
Es ist der sechste Ausbruch des 3763 Meter hohen Fuego in diesem Jahr. Eine gigantische Aschewolke breitete sich im Südwesten Guatemalas aus.
Wie die Zeitung Prensa Libre am Freitg berichtete, waren insgesamt 47 Ortschaften in einem Gebiet von 2500 Quadratkilometern betroffen. Begleitet wurden die Explosionen des Vulkans von Erdstößen, die aber nach Angaben des Nationalen Katastrophenschutzes (Conred) keine Schäden verursachten.
Die Schutzbehörde richtete in der Region zwei Kommandozentralen ein, die vor allem die Evakuierungsmaßnahmen koordinieren sollen. Laut Prensa Libre erschwerte starker Regen die Lage. Bäche und Flüsse bekamen Hochwasser. In einigen Regionen wurde auch der Flugverkehr eingeschränkt. Die Menschen wurden aufgefordert, Mund- und Augenschutz zu benutzen.
«Wir haben Angst, denn wir wissen nicht, wohin wir gehen sollen», zitierte «Prensa Libre eine Einwohnerin des Dorfes Ceilan in der Provinz Esquintla. «Die Behörden haben uns nicht gesagt, was wir tun sollen. Wir sitzen fest, weil wird den Fluss nicht überqueren können. Dort fließt vulkanisches Material hinunter.»
Die am schwersten betroffenen Ortschaften befinden sich nach Angaben des Conred in den Departements San Pedro Yepocapa und Esquintla.
Der Fuego ist laut Insivumeh der aktivste Vulkan der vergangenen Jahre in Mittelamerika. Er liegt mit drei weiteren Vulkanen, darunter dem noch größeren Agua, in der Nähe der alten guatemaltekischen Hauptstadt Antigua, einer der touristischen Attraktionen des Landes. Über seinem Krater ist meist eine Rauchwolke zu sehen.
dpa



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