Das Terminal 1 im Flughafen Frankfurt wurde wegen eines Sicherheitsfehlers komplett geräumt und 49 Flüge wurden gestrichen. Von 11:30 bis 13:30 wurde das Boarding eingestellt und die Passagiere von der Polizei in die vordere Halle des Flughafens zurückgedrängt.

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Den Grund für den Einsatz gab die Bundespolizei nun in einer Nachricht bei Twitter an: Es habe einen positiven Sprengstofftest gegeben. Dennoch habe eine Luftsicherheitsassistentin eine vierköpfige französische Familie in den Sicherheitsbereich entlassen. Die Familie wurde aber gefunden, befragt und durfte weiterreisen.

Zuvor hieß es bereits, der Grund für die Teilräumung sei ein Vorfall an der Sicherheitskontrolle gewesen. "Wir wissen, dass mindestens eine Person unberechtigt in den Sicherheitsbereich gelangt ist", hatte ein Sprecher der Bundespolizei gesagt. Die Sicherheitskontrollen seien noch nicht abgeschlossen gewesen. Deshalb habe die Einsatzführung entschieden, das Boarding zu stoppen und den Sicherheitsbereich zu räumen.

- Der Tagesspiegel
Erst vor wenigen Wochen geschah etwas Ähnliches am Münchner Flughafen, wo eine unbefugte Person in den Sicherheitsbereich gelangte.

Diese ganzen Fehlalarme sind erst nach den inszenierten Terroranschlägen in den USA geschehen. Danach sah man immer öfters nur noch Terroristen und Millionen von Steuergeldern wurden in Kontrollen und Überwachung gesteckt, weil potentiell jeder verdächtig sein könnte. Dazu ein längerer Auszug aus dem Buch Politische Ponerologie:

Politische Ponerologie
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Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke
Wenn ein Laie wissenschaftliche oder literarische Beschreibungen von hysterischen Phänomenen durchsieht - wie jenes vom letzten großen Anstieg der Hysterie in Europa, ein viertel Jahrhundert vor dem ersten Weltkrieg -, so kann er den Eindruck bekommen, dass dies in individuellen Fällen endemisch war, besonders bei Frauen. Die ansteckende Natur von hysterischen Zuständen wurde jedoch bereits von Jean-Martin Charcot entdeckt und beschrieben. Es ist praktisch unmöglich, dass sich Hysterie als rein individuelles Phänomen manifestiert, da sie über psychologische Resonanz, Identifikation und Imitation ansteckend ist. Jedes menschliche Wesen ist für diese Fehlfunktion der Persönlichkeit prädisponiert, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß und obwohl sie normalerweise durch Erziehung und Selbstbetrachtung zu überwinden ist, was die Zugänglichkeit zu korrektem Denken und emotionaler Selbstdisziplin fördert.

Während "glücklichen Zeiten" des Friedens lernen die Kinder der privilegierten Schichten - abhängig von der jeweiligen sozialen Ungerechtigkeit - jene unangenehmen Vorstellungen aus ihrem Bewusstsein zu verdrängen, die suggerieren, dass sie und ihre Eltern von den Ungerechtigkeiten gegenüber anderen Menschen profitieren. Diese jungen Menschen lernen die moralischen und mentalen Werte jedes Menschen zu disqualifizieren und herabzusetzen, dessen Arbeit sie zu ihrem eigenen übergroßen Vorteil nutzen. Junge Gemüter nehmen auf diese Weise Gewohnheiten an, die eine unterbewusste Selektion und Substitution von Informationen zulassen, was zu einer hysterisch konversiven Ökonomie des Denkens führt. Sie wachsen auf, um auf eine Weise zu hysterischen Erwachsenen zu werden, die - mittels der oben erwähnten Wege - solche Charakteristika noch weiter und stärker entwickeln. Das hysterische Muster bei Erfahrungen und im Verhalten steigt an und verbreitet sich von den privilegierten Schichten nach unten, bis es die Grenzen des ersten Kriteriums der Ponerogenese erreicht: Die Verkümmerung der natürlichen kritischen Fähigkeiten in Bezug auf pathologische Menschen.

Wenn die Gewohnheiten von unterbewusster Selektion und Substitution von Gedankeninformationen sich auf makrosoziale Ebene ausbreiten, tendiert eine Gesellschaft dazu, gegenüber sachlicher Kritik Verachtung zu entwickeln und jeden Menschen zu beschämen, der vor Gefahren warnt. Auch anderen Ländern wird Verachtung entgegengebracht, die normale Gedankenmuster aufrecht erhalten konnten. Diese egotistische Gedankenterrorisierung wird durch die Gesellschaft selbst und durch ihre Prozesse des konversiven Denkens erreicht. Dies macht die Notwendigkeit der Zensur von Presse, Theater oder von Nachrichten überflüssig, da ein pathologisch hypersensitiver Zensor in den Bürgern des Landes selbst lebt.

Wenn drei 'Egos' regieren - Egoismus, Egotismus, und Egozentrik, dann verschwindet das Gefühl von sozialen Verbindungen und der Verantwortlichkeit gegenüber anderen Menschen und die betreffende Gesellschaft spaltet sich in Gruppierungen, die zueinander immer feindlicher werden. Wenn eine hysterische Umgebung aufhört, die Meinungen eingeschränkter, nicht-wirklich-normaler Menschen von den Ansichten normaler, vernünftiger Personen zu unterscheiden, ist der Aktivierung pathologischer Faktoren verschiedenster Art Tür und Tor geöffnet.

Individuen, die - wie bereits beschrieben - von einer pathologischen Sichtweise der Realität und abnormen Zielen, die durch ihre unterschiedliche Natur verursacht wurde, beherrscht werden, können unter diesen Umständen ihre Aktivitäten ausleben. Wenn eine beliebige Gesellschaft es nicht schafft, unter ihren ethnologischen und politischen Umständen den Zustand der Hysterisation zu überwinden, kann eine gewaltige, blutige Tragödie die Folge sein.

Eine Variation solch einer Tragödie kann die Pathokratie sein. Aus diesem Grund können kleinere Rückschläge politischen Versagens oder militärischer Niederlage in solch einer Situation eine Warnung bedeuten und sich als versteckter Segen herausstellen, wenn sie richtig verstanden und zu einem Faktor in der Regeneration der normalen Denkmuster und Gewohnheiten einer Gesellschaft gemacht werden können. Der wertvollste Rat, den ein Ponerologe einer Gesellschaft unter solchen Umständen erteilen kann, ist sich der Hilfe der modernen Wissenschaften zu versichern und besonders aus den vorhandenen Informationen über die letzte große Hysterie in Europa ihre Schlüsse zu ziehen.

Jene sozialen Gruppierungen, die ihr tägliches Brot durch tägliche Arbeit verdienen - wobei die praktischen Dinge des Alltags den Geist dazu drängen, nüchtern zu denken und allgemein Gültiges zu reflektieren - sind durch eine größere Widerstandskraft gegenüber der Hysterisation charakterisiert. Ein Beispiel: Bauern betrachten die hysterischen Angewohnheiten der gehobenen Schichten durch ihre eigene, erdgebundene Wahrnehmung der psychologischen Realität und mit ihrem Sinn für Humor. Ähnliche Gebräuche der Bourgeoisie lassen Arbeiter zu bitterer Kritik und revolutionärem Zorn neigen. Ob sie nun in wirtschaftlichen, ideologischen oder politischen Begriffen abgefasst ist, die Kritik und die Ansprüche dieser sozialen Gruppierungen enthalten immer eine Komponente von psychologischer, moralischer und antihysterischer Motivation. Aus diesem Grund ist es höchst angebracht, diese Ansprüche und die Gefühle dieser Schichten in die Überlegungen mit einzubeziehen. Andererseits könnten aus gedankenlosen Handlungen tragische Folgen entstehen, die ermöglichen, dass Redekünstler gehört werden.