So etwas sieht man nicht jeden Tag, selbst in Russland nicht: Es ist bereits fast Mitte Mai und auf den Moskauer Straßen liegt Schnee. Viele sonnenhungrige Einwohner beklagen sich über die Kälte: Man wollte ja endlich Shorts und T-Shirts anziehen. Stattdessen muss man wieder die Winterkleidung aus dem Schrank holen.
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Eigentlich ist im Mai der Frühling schon längst da. Doch dem Moskauer Wetter scheint das in diesem Jahr egal zu sein: Seit Tagen schneit es in der russischen Hauptstadt große Flocken. Selbst in einigen Großstädten in Sibirien ist es aktuell wärmer. In den sozialen Netzwerken veröffentlichen zahlreiche Moskauer Bilder von den schneebedeckten Straßen.


„Wo bleibt denn der Sommer?“, fragen sich Viele im Netz anklagend.






Manche Nutzer versuchen die Wetter-Anomalie mit Humor zu nehmen und sprechen von Neujahrs-Stimmung und Weihnachtsbäumen.

Andere schreiben, dass der Mai wahrscheinlich „kaputtgegangen“ sei und verwenden das neue Wort „Maivember“ - eine Mischung aus Mai und November.


​Schnee im Mai ist für die russische Hauptstadt jedenfalls nicht normal. Seit fast 30 Jahren hat es so etwas in der Moskauer Region nicht mehr gegeben - zuletzt hatte es im Mai 1980 geschneit.

Auch der Kreml hat inzwischen die Wetterbedingungen kommentiert. Kremlsprecher Dmitri Peskow hat am Ende seines Briefings am Freitag den Moskauern scherzhaft „weniger Schnee im Mai“ gewünscht.