Auch weiterhin bezichtigen die deutsche Regierung und die Medienlandschaft recht unverblümt die russische Regierung, für die "Vergiftung" des russischen Oppositionellen Alexei Nawalny verantwortlich zu sein, obwohl noch immer keine handfesten Beweise für diese Behauptung präsentiert werden konnten. Die russische Regierung fordert jetzt Deutschland abermals dazu auf, endlich die Beweise zu präsentieren. Bisher lehnte die Regierung dies ab und bezog sich auf Geheimhaltung.
Charité Klinik Berlin
© Sputnik Alexei Witwizki
Gelände der Charité-Klinik in Berlin (Symbolbild)
Russland fordert Deutschland auf, alle Ergebnisse im Fall Nawalny an die russische Seite zu übermitteln. Die russische OPCW-Vertretung reichte bei den deutschen Kollegen eine entsprechende Note ein. Deutschland hat nun zehn Tage Zeit, um darauf zu reagieren.

In einem Interview mit RT begründeteRusslands Vertreter bei der OPCW, Alexander Schulgin, den Schritt damit, dass Deutschland nicht auf das Schreiben der russischen Generalstaatsanwaltschaft reagiere und mögliche Ermittlungen verzögere.

~ RT Deutsch
Währenddessen behauptet die deutsche Regierung immer noch, dass Nawalny "zweifelsfrei" mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet worden ist, trotz der Tatsache, dass nichts dergleichen in der ersten Klinik festgestellt werden konnte, in der Nawalny untersucht worden ist. Derweil fordern Merkel und Co. die russische Regierung dazu auf, ernsthafte Fragen zu beantworten. Wie soll das gehen, ohne Fakten und Beweise auf den Tisch zu legen? Die Beweispflicht liegt beim Ankläger. Welche Seite sollte hier in Wirklichkeit ernsthafte Fragen beantworten? Ein Tipp: Russland ist es nicht...
Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Anfang September gesagt, dass die russische Regierung jetzt sehr schwerwiegende Fragen beantworten müsse. Berlin schaltete auch die OPCW ein, da die Vergiftung nach Sicht der Bundesregierung kein Fall zwischen Deutschland und Russland sei, sondern ein Verstoß gegen das Chemiewaffenabkommen.

Moskau bestreitet, etwas mit dem Fall zu tun zu haben. Die russische OPCW-Vertretung betonte, dass man je nach Lage über weitere Schritte in dem Fall entscheiden werde. Dabei wolle Moskau sich an die Regeln der Organisation halten.

~ RT Deutsch