"Ein eiserner Vorhang hat sich über den Kontinent herabgesenkt..."
So drückte es Winston Churchill 1945 während seiner Rede in Harry Trumans Heimatstadt in Missouri aus und erklärte damit mehr oder weniger die offizielle "Eindämmung" Sowiet-Russlands und die Gründung der de facto Kontrolle des Westens über den gesamten Planeten. Dieser "eiserne Vorhang" war größtenteils metaphorisch, jedoch sind die Stacheldrahtzäune, die heute an der ungarisch-serbischen Grenze errichtet werden, sehr real. Während Ungarn, Österreich, die Slowakei und die Niederlande alle der Führung Deutschlands darin folgen, Grenzkontrollen einzuführen und somit quasi die EU-Politik der offenen Grenzen außer Kraft setzen, muss man sich fragen, welche weiteren Schritte sich im Zuge der sich entfaltenden Migrations-/Flüchtlingskrise in Europa anbahnen.

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Willkommen im Gefangenenlager Europa

Der Flüchtlingsstrom aus Syrien stellt dabei nur einen der vielen nach Europa kommenden Menschenströme dar, die von so weit entfernten Orten wie Afghanistan und Zentralafrika kommen. All diese Orte sind - oder werden noch immer - von der NATO und/oder deren stellvertretenden Truppen zerstört seit dem Beginn des Kriegs-Rausches am 11.September 2001. In Bezug auf die Flüchtlingskrise wussten die westlichen Führer sehr gut, und noch bevor sie Lybien vernichtet hatten, dass das logische Resultat davon ein signifikanter Anstieg an Menschen sein würde, die aus Afrika nach Europa kommen:
Italien und Silvio Berlusconi stellen sich dem Lybien-Dilemma

BBC News, 1. März 2011

"Italiens Innenminister und Außenminister schienen vorerst gleichermaßen vorsichtig, als sie Lybien nicht als eine militärische, sondern eine humanitäre Priorität darstellten.

Sie beschworen verstörende Vorhersagen von ungehinderten Massenmigrationen aus Lybien in die EU herauf und suggerierten, dass es sich mit bis zu 300.000 nach Europa Flüchtenden um biblische Proportionen handeln würde.

Andere EU Hauptstädte meinten, dass Italien in Bezug auf eine Krise, die überhaupt erstmal zustande kommen müsse, überreagiere, doch die Sorge der Italiener wurde registriert."
Den meisten übereinstimmenden Berichten zufolge stellen allein die Syrienflüchtlinge die größte menschliche Massenbewegung seit dem letzten großen US-/Russland-Stellvertreterkrieg in den 1980ern in Afghanistan dar. Wie passend, dass rechte islamistische Verrückte - gesponsert, bewaffnet und trainiert durch die USA und ihre Verbündeten - für beide Flüchtlingsströme verantwortlich sind. Unter den Wellen von Menschen, die aus allen möglichen Kriegsgebieten der Strategen Washingtons kommen, hat es in den letzten Jahren viele Kinder gegeben, die tot an europäische Küsten gespült wurden. Sie alle flohen vor den direkten oder indirekten Folgen der "humanitären" Kriege des Westens.

Der Erguss von Mitgefühl infolge des Todes des drei Jahre alten Aylan Kurdi hat Proteste und viele andere Arten der öffentlichen Unterstützung hervorgebracht und resultierte in einem bizarren Spektakel von westlichen Führern die entschiedener maßen anti-menschlich sind, mit berüchtigten Lebensläufen von abscheulicher Grausamkeit gegenüber "Schwärmen" von Kriegsopfern jeder Art- die sich plötzlich darin überschlugen, Flüchtlinge willkommen zu heißen. Kaum zwei Monate, nachdem die von Deutschland angeführte EU die griechischen Politiker mental gefoltert und das griechische Volk finanzwirtschaftlich plattgewalzt hat, hat Deutschland nun die leitende Rolle darin, eine "unbegrenzte" Anzahl von syrischen Flüchtlingen aufzunehmen; dort werden dieses Jahr mindestens 800.000 Menschen erwartet. Angela Merkel sagte zu einem palästinensischem Mädchen, dass sie nicht in Deutschland bleiben könne - und trotzdem sind fast eine Million Syrer akzeptabel?

Vorsicht vor Türken, selbst wenn sie Geschenke bringen

Harrison Koehli postulierte, dass die Akzeptanz großer Mengen von syrischen Flüchtlingen in der EU und anderswo wahrscheinlich eine plausible Basis dafür liefern wird, die ISIS für zukünftige Terrorangriffe in Europa zu beschuldigen. Es gibt tatsächlich einige Facetten dieser Flüchtlingskrise, die darauf hindeuten, dass eine verborgene Hand die Situation manipuliert. Einmal ist da die Aussage der Überlebenden desselben Schiffuntergangs, bei dem Aylan gestorben ist, die sagen, dass der Vater des Jungen einer dieser berüchtigten Menschenschmuggler ist, von denen uns erzählt wird, dass sie zum größten Teil die Schuld daran tragen, dass Flüchtlinge die gefährlichen Reisen nach Europa überhaupt antreten. Im Gegensatz zu den Aussagen, die Aylans Vater in Interviews gemacht hat, ist ER offensichtlich "der Kapitän", dem die Passagiere Tausende von Dollars gegeben haben, um eine sichere Überfahrt nach Griechenland zu erhalten. Laut den Berichten mehrerer Überlebender waren sie noch nicht einmal aus dem Wasser heraus als Kurdi bereits damit anfing, sie anzubetteln, ihn nicht zu verpfeifen.

Kurdi Schlagzeilen moralische Entrüstung Flüchtlinge

Die Medienbarone geben der westlichen Welt grünes Licht "moralische Entrüstung" und "rechtschaffene Empörung" zu äußern
In Bezug auf das Thema Geld: Woher bekommen diese Flüchtlinge einen Durchschnittsbetrag von 2.400 Dollar, um ihre Reise nach Deutschland anzutreten? Ethnische Kurden mögen Verbindungen zur großen kurdischen Diaspora in Deutschland haben, doch was ist mit den Nicht-Kurden? Der Wechselkurs liegt derzeit bei 1 Dollar zu 189 syrischen Pfund - das ist ein Geldbetrag, an den man im zerstörten Syrien wohl kaum besonders leicht herankommen kann. Die detaillierten Reisetagebücher der Flüchtlinge in der Türkei beinhalten teure Taxifahrten als letzte Etappe ihres Exodus. Die meisten Leute in der EU würden - und könnten - niemals 700€ für eine Taxifahrt zusammenkratzen. 2.400 Dollar pro Kopf, multipliziert mit einer geschätzten Anzahl von 350.000 nach Deutschland fliehenden Flüchtlingen (bisher) - das deutet auf einen Geld-Pool hin, der sich auf $840.000.000 beläuft. Wer bezahlt das alles?

Aus ihrer Heimat vertriebene, verzweifelte Menschen sind eine leichte Beute für manipulative Betrüger, welche sie erpressen, rekrutieren oder auf andere Weise dazu bringen können, Dinge zu tun, die sie unter normalen Umständen nicht tun würden. In Europa hat es bereits Versuche gegeben, neu angekommene und wehrlose Flüchtlinge dazu zu rekrutieren, "Dschihad zu spielen".

Am anderen Ende der syrischen Flüchtlingsspur hat die türkische Regierung 6 Milliarden Dollar ausgebeben, um - wie die New York Times es (treffend) beschrieb - "die perfekten Flüchtlingslager" an ihrer Grenze zu Syrien zu bauen. Man kann darauf wetten, dass sie das nicht aus altruistischen Motiven heraus getan haben. Wenn Sie die Berichte darüber lesen, vor welchem Horror die Flüchtlinge fliehen, bedenken Sie, dass zumindest einige von ihnen - jene mit genug Glück, es in die türkischen, voll ausgestatteten, außergewöhnlich gut geführten und makellos sauberen Lager zu schaffen - keinesfalls "durch die Umstände dazu gezwungen" wurden, eine riskante Reise nach Westeuropa anzutreten. Ich meine hier nicht, dass diese Flüchtlinge "es so gut haben"; was ich meine ist, dass diese beeindruckenden Lager unter der Führung der türkischen Regierung - welche die höchsten internationalen Standards der Versorgung weit überschritten haben - auf verborgene Motive seitens der Türkei und ihrer westlichen und regionalen Verbündeten hindeuten.
Flüchtlingslager Kilis Türkei

Das Flüchtlingslager Kilis in der südöstlichen Türkei: Die Straßen sind gepflastert, angeschlossen, sauber und beleuchtet.
Während die Situation in Teilen Syriens zweifellos chaotisch ist, hat die Türkei - und infolgedessen alle von dort aus operierenden NATO-Kräfte - die komplette Kontrolle über die Grenze zu seinem südlichen Nachbarn. Das ist der Grund warum kurdische Kämpfer in Kobani und anderen nordsyrischen Städten ihren wohlbegründeten Verdacht zur Sprache gebracht haben, dass die Angriffe, die durch ISIS Söldner gegen sie an ihrer nördlichen Grenze losgetreten wurden, aus dem Inneren der Türkei kommen, und somit mit der einen oder anderen Form von militärischer Unterstützung durch die Türkei und NATO. Zwar ist es schwierig, explizite westliche Unterstützung für ISIS-Terroristen zu beweisen, doch wir wissen, dass Menschenschmuggler von westlichen Geheimdiensten rekrutiert wurden, die dann Menschen - in diesem Fall "Dschihad-Bräute" in die Region gebracht haben. Wir wissen das dank der Enthüllung seitens eines syrischen Flüchtlings, der sich auf der Gehaltsliste des kanadischen Geheimdienstes befand.

Wie schwierig ist es wohl für sie, Menschenschmuggler zu rekrutieren, die den Auftrag haben, Menschen zu einem Exodus aus einer Region heraus zu veranlassen?

Geopolitische "Spiele zum Spaß"

Ich vermute, dass die westlichen Strippenzieher erst seit Kurzem ein Interesse an den Flüchtlingen aus "Syrak" haben - und zwar wegen der verschiedenen politischen und strategischen Blickpunkte, die sie sich zunutze machen können. An erster Stelle auf dieser Liste steht die Zielsetzung, für die sie seit 2011 Milliarden an Dollar ausgegeben haben: nämlich Bashar al-Assad zu stürzen. Diese Flüchtlingskrise gibt ihnen die Begründung, diesen "Stoß" zu veranlassen, von dem sie sich erhoffen, dass al-Assad ein für allemal aus dem Amt gedrängt wird. Washington ist "alarmiert" über Moskaus Beharrlichkeit darin, dass eine echte Lösung dieses Chaos in Syrien die syrische Regierung und das syrische Militär involvieren muss, und hat falsche Berichte über das Ausmaß von Russlands Militärunterstützung an Syrien veröffentlichen lassen. Um die Russen in Schach zu halten, zählen sie auf das Gefühl der Öffentlichkeit, dass "etwas unternommen werden muss!", indem sie mehr Luftangriffe auf Syrien fordern und noch mehr westliche Spezialeinheiten dorthin schicken. Beachten Sie, hier geht es nicht darum "ISIS" zu besiegen, sondern darum, "ISIS" und NATO-Luftangriffe zu benutzen um Syriens demokratisch gewählten Führer zu verdrängen.

Vor kurzem drückte Putin die simple Wahrheit über den Ursprung dieser Flüchtlingskrise mit diesen Worten aus:
"Ich denke, dass die Krise vollkommen abzusehen war. Wir in Russland sagten, dass es zu tiefgreifenden Problemen kommen würde, wenn unsere sogenannten westlichen Partner mit ihrer Außenpolitik so weitermachen, besonders in der muslimischen Welt - dem Nahen Osten und Nordafrika - und sie fahren bis heute weiter damit fort."
Schon im Jahr 2012 bot Russland einen klaren Ausweg für alle Beteiligten an, als sein UN-Botschafter ein Abkommen über den Beginn von Friedensverhandlungen und der "eleganten" Entmachtung Assads vorschlug. Die Medien wollten uns glauben lassen, dass die USA das russische Abkommen ablehnten, weil sie (fälschlicherweise) kalkuliert hatten, dass es sich nur um Wochen handeln würde, bis al-Assad denselben Weg wie Gaddafi gehen würde. Die Wahrheit ist jedoch, dass es beim Regimewechsel in Syrien niemals nur darum ging, Assad aus dem Weg zu räumen. Die Chaos-Politik des US-Imperiums in Bezug auf den Nahen Osten setzt ebenfalls voraus, dass eine neue syrische Regierung ausreichend gefügig ist, eine Rolle im weiteren Regimewechsel im Iran (und darüber hinaus) zu spielen, mit dem ultimativen Ziel die Öl- und Gaspipeline Politik in der Region umzugestalten.

Daher ist es nicht überraschend, dass bereits der kleinste angedeutete Hauch einer verstärkten russischen Beteiligung in Syrien genügt um Washington durchdrehen zu lassen. In einem kürzlichen Interview über seine US-außenpolitischen Leistungen warf Henry Kissinger den Punkt ein, dass die "Reduzierung der sowjetischen Rolle im Nahen Osten nicht geringfügig war". In der Tat muss man die Reduzierung von Russlands Rolle in globalen Angelegenheiten als das außenpolitische Hauptinteresse der Strategen in Washington betrachten. Wenn das in Brand stecken der Ukraine unternommen wurde um Russland von Europa fernzuhalten, dann geht es bei der Schlacht um Syrien (und den Irak) darum, Russland vom Nahen Osten fernzuhalten. Es ist kein Zufall, dass nur einige Monate nach Russlands fantastischer Antwort auf den US-amerikanischen Putsch in Kiew der "globale Krieg gegen den Terror" einen Neustart erlebte, indem dem "islamischen Terrorismus" in Form von "ISIS" ein neues Image verpasst wurde.

Washingtons "Realitätserschaffer" beschuldigen Russland der "Unterstützung des Diktators Assad", doch Russland hat explizit geäußert, dass es ihm gleichgültig ist, ob al-Assad im Amt bleibt oder nicht. Die Quintessenz ist für den Kreml überaus rational: wenn Assad entfernt wird, werden ISIS und/oder andere Extremisten übernehmen und das Krebsgeschwür wird sich ausbreiten. Der Kreml sagt dies in vollem Bewusstsein darüber, wer ISIS kontrolliert. Die USA hingegen könnte nicht gleichgültiger darüber sein, dass sie mit ihren Handlungen den rechten, kopfabhackenden Frauenhassern einen weiteren großen Landstrich des Nahen Ostens schenken. Immerhin gedeiht Washington durch schmutzigen Handel mit Saudi Arabien und den Golf-Monarchien, weil deren königliche "Sunniten" Eliten die Art von Muslimen sind, mit denen sie sich auf Augenhöhe befinden. Und historisch gesehen hat Washington schon immer gemeinsame Sache mit den rechts-fundamentalistischen Verrückten des Nahen Ostens gemacht - anstatt mit den weltlichen, fortgeschrittenen der gemäßigten Art. Doch Russland hat offensichtlich eine Grenze gesetzt: Syrien war das letzte Land des Nahen Ostens, welches die USA zerstören durfte.

Russisches Transportflugzeug Syrien
© Sputnik/ Andrey Stenin
Ein russischer Militärtransporter landet am 14. September 2015 auf dem Latakia Flughafen in Jableh, Syrien. An Bord waren über 80 metrische Tonnen Hilfsgüter, die notwendig sind ein Flüchtlingslager in der Region zu errichten.
Während sie betonen, dass die Krise nur an ihrer Wurzel angepackt werden kann, versuchen die Russen humanitäre Hilfe und militärische Ausrüstung nach Syrien zu schicken. Doch ein Land nach dem anderen hat die Überflugerlaubnis blockiert. Dank der griechischen Regierung wissen wir, dass Washington von jeder Hauptstadt in der Region verlangt hat, Russland den Zugang zu Syrien zu verweigern. Vorerst werden sie über den Iran und dann über den von der USA-ISIS kontrollierten Irak und Syrien fliegen, um Syriens Mittelmeerküste zu erreichen, doch auch die irakische Regierung könnte jeden Moment einknicken.

Caitlin McFarland, eine Fox News Analystin der nationalen Sicherheit, hat vor Kurzem Russland und China die Schuld für die Flüchtlingskrise gegeben, weil sie "Waffen schicken, die dafür sorgen, dass der Bürgerkrieg weitergeführt werden kann", und somit die Flüchtlingskrise verursacht haben. Natürlich erwähnte sie mit keinem Wort die US-Waffen, die Spezialeinheiten, und Washingtons expliziten Drang zu einem Regimewechsel in Syrien, den sie bereits mindestens seit 2006 verfolgen. Die einzige nützliche Sache der US-Propaganda, besonders wenn es über Murdochs schizoides Boulevard-Fernsehen kommt, besteht darin, dass sie oft 180 Grad von der Wahrheit abweicht und somit Washingtons wahre Handlungen entblößen kann. Der Fox News Experte, der McFarland interwiete, suggerierte, dass die zwei eurasischen Mächte die syrischen Flüchtlinge an Europa "los wird", weil sie "Europa etwas zum Nachdenken geben wollen". Man dürfte Schwierigkeiten haben eine eindeutigere Erklärung für Washingtons Politik zu finden als sie in den US-Medien-Talkshows offengelegt wird...


Diese Andeutung, dass die Flüchtlinge - und ganz besonders die aus der Türkei kommenden - "gecoacht" werden, lässt mich die Route hinterfragen, die sie benutzen, um Deutschland zu erreichen. Warum würde man sein Leben riskieren um Griechenland mit einem Boot zu erreichen - und somit auf EU-Territorium zu landen - nur um es dann wieder zu verlassen und die EU erst über Ungarn erneut zu betreten? Warum nimmt man nicht die Route über Bulgarien um in die EU zu kommen, und dann den ganzen Weg über in der EU zu bleiben, bis man das reichere Zentrum erreicht? Griechenland, Mazedonien und Serbien befinden sich alle auf dem Radar des US State Department - wegen ihre Gas- und anderer Handelsabkommen mit Russland. Werden die syrischen Flüchtlinge dazu ermutigt diese Route zu nehmen um auch "[diesen Ländern] etwas zum Nachdenken zu geben"?

Mit einem entschieden ominösen Zeichen von dem was noch kommt, hat Deutschland sich entschieden die ehemaligen Nazi-Konzentrationslager Buchenwald und Dachau zu benutzen um die Flüchtlinge unterzubringen. Zwar kann ich mir vorstellen, dass die deutschen Bundes- und Länderregierungen das nur als vorübergehende Maßnahmen betrachten. Gleichzeitig ist es jedoch nicht schwer zu erkennen, dass die Menschen in Europa - die dank einer über 10 Jahre langen 9/11-inspirierten Anti-Moslem Propaganda - dem Problem von großen Mengen an vorrangig muslimischen Flüchtlingen in ihrem Land gegenüber gespalten sind, und totalitäre Maßnahmen begrüßen könnten, sobald die "ISIS unter den Flüchtlingen" die Schuld an zukünftigen Terrorattacken zugeschoben wird.

Das ist keine Übung

Während der Fokus derzeit auf Europa liegt, ist "zufällig" in den USA eine "Einwanderungskrise" am Brodeln gewesen. Jahrzehntelanger Missbrauch durch US-Regierung und US-Konzerne im eigenen "Hinterhof" hat eine immer weiter anwachsende Anzahl an "Migranten" (oder "Flüchtlingen", wenn man bedenkt, dass sich Teile von Nordmexiko quasi in einem Zustand des Bürgerkriegs befinden) in den Norden gebracht. Dies führte zu Stacheldraht-Grenzzäunen, überspannte Sicherheits- und Sozialdienste, und zu einem Hanswurst, der mit einem Anti-Einwanderungsprogramm für das Weiße Haus kandidiert.

Diese synchronen Entwicklungen haben mich zu der Frage geführt, ob es da etwas jenseits der geopolitischen Interessen gibt, das die Köpfe an der Spitze der Nahrungskette belastet: Massenmigrationen als Resultat einer abrupten Klimaveränderung. Ein Bericht aus dem Jahr 2004, der vom jahrzehntelang für das Pentagon arbeitenden Strategen Andrew Marshall in Auftrag gegeben wurde, lieferte der Bush-Regierung folgendes Zukunftsszenario...
Eine Veränderung des Klimas in den nächsten 20 Jahren könnte in einer globalen Katastrophe resultieren, die Millionen von Menschenleben in Kriegen und Naturkatastrophen kosten werden.

Ein geheimer Bericht, der von den US Verteidigungschefs unterdrückt wurde und den The Observer erhalten hat, warnt davor, dass die großen europäischen Städte unter dem ansteigenden Meeresspiegel versinken werden, während Großbritannien bis 2020 in ein "sibirisches" Klima stürzen wird. Nukleare Konflikte, Mega-Dürren, Hungersnöte und weitverbreitete Ausschreitungen werden auf der ganzen Welt ausbrechen.

Das Dokument sagt voraus, dass eine abrupte Veränderung des Klimas den Planeten an den Rand der Anarchie bringen könnte, während Länder eine nukleare Bedrohung entwickeln um schwindende Nahrung, Wasser und schrumpfende Energievorräte zu verteidigen und zu sichern. Die Bedrohung für die globale Stabilität drängt die Bedrohung des Terrorismus gewaltig in den Hintergrund, sagen die wenigen Experten, die mit dem Inhalt des Berichts vertraut sind.

"Zusammenbrüche und Konflikte werden zu den endemischen Merkmalen des Lebens werden", schließt die Pentagon-Analyse ab. "Abermals wird die Kriegsführung das menschliche Leben definieren." [...]

Im Jahr 2020 werden "katastrophale" Wasserengpässe und Energievorräte immer schwieriger zu überstehen sein, und den Planeten in einen Kriegszustand werfen. Sie warnen, dass die klimatischen Bedingungen vor 8.200 Jahren zu weitverbreiteten Missernten, Hungersnöten, Krankheiten und Massenmigrationen von Populationen führten, die sich bald wiederholen könnten. [...]

Randall [Co-Autor] sagte dem Observer, dass die potentiellen Auswirkungen von schnell eintretenden Klimaveränderungen zu einem globalen Chaos führen würden. "Das ist eine deprimierende Thematik", sagte er. "Es handelt sich um eine Bedrohung der nationalen Sicherheit, weil es keinen Feind gibt, auf den man seine Waffen richten kann und wir keine Kontrolle über die Bedrohung haben."

Randall fügte hinzu, dass es möglicherweise bereits zu spät sei, das Desaster zu verhindern. "Wir wissen nicht genau, an welchem Punkt des Prozesses wir uns befinden. Es könnte morgen beginnen und wir würden die nächsten fünf Jahre nichts davon wissen", sagte er. [...]

Marshall, 82 Jahre, ist eine Pentagon Legende, der einen verschwiegenen Think Tank leitet, welcher sich mit dem Abwägen von Risiken für die nationale Sicherheit befasst - dem Office of Net Assessment. Von Pentagon Insidern, die seine enorme Erfahrung respektieren, wird er "Yoda" genannt. Er wurde dafür anerkannt, dass er hinter dem Drängen durch das Verteidigungsministerium für das Raketenabwehrsystem stand.
Verlassene Autos Chicago Schnee Eiszeit

Eine zunehmend normale Szene: Verlassene Fahrzeuge auf einem Highway in Chicago im Jahr 2015
Während der liberale britische Observer vermutete, dass die Autoren des Berichts an das "offizielle" Szenario des Klimawandels dachten (menschgemachter Anstieg des CO2, welches den Planeten erwärmt und in 50 oder 100 Jahren zu furchtbaren Konsequenzen führt), ist es ziemlich offensichtlich, dass die Autoren an etwas ganz anderes dachten: ein ziemlich plötzlicher Ausbruch extremen Wetters und planetarischen Umwälzungen, einschließlich - oder gipfelnd in - einer Rückkehr zu eiszeitlichen Bedingungen für den Großteil der bewohnten Welt - was offensichtlich das ist, was vor 8.200 Jahren geschehen ist.

Beachten Sie auch den Verweis auf "Massenmigrationen von Populationen". Während das, was jetzt als Resultat der NATO-Kriege geschieht, schlimm ist, und letztendlich wohl mit den Migrationen in Europa während des zweiten Weltkrieges vergleichbar werden könnte, könnten Massenmigrationen in noch viel größerem Maßstab kurz bevorstehen.

Was wenn diese "Geheimregierungs-" Typen "jenseits des großen Teichs, die sich so vorkommen, als seien sie in einem Labor mit allen möglichen Arten von Experimenten an Ratten" - wie Putin sie letztes Jahr treffend beschrieb - mit einem Auge auf das kommende Klimachaos, ihren Vorteil aus dem "Ressourcenkrieg" ziehen, den sie im Nahen Osten selbst geschaffen haben, eine Art Probelauf machen, in dem sie Kontrollmethoden, Antworten der Bevölkerung und Systemkapazitäten im Zuge von plötzlichen Migrationen von wirklich großen Mengen an Menschen testen, die von "Mutter Natur" verursacht werden - jene Mutter Natur, die das durch Psychopathen an der Macht verursachte planetare Chaos zu spiegeln scheint?

Update 16. September 2015, 19:30 CET

Seitdem hat Russland die Behauptung des ehemaligen finnischen Präsidenten Martti Ahtisaari an den Guardian dementiert, dass Russlands UN Botschafter ihn 2012 privat getroffen und ihm vorgeschlagen habe "einen eleganten Weg [zu finden], Assad dazu zu bringen, abzutreten". Ich neige dazu, ihnen zu glauben: Russland unternimmt keine "Regimewechsel". Wenn eine ausländische Regierung von vornherein nicht davon überzeugt werden kann, Handel mit Russland zu betreiben, dann wartet Russland, bis sie ihre Meinung ändert.