
Nicht ohne Folgen
38 Männer wurden vom Forscherteam um Michael Lipton untersucht. Alle spielen seit ihrer Kindheit Fußball. Die Amaterufußballer sollten angeben, wie oft sie im vergangenen Jahr einen Kopfball gespielt hatten. Anschließend wurden die Hobbyfußballer mittels einer sogenannten diffusionsgewichteten Magnteresonanztomografie untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten: Die Kopfbälle bleiben nicht ohne Folgen.
Schäden wie bei Schädel-Hirn-Trauma
Die Hobbyfußballer mit höherem "Kopfeinsatz" wiesen Schäden in fünf verschiedenen Bereichen des Gehirns auf, die auch für Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Verhaltenssteuerung wichtig sind. Die Überraschung für die US-Forscher: Die Verletzungen am Gehirn ähnelten Schäden, die bei Schädel-Hirn-Traumata auftreten.
Erst bei bestimmter Menge
Hobbyfußballer müssen sich nun aber nicht grundsätzlich sorgen und bei jedem Luftduell zurückziehen, denn die Schäden treten erst ab einer bestimmten Menge von Kopfbällen auf. Die Veränderungen im Gehirn traten nur bei Männern auf, die zwischen 1000 und 1500 Mal den Kopf einsetzten.
Mit ihren Ergebnissen widerlegten die Wissenschaftler eine Studie des britischen Sportmediziners Paul McCrory, der behauptet hatte, dass solche Schäden nicht möglich seien, da die Bälle mit seiner Ansicht nach viel zu geringer Wucht auf den Kopf aufträfen.
(AZ)



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