Ein Projekt, dass die russische Stadt St. Petersburg mit dem indischen Hafen Mumbai - abseits der traditionellen Route über den Sueskanal - verbinden soll, geht in die heiße Phase. Das Projekt trägt den Namen Nord-Süd-Transportkorridor (INSTC) und wurde bereits im Jahr 2000 von Russland lanciert.
Baustelle

Sputnik / Sergej Subbotin
Das Projekt war vom russischen Verkehrsministerium bereits 2000 lanciert worden. Die neue Verkehrsachse ist mit nur 7200 Kilometern deutlich kürzer als die Standardroute durch den Suezkanal: Statt 35 bis 40 Tage sollen die Frachten künftig nur 20 bis 23 Tage unterwegs sein.

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Nach Angaben des indische Handelsminister, Suresh Prabhu, soll das Projekt demnächst konkrete Konturen annehmen:
Nach seinen Worten hat die russische Seite bereits einen "Fahrplan" für die neue Verkehrsachse konzipiert und werde ihn demnächst allen beteiligten Staaten vorstellen.

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Bisher wurden Frachten aus Indien auf dem Seeweg durch den Sueskanal und von dort aus quer durch Europa nach Sankt Petersburg transportiert.
Die neue Route INSTC führt von der indischen Hafenmetropole Mumbai über den Iran, Aserbaidschan ins russische Astrachan und von dort aus weiter nach Moskau und Sankt Petersburg.

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Neben der Umgehung Europas und der USA und den geringeren Transportzeiten gibt es einen weiteren Vorteil:
Testtransporte über die neue Route gezeigt, dass die Kosten um rund 30 Prozent verringert werden können. Dies werde dem gegenseitigen Handel zwischen Indien und Russland zusätzliche Impulse verleihen.

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