An diesem Wochenende waren erneut Tausende Menschen auf den Straßen, um gegen die Zwangsmaßnahmen zu demonstrieren, darunter in München, Stuttgart und Frankfurt am Main. Interessant ist die Berichterstattung mancher Medien, da Teile der Demonstranten dem rechten Lager zugeordnet werden und sie allgemein von "Rechten" untergraben werden können. Vorsicht vor dem kritischen Denken - ein Virus, das niemand bekommen soll.
linke gegendemo
© dpa
Bei Kundgebungen in Frankfurt trafen am Samstagnachmittag rechte und linke Demonstranten aufeinander.
Zusätzlich gibt es eine andere besorgniserregende Entwicklung, da sich Menschen aus dem sogenannten "linken" Lager gegen andere Demonstranten stellen - wo auch "Rechte" darunter sein sollen, so zum Beispiel in Frankfurt.
Während es bei den angemeldeten Versammlungen an der Hauptwache, wo Antifaschisten gegen Verschwörungstheoretiker und Rechte protestierten, und am Roßmarkt, wo sich Hunderte Gegner der Corona-Politik versammelten, relativ ruhig blieb, tat sich unvermittelt ein dritter Schauplatz auf. Auf dem Opernplatz hielten Anhänger antifaschistischer Gruppierungen Gegner der Corona-Politik davon ab, weiter in die Innenstadt in Richtung Roßmarkt zu ziehen. Sie stellten sich ihnen mit Bannern und Transparenten in den Weg.

- Frankfurter Allgemeine Zeitung
In Hamburg und auch in Berlin kam es vor wenigen Wochen zu ähnlichen Ereignissen, teilweise wurden Menschen auch tätlich angegriffen.
Am Freitag haben sich mehr als zehn linksalternative Gruppierungen, Zusammenschlüsse und Studierendengruppen in einem Aufruf zusammengetan, um gegen diese wilde Querfront zu protestieren. Die Studierendenvertretung der Technischen Universität hat unterschrieben, die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, der Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V., die Antifaschistische Linke Jugend Berlin, aber auch das Kollektiv der ehemaligen Besetzer der Volksbühne "Staub zu Glitzer".

- Der Tagesspiegel
Es ist eine sehr gefährliche Mischung, wenn Hardliner der jeweiligen Ideologien aufeinandertreffen und es ist eine größere Gefahr, wenn verallgemeinert wird - und ja, unsere Medien tun ihr Übriges mit ihren Titelüberschriften, anstatt wirklich objektiv zu berichten. D. h., man kann nicht alle Demonstranten nur einem Lager zuordnen. Wobei Teile der linken Fraktion in diesem Bereich Kritik verdienen, weil ein paar wenige den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen und nur noch ihre Links-Rechts-Ideologie verfolgen. Fakt ist: Der Konflikt beider Seiten wird bewusst ausgenutzt und geschürt, damit es zu Eskalationen kommt, zum Vorteil der psychopathischen Puppenspieler. Es wird nach dem altbekannten Strickmuster - teile und herrsche - gehandelt.

Dazu ein mögliches Beispiel von gestern aus Stuttgart:
Unbekannte sollen in der Nacht auf Samstag, gegen 2.35 Uhr, drei Lastwagen einer Firma für Veranstaltungstechnik in Stuttgart in Brand gesetzt haben. In den Fahrzeugen hätte die Technik für die am Nachmittag (15.30 Uhr) stattfindende Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen auf dem Cannstatter Wasen transportiert werden sollen, wie ein Polizeisprecher am Morgen sagte.

- Stuttgarter Zeitung
Die Technik war zum Zeitpunkt noch nicht verladen, dennoch belief sich der Schaden auf ca. 70.000 Euro. Das Wissen darüber, dass genau in diesen Wagen Technik für eine Demo transportiert werden soll, ist sehr speziell und hat einen Beigeschmack professionellen Eingreifens.

Um genau solche gesellschaftlichen Umbrüche zu verstehen, empfehlen wir dringend das Buch von Andrzej M. Łobaczewski:

Politische Ponerologie
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Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke