Die Statue hat bereits einen Platz im neuen ägyptischen Museum neben den Pyramiden - dabei ist sie noch nicht einmal vollständig geborgen.

© Deutschlandradio, Cornelia Wegerhoff
Archäologen bergen Teile des Quarzit-Torsos. Die Statue bbesitzt den typischen Pharaonen-Bart.
Ein deutsch-ägyptisches Archäologen-Team hat in Kairo Teile einer Kolossal-Statue aus der Pharaonenzeit entdeckt - mitten in einem Wohngebiet. Die tonnenschweren Teile bestehen aus Quarzit und sind nach Ansicht der Wissenschaftler rund 3.250 Jahre alt. Grabungsleiter Dietrich Raue vom Ägyptischen Museum in Leipzig nennt Maße: Der Oberarm ist knapp einen halben Meter dick, das Ohr misst mehr als 30 Zentimeter. Der Kopf, der bereits per Bagger geborgen wurde, hielt für die Forscher eine weitere Überraschung bereit: Er besitzt den typischen Pharaonenbart. Deshalb glauben die Wissenschaftler: Es könnte sich um eine Statue von Ramses II. handeln. Der Pharao hatte am heutigen Fundort, dem antiken Heliopolis, mehrere Sonnentempel errichten lassen. Zuvor waren dort bereits mehrere kleinere Statuen entdeckt worden.

© REUTERS/Mohamed Abd El Ghany
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