Unbestätigten Gerüchten zufolge wollte US-Präsident Donald Trump dem zu Unrecht eingekerkerten Wikileaks-Gründer Julian Assange eine Begnadigung anbieten, im Austausch für Informationen über den Hackerangriff auf die E-Mails der US-Demokraten.
Assange
© www.globallookpress.com Stephen Chung
Trump bot Assanges Anwältin zufolge eine Begnadigung gegen den Austausch von Informationen an.
Kongressabgeordnete sollen Julian Assange im Auftrag von Präsident Trump einen Deal angeboten haben: Er könne begnadigt werden, wenn er die Quelle des Hackerangriffs auf die E-Mail der Demokraten veröffentlicht. Doch das Weiße Haus widerspricht dieser Darstellung.

US-Präsident Donald Trump bot an, Julian Assange zu begnadigen, falls der WikiLeaks-Gründer die Quelle für das Hacken von E-Mails des Demokratischen Nationalkomitees vor den US-Präsidentschaftswahlen 2016 zur Verfügung stellen sollte.

~ RT Deutsch
Diese Information soll laut Reuters am Freitag vor Gericht in London von Assanges Anwältin Jennifer Robinson gekommen sein:
Assanges Anwältin, Jennifer Robinson, sagte, sie war an dem Treffen beteiligt, bei dem der ehemalige republikanische US-Vertreter Dana Rohrabacher und Charles Johnson, ein Mitarbeiter mit bekannten engen Verbindungen zur Trump-Kampagne, das Angebot unterbreiteten. In einer Zeugenaussage erklärte Robinson vor Gericht:
"Der Vorschlag des Kongressabgeordneten Rohrabacher war, dass Mr. Assange die Quelle für die Wahlpublikationen 2016 als Gegenleistung für irgendeine Form der Begnadigung angeben sollte."
~ RT Deutsch
Fragt sich, welche Gründe Robinson haben sollte, diese detaillierte Geschichte zu erfinden? Wahrscheinlicher scheint zu sein, dass die Sache wirklich so stattgefunden hat, auch wenn die Beteiligten im Kongress und Weißen Haus es dementieren.
Rohrabacher sei Robinson zufolge nach London gekommen, um mit Assange darüber zu sprechen, "was notwendig sein könnte, um ihn herauszuholen", und präsentierte ihm eine "Win-win-Situation", die es ihm erlauben würde, die Botschaft zu verlassen und "mit seinem Leben weiterzumachen, ohne Angst vor einer Auslieferung an die USA haben zu müssen". Nach Aussage von Robinson erklärten die beiden, dass Trump von dem Treffen wüsste und zugestimmt hatte. Die Quelle des Leaks sei von "großem Wert und Interesse" für Trump. Die Anwältin erklärte weiterhin, dass Assange keine Informationsquelle zur Verfügung gestellt hätte.

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Rohrabacher selbst dementierte, dass er Assange im Namen von Trump ein Begnadigungsangebot unterbreitet habe:
"Zu keinem Zeitpunkt habe ich mit Präsident Trump über Julian Assange gesprochen. Ebenso wurde ich weder von Trump noch von jemand anderem, der mit ihm in Verbindung steht, angewiesen, mich mit Julian Assange zu treffen."
Er sei lediglich auf einer "eigenen Mission" gewesen. Er habe dem Wikileaks-Gründer lediglich angeboten, dass er, wenn er beweisen könne, wer die E-Mails weitergeleitet habe, sich beim Präsidenten für seine Begnadigung einsetzen werde. Das Weiße Haus bezeichnete die Vorwürfe als eine "komplette Erfindung und eine Lüge. Trump kenne Rohrabacher - abgesehen von der Tatsache, dass er Kongressabgeordneter ist - kaum, und habe nie mit ihm über Assange geredet. Allerding hatte er Rohrabacher in der Vergangenheit als "großartigen Abgeordneten" bezeichnet.

~ RT Deutsch