Sie war in Thüringen einem Verbrecher auf der Spur, da passierte es: Ein Blitz trifft die Polizistin und verletzt sie lebensbedrohlich. Zwei Anwohner eilten zu Hilfe und schaffen ein kleines Wunder.
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Die im thüringischen Sonneberg von einem Blitz lebensgefährlich verletzte Polizistin ist noch nicht über dem Berg. Die 24-Jährige werde in einem Krankenhaus behandelt, schwebe aber nach wie vor in Lebensgefahr, sagte eine Polizeisprecherin am Montagnachmittag.

Die junge Frau war am Sonntagabend zusammen mit einem Kollegen zu Fuß unterwegs gewesen, um einen Haftbefehl zu vollstrecken, wie es hieß. Die Polizistin habe sich unter einer wohl freistehenden Baumgruppe aufgehalten, als dort der Blitz einschlug und die Frau traf. Zwei Anwohner kamen den Angaben zufolge dazu und reanimierten sie. Die Helfer haben sich inzwischen gemeldet und konnten der Polizei Fragen zu den Umständen des Vorfalls beantworten, wie die Sprecherin sagte.

"Sie haben schnell und geistesgegenwärtig die lebensrettende Reanimation der Polizistin durchgeführt und somit dafür gesorgt, dass sie schnell in ein Krankenhaus gebracht werden konnte", sagte der Staatssekretär im Thüringer Innenministerium, Uwe Höhn, über die Ersthelfer. Ein speziell für den Umgang mit Krisensituationen geschultes Team der Polizei wurde dem Ministerium zufolge sofort den Kollegen der Frau und den Familienangehörigen zur psychologischen Hilfe zur Seite gestellt.

Den 29 Jahre alten Mann, den die Polizistin und ihr Streifendienstpartner gesucht hatten, sei noch Sonntagnacht festgenommen worden. Der Mann war laut Polizei nach seiner Verurteilung wegen räuberischen Diebstahls nicht zum Haftantritt erschienen und wurde deshalb gesucht.

dpa