Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Corona-Schwindels treffen Spanien besonders hart. Das spanische Arbeitsministerium gab einen neuen Rekordwert von 5,2 Millionen Sozialleistungsempfängern bekannt, in einem Land, das ungefähr 47 Millionen Bürger umfasst, von denen knapp 20 Millionen noch im Januar erwerbstätig waren.
Barcelona Corona
© Reuters Nacho Doce
Menschen in Barcelona warten vor der Pfarrkirche Santa Anna in Barcelona auf kostenlose Essenspakete,
Im vergangenen Monat stieg die Zahl der Spanier, die sich als arbeitslos meldeten, um fast acht Prozent. Dies bedeutet, dass in dem Zeitraum 282.891 Menschen arbeitslos wurden, da das Land zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie strenge Beschränkungen auferlegte. Die am Dienstag vom Arbeitsministerium vorgelegten Zahlen sind jedoch niedriger als die vom März, als die Arbeitslosigkeit um über neun Prozent angestigen war.

Die Beschäftigten der Gastronomie litten am meisten unter der Corona-Krise: Mehr als 720.000 Menschen verloren ihren Arbeitsplatz, während die Beschäftigten im Einzel- und Großhandel sowie in der Hotellerie ebenfalls hart betroffen waren.

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Die spanische Wirtschaftsministerin erwartet, dass sich die wirtschaftliche Lage noch verschlechtern wird:
Die im April eingereichten Anträge trieben die Arbeitslosigkeit laut Associated Press auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren. Unterdessen teilte die Arbeitsministerin des Landes Yolanda Díaz mit, dass die von der Regierung an fast 5,2 Millionen Menschen gezahlten Leistungen einen "historischen Rekord" darstellten.

In der vergangenen Woche sagte Spaniens Wirtschaftsministerin Nadia Calviño, dass die Wirtschaft des Landes noch tiefer fallen werde als inmitten der Großen Rezession der Jahre 2008 bis 2013. Somit sind die Vorhersagen des Internationalen Währungsfonds (IWF) teilweise bestätigt. Das Ministerium erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt Spaniens in diesem Jahr um 9,2 Prozent schrumpfen wird. Nach dem Worst-Case-Szenario, das zuvor von der spanischen Zentralbank veröffentlicht wurde, könnte die Wirtschaft des Landes im Jahr 2020 um 12,4 Prozent zurückgehen, falls der COVID-19-Lockdown bis zu zwölf Wochen dauert.

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