Die Ruinen von Windhouse auf der schottischen Insel Yell haben eine besondere Berühmtheit erlangt, denn sie gelten als die am meisten von Geistern heimgesuchte Stätte auf den Shetlandinseln. Nun hat man offenbar auch den Grund dafür gefunden, denn das ehemalige Gebäude aus dem 18. Jahrhundert wurde offenbar über einen alten Friedhof errichtet.

Das Gebäude, das jetzt weitgehend verfallen ist, wurde im Jahre 1707 erbaut und soll angeblich Heimat verschiedener Geister sein, die immer wieder von zahlreichen Zeugen gesehen wurden. Die urbane Legende sowie lokale Überlieferungen berichten, dass der Grund ein Friedhof sein könnte, auf dem das Windhouse errichtet wurde und die Seelen der Verstorbenen nicht zur Ruhe kommen lässt - wie es übrigens an den meisten Orten mit paranormalen Phänomenen der Fall sein soll.

Auch in diesem speziellen Fall scheint es zuzutreffen, denn Forscher haben diverse menschliche Überreste aus dem 13. oder 14. Jahrhundert neben den Ruinen ausgegraben. Und der lokale Archäologe ist sich sicher, dass die Skelette lediglich die Spitze eines makabren Eisbergs bilden. "Die Skelette gehen direkt bis zur Tür und es gibt zweifellos auch Skelette unter den Ruinen", sagte Val Turner den Shetland News.

Die geborgenen Gebeine sollen nun untersucht werden, um das genaue Alter bestimmen zu können und anschließend unter Einhaltung der dafür geltenden Vorschriften an einem anderen Ort bestattet werden. Ob die Umbettung der Toten tatsächlich dazu beitragen kann, die Geisteraktivitäten in den Windhouse-Ruinen zu beenden, bleibt abzuwarten, da die anderen Schmutzpartien unter dem Gebäude wohl nicht zu sehr begeistert sind.