US-Präsident Donald Trump hat einen weiteren Personalwechsel in seiner Regierung angekündigt. Geheimdienstkoordinator Dan Coats soll gehen, sein Nachfolger wird der Abgeordnete John Ratcliffe. Damit ist Coats nur einer von vielen, die in einer langen Reihe von Personalwechseln stehen, die Trump seit seiner Amtsübernahme initiiert hat.
Ratcliffe
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Soll neuer Geheimdienstkoordinator werden: Ratcliffe bei der Anhörung in der vergangenen Woche
In der US-Regierung steht der nächste Personalwechsel an. US-Präsident Donald Trump gab am Sonntag auf Twitter bekannt, dass Geheimdienstkoordinator Dan Coats seinen Posten am 15. August räumen wird. Sein Nachfolger werde der republikanische Abgeordnete John Ratcliffe.


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Schon länger gab es Berichte, wonach Trump mit Coats unzufrieden sei. Ratcliffe gilt als treuer Gefolgsmann des Präsidenten. In der vergangenen Woche erlangte er Aufmerksamkeit, als er den früheren Sonderermittler Robert Mueller in einer Kongressanhörung aggressiv zu dessen zweifelhaften Untersuchungen in der sogenannten Russland-Affäre befragte. Trump soll von Ratcliffes Auftritt beeindruckt gewesen sein.

Der Präsident dankte Coats auf Twitter für dessen "großartigen Dienst für das Land". Ratcliffe werde als früherer Staatsanwalt das Land zu Großem inspirieren, schrieb Trump.

Der Direktor der nationalen Nachrichtendienste hat die Aufgabe, die verschiedenen Geheimdienste der USA zu koordinieren. Das Amt hat Kabinettsrang. Coats hatte das Amt seit März 2017 inne. Zuvor war er unter anderem von 2001 bis 2005 amerikanischer Botschafter in Deutschland gewesen.

Coats hatte in seiner Amtszeit mehrfach Meinungsverschiedenheiten mit Trump - und trug sie auch öffentlich aus. So hatte der Geheimdienstkoordinator im Januar erklärt, dass der Iran seiner Einschätzung nach momentan nicht an Atomwaffen arbeite. Der Präsident widersprach und unterstellte den Diensten Ahnungslosigkeit.

Coats warnte auch mehrfach vor angeblichen Cyberangriffen Russlands. Geheimdienstberichte über die angebliche Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf 2016 hatte Trump stets angezweifelt. Im Gegensatz zu Trump gilt Coats dem politisch-medialen Establishment des Westens als "seriös".

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