Willkommen bei SOTT.net
Di, 21 Feb 2017
Die Welt für Menschen, die denken

Wissenschaft und Technologie
Karte

Magnify

Forscher lösen Rätsel der spiegelverkehrten Organe

© Yodiyim/thinkstock
Gespiegelt: Bei vielen siamesischen Zwillingen hat das rechte Kind Herz und innere Organe seitenverkehrt.
Seitenverkehrte Organe: Forscher haben herausgefunden, warum bei siamesischen Zwillingen die Organe oft spiegelverkehrt angeordnet sind - und warum dies nur beim jeweils rechten Zwilling vorkommt. Wie sie im Fachmagazin »Current Biology« berichten, liegt der Fehler in einem Protein, das die für die richtige Körpersymmetrie zuständigen Gene in diesen Fällen blockiert.

Das Herz schlägt links: So ist das bei den meisten Menschen. Doch es gibt auch Ausnahmen, Menschen, bei denen die inneren Organe spiegelverkehrt angeordnet sind. Dies ist bei Menschen mit dem sogenannten Kartagener-Syndrom der Fall, aber auch bei siamesischen Zwillingen, die an Brust oder Bauch zusammengewachsen sind. In jedem zweiten Fall sind bei einem der beiden Kinder alle inneren Organe spiegelverkehrt angeordnet. Warum das so ist, darüber grübeln Entwicklungsphysiologen schon seit mehr als hundert Jahren.

Fireball

Exokomet wird von einen weißen Zwerg zerlegt

Ein extrasolarer Komet ist beim Sturz auf einen weit entfernten Zwergstern in seine Bestandteile zerlegt worden. Aus welchen Elementen er einst bestand, zeigen Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop Hubble.
Planeten sind nicht das Einzige, was Astronomen in der Nähe von Sternen finden. Bei dem 170 Lichtjahre entfernten Weißen Zwergstern WD 1425+540 im Sternbild Bärenhüter haben nun Forscher der Europäischen Südsternwarte um Siyi Xu einen Exokometen aufgespürt. „Lebendig“ konnten sie den Schweifstern allerdings nicht sichten. Stattdessen fanden sie seine Überreste in der Atmosphäre von WD 1425+540. Offenbar ist der Komet auf den Zwergstern gestürzt und wurde dabei in seine Bestandteile zerlegt.

Der Weiße Zwerg WD 1425+540 ist eine Sternleiche: Einst leuchtete er heller als die Sonne, doch sein Brennstoff ist schon vor langer Zeit zur Neige gegangen. Anschließend schrumpfte er auf etwa die Größe der Erde - ein Schicksal, das auch die Sonne in einigen Milliarden Jahren ereilen wird.


Kommentar: Lesen Sie hier eine ähnliche Meldung über den Zwergstern:
  • Forscher: Bedingungen für Entstehung von Leben existieren an vielen Orten im Universum



Satellite

Indien stellt Weltrekord auf und schickt 104 Kleinstsatelliten ins All

Eine indische Rakete hat einen neuen Weltrekord aufgestellt. Mit einem Start hat sie 104 Satelliten in den Orbit gebracht.
© AAUsatlab
Mehr als einen Satelliten mit einer Rakete zu starten, ist nichts Neues. Die Ariane-Raketen transportieren schon seit den 80er Jahren regelmäßig zwei Satelliten in einen Orbit. Jetzt hat eine Rakete aus Indien nicht weniger als 104 Satelliten gestartet und damit den bisherigen Weltrekord fast verdreifacht. Freilich waren die meisten dieser Satelliten sehr klein, aber der Bedarf nach Satelliten dieser Größe steigt ständig.

1999 definierte die Universität von Stanford einen Standard für würfelförmige Satelliten mit einer Kantenlänge von 10 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 1,33 Kilogramm. Diese Cubsats dienten zunächst zur Ausbildung von Studenten, um sie auf die Konstruktion von größeren Satelliten vorzubereiten. Aber inzwischen gibt es auch außerhalb der Universitäten einen Bedarf für die Kleinstsatelliten.

Dollar Gold

Irrsinn: 10 Millionen Pumpen sollen Arktis-Eis auffrischen - Kostenpunkt 470 Milliarden Euro - Kosten trägt der Steuerzahler

Tucson (USA) - Um dem Abschmelzen der arktischen Eisdecke und deren katastrophalen Folgen entgegenzuwirken, hat ein US-Physiker einen neuen Weg vorgeschlagen, wie das Arktiseis wieder um etwa einen Meter verdickt und damit die mit dem Eisschwund einhergehenden Auswirkungen zumindest verlangsamt werden können. Das einzige Problem wäre jedoch die Finanzierung: Das Aufstellen der anvisierten rund 10 Millionen windbetriebenen Pumpen würde wohl mehr als 470 Milliarden Euro kosten.


Kommentar: Und ob es am Ende etwas bringt, steht auf einem bis jetzt ungeschriebenen Blatt.


Wie Steven Desch und Kollegen von der Arizona State University aktuell im Fachjournal Earth’s Future (DOI: 10.1002/2016EF000410) berichten, sollen die Pumpen im arktischen Winter gewaltige Wassermassen auf die Eisdecke pumpen, wo sie gefrieren und so die arktische Eisdecke um einen ganzen Meter anwachsen lassen würden. Derzeit beträgt die Eisdecke kaum noch mehr als 2-3 Meter und wird in Folge des von uns Menschen erzeugten Klimawandels stetig geringer.

„Dickeres Eis bedeutet länger währendes Eis“, zitiert der The Guardian den Wissenschaftler. „Zugleich würde die Gefahr des gänzlichen Verschwinden des arktischen Meereises im arktischen Sommer deutlich gesenkt.“

Kommentar: Diese Idee ist mehr als lächerlich, denn wer soll am Ende dafür zahlen?


Play

Brasilien: Sehr schwer fassbare, äußerst seltene Schlange an Forscher übergeben

© www.pic2fly.com
Seltene Boa
Brasilianische Bauern haben eine extrem seltene Schlange gefangen, die zu den Tierarten gehört, welche am schwersten zu fassen sind. Dies berichtet die Online-Ausgabe der amerikanischen Fachzeitschrift „Science“.

Demnach wollten die Bauern die 1,7 Meter lange Schlange zuerst töten, erinnerten sich aber an Poster von Zoologen, die um Informationen über ähnliche Funde gebeten hatten. Auf diese Weise hätten die Forscher eine rare Cropans Boaschlange (Corallus cropanii) erhalten.

Erst fünfmal sollen Menschen dieser Schlangenart begegnet sein. Das zweite Mal seit 1953 können Wissenschaftler nun diese seltene Reptilienart lebendig beobachten. Zuvor erforschten sie meist Tiere, die von den Einheimischen getötet worden waren.

An der Recherche arbeiten das biomedizinische Forschungszentrum Instituto Butantan und die staatliche Universität im brasilianischen São Paulo. Die Schlange ist ein Weibchen und wiegt 1,5 Kilogramm. Sie hat ein schwarz-gelbes Rautenmuster auf dem Rücken, einen gelben Bauch und eine tiefe Grube mit Rezeptoren in den Mundwinkeln.

Cropans Boaschlangen sind nicht giftig, fressen angeblich Vögel und Kleintiere und leben in Baumkronen, berichtet die Zeitschrift weiter. Die Wissenschaftler wollen das Reptil mit einem Sendegerät versehen und in einem Wald aussetzen.


Galaxy

NASA warnt vor Asteroiden N509, übersieht aber viele andere

N509 raste zwar an der Erde vorbei, soll aber weiterhin gefährlich für unseren Planeten sein.
© NASA
220 Meter breit und 400 Meter lang ist BN509 und brachte Astronomen kurz ins Schwitzen. Zwar raste der Gesteinsklumpen an der Erde vorbei, doch die Gefahr sei noch nicht gebannt, berichtet das britische Online-Portal „Dailystar“. Laut dem Bericht soll die NASA den Asteroiden immer noch als „potenziell gefährlich“ eingestuft haben, da er eines Tages unseren Planeten treffen könnte.


Kommentar: Das liegt in einer unbekannten Zukunft. Viel gefährlicher sind die Objekte, die noch nicht bekannt sind und oftmals viel kleiner sind, wie es in den letzten Jahren und Wochen immer wieder beobachtet werden konnte:

BN509 hat die Form einer Erdnuss, was leicht zu erklären ist. Der Wissenschaftler Ed Rivera-Valentin führt das darauf zurück, dass hier zwei Gesteinsbrocken miteinander verschmolzen sind. Die NASA hat besondere Instrumente, die die Asteroiden rund um die Erde genau unter die Lupe nehmen können. Innerhalb kurzer Zeit können Größe, Struktur und Flugbahn errechnet werden. Immer wieder nähern sich Gesteinsbrocken der Erde.

Fireball

Auf dem Mars wurden neuere Einschlagskrater entdeckt

Bei der Auswertung von Bildern, die die Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" (MRO) stetig zur Erde funkt, haben Astronomen jetzt auf Aufnahmen zahlreiche "frische" Kratern auf dem Roten Planeten entdeckt. Entdeckt wurden die Krater - zwei große sowie rund 30 kleinere - ursprünglich mithilfe der Mars Context Camera (CTX) an Bord von MRO.
© NASA/Jpl-Caltech/University of Arizona
Wie die US-Raumfahrtbehörde NASA auf ihrer Website berichtet, müssen sie zwischen 2008 und 2014 entstanden sein. Mit dem sogenannten HiRISE-Instrument (die Abkürzung steht für High Resolution Imaging Science Experiment), einer besonders leistungsstarken Kamera an Bord von MRO, haben die Forscher Anfang Oktober vergangenen Jahres die Krater in der Tharsis-Region näher unter die Lupe genommen.

Nach Auswertung der HiRISE-Fotos kamen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die Krater entstanden sind, als ein Meteoriod (ein kleiner Asteroid; Anm.) beim Eintritt in die dünne Mars-Atmosphäre auseinanderbrach und sich seine Einzelteile (als Meteoriten) quasi wie eine Ladung Schrott rund um die Einschlagskrater der zwei größten Brocken verteilt haben.

Kommentar: Der Trend, dass immer mehr Himmelskörper eintreffen, findet nicht nur auf dem Mars statt, sondern auch auf der Erde:
© AMS

Und auf dem Mond:
  • Mehr Meteoritenbeschuss: 222 neue Krater auf dem Mond in den letzten sieben Jahren



Nebula

Forscher: Bedingungen für Entstehung von Leben existieren an vielen Orten im Universum

© NASA, ESA, and Z. Levy (STScI)
Künstlerische Darstellung eines Kometen bzw. Kleinplaneten auf Kollisionskurs mit einem Weißen Zwergstern (Illu.).
Los Angeles (USA) - In der Atmosphäre eines Weißen Zwergsterns haben Astronomen Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Wasserstoff und damit die grundlegenden Bausteine von Wasser und des uns bekannten Lebens entdeckt. Diese gelangten offenbar mit einem Kleinplaneten in den Stern, wie sie auch im Kuipergürtel des Sonnensystems zu finden sind. Die Entdeckung zeigt, dass trockene, innere Felsplaneten auch in anderen Systemen durch eisige Körper wie Kometen und Kleinplaneten die Baussteine des Lebens, vornehmlich Wasser, erlangen können.

Wie das Team um Professor Siyi Xu von der Europäischen Südsternwarte (ESO), Benjamin Zuckerman und Edward Young von der University of California in Los Angeles (UCLA) aktuell im Fachjournal „Astrophysical Journal Letters“ (DOI: 10.3847/2041-8213/836/1/L7) berichtet, weist das Planetensystem um den im Sternbild Bärenhüter (Boötes) gelegenen, rund 170 Lichtjahre entfernten Stern „WD 1425+540“ zahlreiche Ähnlichkeiten mit unserem Sonnensystem auf, was die Wissenschaftler zu der Schlussfolgerung führt, dass die Zutaten des Lebens und Eigenschaften ähnlich denen unseres Sonnensystems auch in anderen Systemen zu finden sind.

Eine der führenden Theorien darüber, wie die Bausteine des Lebens auf die junge Erde gelangten, geht davon aus, dass diese junge Erde ursprünglich als gänzlich trockener Planet entstand und besagte molekulare Bausteine des Lebens erst später durch Kollisionen mit anderen Objekten unseres Sonnensystems (Asteroiden, Kometen und Kleinplaneten), die diese Elemente beinhalteten, auf die Erde gelangten. „Unsere Beobachtung legt nun nahe, dass die für die Entstehung von Leben grundlegend notwendigen Bedingungen überall im Universum vorhanden sind“, so Zuckerman.

Kommentar:


Robot

Japanische Forscher entwickeln Minidrohnen zur Bestäubung von Pflanzen

© Foto: Eijiro Miyako
Mit Hilfe von Pferdehaar und Spezialgel kann dieses Fluggerät Pollen zu Blüten transportieren.
Japanische Forscher tüfteln an Pflanzen bestäubenden Minidrohnen. Mit den Maschinen könnte in der Landwirtschaft eines Tages dem Rückgang von Bienen und anderen Insekten entgegengetreten werden, schreiben die Forscher um Eijiro Miyako vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology in Ibakari im Fachmagazin Chem. "Wir glauben, dass Roboterbestäuber mit Hilfe von GPS und künstlicher Intelligenz beigebracht werden kann, wo sie hinfliegen müssen", sagt Miyako.

Die Idee ist simpel: An Drohnen, die mehr als dreimal so groß sind wie Honigbienen, wird ein klebendes Gel angebracht. Damit fliegen sie gegen die Blüten von Pflanzen, nehmen Pollen auf und geben sie an andere wieder ab.

Bienen, Schmetterlinge und Co. könnten in der Tat Hilfe gebrauchen: In weiten Teilen der Welt sind Pflanzen bestäubende Insekten bedroht; in einigen Ländern bis zu 50 Prozent der Bienenarten.

Wissenschaftler der britischen Universität Reading nannten vor einigen Monaten fünf Hauptgründe, warum die Zahl der Bestäuber insgesamt zurückgeht: die immer intensivere Landwirtschaft, durch die den Tieren weniger echte Natur zur Verfügung steht, giftige Pestizide, der Klimawandel, Krankheitserreger wie die Varroa-Milbe sowie in Ökosysteme einwandernde Fressfeinde. Dabei leisten die Bestäuber einen kaum vorstellbaren Beitrag in der Landwirtschaft - auch finanziell gesehen. Schätzungen zufolge sorgen sie dafür, dass Feldfrüchte im Wert von bis zu 577 Milliarden US-Dollar im Jahr zusätzlich geerntet werden können.

Miyakos Team steht mit seiner Entwicklung noch am Anfang, für einen Einsatz im Freien sind die Drohnen noch nicht bereit. Auf Videos ist zu sehen, dass sie noch recht unbeholfen fliegen. Bislang gelang es, die Blüten von Japanischen Lilien zu bestäuben.

dpa

Kommentar: Ob Bienen von diesen Drohnen tatsächlich Hilfe erhalten können oder gar ersetzbar werden, ist stark in Frage zu stellen. Bienen haben sich seit Jahrmillionen in diese Welt hineinevolutioniert und sind komplexe Verbindungen mit Ökosystemen eingegangen. Diese Technik wird erst seit Kurzem entwickelt und kann letzten Endes auch zu noch nicht vorhersehbaren Unwägbarkeiten führen: Mehr zum Bienensterben:


Sun

Forscher: Alles Leben wird in 30 Jahren sterben - 2047 ist die Menschheit vernichtet

In 30 Jahren wird alles Lebendige auf unserem Planeten sterben. Die ganze Menschheit soll im Jahr 2047 wegen extremer Sonnenaktivität vernichtet werden. Zu dieser Schlussfolgerung ist eine Gruppe US-amerikanischer Astrophysiker gekommen, berichtet das Portal Rosbalt.
© www.globallookpress.com
US-Forscher: Alles Lebendige wird in 30 Jahren sterben
Die Wissenschaftler berichteten, dass die Aktivität der Sonne in der letzten Zeit immer niedriger wurde. Wenn sie einen kritischen Mindestwert erreicht, wird sich die Heliosphäre - Astrosphäre der Sonne - verringern, was zur Apokalypse führen wird. Zuvor hatten Forscher behauptet, dass die Sonne die Erde in 200 Jahren vernichten wird.

Kommentar: Diese geringe Sonnenaktivität, in Verbindung mit der erhöhten Kometenaktivität, könnte tatsächlich schon bald katastrophale Folgen für die Menschheit haben: