Gewitter und Starkregen haben am Frankfurter Flughafen für Verspätungen und Ausfälle gesorgt. Am Abend normalisierte sich der Betrieb wieder. In Teilen Deutschlands drohen weitere Unwetter.
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Dunkle Wolken hängen über den Ausläufern des Taunus.
Ein heftiges Gewitter hat den Betrieb am Frankfurter Flughafen für mehrere Stunden stark beeinträchtigt. Am Abend sollen sich die Abläufe einem Sprecher zufolge wieder normalisiert haben. "Der Betrieb läuft reibungslos", sagte er.

Zuvor waren 69 Starts und 70 Landungen annulliert worden. Für den Tag waren in Frankfurt ursprünglich rund 1500 Flugbewegungen geplant. Nach Aussage einer Sprecherin des Betreibers Fraport habe die Deutsche Flugsicherung für einige Zeit eine sogenannte "Nullsteuerung" festgelegt. Maschinen, die bereits in der Luft waren, konnten landen oder umgeleitet werden. An Flughäfen im europäischen Umfeld starteten aber währenddessen keine Flugzeuge in Richtung Frankfurt. Die Arbeit am Vorfeld wurde vorübergehend eingestellt.

Hangrutsch und Waldbrände

Blitz, Donner und Regen haben auch in Nordrhein-Westfalen zu Zugausfällen und Verspätungen geführt. Auf den Autobahnen staute sich der Verkehr auf bis zu 300 Kilometer. Zwischen Ruhrgebiet und Rheinland war der Bahnverkehr nach einem Blitzeinschlag in Mühlheim nur eingeschränkt möglich. Züge konnten auf der Hauptstrecke zwischen Duisburg und Dortmund aufgrund von ausgefallenen Signalen und Weichenstellungen nur noch langsam fahren oder fielen aus. In Düsseldorf schlug ein Blitz in eine S-Bahn ein und legte den Berufsverkehr vorübergehend lahm.

Im Raum Pforzheim in Baden-Württemberg fielen nach Schätzung des Deutschen Wetterdienstes punktuell bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Zwischen Pforzheim-Dillweißenstein und Unterreichenbach wurde kurzfristig eine Straße nach einem Hangrutsch gesperrt.

In Berlin und Brandenburg kämpften die Einsatzkräfte zunächst mit der Hitze. In Berlin-Grunewald brannten am Nachmittag etwa 20.000 Quadratmeter Waldboden und Unterholz. Für Brandenburg waren 35 Grad Celsius angesagt. Dort gerieten bei Hennickendorf/Berkenbrück fast 50 Hektar Wald in Brand. Auf der Autobahn 10 am westlichen Berliner Ring war der Abschnitt zwischen den Raststätten Falkensee und Havelland gesperrt.

Bundesweite Vorhersage

Nach dem heißen Wochenende drohen deutschlandweit Unwetter. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor schweren Gewittern. In Unterfranken wurden Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde, Starkregen und Hagel prognostiziert.

Das Wetter soll sich am Dienstag bundesweit wieder beruhigen. Höchstwerte zwischen 26 und 33 Grad Celsius werden erwartet, dazu Sonne und einzelne Wolken. Im äußersten Norden bleibt es am Dienstag mit 18 bis 25 Grad kühler. Schauer und Gewitter sollen vor allem im östlichen Bergland und an den Alpen möglich sein.

Der Mittwoch hält laut Wetterdienst im äußersten Westen und Nordwesten vereinzelte Gewitter bereit, die Temperaturen sollen zwischen 25 und 29 Grad sein. Überall sonst soll es sonnig werden mit Temperaturen bis zu 35 Grad Celsius.

Am Donnerstag kann es im Nordosten bis zu 30 Grad geben. Der Südwesten kühlt etwas ab - der Wetterdienst erwartet 18 bis 23 Grad. Von der Mitte Deutschlands bis in die Nordosthälfte sind erneut teils kräftige Gewitter möglich.