Nach den schweren Unwettern kommt Mexiko nicht zur Ruhe. In einem Bergdorf in der besonders schlimm betroffenen Region um den Badeort Acapulco ereignete sich ein offenbar verheerender Erdrutsch. Mindestens 58 Menschen werden dort vermisst. Bereits zuvor hatten die Behörden mitgeteilt, dass die Zahl der Todesopfer auf 80 gestiegen sei.
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Zudem gewann "Manuel" an Stärke und wurde inzwischen zum Hurrikan hochgestuft. "Es sieht nicht gut aus, wenn man sich die Bilder ansieht, die uns vorliegen", sagte Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong zur Lage in La Pintada. Zahlreiche Häuser seien unter Schlamm und Geröll verschüttet. Bereits 344 Menschen habe man evakuiert. Viele seien verletzt. Es drohten weitere Erdrutsche. Verschärft wird die Lage durch den wiedererstarkten Sturm "Manuel".

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Eine zerstörte Brücke in Cocuya de Benítez.
Innerhalb weniger Stunden um zwei Stufen hochgestuft

Bereits am vergangenen Wochenende hatte er Mexiko zusammen mit Hurrikan "Ingrid" in die Zange genommen. Während "Ingrid" vor allem an der Atlantikküste wütete, sorgte "Manuel" an der Westküste für Chaos und Zerstörung. In den vergangenen Tagen hatte sich "Manuel" zunächst abgeschwächt, doch dann wieder an Stärke gewonnen. Das US-Hurrikanzentrum stufte ihn innerhalb weniger Stunden um zwei Stufen nach oben. Nun bedroht er als Hurrikan erneut die Nordwestküste des Landes.

Die Behörden im Staat Sinaloa, wo der Hurrikan erwartet wird, erklärte, bereits vor der Ankunft "Manuels" gebe es in zahlreichen Orten Überschwemmungen. 60 Familien wurden aus einem Fischerdorf evakuiert. Im Gegensatz zu der dicht bevölkerten Touristenregion um Acapulco ist der Küstenstreifen in Sinaloa jedoch eher dünn besiedelt.