PEKING - Bei einem Erdbeben im Nordwesten Chinas sind mindestens 17 Menschen verletzt worden. Erst am Donnerstag waren bei einem Erdrutsch in Südwestchina 40 Menschen verschüttet worden.
Erdrutsch China
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Suche nach Verschütteten nach den Erdrutschen vom Donnerstag in Südwestchina.
Die meisten von ihnen seien Touristen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Gemäss Fernsehen wurden sofort Rettungskräfte in die Region entsandt. Es werde aber noch einige Zeit dauern, bis ein genauer Überblick über Opfer und Schäden vorliege, da das betroffene Gebiet sehr abgeschieden sei.

Laut der US-Erdbebenwarte erreichte das Erdbeben in einer abgelegenen gebirgigen Region 99 Kilometer südlich der Stadt Dushanzi eine Stärke von 6,3. Sein Zentrum lag demnach in der Xinjiang-Region 9,8 Kilometer unter der Erdoberfläche. Chinas Behörden gaben die Stärke des Bebens mit 6,6 an.

Xinjiang nimmt etwa ein Sechstel der Gesamtfläche Chinas ein, hat aber nur 20 Millionen Einwohner. Neun Millionen von ihnen sind Uiguren überwiegend muslimischen Glaubens, die sich von der Regierung in Peking unterdrückt fühlen.

Erst am Donnerstag waren bei einem Erdrutsch in Südwestchina nach offiziellen Angaben etwa 40 Menschen verschüttet worden. Das Unglück passierte nach schweren Unwettern auf der Baustelle des Baihetan-Staudammprojekts am Jinsha-Fluss in der Provinz Sichuan.

(SDA)