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Di, 28 Mär 2017
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Wissenschaft und Technologie
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Pineapple

Bernstein: Chinesische Wissenschaftler finden älteste intakte Pilz-Fossilien - Mindestens 99 Millionen Jahre alt

Paläontologen aus China, Neuseeland und den Vereinigten Staaten haben vier intakte Pilz-Fossilien gefunden, gab die chinesische Akademie der Wissenschaften am Freitag bekannt. Sie sind mindestens 99 Millionen Jahre alt und somit die ältesten vollständig intakten Pilz-Fossilien überhaupt.
© Xinhua
Dieses Foto des Nanjinger Instituts für Geologie und Paläontologie unter der Chinesischen Akademie der Wissenschaften vom 17. März 2017 vergleicht Pilz-Fossilien mit ähnlichen Arten, die heute noch existieren. Paläontologen aus China, Neuseeland und den Vereinigten Staaten haben intakte Pilz-Fossilien gefunden, schrieb die chinesische Akademie der Wissenschaften am Freitag. Die vier Fossilien, die in burmesischem Bernstein konserviert wurden, sind mindestens 99 Millionen Jahren alt und damit die ältesten vollständigen Pilz-Fossilien überhaupt.
Der Fund umfasst vier unterschiedliche Pilzarten. Bei den meisten der zwei bis drei Millimeter langen Pilze sind sowohl der Stiel wie auch der komplette Hut vollständig sichtbar. Das Forschungsteam von Professor Huang vom Nanjinger Instituts für Geologie und Paläontologie unter der Chinesischen Akademie der Wissenschaften hatte in den vergangenen zehn Jahren mehr als 20.000 burmesische Bernsteinstücke gesammelt und untersucht.

Das Team fand in einem 25 Millionen Jahre alten Stück Bernstein auch drei Arten von Kurzflügler. Das sind Käfer, die sich von Pilzen ernähren. Die Entdeckung zeigt die Artenvielfalt von Pilzen in der paläolischen Zeit und führte dazu, dass die früheste Kenntnis von heutigen Pilzarten um mindestens 25 Millionen Jahre zurückdatiert werden musste.

Cookie

Mäusestudie: Spezielle Diät mit Fasten kann möglicherweise Bauchspeicheldrüse regenerieren

Eine bestimmte Diät kann Zellen in der Bauchspeicheldrüse dazu veranlassen, die Erzeugung von Insulin wieder aufzunehmen. Das fanden US-amerikanische Forscher heraus. Sie hoffen, damit einen Ansatz zur Heilung von Diabetes gefunden zu haben.
Dass gesunde und zuckerarme Ernährung bei Diabetes hilfreich sein kann, ist hinlänglich bekannt. Zu einer wirklichen Heilung eines bestehenden Diabetes trägt sie jedoch nur in den seltensten Fällen bei. Dennoch haben schon frühere Studien und Erfahrungen aus der Praxis Hinweise geliefert, dass eine strenge Diät eine Diabetes-Erkrankung teilweise rückgängig machen kann. Nun haben Forscher im Mausversuch die zellulären Auswirkungen einer speziellen fastenähnlichen Diät („Fasting Mimicking Diet“, FMD) auf die Funktion der Bauchspeicheldrüse untersucht. Sie wollten herausfinden, ob die Diät die insulinproduzierenden Zellen stimulieren und damit eine Diabetes-Erkrankung beeinflussen kann. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin Cell.


Kommentar: Eventuell waren immer noch zu viele Kohlenhydrate in der Nahrung enthalten.


Fasting Mimicking Diet führt zur Bildung insulinproduzierender Zellen

Beim Ausbleiben von Nahrung stellt sich der Körper auf den geringeren Energiehaushalt um. Forscher der University of South Carolina wollten herausfinden, ob sich dadurch bei einer vorhandenen Diabetes-Erkrankung Stammzellen und Nervensystem so beeinflussen lassen, dass in der Bauchspeicheldrüse neues Insulin produziert wird. Dafür setzten sie Mäuse für vier Tage der sogenannten „Fasting Mimicking Diet“ aus. Bei dieser Diät werden kaum Zucker und Eiweiß, nur wenig Kalorien, dafür aber viele ungesättigte Fettsäuren verabreicht.


Bulb

Botschaften: Wissenschaftler will Kornkreis-Code entschlüsselt haben

Ein Wissenschaftler, der die letzten 20 Jahre Kornkreise erforscht hat, glaubt, dass die rätselhaften Formationen kodierte Botschaften enthalten und dass er sie entschlüsseln konnte.
© news.com.au
Dr. Horace Drew stellte seine detaillierten Ergebnisse vergangene Woche auf einer Konferenz der »UFO & Paranormal Research Society of Australia« (UFO-PRSA) in Sydney, Australien, vor, wo er erklärte, dass seine Forschungsarbeit ähnlich wie die anderer Mainstream-Wissenschaftler sei, die konventionelle Themen studieren. Und tatsächlich, Dr. Drew unterscheidet sich von vielen anderen Kornkreisforscher und ist ein renommierter Molekularbiologe mit Referenzen des California Institute of Technology (Caltech) sowie der australischen Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO). Er ist aufgrund seines wissenschaftlichen Hintergrunds in Biologie und Chemie sowie seiner jahrzehntelangen Erforschung des Kornkreisphänomens ein ernstzunehmender Mann.

Und die verborgenen Botschaften, die er in den Formationen entschlüsselt haben will, sind bemerkenswert. Denn nach langem und genauem Studium des Phänomens kam der 61-Jährige zu dem Schluss, dass in ihnen ein weit fortschrittlicherer Binärcode benutzt wird, als unsere Computer derzeit verwenden. Doch anstatt grandiose Einblicke in die Geheimnisse des Universums zu offenbaren, sollen sie eher rudimentäre Botschaften an die Menschheit enthalten. „Viele Schmerzen, doch immer noch Zeit, glaubt, es ist gut da draußen", heißt es in einer Nachricht, während eine andere lautet: „Hütet euch vor den Trägern falscher Geschenke und ihrer gebrochenen Versprechen. Wir widersetzen uns der Täuschung. Verbindung geschlossen."

Fireball 3

Clovis-Kultur wurde von Asteroid ausgelöscht

Das Rätsel um das Aussterben der Clovis-Kultur scheint gelöst.
© Gettyimages.ru
Die so genannte Clovis-Kultur war die erste prähistorisch Kultur auf dem amerikanischen Kontinent. Die Angehörigen stammen von den ersten Siedlern in Amerika ab, die am Ende der Eiszeit über die Beringstraße den Kontinent erreichten.

Vor rund 11.000 Jahren endet die Clovis-Kultur aber plötzlich - nun dürfte geklärt sein, warum? Forscher der University of South Carolina kommen nach einer umfassenden Analyse zum Ergebnis, dass ein Asteroid die Zivilisation auslöschte. Die berufen sich dabei auf Funde von großflächigen Brandspuren durch Nordamerika. Gleichzeitig mit dem Verschwinden der Kultur ging auch das Aussterben von Mammute, Hirschelche und Riesenfaultiere einher. Dies sei ein weiteres Indiz für die Asteroiden-Theorie, so beteiligte Forscher.

Die Wissenschaftler ziehen auch Parallelen zum Aussterben der Dinosaurier. Auch diese seien Opfer eines Asteroiden-Einschlages geworden.

Kommentar: Lesen Sie dazu auch die folgenden Artikel, denn die Erde oder Teile der Erde werden nicht vorrangig durch Asteroiden ausgelöscht, sondern es kann sich ebenso um Kometenschwärme und viel kleinere Objekte handeln:


Hearts

Trauerritual bei Schimpansen gefilmt: Mutter putzt den Leichnam ihres Stiefsohns

© Edwin J. C. van Leeuwen, Katherine A. Cronin & Daniel B. M. Haun
Standbild aus dem Video: Ein Schimpansenweibchen reinigt mit einem Grashalm die Zähne ihres verstorbenen Stiefsohns.
St. Andrews (Großbritannien) - Verhaltensforscher haben erstmals Schimpansen dabei gefilmt, wie sie den Leichnam eines Artgenossen und Gruppenmitglieds mit Hilfe von Werkzeugen gereinigt haben. Die Forscher sehen darin eine Art Trauerritual und ziehen Verbindungen auch zum Ursprung menschlicher Trauerriten.

Wie die Forscher um Edwin van Leeuwen von der University of St Andrews aktuell im Fachjournal Scientific Reports (DOI: 10.1038/srep44091) berichten, haben Sie die Schimpansendame „Noel“ im Chimfunshi Wildlife Orphanage Trust in Sambia dabei beobachtet und gefilmt, wie die den Leichnam des jungen Männchens „Thomas“ reinigte, den sie einst an Kindes statt angenommen hatte.

Nachdem Noel sich neben Thomas‘ Körper gesetzt hatte, begann sie mit einem zuvor ausgewählten festen Grashalm seinen Zähne zu reinigen. Auch als sämtliche andere Artgenossen den Körper alleine gelassen hatten, setzte Noel diese Reinigung des Leichnams weiterhin fort.

Kommentar: Tiere und ihre Beziehung zum Tod: Trauernde Giraffen


Cheese

Irische Wissenschaftler stellen Käse mithilfe von 3D-Drucker her

© Sputnik/Alexander Kryazhev
Ein Forscherteam der University College Cork in Irland hat mit einem 3D-Drucker Käse hergestellt, berichtet das Portal „Live Science“.

Der Druckprozess sieht so aus: Die Forscher sammeln zuerst alle nötigen Zutaten und mischen sie. Später muss das Käsematerial eingeschmolzen werden, so dass es in einem 3D-Drucker verwendet werden kann.

In einem Extruder wird dann der Käse gekühlt und kann schnell oder langsam gedruckt werden. Nach dem Druck muss er im Laufe von 24 Stunden gekühlt werden. Nach ersten Beobachtungen ist der Käse aus dem 3D-Drucker weicher und dunkler. Außerdem kann er schneller zerfallen. Ein schnelleres Drucken führt laut den Forschungsergebnissen zu einem blauen Farbton und ein langsames zu einer gelben Farbe des Käses.

Kommentar:


Attention

Antibiotika-Einsatz könnte ebenso zum Bienensterben beitragen

Austin - Ein Zuviel an bestimmten Antibiotika kann Bienen schaden. US-Forscher haben festgestellt, dass nach einer fünftägigen Behandlung mit dem gängigen Breitband-Antibiotikum Tetracyclin nur etwa halb so viele Bienen die Tage darauf überlebten wie bei unbehandelten Tieren.

Honigbiene
Ein Zuviel an bestimmten Antibiotika kann Bienen schaden. US-Forscher haben festgestellt, dass nach einer fünftägigen Behandlung mit dem gängigen Breitband-Antibiotikum Tetracyclin nur etwa halb so viele Bienen die Tage darauf überlebten wie bei unbehandelten Tieren.

Der Einsatz von Antibiotika in Bienenstöcken könnte ein Faktor beim Bienensterben der vergangenen Jahre sein, vermuten die Wissenschaftler. In Deutschland ist der Einsatz solcher Mittel verboten.

Die Forscher um Nancy Moran von der University of Austin schreiben in PLOS Biology, dass das Tetracyclin bei den Bienen vermutlich bestimmte Darmbakterien abtötet, die vor potenziell schädlichen Serratia-Darmbakterien schützen. Deren Zahl war bei den behandelten Bienen erhöht.

Die Wissenschaftler hatten mehrere Hundert Bienen aus den Bienenstöcken der Universität entweder mit antibiotikahaltigem Sirup oder einfachem Zuckersirup gefüttert. Nach fünf Tagen wurden die mit Farbpunkten markierten Tiere wieder in die Stöcke auf dem Dach eines Uni-Gebäudes zurückgebracht. Von den Zuckersirup-Bienen waren nach drei Tagen noch zwei Drittel am Leben, von den Antibiotika-Bienen nur ein Drittel. Der Darminhalt der gestorbenen Tiere wurde untersucht.

Kommentar:


Holly

Älteste Pflanzenfossilien entdeckt: 1,6 Milliarden Jahre

In Zentralindien sind Forscher auf die Fossilien von noch erstaunlich gut erhaltenen Pflanzen gestoßen, die vermutlich zu der Gruppe der Rotalgen gehörten. Mit einem Alter von etwa 1,6 Milliarden Jahren sind sie somit rund 400 Millionen Jahre älter als die bisherigen ältesten Überreste von Pflanzen.
© Stefan Bengtson
Röntgenaufnahme des Pflanzenfossils
Die Fossilien wurden im zentralindischen Distrikt Chitrakoot entdeckt und befanden sich in biogenen Sedimentgesteine, sogenannten Stromatolithen. Diese sehr feinen Kalkschichten entstehen durch Einfangen und Bindung von Sedimentpartikeln oder Fällung gelöster Stoffe infolge des Wachstums und Stoffwechsels von Mikroorganismen - wie marinen Cyanobak-terien - in einem Gewässer. Und wie die Wissenschaftler des Schwedischen Museums für Naturgeschichte im Fachmagazin »PLOS Biology« berichten, deute der Fund darauf hin, dass es fortgeschrittenes Leben, das außerdem aus mehreren Zellen besteht, schon wesentlich länger auf der Erde gebe als man bislang angenommen hatte, erläutern die Wissenschaftler.

Books

Wissenschaftliche Offenheit: Kanadischer Geographie-Professor befasst sich auch mit paranormalen Phänomenen

© Foto: SFU
Im Rahmen seiner Forschungsarbeit hat Paul Kingsbury in den letzten Jahren Geister gejagt, an UFO-Konferenzen teilgenommen und sich mit Menschen unterhalten, die behaupten, von Außerirdischen entführt worden zu sein. Am 15. März wird er nun die vorläufigen Ergebnisse seiner Analyse von Paraforschern auf der Fakultätsvorlesung des SFU-Programmes »President's Faculty Lecture Series« bekanntgeben. Der Titel seiner Studie: Die Welt von UFO-, Geister- und Bigfoot-Forschungsorganisationen.

Kingsbury ist Professor für Geographie an der kanadischen Simon Fraser University (SFU) und hat »SFU News« vorab ein kurzes Interview zu seinem Vortrag gegeben:

SFU News: Was haben Sie bisher über Paraforscher erfahren?

Paul Kingsbury: Paraforscher sind genau wie alle anderen in Bezug auf ihre sozio-ökonomischen Hintergründe, Bildungsniveau oder psychologisches Wohlbefinden. Die meisten von ihnen hatten tiefgreifende, paranormale Erfahrungen und wollten einfach mehr darüber erfahren. Sie werden von Leidenschaft getrieben und verlangen kein Geld für ihre Ermittlungsdienste.

Kommentar: Tatsächlich scheint es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde zu geben, als wie wir es für gewöhnlich wahrnehmen. Die Dokumentation in der SOTT-Kategorie "Höchste Fremdartigkeit" zeugt u.a. davon. Es ist daher äußerst begrüßenswert, dass Forscher sich auf offene Art und mithilfe wissenschaftlicher Methoden damit auseinandersetzen. Eine aufschlussreiche und spannende Lektüre zu diesen Themen bieten außerdem Die Welle von Laura Knight-Jadczyk sowie ihr Buch Höchste Fremdartigkeit.


Info

Spinnen fressen jedes Jahr mehr als die menschliche Weltbevölkerung

© Gemeinfrei
Basel (Schweiz) - Bei der folgenden Meldung werden sich sicherlich viele Leser fragen, was diese denn mit Grenzwissenschaft zu tun hat? Tatsächlich auf den ersten Blick nicht wirklich viel. Allerdings verschiebt es die Grenzen unserer Vorstellungskraft (zumindest meiner): Spinnen fressen jedes Jahr 400 bis 800 Millionen Tonnen an Beutetieren - und damit mehr als alle Menschen zusammen und in etwa genau so viel, wie sämtliche Wale in unseren Weltmeeren fressen.

Wie Zoologen um Martin Nyffeler von der Universität Basel gemeinsam mit Kollegen der Lund Universitet aktuell im Fachjournal Science of Nature (DOI: 10.1007/s00114-017-1440-1) berichten, werden Spinnen schon seit langer Zeit verdächtigt, zu den wichtigsten Fressfeinden der Insekten zu gehören.

Mit mehr als 45.000 Spezies und Besiedlungsdichten von bis zu 1.000 Individuen pro Quadratmeter gehören Spinnen zu den artenreichsten und weitverbreitetsten räuberischen Tierarten der Erde. „Aufgrund ihrer versteckten Lebensweise - viele Spinnen sind nachtaktiv oder leben gut getarnt in der Vegetation - war es bisher schwierig den ökologischen Nutzen der Spinnen aufzuzeigen“, erläutern die Forscher.