Polnische Forscher nehmen an, dass das Bernsteinzimmer sich in den unterirdischen Tunneln bei dem Schloss in der Stadt Pasłęk befinden könnte. Bei den Untersuchungen mit Hilfe von tomographischen Geräten und Radaranlagen im Herbst 2016 wurde eine gewisse Anomalie festgestellt, berichtet der TV-Sender TVN24. Sie könnte ein Beweis dafür sein, dass zwischen dem Schloss und der benachbarten Bartholomäuskirche ein unterirdischer Tunnel existiert, wo das "achte Weltwunder" gelagert bleiben kann.
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Der Meinung der Archäologen nach lässt sich diese Vermutung auch mit historischen Fakten festigen. So haben die Deutschen zum Ende des Zweiten Weltkriegs Teile von Museumskollektionen aus Königsberg nach Pasłęk evakuiert. Zwar hat die Rote Armee die meisten Exponate aus der Stadt gebracht, doch fand man nach einigen Jahrzehnten immer noch einige Keramikerzeugnisse mit Museumsbeschriftungen in dieser Gegend. Die örtlichen Behörden sollen die Ausgrabungen bereits genehmigt haben, heißt es in der Mitteilung des TV-Senders. Die neue Etappe der Suche soll im kommenden Sommer beginnen.

Eine Gruppe deutscher Rentner führte 2015 Grabungen in Wuppertal durch, um das von unschätzbarem Wert bekannte Bernsteinzimmer zu finden, das die Nationalsozialisten der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg stahlen und seit 1945 als verschollen gilt. Der achtundsechzig Jahre alte Karl-Heinz Kleine, der die Suche leitete, war der Auffassung, dass der Schatz sich irgendwo in den Tunneln und Bunkern der Stadt befindet. Wuppertal war einst die Heimat Erich Kochs, des Verwaltungschefs der Nazis in Ostpreußen, welcher der Verantwortliche für die Beförderung des Meisterwerks war.