Gelsenkirchen. Am Donnerstagmittag stand eine dichte, schwarze, riesige Rauchsäule über Gelsenkirchen. Der Rauch war von Weitem zu erkennen. Grund dafür war ein Großbrand auf der Zentraldeponie Emscherbruch in Gelsenkirchen in der Wiedehopfstraße.
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© Feuerwehr Gelsenkirchen
Auf der Halde der AGR brennen rund 100 Quadratmeter Hausmüll.
Hier war Hausmüll auf einer Fläche von 100-200 Quadratmetern in Brand geraten, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Gelsenkirchen gegenüber DER WESTEN mit. Die Rauchwolke sei besonders gut erkennbar gewesen, weil das Feuer auf dem höchsten Punkt der Zentraldeponie ausgebrochen sei.

Feuerwehr eilt zur Mülldeponie

Etwa 40 Einsatzkräfte eilten nach dem Notruf gegen 11.10 Uhr Richtung Zentraldeponie. "Die Kollegen bereiten jetzt einen massiven Löschangriff vor", so der Feuerwehr-Sprecher um 11:30 Uhr.

Dabei wurden die Einsatzkräfte von Mitarbeitern der Abfallentsorgungsgesellschaft Ruhrgebiet (AGR) unterstützt. Diese schoben mit Baggern und Raupen Sand auf den Brandherd. Das ist im Kampf gegen Brände auf Mülldeponien effektiver als Löschmaßnahmen mit Wasser, sagte der Sprecher.

Gegen 13.30 Uhr war das Feuer größtenteils gelöscht.

Wie kam es zu dem Brand?

Noch ist unklar, warum sich der Müll entzündete. Der Betreiber vermutet, dass unsachgemäßer Müll die Ursache war. "Bei den Löscharbeiten sind immer wieder Spraydosen explodiert", berichtet der Sprecher der Feuerwehr.

War der Rauch gefährlich?

Nach Einschätzung der Einsatzkräfte bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die umliegenden Anwohner, weil der Rauch geradewegs nach oben stieg.

Messungen der Luftqualität durch das Umwelt-Landesamt (Lanuv) bestätigten erste Beobachtungen.

Erst im März war ein Feuer auf der Mülldeponie ausgebrochen. Damals brannten nachts über 200 Quadratmeter Müll ab.

ak