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Ich wollte schon oft die deutschen Zeitungen aus der Zeit vor und kurz nachdem Hitler an die Macht kam in die Hände bekommen, um zu verstehen zu versuchen, was sich in jenem Moment in Deutschland wirklich abgespielt hat. Ich fragte mich, ob wir daraus einige Lektionen für unsere gegenwärtige Zeit ziehen können. Ich habe viele Leute gefragt, ob sie jemals irgendwo irgendwelche dieser Artikel wiederveröffentlicht gesehen oder davon gehört haben, und ich hatte niemals Glück bei dieser Frage. Denn im Grunde genommen, wenn wir annehmen, dass unsere gegenwärtige Zeit Ähnlichkeiten mit dem Dritten Reich Hitlers hat, dann wäre es gut, konkretes Material vorliegen zu haben, das zur damaligen Zeit geschrieben wurde, worauf man die Vergleiche basieren kann. Zufälliger Weise wurde ein Mann namens Ron Rosenbaum auch neugierig darüber, doch aus einem anderen Grund. Er interviewte einen Holocaust-Überlebenden, der einen Artikel erwähnte, den er aus jener Zeit erinnerte, und Rosenbaum begann danach zu suchen. Er fand viel mehr als er sich ausgemalt hatte. Er fand Fritz Gerlich und die Münchner Post. Rosenbaum nennt Fritz und seinesgleichen die "Ersten Erklärer".
Die heroischen Anti-Hitler Journalisten in München, die sich von 1920 bis 1933 (als viele inhaftiert oder ermordet wurden) der täglichen Aufgabe widmeten, die Welt über die seltsame Figur aufzuklären, die aus den Straßen Münchens aufgestiegen war um der Führer einer Bewegung zu werden, die die Macht ergreifen und ein neues Kapitel in der Geschichte des Bösen schreiben würde. Meine Faszination mit diesen größtenteils vergessenen Figuren, diesen Journalisten, die die ersten waren, das politische und persönliche Leben, das Kriminelle und die Skandale Hitlers und "der Hitler-Partei", wie sie es treffend benannten, zu untersuchen, fing zum ersten Mal an zu wachsen, als ich begann, Echos und Spuren ihres Kampfes mit Hitler aufzuschnappen, welche in den Fußnoten von Nachkriegs-Historikern vergraben lagen...

Meine Faszination vertiefte sich, als ich auf eine fast vollständige Sammlung von abblätternden und vergilbten, sieben-Jahrzehnte-alten, früheren Ausgaben der Anti-Hitler Münchner Post stieß, die sich in den Archiven der Monacensia Bibliothek in München in einem Prozess des Auseinanderfallens befanden. Seitdem wurden sie auf Mikrofilm transferiert, aber in der "Kommunikation" mit den waschechten, sich in Stücke auflösenden Ausgaben jener Zeitung, die von Hitlers Partei "die Giftküche" genannt wurde, Ausgaben, in denen Hitler ihre Seiten als lebende Figur heimsuchte, war etwas, das mir eine schmerzhaft unmittelbare Ahnung der verrücktmachenden, unerträglichen Cassandra-ähnlichen Frustration vermittelte, die die Journalisten der Münchner Post gefühlt haben müssen. Sie waren die ersten, die die Dimensionen von Hitlers Potential zum Bösen wahrnahmen - und sahen, wie die Welt die verzweifelten Warnungen in ihrer Arbeit ignorierte.

Fritz Gerlich
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Fritz Gerlich, Redakteur der Münchner Post
Als Journalist fühlte ich gleichzeitig eine wachsende Ehrfurcht über das was sie vollbracht hatten, wieviel sie offengelegt hatten, und wie vollständig sie vergessen worden waren. Ihre Arbeit war der erste kontinuierliche Versuch, die Tiefen des Hitler-Phänomens zu verstehen zu suchen während es begann sich zu entfalten...

Die Vision der Ersten Erklärer war eine Vision der Männer und Frauen, die entscheidende Zeugen des nun vergessenen Spektakels waren, wie Hitler zu Hitler wurde. Zusätzlich zu den mutigen Journalisten und Redakteuren der Münchner Post gab es andere wie Rudolf Olden, Konrad Heiden, Walter Schaber... und Fritz Gerlich. Der ikonoklastische Redakteur einer konservativen, anti-marxistischen, anti-Nazi Oppositions-Zeitung namens Der Gerade Weg wurde als ein journalistischer Erzfeind Hitlers zelebriert, doch ist heutzutage größtenteils vergessen.

Gerlich wurde in Dachau für den Versuch ermordet, ein schädigendes Exposé über Hitler fünf Wochen nachdem die Nazis die Macht ergriffen und den Rest der Oppositionspresse zerschlagen hatten, zu drucken. Gerlich, eine faszinierende Figur, ein vernichtender, satirischer Schreck Swift'scher Art für Hitler, besaß eine verblüffende Einsicht in die rassischen Dynamiken von Hitlers Pathologie. Als skeptischer historischer Gelehrter begann Gerlich nichtsdestotrotz an die prophetischen Kräfte einer kontroversen, wahrscheinlich betrügerischen bayerischen Stigmatisierten zu glauben und fand in ihr eine Quelle des Glaubens, der ihn dazu führte sein Leben aufs Spiel zu setzen - in einem allerletzten Versuch, Hitler mit seinem Stift und seiner Druckerpresse zu stürzen. Mit dem Exposé, das alle Exposées über Hitler beenden sollte, hoffte er, mit einer letzten Story die Öffentlichkeit zu schockieren und Präsident Paul von Hindenburg dazu zu veranlassen, den neu eingesetzten Kanzler Hitler abzusetzen bevor es zu spät war. Es war ein riskanter Schritt der Verzweiflung, und er misslang.

Am 9. März 1933 fielen Sturmtruppen in Gerlichs Redaktionsbüro ein, rissen seinen letzten Artikel aus der Druckerpresse, schlugen ihn bewusstlos, und verschleppten ihn nach Dachau, wo er in der Nacht der langen Messer im Juni 1934 ermordet wurde. Der Inhalt des Exposés, das er im Begriff war zu veröffentlichen - einige sagten, es handelte von den Todesumständen von Hitlers Halbnichte Geli Raubal in seiner Wohnung; andere, dass es von der Wahrheit über das Reichstagsfeuer im Februar 1933 oder der ausländischen Finanzierung der Nazis handelte - ist der Geschichtsschreibung quasi verlorengegangen; es ist eine der auf Beweisen beruhenden Spuren, die ich bis zum bitteren Ende verfolgt habe. ...

Es gelang mir, einen von Gerlichs letzten lebenden Kollegen in München aufzuspüren: Dr. Johannes Steiner, einen pensionierten, über 90-jährigen Verleger, der ein Partner in Gerlichs dem Untergang geweihten Anti-Hitler Blatt Der Gerade Weg war. Dr. Steiners Erinnerung an diese schreckliche Zeit, ganz besonders die letzten Tage in Gerlichs Leben, als alle das Weite suchten, war bruchstückhaft. Doch es gab einen Moment, eine Erinnerung, die er sechs Jahrzehnte lang mit erschreckender Klarheit bewahrt hatte: eine Erinnerung über die Gestapo und Fritz Gerlichs Brille. Gerlichs mit Stahl umrandete Brille waren unter denen, die ihn in München gekannt hatten, zu einer Art unverkennbarem Sinnbild für den kämpferischen Zeitungsjournalisten geworden; fast ein Emblem seines stählernen Entschlusses und der Klarheit seines Weitblicks. Nach einem Jahr in Dachau jedoch, nachdem die Gestapo ihn aus seiner Zelle gezerrt und ihm in der Nacht der langen Messer in den Kopf geschossen hatte, wählten Hitlers Verbrecher eine grausame und kaltblütige Art, Gerlichs Ehefrau zu benachrichtigen. Dr. Steiner erinnerte sich: "Sie schickten seiner Witwe Sophie die Brille von Gerlich, sie war mit Blutspritzern übersäht." [Ron Rosenbaum, Explaining Hitler]
Rosenbaum sieht diese grausame Geste vielleicht als eine Bekenntnis von Hitlers Verbrechern, dass Gerlich zu viel gesehen hatte und zu viel wusste, "ein Zeichen, wie sehr sein Weitblick gefürchtet und von Hitlers innerem Kreis gehasst wurde, dafür, dass er sie durchschaut hatte."

Haben Sie eigentlich irgendetwas besonders Interessantes im obigen, kurzen Bericht bemerkt, über das Wer, Was, Wann und Wo von Fritz Gerlich? Wahrscheinlich ist es gleich vorbeigeschlüpft, aber das hier war es: "Als skeptischer historischer Gelehrter begann Gerlich nichtsdestotrotz an die prophetischen Kräfte einer kontroversen, wahrscheinlich betrügerischen bayerischen Stigmatisierten zu glauben und fand in ihr eine Quelle des Glaubens, der ihn dazu führte sein Leben aufs Spiel zu setzen - in einem allerletzten Versuch, Hitler mit seinem Stift und seiner Druckerpresse zu stürzen." Wovon spricht Rosenbaum hier? Eine "bayerische Stigmatisierte"?

Nun, bevor wir uns dem widmen, lassen Sie uns über Fritz Gerlich und den "Prozess über Hitlers Nase" sprechen. Im Juli 1932 erschien ein außergewöhnliches Fotokomposit-Bild auf der Titelseite einer der führenden Münchner Zeitungen. Ich versuchte erfolglos ein Bild dieser Ausgabe zu finden - doch ein Leser fand es dann:
hat hitler mongolenblut - der gerade weg, fritz gerlich
Das Foto zeigt Hitler mit Zylinder und Frack, Arm in Arm mit einer schwarzhäutigen Braut in einer Hochzeitsszene, und der Titel lautet: "Hat Hitler Mongolenblut?" Es scheint, dass Hitler-Karikaturen jahrelang in vielen der Oppositionszeitungen und auf Postern erschienen waren, doch die meisten tendierten dazu, sich auf den Schnurrbart, die Stirnlocke oder auf mimische Übertreibungen zu fokussieren. Dieses Bild kam dem Kern der Sache viel näher und war bestimmt Gerlichs Todesurteil. Einen so bösartigen Angriff wie diesen zu veröffentlichen, ein Angriff, der viel weitreichender und zutiefst verletzend im Text selbst war, mehr sogar als das reißerische Foto und der Titel erkennen ließen, war eine Handlung von großem persönlichen Mut von einem verzweifelten und dem Untergang geweihten Propheten. In seinem einschlagenden Artikel schlägt Gerlich vor, dass der Leser die "rassische Wissenschaft" von einem von Hitlers beliebtesten rassischen Theoretikern, Dr. Hans Günther - der die präzise Form und Dimension von jedem einzelnen Kopf- und Gesichtsmerkmal des "nordischen Typs" festgelegt hatte - auf Hitlers eigenen Kopf und Gesicht anwenden solle, besonders auf seine Nase. Mit begleitenden Fotografien fährt Gerlich damit fort zu demonstrieren, dass Hitler tatsächlich kein arischer, sondern eher mongolischen Typus war. Gerlich ging noch weiter, indem er eine "brilliante Kritik" schrieb, "die in der vernichtenden Schlußfolgerung resultierte, dass Hitler - nach seinen eigenen Maßstäben - nicht nur die arische Physiognomie fehlte, sondern ihm fehlte auch die arische Seele". Rosenbaum schreibt:
[Es verschaffte eine] große Befriedigung, dass wenigstens hier ein Anti-Hitler Journalist den ganzen Weg gegangen war, bis an die Halsvene gegangen war, der Wut und der Verachtung, die alle gefühlt hatten bevor sie zum Schweigen gebracht wurden ein, Ventil gegeben hatte. Ich vermute, diese kompromisslose, fatale Rücksichtslosigkeit hat etwas mit meiner eigenen Faszination mit Gerlich zu tun. Wenn man sich die Literatur über Hitler und die Nazi-Herrschaft vor und nach dem Krieg, in und außerhalb von Deutschland anschaut, ist es überraschend zu entdecken, wie wenig unverblümtem, tief empfundenen Hass und Abscheu in schriftlicher Form Ausdruck verliehen wurde. Der Ton und die Tendenz der Vorkriegs-Erklärer lief darauf hinaus, Hitler zu erniedrigen, ihn als ein Phänomen zu behandeln, das sich jenseits von Verachtung, geschweige denn ernsthafter Beachtung, befand. Anstatt auf die Notwendigkeit der Bekämpfung Hitlers zu drängen, verhielten sich die Vorkriegs-Erklärer so, als ob er mit Worten hinweggewünscht werden könne und mit Verharmlosungen ins Vergessen. Sie setzten ihn bis zu einem Punkt herab, wo er nicht einmal mehr ein würdiges Ziel für Antagonismus war.

Die Nachkriegsliteratur tendiert zu einer anderen Art der Herabsetzung Hitlers; da sie genau wissen, was er angerichtet hatte, liegt die Tendenz darin zu argumentieren, dass nicht wirklich er es war, sondern die tieferen und profunderen Kräfte hinter und unter ihm, die Welle, auf der er ritt.... . Die seltene Ausnahme dazu, wie Gerlich, bringt der der Nachkriegsliteratur fehlenden Leidenschaft eine starke Erleicherung. ... Die rücksichtslose doch überaus feingeschliffene Gehässigkeit unter der Oberfläche von Gerlichs Satire... war mehr als ein Aufheulen, es war ein rasiermesserscharfes analytisches Werkzeug, das bis zum Kern von Hitlers Pathologie hindurchschnitt bevor es jemand anderes tat, bevor es zu spät war - wenn nur irgendjemand zugehört hätte. [Ron Rosenbaum, Explaining Hitler]
Ron Rosenbaum fand also einen Träger des heroischen Standards im Leben und der Arbeit von Fritz Gerlich; doch er hat ein Problem. Er sagt, dass Gerlich "von seiner Obsession mit Hitler angetrieben wurde und sich dadurch vom Rationalen zum Irrationalen bewegte...". Warum sieht er den Mann, der solche Taten von journalistischem Widerstand gegen Hitler vollbrachte - Taten, die er so sehr bewundert, sogar bis zum bitteren Ende, als "irrational" an? Es ist das Problem der "bayrischen Stigmatisierten", worauf ich hinaus will; haben Sie Geduld.

Fritz Gerlich wurde protestantisch geboren und erhielt seinen Doktortitel in Geschichte an der Universität in München. Nicht später als 1923 war er eine respektierte und einflussreiche Figur in der nationalistischen Bewegung und war daher ein früher Unterstützer Hitlers. Im Frühling des Jahres 1923 bekam er jedoch Besuch in seiner Wohnung, von jenem aufstrebenden Stern der rechten nationalistischen Kräfte, von Adolf Hitler höchstpersönlich. Niemand weiß, was bei diesem Treffen geschah, doch scheinbar verband sich das dort Gesagte mit Dingen, die Hitler später tat, und machte aus Gerlich einen unerbittlichen Feind. Offenbar hatte Gerlich etwas gesehen, die "zwei Gesichter des Adolf Hitler".

Gerlich gründete eine eng-verbundene Gruppe von Kollegen, die zuerst alle für die Münchner Neueste Nachrichten arbeiteten, und später dann mit Gerlich zusammen in seiner eigenen Anti-Hitler Ausgliederungszeitung Der Gerade Weg. Zehn Jahre lang, von 1923 bis 1933 war diese Gruppe das unverblümteste Zentrum des Anti-Hitler Journalismus unter den Konservativen in Deutschland. Die Gerlich Gruppenmitglieder, die der Inhaftierung während der Razzia der Zeitung im März 1933 entgingen, wurden zum Nukleus der Anti-Hitler-Bewegung, die in Klaus von Stauffenbergs gescheitertem Mordanschlag auf Hitler im Juli 1944 gipfelte. Wie Sie sich wahrscheinlich denken können, wurden sie an diesem Punkt hingerichtet.

Wir gehen nun zu Rosenbaum über, um von Gerlich und Neumann zu erfahren:

Therese Neumann
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Therese Neumann (1898-1962) Mystikerin, Stigmatisierte
Doch in den späten 20ern geschah etwas Seltsames mit Gerlich und seiner kleinen Gruppe: Sie schlossen eine höchst unwahrscheinliche Verbindung, welche die Quelle ihres Glaubens wurde, die ihre mutige Anti-Hitler-Kampagne nährte. Gerlich und seine Freunde verwickelten sich tiefgehend mit einer heiligen Stigmatisierten - eine hochkontroverse, wahrscheinlich betrügerische, jedoch weit verehrte bayrische Frau: Therese Neumann. Es erscheint mir noch immer beachtenswert, dass ein skeptischer, protestantischer, rationaler Historiker wie Gerlich, dieser sachliche Zeitungsredakteur mit dem scharfen Blick hinter seinen stahlumrandeten Brillengläsern, von dieser primitiven, bettlägerigen, katholischen Mystischen, deren eigene Kirche skeptisch ihr gegenüber war, eingenommen wurde...

Einer von [Thereses] Besuchern - ein aristokratischer katholischer Konservativer, Graf Erwin von Aretin, der überlebte und Gerlichs Nachkriegs-Biograf wurde - wurde zu einem Gläubigen.... Nach wiederholtem Drängen seitens seiner Kollegen entschied sich Gerlich schließlich, der Stigmatisierten einen Besuch abzustatten. Zur Überraschung von so ziemlich jedem kehrte er zutiefst beeindruckt zurück. Nicht nur das, er ging wieder und wieder zu ihr, und fand sich immer und immer tiefer in den Kreis des Bauernmädchens hineingezogen, er übertrug ihre visionären Aussagen und übersetzte sie in Warnungen und Prophezeiungen über die wachsende Krise in Deutschland. ... Gerlichs Kollege, Dr. Johannes Steiner, schildert, wie Gerlich das erste Mal nach Konnersreuth ging, "entschlossen, jeglichen Betrug, dem er begegnen würde, zu demaskieren... Wenn es einen zu finden gebe." [Ron Rosenbaum, Explaining Hitler]
Ja, in der Tat, Rosenbaums Held war mit einer waschechten "Channellerin" im Bunde. Und Rosenbaum, der Rationalist, kann es einfach nicht ertragen. Er fährt einige Absätze lang damit fort uns darüber zu versichern, dass Therese Neumann eine Betrügerin war, ein Scharlatan, und zweifellos stimmte etwas mit Gerlichs Verstand nicht, was ihn zu diesem Schwachsinn führte; es tut ja nichts zur Sache, dass er weiterhin ausgezeichnete Arbeit verrichtete und tatsächlich einer der mutigsten jener Journalisten war, die sich gegen Hitler zur Wehr setzten. Darüber hinaus scheint es, dass die Channelerin buchstäblich die Inspiration für einen Großteil von Gerlichs Arbeit war, und Rosenbaum schlägt beeindruckende, zerebrale Räder in seinem Versuch, sich da herauszureden! Wie kann das sein? Rosenbaum kann es kaum verdauen.

Zufällig scheint es, dass Therese Neumann KEINE Betrügerin war:
Wunder oder Betrug-Untersuchungen im Fall der Stigmatisierung der Therese Neumann von Konnersreuth.
Rolf B, Bayer B, Anslinger K.

Institute of Legal Medicine, Ludwigs-Maximilians-Universitat, Frauenlobstr. 7 a, 80337, München, Deutschland, Burkhard. Rolf@med.uni-muenchen.de.

Wir untersuchten zwei Kompressen, die von Therese Neumann (T.N.) benutzt wurden, einer Frau, die 1898 bis 1962 in Konnersreuth, Deutschland lebte. Die Kompressen wurden während des Erscheinens von Stigmata auf T.N.s Körper an einem Freitag mit Blut durchtränkt. T.N. wurde unter den Gläubigen in Deutschland zu dieser Zeit sehr berühmt. Die Frage war, ob dieses Blut von T.N. selbst stammte oder von einem Verwandten oder einem Tier. Der Vergleich zwischen der HV1 und HV2 mtDNS-Sequenz, die aus den Kompressen stammen, mit den Sequenzen eines Prüfmusters einer Nichte von T.N. von mütterlicher Seite brachte eine Identität zum Vorschein. Außerdem erhielten wir aus den Blutflecken ein Short tandem repeat (STR)-Profil, das identisch mit dem STR-Profil eines gummierten Umschlags war. Der Umschlag enthielt einen von T.N. in den 1930ern geschriebenen Brief. Folglich gaben unsere Untersuchungen keinen Hinweis auf irgendeine Manipulation.
Es ist sehr wahrscheinlich wahr, dass Therese Neumann, eine Channelerin, die Inspiration hinter einem der mutigsten Journalisten Deutschlands zur Zeit von Hitlers Aufstieg zur Macht war. Sogar nach Gerlichs Ermordung in Dachau fuhr der Personenkreis um Therese Neumann mit ihrer Teilnahme an dem moralisch bedeutsamen Widerstand gegen Hitler fort. Es war die mystische Quelle von Gerlichs Stärke, welche sein einschneidendes, chirurgisches Sezieren von Hitlers Mentalität durchtränkte. Und es ist dieses Vermächtnis, das er uns allen hinterlassen hat. Durch die Geschichte hindurch, so lange und weit in die Vergangenheit zurückreichend, zu einem Punkt bevor es schriftliche Aufzeichnungen gab, haben die Menschen viel Kraft aus mystischen Quellen geschöpft. Solche Quellen kam mit dem Aufstieg des Materialismus unter Beschuss. Die Verbindung zwischen dem emotionalem Wissen der Welt und dem intellektuellen Wissen der Welt wurde gekappt. Als Resultat dieses Bruchs leben wir unter schrecklichen Bedingungen. Ein großer Teil der Menschheit ist nun ein Sklave seines Intellekts. Das Wahrnehmen der Welt über die Emotionen, die Intuition, Inspiration, von denen ich denke, dass sie die Basis für mystische Erfahrungen und echtes Channeling sind, gehen über die hierarchischen Strukturen hinaus, die der rationale Verstand aufgebaut hat um uns einzusperren; sei es materialistische Wissenschaft auf der einen Seite oder auf der anderen Seite dem Bedürfnis via Priestern und anderen Repräsentanten mit dem Göttlichen zu kommunizieren. Die direkte Verbindung mit dem Göttlichen wurde abgetötet: sie musste getötet werden.

Dr. Steiner erinnerte sich: "Sie schickten seiner Witwe Sophie die Brille von Gerlich, sie war mit Blutspritzern übersäht."

Mit diesem Vermächtnis leben - und sterben wir vielleicht.