
Am Vortag starb ein neunjähriges Mädchen in Heidenau bei Dresden, das an einer Birke vorbei gelaufen war als dort ein Blitz einschlug und auf das Kind überging. In Laußnitz war ein Baum auf das Auto eines 23-Jährigen gestürzt und hatte diesen getötet.
Ein umstürzender, morscher Baum tötete in Lüneburg in Niedersachsen am Freitagabend eine Radfahrerin. Im bayrischen Raisting schleuderte ein Sturm ein 30 mal 10 Meter großes Festzelt etwa 20 Meter weit. Vier Menschen wurden verletzt. Im Berchtesgadener Land streifte ein Blitz 15 Bergsteiger und verletzte sie.
Katastrophenalarm in Ostsachsen
Das ganze Wochenende waren mehrere Hundert Rettungskräfte in Ostsachsen im Einsatz. Mehrere Flüsse waren nach andauernden Regenfällen über die Ufer getreten, Häuser waren evakuiert und Straßen gesperrt worden. Dort wurde am Samstag Katastrophenalarm ausgerufen, am Sonntag aber in den meisten Orten wieder aufgehoben, weil sich die Lage leicht entspannte. Einer Sprecherin des Landratsamtes zufolge wurden im gesamten Krisengebiet insgesamt mehrere Tausend Sandsäcke verlegt, um größere Schäden zu verhindern.
Nach den starken Regenfällen stieg der Wasserstand der Spree in Brandenburg: Am Zulauf der Talsperre Spremberg wurde die zweitniedrigste Hochwasser-Alarmstufe 2 ausgerufen, wie Wolfgang Genehr vom Landesamt für Umwelt am Sonntag sagte. Dem Landkreis Spree-Neiße sei empfohlen worden, die Alarmstufe 3 auszurufen. Bei dieser zweithöchsten von vier Alarmstufen ist ein ständiger Wachdienst an den Gewässern nötig.
Die Entwicklung in den nächsten Tagen hänge einerseits von der Menge des Regens ab andererseits von der Entwicklung in Sachsen, sagte Genehr. "Wir müssen sehen, was uns die nächsten Tage bringen. Wir haben die Zuflüsse in Sachsen."
Der Deutsche Wetterdienst warnte am Sonntag vor Unwettern in mehreren Teilen Sachsens. Zum Teil wurden bis zu drei Zentimeter große Hagelkörnern erwartet. Innerhalb einer Stunde könne örtlich bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.
dpa



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