© Jim Johnston
Die Kleinbäuerin Susan Mackay mit dem Kadaver ihres Schafs
Seit fünf Jahren beklagen die Landwirte in der Region von Nordschottland, dass ihre Schafe von einem mysteriösen Raubtier getötet werden, das sie auf ungewöhnliche Weise verstümmelt.

Der 66-jährige Jim Johnston lebt in Bettyhill und machte die Redaktion von »The Independent« auf diese mysteriösen Vorfälle aufmerksam. Johnston berichtete, dass in dem 200 Quadratmeilen großen Gebiet zwischen den Gemeinden Farr und Tongue allein in den letzten fünf Jahren vierzig Schafe diesem rätselhaften Tier zum Opfer gefallen wären. Und dieses Tier muss einen enorm kräftigen Kiefer haben, denn es zerbrach die Knochen seiner Opfer mühelos mit seinem Biss. Zudem konnten an allen Kadavern ähnliche Merkmale festgestellt werden: Den Tieren wurde das Fell abgezogen und ihr Körper offenbar bis auf das letzte Weichgewebe aufgefressen sodass nur noch die blanken Knochen und die Haut mit der Wolle übriggelassen wurden.

Es wird zwar vermutet, dass die Schafe von einem Raubtier verstümmelt werden, doch um welches Tier es sich dabei handelt, bleibt ein Rätsel. Denn kein bekanntes, einheimisches Raubtier zerlegt seine Beute auf diese spektakuläre Art und Weise und so wird spekuliert, ob eventuell jene legendäre Kreatur dafür verantwortlich sein könnte, die als »Big Cat« (deutsch: große Katze) beschrieben wird (wir berichteten) und scheinbar ganz Großbritannien durchstreift aber nur sehr selten gesehen wird.

Seltsamerweise fand in den späten 1970er-Jahren eine ähnliche Verstümmelungsserie in der Gegend statt und die Einheimischen glaubten damals ebenfalls, dass es Big Cat gewesen wäre.