Archäologen haben in einem 3500 Jahre alten Grab eines antiken griechischen Kriegers ein Siegel gefunden und haben es zunächst aufgrund der Detailliertheit seiner Ausarbeitung für 1000 Jahre jünger gehalten. Das meldet die Universität von Cincinnati (University of Cincinnati, US-Bundestaat Ohio) auf ihrer Webseite.
Das Steinfragment ist nur 3,6 Zentimeter lang, aus Achat hergestellt und zeigt ein sehr detailliert ausgearbeitetes Bild: Einen Krieger, der sein Schwert über die von ihm besiegten Feinde erhebt. Einige Elemente des Bildes sind so klein, dass die Wissenschaftler ein Mikroskop brauchten, um sie sich genauer ansehen zu können.

​Solche Steine wurden als Siegel verwendet, um einen Abdruck auf Wachs- oder Tongegenständen zu prägen, hieß es.


Zuvor wurde angenommen, dass eine solche Genauigkeit bei der Zeichnung von Muskeln und anderen Teilen ähnlicher Bilder in der mykenischen Kultur erst 1000 Jahre später entstanden sei. Einen solch hohen Detaillierungsgrad bei der Darstellung eines menschlichen Körpers hat man zuvor für unmöglich gehalten.

​Nun schließen die Wissenschaftler nicht aus, dass die griechische Geschichte der Kunstgeschichte neu geprüft werden sollte.