Offenbach/Tübingen Schwere Unwetter sind am Sonntag über Teilen von Baden-Württemberg niedergegangen. Es regnete und hagelte vor allem auf der Schwäbischen Alb und im Schwarzwald, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach mitteilte.
Unwetter Südwesten D
© dpaDunkle Wolken brauen über zwei vom Tegelberg bei Schwangau (Schwaben) gestarteten Gleitschirmfliegern zusammen.

Dort fielen teilweise bis zu 42 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Hagelkörner waren zwischen drei und vier Zentimeter groß. Das Unwetter richtete nach vorläufigen Angaben der Polizei nur kleine Sachschäden an, verletzt wurde niemand.

Wie die Polizei in Tübingen mitteilte, lag ein Schwerpunkt des Gewitters auch zwischen Ulm und Bodensee. Dort habe es zehn Seenotrufe von Schiffen gegeben. Sie mussten von der Wasserschutzpolizei in den Hafen von Langenargen begleitet werden. Bei Kressbronn und Langenargen wurden einige Bäume umgerissen. Verletzt wurde niemand. Die Bundesstraße 28 in Blaubeuren wurde wegen einer Schlammlawine kurzfristig gesperrt. In Schwendi wurden Lagerhallen überflutet. Die Feuerwehren waren im Einsatz.

Schwerer Unfall

Bei Rottenburg kam es am Nachmittag im Starkregen zu einem schweren Unfall mit einem Toten und zwei Schwerverletzten. Nach Darstellung der Polizei überholte ein 46 Jahre alter Mann auf der B 28a ein Fahrzeug mit einer dreiköpfigen Familie aus Stuttgart. Dabei kam der 46-Jährige ins Schleudern und stieß auf der Gegenfahrbahn mit einem Auto eines Ehepaars aus Horb zusammen. Die Frau wurde schwer verletzt, ihr Ehemann (beide 65) starb. Auch die 45 Jahre alte Beifahrerin des Unfallverursachers trug schwere Verletzungen davon.

In Bayern waren die Alpenregionen von der Schlechtwetterfront betroffen. Laut DWD müssen die Bayern in der Nacht zum Montag weiterhin mit Unwettern rechnen. Möglich sind diese auch in Thüringen, Sachsen und Brandenburg.