
Drei Tage anhaltende heftige Regenfälle haben im Süden Brasiliens zu schweren Überschwemmungen geführt, von denen mehr als 780.000 Menschen betroffen sind. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben, wie die Behörden mitteilten. Rund 50.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Besonders betroffen war der Bundesstaat Santa Catarina im Südosten des Landes. Dort war es auch in den vergangenen Jahren immer wieder zu schweren Hochwasserkatastrophen gekommen.
Der Zivilschutz zeichnete ein dramatisches Bild von der Lage. Unter den Überschwemmungen litten 60 Gemeinden, in 38 von ihnen wurde der Notstand ausgerufen, hieß es. Der Fluss Itajai-Açu, der durch die Stadt Blumenau fließt, erreichte einen Wasserstand von 12,5 Metern, den höchsten seit 20 Jahren gemessenen Wert. Das Stadtzentrum stand zu 60 Prozent unter Wasser, Geschäfte, Fabriken und Schulen blieben geschlossen. Der öffentliche Nahverkehr war lahmgelegt.
Dagegen leiden Teile des Landesinneren und des Westens des Landes unter einer schweren Trockenheit. In der Umgebung der Hauptstadt Brasília kam es zu Waldbränden, in der Region hat es seit drei Monaten nicht ein Mal geregnet. In den Bundesstaaten Goias und Mato Grosso, in denen in großem Stile Soja angebaut wird, riefen die Behörden wegen der Trockenheit erhöhte Alarmstufen aus. "Seit 1960 haben wir nicht mehr eine so geringe Feuchtigkeit gehabt", erklärte ein Behördensprecher.
dpa/AFP




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