Ein Erdbeben, ausgelöst nahe des deutschen Müllheim, war am späten Freitagabend in weiten Teilen der Deutschschweiz zu spüren. Experten gehen nicht von Schäden aus.

Das Erdbeben ereignete sich rund 20 Kilometer nördlich von Basel an der deutsch-französischen Grenze
© ETHZ/Screenshot
Das Erdbeben ereignete sich rund 20 Kilometer nördlich von Basel an der deutsch-französischen Grenze
Am späten Freitagabend hat nördlich der Schweizer Grenze in Frankreich die Erde gebebt. Die Erschütterung mit einer Stärke von etwa 3,5 auf der Richterskala wurde in weiten Teilen der Deutschschweiz verspürt.

Vom Fricktal über Bern bis nach Schaffhausen wurden Leute aufgeweckt oder auf dem Weg in den Ausgang überrascht. «Gegen 23.37 Uhr habe ich das Beben in Rheinsulz AG verspürt», teilte uns BLICK-Leser Sascha Zinsstag mit. Auch auf Twitter gab es diverse Reaktionen auf das Beben:

Nach Angaben des Erdbebendienstes der ETH ereignete sich das Beben kurz nach 23.30 Uhr. Das Epizentrum lag demnach ungefähr elf Kilometer westlich von Müllheim an der deutsch-französischen Grenze. Der Ort liegt rund 20 Kilometer nördlich von Basel.

Schäden nicht zu erwarten

Das Erdbeben dürfte weiträumig verspürt worden sein, heisst es in der Mitteilung. Schäden seien bei einem Erdbeben dieser Stärke in der Regel aber nicht zu erwarten.

In der Schweiz und in angrenzenden Gebieten kommt es immer wieder zu meist kleineren Erdbeben. Im vergangenen Jahr wurden rund 1230 solche Erschütterungen registriert. Das schwerste Erdbeben der letzten zehn Jahre am 3. März 2017 unter dem Urnerboden hatte eine Stärke von 4,6. Die Erdbebenaktivität in der Schweiz konzentriert sich auf den Alpenraum, auf die Kantone Wallis und Graubünden. (SDA/vof)