Falschparken mag Vielen als Kavaliersdelikt gelten, die Polizei aber nimmt es sehr ernst. So ernst, dass die Beamten in Osnabrück nun via Facebook nach dem Besitzer eines kleinen roten Flitzers suchen, der im Halteverbot stand.
© Polizei Osnabrück
Sich direkt vor der Polizeiwache ins Halteverbot zu stellen, so leichtsinnig muss man erst einmal sein. Deshalb wundert es wenig, dass die Polizei in Osnabrück am 30. Dezember sofort auf das Fahrzeug aufmerksam wurde, das unerlaubterweise vor den Schranken ihrer Dienststelle parkte. Und weil die Beamten derlei Verstöße ernst nehmen, gaben sie sofort eine Fahndung über Facebook heraus.

Das Besondere an der Geschichte: Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein kleines, rotes Bobbycar - und der Übeltäter ist wahrscheinlich ein Kleinkind. "Das Fahrzeug gehört nicht zu unserem Fuhrpark, auch wenn wir hier gerne einen schnellen, roten Flitzer hätten", schreiben die Polizisten in ihrem Post und rufen den Besitzer dazu auf, sich telefonisch zu melden.

Fahndung blieb bislang erfolglos

Die User auf Facebook amüsieren sich prächtig über den ungewöhnlichen Fahndungsaufruf: "Für mich jetzt schon der Brüller des Jahres 2017", kommentiert einer. Gleichzeitig wird in den Beiträgen unter dem Post über die Abschleppkosten, die der kleine Verkehrssünder zu begleichen haben wird, und eventuell fehlende Einsatzwagen bei der Feuerwehr spekuliert.


Früchte getragen hat die Suche bisher noch nicht, der Fahrer des "1 PamperS-starken Fahrzeugs" hat sich noch nicht gemeldet. Die Polizei Osnabrück hat mit ihrem Post aber gleich zu Beginn des Jahres einen ordentlichen Viralhit gelandet. Der Eintrag wurde innerhalb von zwei Tagen schon fast tausend Mal geteilt.

Ganz nebenbei haben die Beamten damit bewiesen, dass ihre Arbeit nicht immer nur bierernst ist und sie auch eine Menge Humor besitzen. Normalerweise nutzt die Polizei Osnabrück ihre Facebook-Präsenz nämlich eher dazu, nach Dieben, Randalierern und vermissten Personen in der niedersächsischen Stadt zu suchen. Bleibt zu hoffen, dass Bobbycar und Besitzer möglichst bald wieder zusammenfinden.

epp