In der Wüste Gobi in der Mongolei soll der Allghoi Khorkhoi, der Mongolische Todeswurm sein Unwesen treiben und schon viele Menschen auf dem Gewissen haben.

Das Monster zählt zu den Kryptiden, seine Existenz konnte jedoch bis heute nicht bewiesen werden. Der Wurm soll 60 bis 150 Zentimeter lang sein und glatte leuchtend rote Haut haben, auf der in Gefahrensituationen Blasen entstehen.

Gelbe Farbe soll ihn anlocken

Der Mongolische Todeswurm wird von den einheimischen Nomaden, die in der Wüste leben, als ein Monster beschrieben, das in der Wüste nur wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche lebt und auf die Farbe Gelb reagieren soll. Wenn er an der Oberfläche auftaucht, bläht er sich vor seinen Opfern langsam auf und bildet kleine Blasen auf seiner roten Haut.

Diese Blasen verspritzen ein Gift, das auf Menschen und Tiere sofort tödlich wirkt. Der Allghoi Khorkhoi soll anderen Berichten zufolge seine Opfer auch mit elektrischen Schlägen töten.

Laut einer Geschichte soll ein Junge einmal mit einer gelben Spielzeugkiste im Sand der Wüste Gobi gespielt haben. In die Kiste sei ein Wurm gekrochen und als der Junge ihn aus Versehen berührte, habe er sein Leben verloren. Die Eltern des Kindes nahmen die Verfolgung des Mongolischen Todeswurmes auf und wurden dabei getötet.

In den 1940er-Jahren war der Todeswurm der Inhalt einer Geschichte des russischen Science-Fiction-Autors Iwan Antonowitsch Jefremow. Als junger Erwachsener war er einst Paläontologe und bereiste sowohl die Mongolei als auch die Wüste Gobi.

Nach seiner Darstellung handelt es sich bei dem Allghoi Khorkhoi um eine Erzählung, einen ernsten gemeinten Volksglauben der einheimischen Araten (Viehzüchter), der überall in der Wüste Gobi erzählt wird. Die Existenz des Wesens wird jedoch bis heute angezweifelt (Plum Island und das Montauk-Monster (Videos)).

Ist das Klima für einen riesigen Wurm zu heiß und zu trocken?

Der Allghoi Khorkhoi dürfte wegen des heißen Klimas und der Trockenheit der Wüste Gobi nicht wirklich existieren. Zum Überleben würde er eine gewisse Menge Flüssigkeit benötigen, und da er diese nicht speichern könnte, wie andere Würmer auch, wäre er nach einer Weile ausgetrocknet. Basierend auf den Beschreibungen könnte es sich bei dem Mongolischen Todeswurm um eine Schlange handeln, ähnlich der australischen Wüstentodesotter.

Die Wüstentodesotter hat eine rote Gestalt und besitzt Gift, das beim Menschen zum Tod führen kann. Wissenschaftlich betrachtet könnte der Mongolische Todeswurm oder eine bisher unentdeckte Riesenschlange in Wüste Gobi nicht lange überleben. Bei dem Allghoi Khorkhoi handelt es sich eher um ein Fabelwesen, denn es fehlen Beweise für seine Existenz (Afrika: Dinosaurier Mokele-mbembe aus dem Kongo real? (Videos)).

Die Wissenschaft hat bereits Nachforschungen in der Mongolei durchgeführt, aber bis zum heutigen Tag sind keine Spuren des angeblichen Todeswurms in der trockenen heißen Gobi-Wüste entdeckt worden. Da dieser Aberglaube vor allem bei den Nomaden sehr ausgeprägt ist, könnten sie mit ihren Beschreibungen übertrieben haben, um mysteriöse Todesfälle zu erklären.

Die Gobi ist die sechstgrößte Wüste auf unseren Planeten und liegt in Zentralasien. Sie breitet sich wegen der Winde immer weiter aus und ist im Moment weniger als 100 Kilometer von der chinesischen Hauptstadt Peking entfernt.

Die Gesamtfläche der Wüste beläuft sich auf etwa 1,6 Millionen Quadratkilometer, die höchsten Erhebungen sind im Durchschnitt tausend Meter hoch. Im Sommer herrschen in der Wüste heiße Temperaturen und im Winter ist es dort eiskalt. So kann die Temperatur in der Winterzeit auf minus 65 Grad Celsius sinken und im Frühjahr und in den Sommermonaten wirbeln Sand- und Schneestürme über das Wüstengebiet.

Bemerkenswert ist die große Anzahl der gefundenen Dinosauriereier, denn zu Lebzeiten der Dinosaurier herrschten hier gute Lebensbedingungen. Die Tierwelt ist mit Schneeleoparden, Wölfen, Dschiggetai (eine asiatische Eselart), Gerbil, Steppeniltis und Kropfgazelle sehr vielfältig.

Eine Expedition zur Erforschung der Legende des Mongolischen Todeswurmes dürfte keine neuen Erkenntnisse und Beweise ans Tageslicht bringen. Der Wurm ist und bleibt ein Fabelwesen oder eine unbekannte Schlangenart, die nur wenige Zentimeter unter dem Wüstenboden lebt. Wenn es tatsächlich Hinweise für seine Existenz gibt, dann gäbe es sicher schon Fotos und Videos vom unheimlichen Allghoi Khorkhoi (Geheimsache „Monster“: Auf den Spuren echter Ungeheuer (Video)).



Literatur: