Allerdings warnen sie dennoch vor den fatalen Folgen, die hierdurch entstehen können.