Schwert Gestein

Das Schwert San Galganos unter der Schutzkuppel.
Gibt es tatsächlich ein Schwert aus dem Mittelalter, das in einem Fels steckt und bei dem viele Menschen schon seit Jahrhunderten erfolglos versucht haben, es herauszuziehen? Ja. Das Schwert befindet sich in der Kapelle von Montesiepi in einem Felsen. Niemand weiß, wie das Schwert genau in den Fels gelangt ist und eine 2001 durchgeführte Untersuchungen mittels Bodenradars hat ergeben:
dass das Schwert tatsächlich vollständig im Fels steckt und keinerlei Zwischenräume zwischen ihm und dem Stein festzustellen sind.
Zudem ergaben die Untersuchungen des Metalls, dass:
das Schwert offenbar aus dem Jahre 1180 zu stammen scheint.

Könnte dieses Schwert zur Legende Arturs beigetragen haben?
In der Kapelle von Montesiepi steckt ein Schwert im Felsen, das möglicherweise zu der Entstehung der Legende um König Artus' Schwert »Excalibur« beigetragen haben könnte.

Excalibur ist der Name des Schwertes, das der Legende nach vom mythischen Zauberer Merlin in ein Felsgestein bzw. Amboss hineingestoßen wurde. Nur derjenige, der es auch wieder hinausziehen könne, sei es auch würdig, als Herrscher des Landes regieren zu dürfen, hieß es. Unzählige ruhmhafte Ritter und Adlige sollen es versucht haben, doch nur Artus, dem Sohn des englischen Großkönigs Uther Pendragon, gelang es, die Klinge aus ihrer Verankerung zu befreien, was ihn zum rechtmäßigen König machte.
Über das Schwert im Stein steht in der Artussage laut Wikipedia folgendes:
Inzwischen schmiedet Merlin ein herrliches Schwert, dessen Klinge er unter Zuhilfenahme seiner Zauberkräfte in einen gewaltigen Stein hineintreibt. Der Name des Schwertes ist Excalibur, und auf seinem Griff steht in goldenen Buchstaben geschrieben: "Wer dieses Schwert aus dem Stein zu ziehen vermag, ist der rechtmäßige König Britanniens." Von nah und fern strömen nun alle Edlen zusammen, um ihre Kraft zu erproben, doch keinem gelingt es. Während eines Turniers, an dem Sir Ector, sein Sohn Keie und Arthur als dessen Knappe teilnehmen, vermisst Keie sein Schwert und trägt Arthur auf, es ihm zu holen. Arthur findet es nicht, entdeckt stattdessen das Schwert im Stein, zieht es ohne Mühe heraus und bringt es seinem Stiefbruder. Als diese Tat bekannt wird, erscheint Merlin und verkündet Arthurs wahre Abstammung. Daraufhin wird er zum Hochkönig von Britannien gekrönt. Gegen den Rat Merlins heiratet Arthur Guinevere (Ginevra), die Tochter des Königs Leodegrance. Guinevere bringt als Hochzeitsgeschenk ihres Vaters einen gewaltigen runden Tisch, welcher zum Herzstück der neuen Burg Camelot wird, die Arthur sich erbauen lässt.

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Entstehung, Geschichte und Inhalt der Artussage

Am Endpunkt der Ausschmückungen stellte sich die Sage in etwa so dar: Artus wird als Säugling von Merlin von seinen Eltern weggeholt und von Merlins Freund Hector zusammen mit dessen Sohn Keie erzogen. Artus hält sich für den Sohn Hectors. In Roberts de Boron Merlin, später gefolgt von Thomas Malory, erlangte Artus den Thron, nachdem er ein Schwert aus einem Stein gezogen hat. In diesem Bericht kann diese Tat nur durch den "wahren König" vollzogen werden, was den vorausgesagten König und wahren Erben von Uther Pendragon bedeutet. Dieses Schwert ist vermutlich das berühmte Schwert Excalibur (oder Caliburn); seine Identität wird später in der so genannten Vulgate Merlin beschrieben. In der Post-Vulgate Merlin's Continuation steht dann geschrieben, dass Excalibur vielmehr von einer Hand, die aus einem See kam, überreicht wird und es Artus' Vater Uther von einer jungfräulichen Zauberin, der Herrin vom See, kurz nach dessen Regierungsbeginn gegeben worden ist. Als Uther seinen Tod nahen sieht, stößt er das Schwert in einen Stein mit den Worten, dass nur der rechtmäßige König das Schwert wieder aus dem Stein ziehen kann. In dieser Post-Vulgata-Version kann die Klinge durch jedes Material schneiden, und seine Scheide macht den Träger unsichtbar, nach anderer Überlieferung unverwundbar. Gegen den Rat Merlins, der Unglück voraussieht, heiratet Artus Guinevere, die manchmal die Tochter des Königs eines Nachbarreiches ist.

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Das Schwert aus dem Stein

Das Motiv des in den Boden gerammten und dann später aus dem Stein gezogenen Schwertes als Gottesurteil zur Erlangung der Königswürde steht möglicherweise in Verbindung mit dem Einsatz schwerer sarmatischer Lanzenreiter in römischen Diensten (s. o.). Ammianus Marcellinus berichtet im späten vierten Jahrhundert nicht nur, dass die Sarmaten für ihre Schmiedekunst berühmt gewesen seien, sondern schildert auch am Beispiel der mit den Sarmaten verwandten Alanen die religiösen Bräuche dieser iranischen Reitervölker:
"Bei ihnen sieht man keine Tempel und kein Heiligtum; nicht einmal eine mit Schilf gedeckte Hütte kann man bei ihnen irgendwo erblicken; vielmehr wird ein entblößtes Schwert in den Boden gestoßen, und durch dieses verehren sie sehr gläubig den Kriegsgott und Beschützer der Gebiete, die sie bewohnen. (Amm. 31,2).
Manche Forscher haben überdies vorgeschlagen, den sarmatischen Teilstamm der Kalyben, deren Schmiedekunst als einzigartig galt, mit dem Namen Caliburn bzw. Excalibur in Verbindung zu bringen, doch ist dies etymologisch problematisch. Fest steht nur, dass die Sarmaten und Alanen in römischen Diensten nach ihrer Entlassung traditionell in einer Veteranensiedlung beim heutigen Ribchester (Bremetennacum Veteranorum) angesiedelt wurden; sarmatische Veteranen sind in Ribchester noch im späten 4. Jahrhundert belegt.

Die Sage vom Schwert aus dem Stein, das oft mit Excalibur gleichgesetzt wird (also dem Schwert, mit dem Artus der Sage nach in seinem letzten Kampf seinen Neffen, nach einer anderen Version seinen eigenen Sohn Mordred tötete), ist aber vielleicht auch auf einen Übersetzungsfehler zurückzuführen: Frühmittelalterliche Schreiber ließen oft Nasale aus, die stattdessen mit einem Querstrich über dem Vokal angedeutet wurden. Daher wäre es möglich, dass dieses Schwert nicht "aus einem Stein" (ex Saxo), sondern von einem Sachsen (ex Saxone) stammt. Dafür spräche vielleicht auch eine jütische Sage, nach der ein sächsischer Krieger das Wunderschwert des Schmieds Wieland, welches aus Sterneneisen geschmiedet war, an einen großen britischen König verloren haben soll. Besagtes Schwert dürfte aus Meteoreisenbestanden haben, das sowohl von keltischen als auch germanischen Schmieden als wunderkräftiges - weil vom Himmel gefallenes - Metall betrachtet wurde, das den Träger eines Schwertes aus diesem Material unbesiegbar machen sollte.

Falls es übrigens jemals wirklich ein Excalibur gab, so ist zumindest die populäre Vorstellung von dieser Waffe als einer Art hochmittelalterliches Kreuzfahrerschwert mit Sicherheit falsch, da es derlei weder bei den Römern und Kelten noch in der Völkerwanderungszeit gab. Viel eher dürfte es sich um den Schwerttyp gehandelt haben, den die römischen Legionäre nach Germanien und Britannien mitbrachten, den Gladius, oder wahrscheinlicher noch die zur Zeit Artus' übliche spätrömische Schwertform, die Spatha (75-110 cm lang und 5 cm breit).
Da die Sage um König Artus bisher nicht historisch belegt werden konnte, könnte der Mythos vielleicht in der Geschichte vom italienischen Heiligen Galgano Guidotti seinen Ursprung haben:
Galgano Guidotti war ein Ritter, der um 1148 in dem kleinen italienischen Ort Chiusdino bei Siena als Sohn von Guidotto und Dionigia Guidotti geboren wurde. In seinen jungen Jahren führte er ein selbstsüchtiges, ruchloses Leben, das von seelischer und körperlicher Gewalt gegenüber seinen Mitmenschen geprägt war. Eines Tages soll ihm in einer Vision der Erzengel Michael erschienen sein und ihn zu Buße und Reue überzeugt haben, weshalb er seine sündige Lebensweise aufgab und zum Einsiedler wurde. Auf dem Berg Montesiepi nahe Chiusdino baute er sich eine primitive Hütte und wollte als Zeichen seines Sinneswandels die Klinge seines Schwert an einem Felsen zerbrechen, doch zu seiner großen Verwunderung glitt die Schneide in den Stein hinein und blieb - bis heute - darin stecken.

Guidotti lebte bis zu seinem Tode um 1181 einsam und zurückgezogen in Demut und Armut und wurde auch auf dem Berg Montesiepi begraben. Ihm zu Ehren wurde später eine Kapelle errichtet, in deren Mitte sich der Fels mit dem sagenhaften Schwert befindet... Da Menschen bis in unsere heutige Zeit hinein immer wieder versucht haben, das Schwert herauszuziehen und es dabei beschädigt wurde, entschloss man sich dazu, es durch eine Plexiglaskuppel zu schützen, damit dieses mythische Artefakt noch lange erhalten bleibt.
Man beachte das Jahr seiner Geburt (1148) und die Datierung des Schwertes (1180). Zumindest diese Hinweise deuten auf die Echtheit dieser Sage oder zumindest die von Teilen dieses Mythos hin. Fragt sich, wie man damals ein Schwert ohne Zwischenräume derart in einen Fels versenken konnte, dass man es bis heute nicht herausziehen kann? War hier vielleicht Psychokinese im Spiel? Das heißt: hat Guidotti (oder wer auch immer) das "Unmögliche geschafft" und das Schwert mit einem Stoß im Fels versenkt?

Diese Möglichkeit besteht durchaus, denn der Mensch scheint tatsächlich die Fähigkeit zu besitzen "übernatürliche" Dinge zu vollbringen.

Im Kapitel "Die Rolle des "Beobachters" beschreibt Pierre Lescaudron in seinem neuen Buch Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung unter anderem über dieses Phänomen:
...Wie im vorherigen Kapitel beschrieben, soll das Quantenprinzip der Unbestimmtheit angeblich nur im Maßstab der Teilchen gelten. Obwohl Sös Experiment anfangs nur ein reines Gedankenexperiment über den Einfluss des Geistes (des Beobachters) auf die Materie war, wurde es später in praktischen Experimenten im Maßstab der Teilchen demonstriert und noch später im größeren Maßstab durchgeführt. Zwar ist ein Molekül immer noch viel kleiner als der menschliche Körper, dennoch wurde 1999 dasselbe Quantenverhalten bei einem Molekül mit 60 Kohlenstoffatomen beobachtet. Neuere Forschungen zeigen, dass Nicht-Lokalität auch in makroskopischen Systemen, bestehend aus Photonen, Kernen und Ionen, und in lebendigen Systemen wie der Photosynthese und der DNA.

Die Skalierung im Maßstab nach oben endet jedoch dort wahrscheinlich nicht. Eine Umfrage, die unter Schlüsselakteuren der Physik durchgeführt wurde, nämlich 33 wichtigen Physikern, ergab, dass die meisten von ihnen glauben, dass die Quantenphysik auch auf große Objekte zutrifft:
Mehr als zwei Drittel [der Befragten] glaubten, dass es keine fundamentale Grenze für die Quantentheorie gibt - dass es möglich sein sollte, dass Objekte, egal wie groß, wie Schrödingers Katze, in Quanten-Superpositionen existieren können.
Seit den 1940er Jahren wurden hunderte Experimente durchgeführt, die zeigen, dass der menschliche Geist tatsächlich einen Einfluss auf die Materie im Makro-Maßstab hat. Dieses Phänomen nennt man "Psychokinese" (PK) oder "Telekinese". Dieses Phänomen beschreibt die Fähigkeit einer Person, ein physikalisches System zu beeinflussen, ohne jegliche Art der physischen Interaktion mit diesem System...