Auf dem Gelände der Heidelberger Universität hat es einen Angriff mit einer Waffe gegeben. Laut Polizei verwundete ein Einzeltäter mehrere Menschen in einem Hörsaal. Der Täter selbst ist tot.
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© R.Priebe / dpaEinsatzkräfte vor dem Heidelberger Universitätsgebäude
In Heidelberg hat ein bewaffneter Angreifer auf dem Uni-Gelände im Neuenheimer Feld mehrere Menschen verwundet. Der Täter habe nach derzeitigen Erkenntnissen während einer laufenden Vorlesung in einem Hörsaal der Universität mit einer Langwaffe um sich geschossen und dabei vier Personen zum Teil schwer verletzt, teilte die Polizei mit. Anschließend sei der Angreifer nach draußen geflüchtet.

Der Täter ist nach Angaben der Polizei tot. Die Ermittler gehen nicht von weiteren Tätern aus. Es bestehe keine Gefahr mehr. Vor Ort werde auf Hochtouren ermittelt.

Handelte es sich um einen Amoklauf?

Die Nachrichtenagentur dpa berichtete, bei dem Angriff habe es sich um einen Amoklauf gehandelt. Eine offizielle Bestätigung, dass der Täter seine Opfer wahllos aussuchte, gibt es jedoch bislang nicht. Zur Identität der Verletzten und des Täters gibt es bislang ebenfalls keine Angaben.

Die Polizei ist zu dem Großeinsatz am Neuenheimer Feld ausgerückt. Der Bereich sei weiträumig abgesperrt. Am Neuenheimer Feld liegen unter anderem der Botanische Garten, Teile des Universitätsklinikums sowie naturwissenschaftliche Fakultäten der Universität.


Der Sender SWR berichtete, die Universität habe ihre Studierenden per Mail darum gebeten, die Gegend zu meiden.

»Wir haben an unsere Mitarbeitenden keine Notfallmail verschickt, da gibt es nach Abstimmung mit der Polizei derzeit keinen Kommunikationsbedarf«, erklärte eine Sprecherin des Universitätsklinikums auf SPIEGEL-Anfrage.

Studierende zeigten sich fassungslos. »Wir sind unendlich schockiert. Das ist eine Katastrophe, die sich allem Denkbaren zwischen Vorlesungen, Klausuren und Unileben entzieht«, sagte Peter Abelmann, Vorsitzender der Verfassten Studierendenschaft.

Die Nachricht habe sich unter den Studierenden wie ein Lauffeuer verbreitet, sagte Abelmann. Einige hätten über Messenger-Dienste direkt über die Tat berichtet. Die Studierendenschaft sei in Gedanken bei den Betroffenen.

apr/him/ptz/dpa/AFP